Im Wohngebiet

Ja, auch im Wohngebiet wird nicht geschaut, ob jemand Vorfahrt hat, sondern einfach so aus der Nebenstraße mit Vollgas herausgefahren. Eine Vollbremsung später bin ich nicht umgefahren worden.

Das sind dann die Leute, für die Radfahrer “aus dem Nichts” auftauchen. Einfach, weil sie nicht gucken.

Und das ist der Grund, warum Kinder und ältere Leute öfter umgefahren werden: sie vertrauen noch drauf, dass sich andere an die Regeln halten.

Und heute auch wieder: rechts vor links gilt nicht für Taxifahrer oder wenn ein Fahrrad Vorfahrt hätte. Warum auch?

Bluray unter Linux

Manche Dinge sind unter Linux deutlich schwieriger als bei anderen Betriebssystemen (vieles ist auch deutlich einfacher). Dafür sind die Lösungen fast immer vorhanden und oft auch gut dokumentiert, bisher habe ich kaum unlösbare Probleme gefunden.

Derzeit beschäftige ich mich mit Bluray-Wiedergabe unter Linux, leider gibt es auch bei Blurays noch Regionalcodes (vom Teufel) und Verschlüsselung (vom Teufel), alles, was es einem nicht sofort leicht macht.

Erste Erkenntnis von vorgestern:

Der Rechner braucht ein Bluray-Laufwerk!

Ist bestellt…

Kritik: Hotel Transylvania

Hotel Transylvania ist ein 3D-Animationsfilm (den ich in 2D geschaut habe), der von Dracula, seiner Tochter, einem Fremden und vielen Monstern handelt.

Dracula lebt mit seiner Tochter in einem einsamen Hotel für Monster, dass nicht von Menschen entdeckt werden darf, da diese sonst die Monster töten. Die Tochter wird volljährig, es gibt ein Fest dazu und sie darf jetzt raus in die Welt, wie ihr Papa das versprochen hat. Der will die Tochter beschützen, geht dabei zu weit, der Menschenfremdling kommt, sie verlieben sich, yada, yada, yada und Happy End.

Ja, die Geschichte wird inhaltlich nicht als die originellste Geschichte gelten, sie ist aber sehr nett in das (originelle) Monstersetting eingebettet. Der Film ist schnell, leicht, oft sehr kindlich (oft zu viel für die Futtermeisterin, aber für mich genau richtig) und lässt die Finger von zu bedeutungsschweren, langsamen Szenen. Beeindruckend ist die Fülle von Einfällen und Ideen, die umgesetzt wurden.

Alles richtig gemacht.

OK, bis auf: die Tochter ist leider mehr Objekt als Subjekt, die Männer machen unter sich aus, wie sie sich verhalten darf, was sie erlebt etc. Sie handelt weniger als dass sie reagiert. Das ist schade und eigentlich auch unnötig, denn sie ist durchaus als eigenständiger Charakter angelegt. Keine Ahnung, ob das im zweiten Teil anders wird, den habe ich nicht gesehen.

Fazit: lustiger unterhaltsamer Film.

Kritik: John Dies at the End

John Dies at the End ist ein seltsamer Film. Eine Droge namens “Sojasauce” versetzt ihre Nutzer in eine andere Dimension, aus der sie verändert zurückkommen. Die Kreaturen aus der anderen Dimension wollen die Menschen vernichten oder versklaven (wer weiß das schon) und nur Dave und John können die Menscheit retten. Aber das klappt auch nur bedingt. Und viele veränderte Menschen müssen umgebracht werden.

Oder so.

Die Story ist merkwürdig, eher unbefriedigend insgesamt, dafür hat der Film eine interessante Leichtigkeit, sehr schöne Einfälle sowie skurrile Figuren und Begebenheiten. Das reicht manchmal schon aus.

Mehr kann ich den Film leider wirklich nicht beschreiben, er ist zu seltsam, oft sehr willkürlich, manchmal einer Geschichte folgend, manchmal nicht, dabei aber in sich geschlossen.

Fazit: ein skurriler Film ohne richtige Geschichte aber mit interessanten Einfällen.

Kritik: Charlie’s Farm

Charlie’s Farm ist ein Old-School-Slasher, der im australischen Hinterland spielt.

Vier junge Rucksacktouristen wollen auf Charlie’s Farm übernachten, weil dort die Eltern von Charlie Menschen gegessen haben und dort deswegen von den örtlichen Menschen erschossen wurden. (Keine Ahnung, warum man dort jetzt übernachten will, es zieht Leute an und wird nicht erklärt.)

Auf der Farm treffen sie auf zwei weitere Touristen sowie letztendlich Charlie, der Spaß daran hat, Leute umzubringen. Und weil die Farm durch ihren Ruf viele Touristen anlockt, hat er auch alle Hände voll zu tun.

Ich verrate mal nicht, wer am Ende überlebt, klar ist: es sind nicht viele.

Der Film war grundsätzlich gut gemacht, solide inszeniert, ohne größere Fehler. Mit vielen Höhen (z.B. die Rückblicke auf Charlies Eltern) aber auch vielen Tiefen (unsere Haupthelden, durchgehender Ton). Ja, leider sind unsere vier Haupthelden solche Arschlöcher, dass man weniger mit ihnen leidet, als ihnen vielmehr ihren Tod gönnt, einfach, damit sie endlich ruhig sind. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Tara Reid die Sympathieträgerin sein würde, einfach, weil sie die am wenigsten nervige Rolle hat.

Und dann sind da noch die Tode, allesamt, gut inszeniert, solide gedreht, leider zweimal mit einem Hang zum Slapstick, der tonal nicht zum Rest des Films passt. Dort ein wenig mehr Ernst und der FIlm wäre überragend.

Aber das ist Meckern auf sehr solidem und teilweise hohen Niveau,

Fazit: sehr solider Slasher.

Kritik: Teuflisch (Bedazzled)

2001-02-01_TeuflischBedazzled, an den kann ich mich erinnern.

Brendan Fraser, spielt Elliot, der vom Teufel (Elizabeth Hurley) sieben Wünsche gewährt bekommt, um seine große Liebe Allison (Frances O’Connor) für sich zu gewinnen. Natürlich im Tausch gegen seine Seele. Und natürlich wird jeder Wunsch auf teuflische Art (den konnte ich mir nicht verkneifen) ins Gegenteil verkehrt.

Die Wünsche sind alle nachvollziehbar und ich hatte großen Spaß daran, zu sehen und mitzuraten, was auch bei den einfachsten Wünschen schiefgehen kann. Das ist kein Shakespeare aber lockere und leichte Unterhaltung.

Fazit: lustiger Film, leichte Unterhaltung.

Kritik: Harry meint es gut mit Dir

2001-01-29_Harry-meint-es-gut-mir-DirHarry meint es gut mit dir (Harry, un ami qui vous veut du bien), oh weh, ein Film, an den  ich mich überhaupt nicht erinnern kann, auch nach Lektüre des Wikipedia-Artikels nicht.

Das bedeutet: entweder hat ihn die Futtermeisterin, damals noch “das große I”, ohne mich gesehen oder er war so durchschnittlich, dass ich weder gute noch schlechte Erinnerungen an den Film habe. Wer weiß.

Die Zusammenfassung klingt nett.

Kings of Metal #Manowar #TrueMetal

2016-01-27_ManowarJa, Manowar waren wieder in Berlin, für schweineteure 86 Ocken, und trotz des zwiespältigen Eindrucks unseres letzten Konzerts natürlich ein Grund, das Tempodrom aufzusuchen.

Es war Klasse.

2016-01-27_Manowar_1Bühnenbild ist ein Tempel mit mehreren Leinwänden, auf denen Hintergründe gezeigt wurden, anfänglich etwas verwirrend, als nur Fans gezeigt wurden auch nicht gut, aber dann durchaus beeindruckend.

Vom Beginn des Konzerts bis zum Ende ist klar, wofür Manowar steht: True Metal. Für eine Zeit, in der alle Metaller Brüder sind. Eine Zeit, in der der Stahl regiert, als Schwert oder als Motorrad, idealerweise beides. Eine Zeit, in der Männer noch Muskeln tragen und sich nicht dafür schämen müssen. Eine Zeit, in der Frauen riesige Brüste haben und sich räkeln. Eine Zeit, in der Metaller lange Haare haben, Leder anziehen und Gitarrensoli leben. Eine einfachere Zeit.

Schaut Euch Conan an, schaut Euch den Herrn der Ringe an (ohne selbständige Frauen) – das ist Manowar. Und es ist schön.

Das Konzert war relativ kurz, dafür haben Manowar durchgeballert, nur kürzeste ruhige Abschnitte, dann immer wieder draufgedroschen, Gitarrensoli (schnell), Basssoli (noch schneller), Schreien von Eric Adams, der richtig gut gesungen hat.

Zwischendurch nachdenkliche Momente mit Joey DeMaio, der uns erklärte, dass a) Deutschland ein geiles Land ist, b) er jede Frau ficken würde, das aber nicht tut, weil ihre Freunde Manowar-Fans sind und damit Brüder und Brüder betrügt man nicht, c) alles seinen Preis hat, der Eintrittspreis geht in die Leinwände  und die Crew und d) gebe ich mal lieber nicht wieder.

Joey hat auch am Ende des Konzerts die Saiten seines Basses zerrissen und Fans geschenkt.

Wahnsinn. Gutes Konzert. Immer noch zu teuer, aber es ist Manowar. Die einzige Band, die im Genre “True Metal” unterwegs ist.

Abschließend noch ein Video aus Bratislava: “King of Kings”. Etwas wackelig, wenn man aber wissen will, was Manowar ist: ansehen!

Es wird wieder schlimmer

Die Schonzeit ist vorbei, der Verkehr wird wieder deutlich aggressiver und die Fahrer unaufmerksamer. Der Bus letzte Woche war nur der Anfang, gestern drei Rechtsabbieger, die überhaupt nicht geschaut haben und dann noch der hier:

Ich fuhr am 26.01.2016 gegen 17:55 Uhr mit dem Fahrrad auf der Hannoverschen Straße in Richtung Friedrichstraße.

Auf Höhe der Katholischen Akademie ist eine Baustelle, bei der die Fahrbahn eingeengt wird. In der Baustelle fuhr der Fahrer des car2go-Smart mit dem Kennzeichen `B-GO 6706` derart eng neben mich, dass ich mich kurzzeitig am Fahrzeug festhalten musste, um nicht umzufallen. Daraufhin fuhr der Fahrer kurz weiter nach rechts und zog dann den Wagen ein wenig nach links. Erst für das Nach-Links-Ziehen schaute er vom Display seines Handys auf, das er mit der rechten Hand auf Beinhöhe bediente.

Statt froh zu sein, dass nichts Schlimmeres passiert war, fuhr er weiterhin eng neben mir, öffnete sein Fenster und fragte mich, was mein Problem wäre. Der Fahrer war ca. 25-40 Jahre alt. Ich sagte ihm, dass er zu eng gefahren sei.

Daraufhin beschleunigte er stark und fuhr auf die rechte Spur der roten Ampel an der Kreuzung Hannoversche Straße/Friedrichstraße, wo er hinter einem Taxi wartete. Um dorthin zu gelangen, fuhr er in ca. 20 cm Abstand an dem vorausfahrenden Radfahrer vorbei.

An der Ampel kurbelte er auch das linke Außenfenster herunter und fragte mich, ob ich schon einmal etwas von Verkehrsregeln gehört hätte. Ich antwortete, dass er zu eng gefahren ist, nicht nur bei mir, sondern auch bei dem anderen Radfahrer. Dann fuhr ich weiter, da die Ampel auf Grün schaltete und das Taxi nicht fuhr.

Auf der Torstraße in Höhe des Nickelodeon überholte mich der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit in ca. 5 cm Abstand. Ich hatte leider schon mit so etwas gerechnet, so dass ich nur wenig erschrak und nicht umfiel.

Der Fahrer fuhr weiter bis zur Kreuzung Torstraße/Tucholskystraße, wo die Ampel gerade auf Rot umschaltete. Er wartete, bis die Fußgänger die Torstraße querten und ihm nicht mehr im Weg waren und bog dann bei Rot nach rechts ab.

Ich bin da realistisch: falls der Fahrer überhaupt ermittelt wird, wird das ein Du-Du mit dem Hinweis, dass die Radfahrer sowieso alle bei Rot fahren und man sich da nicht provozieren lassen darf.

Falls jemand am Video interessiert ist, es ist dunkel und wackelt (die Halterung ist nicht mehr die beste):