Top 10 der Radfahrer-Fehler

Die Kollegen vom BikeBlogBerlin haben eine Top 10 der Radfahrer-Fehler zusammengestellt, die Punkte in Kürze hier, mit Begründung beim BikeBlogBerlin:

  1. Abbiegen ohne den vorfahrtberechtigten Verkehr zu beachten.
  2. Nebeneinander Radfahren im Berufsverkehr.
  3. Fahren bei rot, weil gerade kein Auto in Sicht ist.
  4. Radfahren auf Gehwegen in ruhigen Straßen oder trotz vorhandener Radspur.
  5. Fahren ohne Sicherheitsabstand zu parkenden Autos oder zum Fahrbahnrand.
  6. Halten an Kreuzungen rechts neben LKW oder Heranfahren an anfahrende LKW, wenn die Ampel gerade grün wird.
  7. Überholen, Spurwechsel und Abbiegen ohne Schulterblick / Handzeichen.
  8. Nicht benutzungspflichtige Radwege ohne Notwendigkeit nutzen.
  9. Fahren auf dem Radweg in die falsche Richtung.
  10. Vorrang für Fahrgäste an Bushaltestellen ignorieren.

Ist eigentlich alles gesagt.

Eulenschwang

BR – Eulenschwang im Tölzer Land – Alltag im Paradies
09.04.2014 17:00-17:30

Dokumentation von Birgit Eckelt

Eulenschwang – das ist ein Dorfweiher, eine Kapelle, fünf Bauernhöfe und 60 Menschen. Nach einem Wirtshaus, einem Laden oder Fremdenzimmern sucht man hier vergeblich. Die alteingesessenen Bauernfamilien bleiben lieber unter sich. Das ist hier schon seit Jahrhunderten so. Deshalb ist der Weiler, kaum 30 Kilometer von der südlichen Stadtgrenze Münchens entfernt, bis heute ein kleines Paradies geblieben. Und obwohl der Alltag dort manchmal ein wenig eintönig ist, möchte keiner von hier weg.

Wenn ich es mir wenigstens ausgedacht hätte…

Wenn einem nichts mehr einfällt (2)

Und wenn man denkt, schlimmer könnte es nicht kommen, kann der deutsche Verfassungsschutzchef(!) Hans Georg Maaßen immer noch einen draufsetzen:

Maaßen sagte in dem Interview, die Vorstellung, dass beispielsweise ein US-Automobilbauer einen Auftrag über das Weiße Haus an die NSA gebe, sei abwegig.

Im Ernst: der soll das deutsche Volk vor Schaden schützen. Also auch unsere Wirtschaft. Wenn das mit dem Lobbyismus bei uns tatsächlich so schlimm ist: liebe Wirtschaft: hier ist der richtige Zeitpunkt, mal in die Politik einzugreifen.

“Die Dokumente des NSA-Enthüllers Snowden sind voller Hinweise, aber ohne Beweise”. Der Verfassungsschutz sei allen Vorwürfen nachgegangen. “Wir haben weder valide Erkenntnisse, dass die Amerikaner Breitbandkabel in Deutschland anzapfen, noch ob aus der US-Botschaft in Berlin das Handy der Kanzlerin abgehört worden ist”, sagte Maaßen.

Das ist mehrfach interessant: zum einen abstreiten, das das zutrifft, was die NSA schon längst zugegeben hat.

Zum anderen wieder eine Nebelkerze zünden: das Handy wurde also nicht aus der US-Botschaft abgehört. Wahrscheinlich wurde das dann aus einem fahrenden Wagen gemacht oder sonstwie. Die Amerikaner haben das zugegeben. Obama hat das zugegeben. Wie verblendet muss man sein?

(Quelle: futurezone)

PS: Originalinterview im Handelsblatt, das man aber nicht verlinken sollte. Aus Gründen.

Wenn einem nichts mehr einfällt

Man ist ja einiges von Politikern und Polizei gewohnt, aber es gibt so Sachen…

So bei den Sicherheitsgesprächen des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK):

Ausgehend von dem bekannten Humboldt-Zitat verteidigte Schulz die Vorratsdatenspeicherung als das “notwendige ermittlungstechnische Mittel des 21. Jahrhunderts”, sofern sie strikt nach rechtsstaatlichen Vorgaben durchgeführt werde. Denn die Vorratsdatenspeicherung habe nichts mit dem Ausspähskandal zu tun, so wie es einige Politiker und Netzaktivisten weiß machen wollten, meinte Schulz.

Ausspähen: nein. Daten aller Bürder anlasslos sammeln: ja. Ist aber kein Ausspähen. Sondern irgendwas anderes.

Maaßen lobte die deutsch-US-amerikanische Zusammenarbeit, die in Afghanistan 30 Terroranschläge pro Woche verhindere, bekannte aber auch: “Man bekommt Ergebnisse und man weiß nicht, wie sie entstanden sind”.

30 Terroranschläge pro Woche! So eine Zahl braucht man nicht begründen oder belegen, die muss man nur sagen. Und diese ominösen Ergebnisse: die nutzen wir natürlich trotzdem, wäre ja sonst auch schade drum. Rechtsstaat? Egal. Zweck. Mittel.

Ach ja, und wer das mit dem Rechsstaat ernst nimmt? Der ist ein Verbrecher:

Aus dem Publikum giftete der nordrhein-westfälische BDK-Funktionär Rolf Jäger gegen die unverantwortlichen Datenschützer und ihre Widerstand gegen die Vorratsdatenspeicherung. Dieser habe dazu geführt, dass viele Tausend Fälle ungelöst geblieben sei.

Viele tausend Fälle. Wieder muss man das nicht belegen. Oder plausibel machen. Ist ja auch egal. Und wo wir dabei sind, dass vor ein paar Jahren noch von schwersten Verbrechen gesprochen wurde, die den Grundrechtseingriff Vorratsdatenspeicherung legalisieren: wir sind jetzt beim Enkeltrick:

Jäger verwies im Gegenzug auf die Vergreisung der Republik und meinte unter großem Beifall, dass bei rasant zunehmenden Telefonverbrechen wie dem Enkeltrick der Zugriff auf Vorratsdaten ermöglicht werden müsste.

Großer Beifall. Eine Schande.

(Quelle: heise)

Ach, Kardinal Meisner

Es wäre besser gewesen, Papst Benedikt hätte Dein Rücktrittsgesuch 2008 angenommen. Hoffen, wir dass Franziskus über Dein Gesuch von 2013 besser entscheidet.

Du sagst also:

Eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische Familien.

Und “entschuldigst” Dich mit:

[Die Wortwahl sei] in diesem Fall vielleicht unglücklich gewesen

Ja, unglücklich ist das Wort, das mir einfällt. Und “vielleicht” ist auch gut. Sowieso: den Inhalt findest Du ja ok, Du hast Dich halt nur unglücklich ausgedrückt.

Aber wie nennt man solche Aussagen eigentlich korrekt? “Rassistisch” würde mir einfallen. Oder “volksverhetzend”. Wie wäre es mit “menschenverachtend”? “Unwürdig”? Ja, ich glaube, damit könnte ich leben.

Apropos, Deutsche Welle. Die Überschrift “Kardinal Meisner verärgert Muslime” ist falsch. Er verärgert jeden normal denkenden Menschen.

(Quelle: dw)

Demografie als Angstmacher

Ein sehr interessanter Artikel über Demographie als Machtinstrument, das missbraucht wird. Er erklärt zwar nicht alle Grundlagen, gibt aber einen guten Einblick in das Thema.

Beispiel Arbeitslosigkeit:

Oder die Arbeitslosigkeit. Die vermeintliche Demografiedramatik besteht darin, dass sich das Verhältnis zwischen Erwerbsfähigen und Älteren in Zukunft zuungunsten der Erwerbsfähigen verschiebt. Aber das passiert schon heute; der Auslöser ist allerdings die Arbeitslosigkeit, und die wird kleingerechnet. Wir haben 5 Millionen Arbeitsuchende, aber offiziell nur 2,8 Millionen Arbeitslose, der Rest wird wegdefiniert, als gäbe es ihn gar nicht! Die Wirkung der Arbeitslosigkeit ist wesentlich stärker als die der demografischen Entwicklung. Nicht die Demografie ist schuld, schuld sind die Politiker, die nicht gehandelt haben.

Oder Bildung:

Ausfallende Schulstunden, fehlende Lehrer, marode Schulgebäude, Mangel an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, dramatisch überfüllte Hochschulen, Zugangsbeschränkungen usf. Eine gute Bildung für Kinder und Jugendliche sind aber elementare Voraussetzungen zur Meisterung der Zukunft. Stattdessen verweisen Wirtschaft und Politik ständig auf die Demografie. Und sie bemerken gar nicht, wie grotesk angesichts dessen die Klage über zu wenig Kinder ist.

Und wie so oft bei Machtmissbrauch taucht natürlich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auf:

Heute ist auffällig, wie sehr das Schüren der Ängste massiv interessegeleitet ist. Bereits Ende der 1990er Jahre gehörte die arbeitgebernahe ’Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft‘ zu den ersten treibenden Kräften, die die Demografie hof- und panikfähig gemacht haben.

(Quelle: taz)

Kritik: Schlümpfe 2

Der Film war gar nicht mal so schlecht. Ich hatte den ersten Teil nicht gesehen, am Anfang kommt eine kurze Zusammenfassung und man bekommt den Eindruck, den Film auch nicht gesehen haben zu müssen.

Danach entspinnt sich eine Geschichte um Eltern, Kinder, wer wohin gehört, alles kindgerecht erzählt, teilweise sehr witzig, immer sehr blau, sehr bunt, sehr laut. Erstaunlich gut sind Schauspieler (wenn sie denn mal dran sind) und die Effekte. Gargamel war sogar richtig gut. Azrael hat eine schlechte Rolle abbekommen, gar nicht katzenwürdig.

Insgesamt ein guter Film, sollte man mit Kindern sehen, sonst wird es arg bunt, quietschig etc. Wenn man den Film nicht gesehen hat, ist es auch nicht wirklich schlimm.