Badetag

Badetage sind naturgemäß filmisch etwas schwächer, daher viele Eindrücke der Montpellierer Kathedrale, die von außen extrem imposant ist. Dieser Baldachin mit den Säulen – und ich dachte, ich bin nicht mehr so leicht zu beeindrucken.

Was wir nicht kennen: eine gute deutsche und englische Übersetzung von “Aquädukt”. Dafür kennen wir “Stau” in mehreren Landessprachen.

Baden um Montpellier herum ist eine Freude, sehr empfehlenswert. Aber Achtung: der Sonnenbrand wartet abends im Hotel!

Nicht mehr so empfehlenswert ist die Raststätte “Village Catalan”, die wir seit 2012 besuchen und die immer schlechter wird, leider.

Flamingos

Wer hätte gedacht, dass man in Südfrankreich in der Ecke von Montpellier Flamingos sehen kann. Außerhalb von Zoos, einfach so auf dem See.

Natürlich in respektvoller Entfernung, hätten wir an das Fernglas gedacht, das im Auto lag, aber an sowas denkt man erst abends im Hotel…

Was anderes: Montelimar lohnt sich nicht. Das ist zwar die Nougat-Hauptstadt – die Franzosen verstehen unter “Nougat” etwas leichteres als wir, mit Eiweiß gemacht, damit auch viel süßer – aber Montelimar enttäuschte. Zwar haben sie ein tolles modernes Museum mit Vögeln davor und Kunst auf allen Kreiseln, aber sehr wenig Nougat-Hersteller. Und die, die sie hatten – sagen wir so: wir haben uns geärgert, nicht den lila Nougatladen am Ortseingang genommen zu haben. Die Stadt selbst ist auch ziemlich oll.

Deshalb: Reisender, wenn Du nach Montelimar willst – nimm den lila Laden am Ortseingang und fahre weiter.

Besancon

Stellt Euch den Haken unter dem “c” vor, den WordPress nicht kann.

Das Uhrendrama ging weiter, in Besancon gibt es zwei Sehenswürdigkeiten: die Kathedrale mit der unglaublichen astronomischen Uhr und die Zitadelle.

Die unglaubliche astronomische Uhr wird trotz der Bauarbeiten vorgeführt, nur nicht an dem Tag, als wir da waren, aus “administrativen” Gründen. Und von außen war sie auch nicht zu sehen, die unglaubliche astronomische Uhr, wegen der Bauarbeiten.

Blieb die Zitadelle, die mit einem “Zoo” angekündigt wurde. Nun kennen wir Ankündigungen von “Zoos” und waren schon froh, einen Affen, Nandus und Lamas in den Vorplätzen der Zitadelle gesehen zu haben. Aber – oh deutsche Überheblichkeit – es gab einen richtig guten und großen Zoo, mit Affen, Miezen, Känguruhs, Wildschweinen etc. pp. Gut aufgemacht, gut gepflegt, mit der Zitadelle als Rahmen. Sind wir gleich zwei Stunden geblieben.

Das entschädigte nicht ganz, aber ein bisschen für die fehlende Uhr.

Immer noch Straßburg

Es ist unschön, wenn eines der Wahrzeichen der Stadt – die astronomische Uhr in der Kathedrale – geschlossen ist. Es ist unschön, wenn der Aufstieg auf die Aussichtsplattform der Kathedrale über eine freie Wendeltreppe führt. Es ist unschön, wenn die EU-Parlamentsgebäude alle geschlossen sind und noch nicht einmal eine Toilette aufhat. Es ist unschön, dass das mit dem Internet-Retten nicht geklappt hat und wir uns mit Regularien aus den vergangenen Jahrhunderten herumschlagen müssen.

Sonst ist Straßburg eine schöne Stadt.

Es ist auch unschön, dass ich zwei Tage bei den Bildern hinterherhänge, aber was will man machen…

Straßburg

Straßburg bei Nacht ist äußerst idyllisch und sehr schön angeleuchtet. Besonders die Kathedrale gewinnt sehr stark gegenüber dem Tag, da die Vielschichtigkeit der Architektur deutlich besser zu sehen ist.

Dennoch ist die Kathedrale zu groß bzw. die Räume darum zu eng, um vernünftige Fotos der Gesamtkirche zu schießen.

Gedeckte Brücken, die hier namentlich erwähnt werden, sind Holzbrücken mit mindestens einem Dach, meist auch Seitenwänden. Die namensgebenden Brücken existieren nicht mehr, sie wurden durch Steinbrücken ersetzt, die mit der falschen Namensgebung die Touristen verwirren.

Kritik: The Conjuring 2

Wie schon bei The Conjuring geschrieben, war der Film so erfolgreich und gut, dass mehrere Fortsetzungen und Spin-Offs gedreht wurden.
So auch The Conjuring 2, das sich mit dem Enfield-Poltergeist beschäftigt.

Wieder Haunted House, wieder Ed und Lorraine Warren, neues Haus, neuer Geist, gleiche Geschichte.

Aber: der Film ist gut. Auch wenn man weiß, was passiert (und was soll schon passieren) – der Film ist gruselig, spannend und reißt einen mit. Die neuen Spin-Off-Figuren Nonne und Crooked Man – Klasse. Vor allem die Nonne.

Zwischendurch flacht die Spannung leider etwas ab, ich weiß nicht genau, woran das lag. Vielleicht wurde das Böse zu früh gezeigt oder die Geschichte war doch zu vorhersehbar. Das ging aber vorbei und der Film wurde erstaunlich schnell und geradlinig beendet.

Schauspielerisch gibt es nichts auszusetzen, auch Ausstattung, Musik, Effekte – alles in Ordnung.

Wermutstropfen eins: das dauernde Zweifeln an sich von Ed und Lorraine. Und die daraus erzeugte Dramatik. Och nee.

Zweiter Wermutstropfen: wie beim ersten Teil sollte klar sein, dass hier Scharlatane am Werk waren und es im wirklichen Leben keine Geister gibt, sondern Betrüger. Im Film kann ich das Setup akzeptieren, die Übernahme aus Geld- und Werbegründen in die reale Welt und das So-Tun also ob es Geister gäbe, nicht.

Fazit: grusliger, solider Nachfolger.

Kritik: Jurassic World

Jurassic World – wieder ein Film, den ich im Kino verpasst hatte und daran erinnert wurde, da just der Nachfolger in die Kinos kommt. Grund genug, sich den Film anzusehen, ich hatte auch keine Kritiken dazu gelesen, konnte also unvoreingenommen an den Film herangehen.

Im Prinzip wird die Geschichte des ersten Teils mit leicht veränderten Variablen und Charakteren erzählt, alles aufgehübscht, neue Dinos, mehr Glanz. Wir fahren mit zwei Kindern (die erstaunlich unnervig sind) zur Isla Nublar und werden von der immer noch schönen, emotionalen Musik in den Dinopark gezogen.

Die Kinder sollen eigentlich mit ihrer Tante, der Managerin des Parks durch selbigen ziehen, die aber arbeiten muss und die Aufsicht delegiert. Also legen die kleinen Racker[tm] allein los und erleben Dinos, Katastrophen, werden halb aufgegessen, reparieren ein Auto und überleben. Immerhin.

Die Tante stellt Investoren verbal und dem Parkbesitzer direkt den neuen Überdino vor, eine Kreuzung aus verschiedenen Tieren, die Intelligenz, Unsichtbarkeit, thermale Variabilität etc. einbringen, alles Dinge, die der angesprochenen Katastrophe förderlich sind. Und es fehlt noch Chris Pratt, der Tierbändiger, der eine Vierergruppe Raptoren be-alphat.

Wie gesagt – Katastrophe (erstaunlich blutig), tote Dinos, tote Menschen, Riesenwasserdino, Verfolgungsjagden durch den Dschungel, Rettung, Hilfe durch T-Rex, Happy-End.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler machen ihre Sache ordentlich, wie gesagt – die Kinder sind nicht nervig, nur der Parkbesitzer. Die Geschichte ist nicht innovativ, aber solide erzählt, mit angenehmem Humor. Vincent D’Onofrio darf mal wieder einen Bösewicht spielen, das ist die einzige Figur, die für mich nicht funktioniert hat. Ohne die Figur wäre der Film auch nicht schlechter gewesen, im Gegenteil.

Die Effekte sind extrem gut, mit Abzügen bei der Verfolgungsjagd durch den Dschungel – hier sind die Menschen blöd ins Bild geschnitten, sie wirken deutlich unechter als die Raptoren. Die Raptoren – cool. Richtig gut gemacht. Vor allem gut dosiert. Vier, nicht hundert.

Die Dinos sind Tiere und verhalten sich entsprechend. Sie sind vor allem böse und gefährlich durch die Bank weg. Bis auf den Retter-T-Rex, der war seltsam.

Fazit: sehr gute, kurzweilige Neuauflage.

Java 10 und JavaFX, Oracle Java und OpenJDK

Es ist manchmal ein Kreuz mit Java.

Zunächst muss man sich unter Linux (wahrscheinlich auch unter Windows, wer weiß), entscheiden, ob man mit Oracle Java oder OpenJDK entwickelt.

Das ist solange kein Unterschied, bis man JavaFX einsetzen will, das XML-basierte GUI-Elemente zur Verfügung stellt. JavaFX ist bei Oracle bei Java 8 und 9 dabei, bei OpenJDK muss man das extra installieren oder sich sein OpenJDK selbst compilieren. Ich will ja eigentlich nur Java programmieren, also Oracle Java genommen (damals Java 8), weil das JavaFX enthält und unter Linux funktioniert.

Als Java 9 rauskam habe ich das erst mal ignoriert, weil es mir von der Sprache her außer Modulen nicht viel bringt und in die wollte ich mich erst einarbeiten, wenn Version 1 meines Programms steht. Außerdem startet Java 9 mit Java 8 compilierte jar-Dateien nicht, ich hätte mich also tatsächlich einarbeiten müssen, unabhängig davon, ob ich Module nutze oder nicht – war mir zu mühselig.

Jetzt ist ein Fehler im Double-Spinner aufgetreten (es wird eine Exception geworfen, wenn ein leerer Text eingegeben wird). Dieser Fehler ist ab Java 9 behoben.

Im Gegensatz zu früher kann man seit Java 9 OpenJDK tatsächlich gleichwertig zu Oracle Java benutzen, da ist Oracle wohl etwas offener geworden. Außerdem soll alle halbe Jahre eine neue Java-Version rauskommen.

Daher habe ich mit Vorfreude OpenJDK 11 installiert (das bis Oktober ein Java 10 installiert – fragt nicht) und sofort gemerkt, dass das Programm nicht kompiliert, weil die JavaFX-Klassen fehlen. Wie jetzt – ich dachte, OpenJDK ist gleichwertig?

Das ist so, dass ab Java 10 sowohl bei Oracle als auch bei OpenJDK JavaFX nicht mehr enthalten ist. Bei beiden Distributionen muss man JavaFX separat installieren. Das soll wohl die Entwicklung separieren und dynamischer gestalten, gerade im Hinblick auf die mit Java 9 eingeführte Modularisierung. Langfristig soll JavaFX auch auch als Maven- oder Gradle-Dependency zur Verfügung stehen.

Steht es aber nicht, ich müsste also entweder ein OpenJDK selbst compilieren (glaubt mir, die Anleitungen sind nicht vertrauenserweckend) oder auf Oracle Java 8 oder 9 zurückgehen. Außerdem ist unklar, ob JavaFX bleibt oder mit Oracles Entscheidung endet. Beides sind realistische Optionen, ich hoffe natürlich langfristig auf eine Dependency.

Konkret werde ich auf Oracle Java 8 zurückgehen, einen üblen Hack für den Spinner-Bug implementieren und Version 1 fertigstellen. Immerhin nutze ich so eine Umgebung, die ich beherrsche.

Dann werde ich mir die Modularisierung ansehen und schauen, inwieweit ich beim dann vorhandenen Java 11 schmerzfrei JavaFX integrieren kann.

Lernzeit dafür: zwei Tage und ein Komplettupdate meines Rechners.

Ich will doch nur programmieren…

Laptop-Tastatur bei Acer Aspire VN 7 teilweise ausgefallen

Wir hatten das Problem, dass bei der Tastatur unseres Acer Aspire VN 7 die Tastatur teilweise ausgefallen war, vor allem die links sitzenden Tasten waren betroffen. Zunächst dachte ich an einen Defekt, aber vor einem Austausch will man ja auch die nichtteuren Alternativen ausgelotet haben.

Eine schnelle Google-Suche ergab die Möglichkeit, dass irgendwelche Stützkondensatoren nicht entladen wurden und den Fehler verursachen könnten. Zum Entladen einfach den Akku entfernen, lange auf die An-Taste drücken, Netzstecker rein, anschalten und dann gucken, ob es wieder geht.

Kein Problem, dachten wie, bis wir den Aufbau des Laptops ansahen und merkten, dass der Akku nicht zugänglich ist, ohne das Laptop aufzuschrauben.

Also erst mal ein umfangreiches Backup angestoßen, damit im Fall der Fälle (Laptop aufschrauben ist immer ein Risiko) kein Datenverlust entsteht. Erschwert wurde das dadurch, dass die Tastatur ja nur teilweise funktionierte, also eine externe oder die Bildschirmtastatur herhalten musste.

Nach diesen Vorbereitungen ging es beruhigt an die Arbeit. Die Schrauben entfernen ging leicht, wie aber jetzt das Ganze aufbekommen? Googeln brachte dieses wirklich hilfreiche Video zutage: “Acer Aspire V15 Nitro Black Edition VN7-591G-77A9 – SSD Einbau (Deutsch)“, das den Einbau gut erklärt und zeigt.

Im Endeffekt versucht man, das Gehäuse von der Tastatur zu lösen, indem man in die Lücke mit den Fingernägeln reingeht und dann zieht. Man muss nur kleine Verhakungen lösen. Im Video gut zu sehen.

Den Akku muss man jetzt nicht extra entfernen, es reicht, das Verbindungskabel zur Platine abzuziehen. Dann rechts oben den An-Knopf lange drücken. Lange ist ungefähr 3-10 Sekunden, wenn man die Mühe des Aufschraubens investiert hat – lieber länger als zu kurz.

Jetzt mit dem Netzstecker probieren, ob das Laptop startet und die Tasten wieder funktionieren. Vorsicht: 220 V möglichst nicht anfassen.

Wir hatten Glück: die Tasten funktionieren wieder. Also ausgeschaltet, Netzstecker raus, Akkukabel rein, nochmal probiert. Hat immer noch funktioniert.

Jetzt das Gehäuse wieder vorsichtig aufgesetzt und alles zusammengedrückt (man hört das einrasten). Alle Schrauben wieder reindrehen, noch einmal testen und fertig.

Wir haben Glück gehabt, es waren tatsächlich die Kondensatoren und das ließ sich beheben, außerdem ist der Rechner frisch gebackupt.

Kritik: Storage 24

Storage 24, ein britischer Horrorfilm von 2012 mit durchaus bekannten Schauspielern, allen voran Noel Clarke in der Hauptrolle, der gleichzeitig auch die Idee zum Film lieferte und produzierte.

Ich kannte den Film vorher nicht, nichts drüber gelesen, nur das Titelbild gesehen und die Musik am Anfang des Films gehört und sofort gedacht: mal sehen, wie nah der Film an Alien sein wird.

Ergebnis: sehr nah und leider doch so weit weg.

Grob gesagt ist der Film ein “Alien im Lagerhaus”, mit einer leicht angepassten Geschichte, der Übernahme von Szenen bis zu ganzen Einstellungen (Rohrkriechen in Aliens).

Das hat durchaus Charme, ist jedoch nur halbgut umgesetzt. Die Schauspieler sind gut, unser Hauptheld ist aber ein Arsch. Sein Kumpel ist viel besser, bis er plötzlich und ohne Motivation zum Bösen wird. Es gibt skurrile Figuren, die leider schnell wieder aufgegeben werden. Dazu viele Jump-Scares zur Ablenkung.

Wenn jetzt das Monster gelungen wäre, wäre das ein guter Spaß für den Abend, leider ist das Monster nicht gut geworden. Wirklich nicht. Neben dem Aussehen agiert es maximal unlogisch, z.B. variiert die Zeit vom Treffen des Monsters bis zum Ableben des Protagonisten sehr stark, je nachdem, was das Drehbuch gerade verlangt. Das ist nicht gut, weil die innere Logik nicht hält.

Wenn jetzt die Kills wenigstens noch gut wären – sind sie aber nicht.

Dazu teilweise hanebüchene Spezialeffekte. Was ist so schwer daran, einen Reifen einfach wirklich anzuzünden, statt CGI-Flammen zu verwenden? Gleiches gilt für den brennenden Plüschhund, der stundenlang zu sehen ist.

Der Film ist by-the-numbers-Alien, bei dem die Abweichungen zum Schlechteren ausfallen. Die Einzelszenen kann man tatsächlich abhaken.

Die Filmmusik ist gut.

Was ist aus der Hundefrau geworden?

Fazit: oker Film, der viel besser hätte sein können.