Rechte Idioten und Asyl – #BloggerfürFlüchtlinge

Ich bin mir bewusst, dass ich an guten Tagen auch nur zwei Leser habe, aber für diese beiden meine wirren Gedanken:

Es ist beschämend, was gerade in D. abgeht. Es ist auch beschämend, was in Großbritannien abgeht oder in Frankreich, aber D. ist halt das Land, in dem ich lebe. Und es zeigt sich, mal wieder, von seiner schlechtesten Seite.

Und ja: die  Politiker_innen haben einen großen Teil daran, dass so was passieren kann. Wer jahrelang über Fremde hetzt, “Kinder statt Inder” fordert, Fördermaßnahmen streicht, nur noch die Wirtschaft hofiert, mit rechten Demonstranten auf Augenhöhe redet, sie in Talkshows einlädt und zulässt, dass staatliche Organe rechte Idioten nicht stoppen sondern noch finanzieren – der ist halt Schuld, wenn das Leute für bare Münze nehmen.

Da kann man noch so lange mit der “Härte des Gesetzes” drohen, wenn man diese dann nicht anwendet. Wenn man rechten Teror als Meinung durchgehen lässt. Wo sind wir denn, wenn man in der S-Bahn Leute beschimpfen und anpinkeln kann, ohne dafür eine sofortige Strafe zu bekommen. Oder irgendeine nennenswerte Strafe.

Und ja: wer Flüchtlinge verfolgt, Unterkünfte anzündet etc. ist rechts. Ein Nazi. Ein Idiot.

Und mal unter uns: in Berlin beklagen, dass die Schulen verfallen und dann eine Turnhalle anzünden – da fehlen einem die Worte. Wieder einmal.

Lesenswert dazu:

Sehenswert: Joko und Klaas

Taxi und Bus – Berufskraftfahrer

Zuerst ein Taxi, dass auf der Gertraudenstraße unbedingt auf der Busspur fahren wollte. Dort war aber eine durchgängige Fahrradschlange, da war kein Vorbeikommen. Das hält ein Taxi natürlich nicht davon ab, trotzdem reinzufahren, dann nicht voranzukommen und alle zu blockieren, die schneller gewesen wären. Und natürlich die Fahrräder ordentlich zu bedrängen, wenn da mehr als 20 Zentimeter Platz waren, was das viel.

Danach der Bus, der hinter der Moltkebrücke einfach bei Rot nach rechts abbog. Also bei Rot, das schon mindestens zehn Sekunden rot war, Fußgängerüberweg schon längst grün, Gegenverkehr vorhanden etc. War ihm aber egal.

Berufskraftfahrer halt.

Kritik: The Man from U.N.C.L.E.

2015-08-20_UNCLEThe Man from U.N.C.L.E. ist der Film zu einer Serie, dich ich zwar vom Namen her kenne, jedoch nie gesehen habe. Also habe ich das Privileg, unvoreingenommen an den Film herangehen zu können.

Fast – denn von Guy Ritchie erwarte ich Einiges.

Es ist so ein halb-und-halb-Erlebnis, aus dem man gut unterhalten kommt, das jedoch einige Schwächen aufweist.

Die Schauspieler sind gut, da lässt sich nix sagen. Wo bekommt man so Retro aussehende Menschen wie Henry Cavill her? Kein Ausfall hier.

Die Sprache der Schauspieler ist da lückenhafter, da spielt eine Schwedin eine Deutsche, die den Amerikaner dafür lobt, wie akzentfrei er Deutsch spricht und bei beiden verstehst Du als Deutscher eher Bahnhof – ich musste öfter nachfragen, was gerade gesagt wurde. Das muss nicht sein, vor allem, wenn man genügend deutsche Schauspieler am Set hat. Und bringt mich genauso raus, wie es das bei Inglourious Basterds getan hat. OK, etwas weniger.

Das Russische klang besser, da müssen aber Muttersprachler sagen, ob das akzeptabel war.

Die Geschichte war ok, angemessen, oft unlogisch und, mal wieder, überkompliziert und nicht durchdacht und überhaupt. War mir aber egal.

Die 60er sahen so aus, wie ich sie aus Filmen kenne, zum Schluss bei der Verfolgungsjagd dann nicht mehr. Das war ein deutlicher Bruch, wieder geeignet, einen aus dem Film zu holen.

Dafür stimmt die Chemie und der Film als Gesamtwerk. Die Figuren sind gut, die Stimmung ist leicht, alles ist schön.

Es waren zu viele Kritikpunkte, um den Film komplett genießen zu können, aber auch nicht so prägnante, dass ich mich nicht gut amüsiert hätte.

Fazit: Film mit einigen Schwächen, trotzdem sehr amüsant.

Update: Ken Levine stimmt mir nicht zu.

Kritik: FFF – Tales Of Halloween

2015-08_FFF 2015-08-14_Tales-of-HalloweenTales Of Halloween ist eine Ansammlung von zehn Kurzfilmen zum Thema Halloween, die ein klein wenig in einer Rahmenhandlung zusammengefasst werden, aber eigentlich auch nicht.

So bleiben zehn Arten, sich an Halloween anzunähern, zehn Ideen zum Thema, die alle das eine Ziel vereint: Blut spritzen zu lassen. Ist ja bei Halloween naheliegend, aber hier auch konsequent umgesetzt.

Die Episoden sind angemessen kurz, kein Film zieht sich, manche sind besser als die anderen, aber alle sind mindestens gut, viele sogar besser. Der Blutzoll ist durchaus hoch, aber m.E. eher in lustiger Form dargebracht, nicht wirklich für Kinder aber auch nicht nur für Hardcore-Gorefans.

Fazit: hat mir gut gefallen.

Wölfe

Ein Wolfsrudel. Es lagert in einem Wald, geschützt vor Regen und Sonne, ruht sich aus für die Reise des nächsten Tages.

Nach Sonnenuntergang legen sich die Wölfe aneinander, spenden sich Wärme und Geborgenheit.

Kurz nach Mitternacht entfernt sich ein Wolf vom Rudel, läuft in den Wald, er heult den Neumond an. Das Heulen wird schwächer, der Ton verändert sich, wird menschlicher, bis aus dem Heulen ein Schrei geworden ist.

Das ist der sagenumwobene Wer-Mensch.

Kritik: FFF – Parasyte Part 1

2015-08_FFF 2015-08-10_Parasyte-Part-1Der zweite Film im Rahmen des FFF: Parasyte Part 1.

Parasiten “überfallen” die Welt, nisten sich in den Gehirnen von Menschen ein und fangen an, die Weltherrschaft anzustreben. Außerdem ernähren sie sich von Menschen.

Nur Shinichi hat Glück gehabt, sein Parasit ist nur in der Hand gelandet und arbeitet von dort aus. Lernen, kämpfen, verstehen – alles, um zu überleben.

Wie es bei japanischen Filmen so oft ist: anfangs ist alles gut/böse, ordentlich verteilt. Dann kommt leise Kritik, einige Figuren fallen aus den erwarteten Mustern und schon hat man immer noch schwarz/weiß, allerdings mit vielen Figuren mit Grautönen. Klasse.

Zum Film: es fängt schon mal sehr splattrig mit Szenenapplaus an. Und über den Film gesehen geht es auch sehr hart weiter, allerdings unterbrochen von durchaus langen Szenen, die die Geschichte vorantreiben, und die Figuren nahbringen. Eine gelungene Mischung, nichts ist zu lang, nichts zu kurz.

Die Schauspieler haben mir gut gefallen, jeweils für die Rolle extrem gut gecastet, vor allem Shinichi ist stark. Und Migi, der Hand-Parasit, ist extrem sympathisch und gut gemacht. Wie auch die anderen Effekte ausnehmend gut sind. Und habe ich schon den hohen Splatteranteil erwähnt?

Ein bisschen erinnerte mich der Film an die Körperfresser (mit Donald Sutherland), er erzeugt eine ähnlich unangenehme Atmosphäre von Bedrohung. Vor allem die bösen Parasiten sind wirklich böse.

Fazit: ich bin hin und weg. So sollte ein FFF-Film sein.

Kritik: FFF – Kung Fu Killer

2015-08_FFF 2015-08-09_Kung-Fu-KillerDas Fantasy-Filmfest läuft wieder, diesmal zu einer für mich besseren Zeit, allerdings mitten in den Ferien und einer ordentlichen Hitzewelle. Also mit möglichst kurzen Sachen ins Kino und dort die mitgebrachten warmen Sachen anziehen.

“Kung Fu Killer” oder “Kung Fu Jungle” oder im transkribierten Original “Yi ge ren de wu lin” (heißt das irgendwas in der Nähe von “Kung Fu Killer”? Ich denke eher nicht.) ist der erste Film, den ich bewusst mit Donnie Yen gesehen habe, das ist eigentlich auch schon eine Leistung.

Es geht um einen Menschen, der andere Menschen tötet, in sehr ansehnlichen Kämpfen. Darum wird eine okaye Geschichte gestrickt, der Hauptheld ist so halb sympathisch, hätte durchaus den Tod vieler Menschen verhindern können, hat aber gemauert und wird am Ende dafür belohnt.

Ja, die Story war halbgar.

Aber die Action und die Typen entschädigen dafür mehr als ausreichend: schnell, ab und an Story, aber nicht zu viel, viel sehr schön anzusehendes Geprügel. Der Böse ist böse, die Polizei nur halb inkompetent. Was willste mehr?

Ach ja, leider hat die Festleitung den Film auf Englisch gezeigt, mit englischen Untertiteln. Das war unschön.

Fazit: hat gefallen, ordentliche Martial-Arts-Kost.

Firma Notnagel Reparaturservice

Hallo Firma Notnagel Reparaturservice,

Euer Fahrer mit dem weißen Transporter HVL-… hat heute kurz nach 9 auf Alt-Moabit kurz vor der Thusnelda-Allee (OSM) versucht, mir beizubringen, auf dem “Radweg” zu fahren. Das tat er, indem er schön eng neben mich fuhr, mehr als 50 Zentimeter waren da nicht.

Auf Nachfrage erklärte er mir, “Fahr auf dem Radweg, Du Wicht.”

Obwohl “Wicht” ein durchaus charmantes Schimpfwort ist, war die Situation dennoch saugefährlich. Bitte teilt dem Fahrer mit, dass es einen Unterschied zwischen benutzungspflichtigen Radwegen und farbigen Platten auf dem Fußweg gibt und dass er gegen die StVO verstoßen hat, ich nicht.

Ich ging zwar davon aus, dass ein Berufkraftfahrer das weiß, schon, um seinen Führerschein zu behalten, da scheine ich mich aber getäuscht zu haben.