Radfahrer_innen vs. Außenspiegel

Aus aktuellem Anlass eine kurze Betrachtung zum Thema: man ist an den Außenspiegel eines Autos gefahren. Passiert ab und an, ist auch nicht weiter dramatisch.

Es sei denn, man reagiert wie folgt:

  • weiterfahren
  • Dinge sagen wie “ist ja nix passiert” oder “das bisschen Lack” oder “hab Dich mal nicht so” oder “was stehst Du auch da rum”

Macht das nicht. Stattdessen:

  • anhalten
  • entschuldigen
  • den Schaden begutachten und darauf hinweisen, dass man den selbstverständlich übernimmt
  • warten, bis auch Autofahrer_in zufrieden ist

Danke dafür, denn das macht mir das Leben leichter, denn Ihr wisst ja: jeder Radfahrer ist alle Radfahrer.

Straßenbahnnutzer vs. Transporter

Es war heute “interessant” anzusehen, wie sich ein Kleintransporter durch die in die Straßenbahn einsteigenden Fahrgäste drängelte. Die waren auch verwundert.

Da passte auch der Autofahrer zu, der die Fußgängerin auf dem Fußgängerüberweg anhupte, weil sie seiner Meinung nach nicht schnell genug lief. Um 100 Meter weiter absehbar an der Autoschlange zu stehen.

Ach ja, und der 40-Tonner, der nach links blinkte, um dann nach rechts in die Einfahrt zu fahren. Hat mich im letzten Moment gesehen und gehalten.

Die Ferien sind vorbei.

Angekommen

Trotz des Autos, das keinen Abstand beim Überholen gelassen hat. Trotz des anderen Autos, das keinen Abstand beim Überholen gelassen hat. Trotz des LKW, der mich gesehen hat und trotzdem abbog (Vollbremsung).

Ob die jetzt traurig sind, dass ich trotzdem angekommen bin?

Die Trolle von der Polizei

Was ist denn mit der Zeit los? Ein vernünftiger Artikel über das trollartige Verhalten des Bunds Deutscher Kriminalbeamter? Sehr gut.

Mit welchem Argument? “Mithilfe der Mautdaten könnten wertvolle Fahndungsansätze bei Straftaten von erheblicher Bedeutung gewonnen werden.” Ja, keine Frage. Der Preis dafür aber wäre, den gesamten Straßenverkehr jederzeit zu überwachen. Die gleiche Debatte gibt es bei der Kommunikation. Auch die würde der BDK gern komplett ausspionieren und fordert seit Jahren die Vorratsdatenspeicherung. Aus gutem Grund lehnen viele Bürger, vor allem aber die höchsten Gerichte, das immer wieder ab: Weil es die Gesellschaft zerstört, wenn sie komplett überwachbar wird.

Schön, dass das (wieder einmal) jemand so deutlich schreibt.

“[...] Fragen Sie bitte mal die Angehörigen des Opfers, was diese davon halten”, so BDK-Chef Andre Schulz.

Nein, Opfer von Verbrechen und deren Angehörige werden aus gutem Grund nicht gefragt, wie die Täter ermittelt und bestraft werden sollen. Würde das getan, würden reihenweise Verdächtige gefoltert und Täter hingerichtet. Auge um Auge wäre das Prinzip, und das Ergebnis wären Rache und Gewalt. Deswegen gibt es Gesetze und Gerichte, die nüchtern abwägen.

Bitte den Artikel in Gänze lesen.

(via lawblog)

Waffen

Im Vereinigten Königreich ist das Mitführen folgender Waffen, die in Deutschland legal erworben werden können, verboten: [...], Messer mit feststehender Klinge oder Schnappmesser mit Klingen länger als 7 cm. [...]

Wird bei einer Überprüfung, auch bei der Sicherheitskontrolle vor der Ausreise auf einem britischen Flughafen, der Besitz der o.a. Waffen festgestellt, ist mit der sofortigen Festnahme zu rechnen. Eine Gerichtsverhandlung und die Verurteilung zu einer empfindlichen Geldstrafe sind in der Regel die Folge.

Was das auswärtige Amt hier nicht mitteilt (vielleicht ist das Allgemeinwissen), ist, dass Messer mit Klappklinge, die einen Knopf zum Lösen der Klinge besitzen, offensichtlich als “Messer mit feststehender Klinge” gelten.

So hatten wir heute Gelegenheit, die Profanbauten des britischen Parlaments kennenzulernen. Zunächst dachten wir, dass wir das Messer abgeben müssen und nach der Tour wiederkriegen. Spätestens bei der Festnahme wurde uns jedoch klar, dass wir Verbrecher sind. Officer Benbrook war sehr nett, wir durften gemeinsam auf unseren Transport ins Untersuchungsgefängnis warten. Wegen der Handschellen war das jedoch unangenehm.

Nach einer halben Stunde ging es los, der Transporter war da. Wir sahen jetzt unsere letzte Chance, den Tunnelzug pünktlich zu erreichen. I hatte schon die Handschellen gelockert und half mir aus meinen, das glückte, ohne dass Benbrook Verdacht schöpfte. Auf dem Weg zum Transporter rannten wir auf Verabredung los, sprangen über den erstaunlich niedrigen Sicherheitszaun und ab in die Tube. Dort ist man praktisch unauffindbar.

Den Zug erreichten wir gerade so und sind jetzt sicher in Belgien. Das Ehepaar Martins sollte in nächster Zeit lieber die Inseln meiden, da wir ihre Papiere im Parlament genutzt hatten, die sie glücklicherweise im Aufzug “verloren” hatten.

Das Messer ist trotzdem weg.

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