Kategorien
Kino Kritik

Kritik: 2 Fast 2 Furious (2003)

2 Fast 2 Furious – der zweite Teil der Reihe, bei der ich dachte, damit den Tiefpunkt und das Ende der Reihe gesehen zu haben.

Vin Diesel(!) wird aus dem Universum entfernt, den Film soll Paul Walker tragen mit einer Geschichte im Tuninguniversum, diesmal mit Eva Mendes als Partnerin (die ihn dann mit meilenweiter Ansage verrät) und dem restlichen Drumrum: Autos, Frauen, Ärsche, Titten.

Interessanteste Figur ist Suki, dargestellt von Devon Aoki, die zwar nicht schauspielern, aber wenigstens interessant gucken kann.

Es ist einfach ein unterirdisch schlechter Film, bei dem Geschichte, Schauspiel, Tricks, Stunts nicht stimmen und man froh ist, wenn alles vorbei ist. Ja, es ist eine berechtigte Frage, warum ich mir alle weiteren Teile angesehen habe – ich kann es auch nicht kohärent beantworten.

Damit ist auch schon alles gesagt.

Fazit: großen Bogen drum machen.

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: The Fast and the Furious (2001)

Wer hätte gedacht, dass mit dem guten aber nicht überragenden The Fast and the Furious eine riesige Filmreihe inclusive Spin-Offs ins Leben gerufen wird?

Dominic Turetto (Dom, Vin Diesel) ist Anführer einer Räuberbande, die mit Autos alles mögliche macht: stehlen, schmuggeln, illegale Autorennen. Sie sollen von Polizist Brian (Paul Walker) unterwandert und ausgehoben werden.

Der findet jedoch langfristig Gefallen an dem Leben, den Leuten, den Frauen und Dom. Er findet eine neue Familie (Familie, das ist hier das Motiv, das sich durch die Filme zieht und das ist wörtlich zu nehmen. Familie, Familie, Familie, immer und immer wieder), bei der er langfristig bleiben möchte.

Also lässt er Dom entkommen, nachdem im Film Überfälle durchgeführt werden, schiefgehen, illegale Autorennen gefahren werden und Frauenhintern und Frauenbrüste die Szene dominieren.

Ja, wir sind hier im tiefen Tal des Auto-Tunings, das noch männerdominiert ist. Michelle Rodriquez darf mal wieder die Machofrau übernehmen.

Der Film ist ordentlich inszeniert, die Rennen sind ordentlich, die Tricks sind ordentlich und alles geht schnell voran. Langeweile kommt nicht auf, die Geschichte ist unterkomplex, die Figuren sympathisch, alles mit der sehr groben Kelle.

Kein Meisterwerk der Filmgeschichte aber:

Fazit: ordentliche Autoaction mit wenig Niveau aber durchaus sympathisch.

Kategorien
Computerspiele Kritik

Spielkritik: Shadow of the Tomb Raider (2018)

Shadow of the Tomb Raider, der zwölfte Teil der Reihe, der dritte des Reboots. Die Vorgänger, Tomb Raider und Rise of the Tomb Raider, hatten mit ja gut gefallen, mit der Kritik, dass das Raiden von Tombs etwas umfangreicher sein könnte, insbesondere im zweiten Teil war da schon eine deutliche Verbesserung zu spüren.

Im dritten Teil (und hoffentlich letzten, in dem wir die strunzlangweilige Originstory um die verlorene Familie und Laras Vaterkomplex durchspielen müssen), verursachen wir in der Anfangssequenz den Weltuntergang, den wir im Lauf des Spiels verhindern müssen. Aufhänger ist mayanische Mystik um die Stadt Paititi, wir lernen viel über den religiösen Hintergrund, während wir Trinity bekämpfen und den Weltuntergang abwenden wollen.

Das Spiel ist visuell und akustisch extrem beeindruckend. Was da aufgefahren wird, erstmals hab ich wirklich angehalten und die Welt angesehen. Gerade in hektischen Sequenzen geht unter, wie viele Details und wie viel Tiefe die Spielwelt hat. Das ist teilweise einfach wunderschön anzusehen.

Die Jaguare: wenn die angreifen, das grollt und brüllt und sieht sooo gut aus…

Überhaupt: die Töne. Es raschelt, grunzt, schreit, grummelt, zischt an allen Ecken und Enden, genau im Raum lokalisierbar – beeindruckend.

Sehr gut gelungen ist (wieder einmal) die Vertonung von Lara, hier gilt Camilla Luddington großer Dank, aber auch die Mimik und Laras Bewegungen sind sehr, sehr gut gelungen. Wenn sie mitten im Spiel mal kurz zur Kampfmaschine wird, dann sieht man das bereits am Gesichtsausdruck. Und weiß, da will man jetzt nicht der Gegner sein.

Auch der Humor zieht, wenn er denn mal eingesetzt wird. Leider viel zu wenig.

Gut gelungen ist auch, dass man sich grundlegende Waffen nicht erst spät im Spiel erspielen muss, man kann ziemlich gleich mit Pfeil und Bogen losziehen, das Maschinengewehr hab ich nur in unübersichtlichen Massenkämpfen eingesetzt, Pistole und Pumpgun sind für mich nicht nötig gewesen.

Die Geschichte ist in Ordnung, für mich hätte die ganzen Anspielungen auf ihre Eltern nicht sein müssen, aber sie nehmen genügend wenig Raum im Spiel ein.

Die Kontrolle über Lara ist noch mal besser geworden, lediglich bei Sprüngen und „direkt vor etwas stellen“ ist das manchmal ungenau. Außer in den Actionsequenzen, wenn die Kamera vom Spiel übernommen wird und damit die Steuerung anders ist als im Rest des Spiels. Da bin ich doch sehr häufig neben das Ziel gesprungen. Das ist sehr ärgerlich.

Apropos ärgerlich: hat sich irgendjemand tatsächlich ausgedehnte Unterwasserpassagen mit Luftmangel und nichtsterblichen Gegnern gewünscht? War das nicht schön, dass es das in den Vorgängerspielen nicht gab?

Und die elendiglichen Cut-Scenes. Es gibt sie noch und sie bringen nicht so viel, wie die Entwickler gerne hätten.

Und die Verlangsamung der Bewegung. Das bleibt mir bei 45 Stunden Spielzeit in Erinnerung, obwohl es wahrscheinlich nur 3 Minuten ausgemacht hat. Es ist soooooo nervig.

Die Übersichtskarte finde ich nicht mehr übersichtlich, da war die von Teil 1 am besten bisher.

Ach ja, das Raiden von Tombs ist etwas ausgebaut worden, aber nicht wirklich schwierig. Hier hätte durchaus mehr sein können, dafür muss ich nicht unbedingt als One-Woman-Desaster-Area Horden von Leuten umbringen.

Obwohl: die Szene in der Raffinerie – die ist schon sehr, sehr cool.

Und ein letzter Kritikpunkt: das ganze Aufleveln war im ersten Teil noch ok, im zweiten schon etwas kompliziert und ist in diesem Teil sowas von übertrieben. Mit verschiedenen Pfaden und Kosten und was weiß ich. Ich will mit Lara spielen und mir nicht Gedanken drüber machen, ob ich zwei oder drei Pfeile gleichzeitig abfeuern kann und welche Kräuter ich sammeln muss und, und, und…

Denn dazu bin ich sowieso nicht gekommen. War es im zweiten Teil noch einfach, sich an Leute anzuschleichen und sie ruhig zu ermorden, sind die hier sofort auf der Hut, da brauche ich dann die meisten Fähigkeiten nicht mehr. Dazu ist das Kaufen und Verkaufen ausgebaut worden – wem macht denn so etwas Spaß?

Dennoch: das Spiel ist toll. Ich fürchte zwar, dass in einem Nachfolger die Kritikpunkte noch mehr ausgearbeitet werden, weil Spieleredakteure und -rezensenten (ja, Männer) sowas mögen und keine Casual Gamer sind, aber ich werd es mir trotzdem holen.

Fazit: sehr, sehr gutes, wunderschönes Spiel mit kleinen Unannehmlichkeiten.

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: Star Wars: Episode IX – The Rise of Skywalker (2019)

The Rise of Skywalker – der Abschluss der dritten Trilogie und erst einmal der Saga um Luke Skywalker und seinen Papa.

Nachdem der achte Teil ein gemischtes Erlebnis war, war ich gespannt, wie Abrams die Reihe abschließt. Nicht vergessen darf man dabei die unterirdische Frauenfeindlichkeit und der überbordende Rassismus, der dem siebten und insbesondere dem achten Teil entgegengeworfen wurde. Das war Social Media vom Schlimmsten, ungebremst durch Youtube, Twitter, Facebook und Co.

Also war die Aufgabe von Abrams nicht nur, den Film zu drehen, sondern auch, die Schauspieler:innen zu schützen und dabei nicht vor der Masse einzuknicken. Dass ein Filmemacher bei einem Unterhaltungsfilm überhaupt an sowas denken muss.

Insofern war es z.B. schwer einzuschätzen, ob z.B. die Rolle von Kelly Marie Tran von vornherein so schwach angelegt war, nach ihrem Auftreten im achten Teil oder ob das ein Zugeständnis an die Idioten war.

Zum Film (Spoiler): der Anfangstext verrät uns, dass in der Zwischenzeit viel passiert ist und dann steigen wir in die Handlung ein: Kylo Ren findet den Imperator, der eine riesige Flotte aufgebaut hat, um die Welt zu vernichten. Rey trainiert fleißig Jedi und bricht ihre Ausbildung früher ab, um die Rebellion zu unterstützen. Sie wird von der dunklen Seite versucht, kann widerstehen, rettet Kylo Ren, der jetzt Ben heißt und dafür stirbt.

Im Endeffekt ist es „Return of the Jedi“ noch einmal mit anderen Figuren.

Aber das ist ok. Der Film bringt alles gut rüber, die Geschichte wird schnörkellos erzählt und endlich hat Daisy Ridley eine halbwegs adäquate Rolle und Zeit, uns diese nahezubringen. Das war im achten Teil ja schlimm.

Es ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt, es gibt einige Dinge, die mehr oder weniger stören: die Auftritte von Luke, Leia, Han Solo – das muss alles nicht sein. Immer, wenn man nicht mehr weiß, wie man aus der Geschichte rauskommen soll, kommt ein Jedi ex Machina. Das ist nicht gut, denn innere Logik kann man bei dem Film u.a. dadurch vergessen. Und warum wird Lando Calrissian wiederbelebt? Das soll sicherlich Fanservice sein, raubt dem Film aber so viele Entwicklungsmöglichkeiten.

Dann die Rollen Poe und Finn. Die sind nur dazu da, zu nerven und Rey zu bevormunden. Warum genau musste Finn auch auf den Todesstern surfen? Um im Weg zu stehen? Rey ist im Film die Über-Jedi und wirklich gut, aber allein irgendwohin lassen – da sei sonstwas davor. Ist eine Frau, muss beschützt werden. Unironisch. Und was ist jetzt mit Rey und Finn? Ist deren abruptes „Beziehungsende“ ein Zugeständnis an irgendwelche Rassisten? Oder wussten die Drehbuchschreiber einfach nicht, was sie mit der Rolle anfangen sollten?

Warum muss C3PO dauernd erniedrigt werden? Das ist Lucas-Pippi-Kacka-Humor.

Und noch mal innere Logik: der gesamte Endkampf – da reicht es nicht, das Gehirn auszuschalten, da muss man gezielt nicht nachdenken.

Oder das mit dem Todesstern und dem Dolch.

Dennoch: der Film hat was. Es gibt viele gute Szenen, Poe und Zorii Bliss z.B. In kurzer Zeit erfährt man da so viel. Rey und Kylo Ren. Kylo Ren. Babu Frik.

Insgesamt ist der Film wirklich gut geworden, leider zieht sich durch alle drei Nachfolgefilme die Idee, dauernd die alten Star-Wars-Figuren auftreten zu lassen. Und das geht schief. Für den ersten Teil war das ok, die nachfolgenden Filme hätte einfach die Geschichte für sich selbst stellen sollen und ihre Figuren ausnutzen.

Schade drum, denn gerade über Rey könnten noch mehrere Filme gedreht werden. Wie sie beim Training wütend wird – das war besser und überzeugender als die ganze Theatralik um die Bösewerdung von Darth Vader. Abrams ist halt auch ein guter Regisseur.

Fazit: guter Abschluss, Wehmut darüber, was der Film hätte sein können.

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: Kiss Kiss Bang Bang (2005)

Kiss Kiss Bang Bang mit Robert Downey Jr., Michelle Monaghan und Val Kilmer, Regie Shane Black.

Das große Comeback von Robert Downey Jr.

Ich kann mich nicht erinnern. Die Rezensionen sind gut, ich hab den Film nicht negativ in Erinnerung – wird wohl gut gewesen sein.

Fazit: leider keine Ahnung.

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: Gake no ue no Ponyo (2008)

Gake no ue no Ponyo (dt. Ponyo – Das große Abenteuer am Meer) ist ein Anime aus dem Hause Ghibli, nachdem wir Porco Rosso abgebrochen hatten, waren wir gespannt.

Ponyo ist eine Goldfischin, die ihrem Vater entkommt und dabei unglücklicherweise in einem Glas festhängt. Sie wird vom fünfjährigen Sosuke gerettet, der das Glas zerschlägt und sich dabei schneidet. Ponyo leckt das Blut ab und möchte von da an Mensch werden.

Das gelingt nur, wenn sie einen Menschen findet, dessen Herz sie erobert (Sosuke). Dieser lebt mit seiner Mutter allein auf einem Berg, der Vater ist auf See und bleibt auch über den Zaubersturm dort, der alles unter Wasser setzt.

Auch das Altersheim, das plötzlich unter einer Qualle steht, weil die Wassergöttin (und Ponyos Mutter) mit Sosukes Mutter reden will. Ach ja, der Zaubersturm, die Annäherung des Monds – das alles wird durch die Magie Ponyos erzeugt, die sie verliert, wenn sie zum Mensch wird.

Dennoch Happy End.

Ein seltsamer Film. Wir erfahren weder, was die Motivation von Ponyos Vater ist, noch, was er zusammenbraut, wir erfahren nicht, ob und warum er Ponyo gefangenhält und was die Wassergöttin damit zu tun hat.

Weiterhin hat der Film kaum eine Handlung, sondern ist eine Abfolge schöner Bilder und Sequenzen. Die sind wirklich schön, lustig, lebenslustig und von großer Fantasie. Vor allem Sosuke ist ein nicht nerviges Kind und Ponyo total niedlich.

Wenn man sich drauf einlässt, bekommt man einen schönen, unterhaltsamen Film ohne richtige Handlung sondern mit viel Gefühl zu sehen.

Fazit: unterhaltsames Anime, das auf schöne Bilder und Sequenzen baut.

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: Shazam! (2019)

Shazam – einer der mir unbekannten DC-Superhelden. Eigentlich heißt er Captain Marvel, darf aber aus rechtlichen Gründen nicht mehr so genannt werden.

Zugegeben, erst wollte ich mir den Film nicht ansehen und habe das nur wegen des Regisseurs David F. Sandberg getan, der wunderbare Kurzhorrorfilme dreht (u.a. Lights Out (Vorsicht: sehr, sehr gruslig), dessen Langfilm er auch schon realisieren durfte) und einen genialen Youtube-Channel unterhält. Unbedingt ansehen, wenn man an Filminszenierung interessiert ist.

Zum Film: wir folgen Billy Batson, der seine Mutter sucht, bei einer sehr netten Pflegefamilie unterkommt und von Djimon Hounsou, den ich nicht erkannt habe, in den Superhelden Shazam! verwandelt wird, der sich mit dem Ausruf „Shazam!“ hin- und wieder zurückverwandeln kann.

Das, und seine neuen Fähigkeiten muss Billy aber allein herausfinden bzw. mit seinem neuen Bruder Freddy, einer riesigen Nervensäge. Der Rest der neuen Familie wird nur angedeutet und spielt eine untergeordnete Rolle. Die obligatorischen Bullys an der Schule fehlen auch nicht.

Während Shazam seine Fähigkeiten kennenlernt – das ist wirklich lustig dargestellt – ist Dr. Sivana, sein Gegenspieler, auf der Suche nach ihm, um ihn zu besiegen und seine Macht zu übernehmen.

Übergeordnetes Thema ist Familie und die Suche nach einer solchen, am Ende muss Billy einsehen, dass seine Suche nach seiner Mutter unnötig war und er schon eine Familie hat.

Der Film ist mal gut, mal nicht so gut. Wenn er Fahrt aufnimmt und wir die Fähigkeiten von Billy kennenlernen, wenn er dort sehr trocken kommentiert, was passiert, dann ist der Film wirklich gut. Auch die Liebesbeziehung zu seiner neuen Schwester, die ich auf jeden Fall erwartet hatte, blieb glücklicherweise aus.

Leider hängt der Film zum einen in der Mitte ziemlich durch, da passiert zwar viel auf der Leinwand, aber die Konflikte wirken aufgesetzt, um halt Konflikte zu haben. Das ist dann 08/15-Klischeehandbuch durchgespielt und dementsprechend uninteressant. Und zum Ende hin zieht sich der Endkampf ewig. Da muss alles noch mal rein und nochmal und dann nochmal für alle, die es dreimal erklärt haben müssen.

Außerdem ist mir nicht ganz klar, welche Zielgruppe der Film hat. Für Kinder ist er in vielen Szenen zu hart und zu gruslig, für ältere Leute ist er deutlich zu albern und zu einfach in der Inszenierung der Aussage.

So habe ich mich über große Strecken amüsiert, dann wieder auf die Uhr geguckt, dann ging es wieder und zum Ende hin war es nicht so toll.

Eigentlich schade, denn mit etwas mehr Fokussierung und Schnitten wäre das ein sehr guter Film geworden.

Die Darsteller:innen sind alle gut, eine gute weibliche Rolle fehlt leider.

Fazit: ordentliche Unterhaltung mit Luft nach oben.

Für Leute ab 18 (wirklich, wartet so lang), beim Ansehen Licht aus, Ton laut und Vollbild:

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: Pengin haiwei (2018)

Pengin haiwei (dt. Penguin Highway) ist ein Anime nach einem Roman und dann Manga, das die Geschichte von Aoyama und One-San erzählt.

Aoyama ist in One-San verliebt, er ist erst in der 4. Klasse, One-San schon erwachsen. Dennoch vertreibt sie sich gerne die Zeit mit Aoyama, redet mit ihm und spielt Schach mit ihm. Aoyama gibt sich trotz seines Alters extrem erwachsen und versucht, ein nüchterner Wissenschaftler zu sein.

Als plötzlich Pinguine im Ort auftauchen, untersucht er das Phänomen mit seinem Freund Uchida. One-San kann Coladosen in Pinguine verwandeln und auf einer Wiese taucht eine Wasserkugel auf, die auch untersucht werden soll, diesmal zu dritt zusammen mit Hamamoto.

Aoyama muss herausfinden, wie One-San, die Wasserkugel (das Meer), die Pinguine und die Jabberwockys zusammenhängen und dabei wird der Film immer dramatischer, bis zum nicht ganz so Happy- aber konsequenten End.

Es ist ein seltsamer Film. Einerseits die sehr unterkühlte Erzählung von Aoyama, der uns aus dem Off begleitet, sehr erwachsen, andererseits die Fantasie, die hinter der Geschichte steht und die bizarre Situation, die auch nicht wirklich aufgelöst wird. Dazu sehr unangenehme, aber wohl bei Anime nicht fehlen dürfende Abschweifungen zu Brüsten und Oberweiten, die für die Handlung unwichtig sind und nicht wieder aufgegriffen werden.

Am Anfang waren wir unsicher, ob wir den Film zu Ende sehen sollten, zu klischeehaft ging er los mit Brüsten, Schulmobbing, semierwachsenen Reden, aber irgendwie fasziniert er einen doch und dann will man wissen, worum es geht und wie die Auflösung ist.

Fazit: sehr interessanter Film, leichte Schwächen in der B-Note, trotzdem sehr sehenswert.

Kategorien
Bücher Kino Kritik

Gesamtwerk: Harry Potter

Sieben Bände, acht Filme und ein Riesenhype bis zum Schluss – das muss man erst einmal schaffen. Da ist J.K. Rowling ein großer Wurf gelungen und trotzdem mir die Reihe am Ende nichts mehr gab, ist anzuerkennen, dass Rowling nicht siebenmal dasselbe Buch geschrieben hat, sondern eine Vision der Geschichte umgesetzt hat, die das Universum stetig erweiterte und immer neue Aspekte gefunden hat.

Die ersten Bücher zeichnen sich durch eine unbändige Fantasie aus, die mit einer wunderbaren Leichtigkeit erzählt werden. Da wird mit einer bewundernswerten Selbstverständlichkeit ein komplett neues, schlüssiges Universum geschaffen, dessen Geschichten bestimmt nicht auserzählt sind.

Die Hintergrundgeschichte um Harry und Voldemort ist groß genug angelegt, um sieben Bände durchzuhalten. Hogwarts entsteht beim Lesen vor unseren Augen und alle Figuren sind gut genug erzählt, um sie kennenzulernen und mit ihnen mitzufiebern.

Die ersten vier Bände kann ich immer wieder lesen, insbesondere Band vier ist ein erzählerischer Höhepunkt, was Spannung, Geschichte, Verwicklungen und durchgehaltene innere Logik angeht.

Und die Ideen: Zeitumkehrer, Eulen, Pensieve, Muggles, Quidditch, …

Leider interessiert Rowling ab Band fünf die dunkle Seite ihrer Geschichte und die Erweiterungen, die sie dort vornimmt, insbesondere, was Dumbledore, Snape und Harrys Eltern angeht, sind echt nicht mein Ding. Sie verkompliziert die Geschichte und kann die Einzelteile nicht mehr schlüssig zusammenhalten. Gleichzeitig verengt sie so den Erzählrahmen, die Größe des geschaffenen Universums nimmt unnötigerweise ab. Was ist mit den Riesen, Drachen, anderen Schulen? Dazu kommt, dass Harry, Ron und Hermione dauernd gegeneinander arbeiten müssen, was in den ersten Bänden noch charmant ist, nervt in den letzten Bänden nur noch, insbesondere im Angesicht der Bedrohung durch Voldemort.

Apropos Figuren, hab ich oben noch gelobt, sind bestimmte Muster aber auch nervig. So gelingen Rowling keine guten Frauenfiguren. Insbesondere Hermione, die einzig kompetente Kinderfigur, wirdd dauernd als Streberin dargestellt, was negativ geschildert wird. Während die Jungen tun können, was sie wollen, und Hermione ihnen den Rücken freihält, wird sie von beiden genauso zuverlässig ignoriert. Für die Handlung ist sie oft nur als Auslöserin von Aktionen da, nicht als aktive Rolle. Das ist schade.

Dann werden zwar bis Band 4 neue Figuren eingeführt, diese jedoch wieder zurückgefahren und hauptsächlich in Klischees belassen. Ginny z.B. ist so gut, aber siehe Hermione. Einzig die Zwillinge sind noch interessant.

Apropos Klischee: die größte Enttäuschung ist tatsächlich das stockkonservative Happy-End. Wie kann jemand mit solch einer Fantasie so ein Nummer-Sicher-Ende wählen?

Leider hat das dazu geführt, dass ich andere Bücher aus dem Universum nicht lesen werde, denn ich vermute, J.K. Rowling hat ihren erzählerischen Höhepunkt hinter sich und ich will mich da vor weiteren Enttäuschungen schützen.

Ich hab auch Probleme mit der Darstellung von Hogwarts als Schule mit vier Häusern, die gegeneinander ausgespielt werden, wo Bullying geduldet wird und wo die Begünstigung von Harry Potter und die Demütigung anderer Schüler:innen, insbesondere von Slytherin, durch den Schulleiter anormale Züge annimmt. Das liest sich zwar nett hin und im Buch fiebere ich mit, aber tiefer drüber nachdenken sollte man nicht,

Die Filme setzen die Bücher adäquat um. Es gibt stärkere und schlechtere Umsetzungen, insgesamt ist das aber in Ordnung, denn die Medien unterscheiden sich in Länge und damit in der zu zeigenden Komplexität grundlegend.

Es wäre interessant, eine Harry-Potter-Fernsehserie zu sehen: eine Staffel – ein Buch. Aber das werde ich wohl leider nicht erleben. Evtl. auch animiert, um das Problem mit alternden Darsteller:innen zu umgehen.

Insgesamt hat mich die Serie gut unterhalten, die letzten Bücher waren zwar nichts für mich, aber dennoch sind die Bücher eine Riesenbereicherung des Fantasygenres und insbesondere Band 4 lese ich immer wieder gern.

Kategorien
Bücher Kino Kritik

Kritik: Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 1 (2010) und Part 2 (2011)

Harry Potter and the Deathly Hallows (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes) wurde in zwei Filme aufgeteilt: Film 1 und Film 2.

Ganz schlimm. Das einzige Buch der Reihe, das ich nur einmal gelesen habe und das auch nicht wieder tun werde. Die Horcrux-Geschichte war schon im Halbblutprinz zu kompliziert angelegt, wird hier aber um die Deathly Hallows erweitert. Das stemmt Rowling erzählerisch einfach nicht mehr. Die Geschichte ist viel zu lang, überkomplex und zu trostlos. Sicher will Rowling so ein Gefühl beschreiben, aber das ist nur noch traurig und das Verhalten unserer drei Hauptfiguren nur noch in Ansätzen nachvollziehbar.

Dazu kommen noch Entscheidungen… Was ist mit dem unwürdigen Ende von Snape? Und das Ende – wie sehr muss man in Klischees baden, um so was zu schreiben?

Wenn ich dran denke, mit welchem Einfallsreichtum Rowling begonnen hat und wie stark das doch abfällt, ist das einfach sehr enttäuschend.

Die Filme setzen das Buch gut um, mir hätte einer gereicht, da insbesondere inhaltlich nicht so viel zu erzählen ist. Aber im Endeffekt war das eine Entscheidung für sehr, sehr viel Geld.

Fazit: weder Buch noch Filme sind was für mich.