Ensel und Krete – Moers legt ein Jahr später seine nächste Zamoniengeschichte vor und erfindet Hildegunst von Mythenmetz.

Was für ein Geniestreich.

Die Geschichte selbst ist eigentlich „nur“ ordentlich gelungen, eine Hänsel- und Gretel-Adaption mit einem grusligen Wald, dem Laubwolf, Sternenstauner und dem richtig gut gelungenen Stollentroll (der ist wirklich gut) – an der Fantasie Moers‘ gibt es nichts auszusetzen.

Im Gegensatz zu den 13½ Leben fällt sie halt ein wenig ab, weil sie „nur“ gut ist.

Aber Mythenmetz. Was für eine geniale Figur, hier fühlte ich mich an die alten Moers-Comics erinnert, in denen er sich selbst darstellt in seiner Manie, den Schreibpausen, dem zynischen Humor – das ist einfach große Kunst. Einfach mal die Mythenmetzsche Abschweifung erfinden und zur Autorenschelte nutzen.

Ich wiederhole mich: genial.

Fazit: Gute Geschichte, Mythenmetz als unübertroffenes Highlight.

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