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Bücher Kritik

Buchkritik: Ready Player One (2011)

Ready Player One – der Debütroman von Ernest Cline, die buchgewordene Abfeierung der 80er-Jahre-Kultur, von FIlm über Musik bis zu Computerspielen.

2045 – Dystopie – Slums, die Erde ist nur für Reiche wirklich lebenswert, dafür gibt es OASIS, ein MMORPG und vortuelle Welt, in der man der Erde entfliehen kann und per Avatar am Leben teilnimmt. Natürlich werden die sozialen Probleme auch hier gespiegelt, Reiche haben es leichter, andererseits ist hier ein Aufstieg auch durch Arme möglich (wenngleich nicht wahrscheinlich).

Der Schöpfer der OASIS ist gestorben und lässt seine Nachfolge (OASIS und sein Geld) durch eine Easter-Egg-Jagd bestimmt, über drei Schlüssel, die in der OASIS versteckt sind und deren Hinweise jede:r lesen kann.

Unser Hauptheld Parzival, arm, Waise, lebt im Slum, wird das werden, seine Reise dorthin verfolgen wir im Buch, Hauptgegner sind zwar auch die anderen Jäger aber vor allem IOI – eine böse Organisation, die die Ideale der OASIS sofort verraten würde, angeführt vom wirklich bösen Nolan Sorrento. Hilfe bekommt er durch etliche andere Spieler und Art3mis, in die er sich verliebt (Happy End auf der Erde am Ende des Buchs inklusive.

Die Quests sind Hardcore-Nerdtum, das verständlich beschrieben, aber so richtig selten nachvollziehbar ist. Also die Begeisterung für vergangenes, das Auswendiglernen von Filmen etc. Irgendwann muss man da auch mal raus.

Na ja, nicht im Buch, das uns spannend und nachvollziehbar durch die Geschichte manövriert und dabei viel über die 80er beibringt. Das alles locker und meist leicht, insbesondere die Welten und die OASIS sind gut geschrieben – damit steht und fällt das Ganze.

Da Buch ist nicht zu unrecht Bestseller gewesen und sofort verfilmt worde – es ist wirklich gut. Hoffentlich ist damit auch die Glorifizierung der 80er abgeschlossen, denn, auch wenn das Buch genau meine Erfahrungswelt beschreibt, muss man sich, wie oben schon geschrieben, auch einmal davon lösen und neue Kulturen oder Gesellschaftsänderungen annehmen.

Fazit: sehr gutes Buch über die Kultur der 80er in gutem VR-Setting.

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