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Kritik: For Your Eyes Only

For Your Eyes Only (dt. James Bond 007 – In tödlicher Mission) ist der zwölfte James-Bond-Film (Metakritik zur Bond-Reihe).

OK, man kann den Titel „Streng geheim“ mit „In tödlicher Mission“ übersetzen, aber schön ist das nicht. Ist auch nicht der schönste Originaltitel, aber trotzdem.

Wir beginnen den Film mit einer sicherlich spektakulär gemeinten Hubschrauberszene, die aber so mies gedreht und getimed ist, dass sie einfach nur sehr, sehr lang ist und mit dem Wurf von Blofeld in einen Schornstein das blödest mögliche Ende hat. Schade um die wirklich guten Hubschrauberstunts. Damit kann der Film eigentlich nur noch besser werden.

Hat nur bedingt geklappt.

Ein Raketensteuergerät wird gesucht. Zunächst in einer spanischen Villa, in der der Mörder der Eltern von Melina von dieser mit der Armbrust erschossen wird. Die Flucht übernimmt Bond, denn das ist nun mal so. Außerdem explodiert sein weißer Lotus, als ein Böser auf die Seitenscheibe schlägt! Yepp.

Zusammentreffen mit Bond – Zack, Frauen sind inkompetent. Ist wie bei Karl May.

Die Fährte führt weiter nach Italien und dort zum Einkunstlaufen sowie einer Skiverfolgungsszene (hatten wir ja noch nie), diesmal mit einem ostdeutschen Biathleten, Bobbahn und Skisprungschanze. Und Attentätern in Eishockeykleidung, in der Zwischenzeit wird Bonds Kontakt getötet. Die Spur führt weiter nach Korfu, dort schläft Bond mit der Geliebten des vermuteten Bösewichts Columbo. Die wird danach passenderweise getötet, und der vermutete Bösewicht enthüllt Bond den wahren Bösewicht, der Opium in Albanien schmuggelt und das Schiff versenkt hat, auf dem das Raketensteuergerät war. Bond darf den ersten Unterbösen töten.

Bond findet mit Melina das Gerät, wird vom Bösen geschnappt, beide werden hinter dessen Schiff hergezogen (argh) und erfahren durch Melinas Papagei den nächsten Treffpunkt (ernsthaft?), das verlassene Bergkloster. Dort wird eingebrochen und der Böse erledigt. Das Gerät zerstört Bond, damit es den Russen nicht in die Hände fällt. Sex mit Melina.

Argh. Die Story hört sich nicht nur wirr an, sie ist es auch. Viele repetitive Elemente: Skifahren, Unterwasser, Wasser. Es ist ein Graus.

Der Film sollte zurück zu den ernsteren Wurzeln von Connerys Bond kommen, das hat nur teilweise geklappt. Immerhin: der Humor wurde nur in der Eröffnungssequenz so blöd wie in den Vorgängerfilmen. Dennoch: zu viel alberner Humor, sehr viel bereits gesehener Bond und eine sehr, sehr schlechte Liebesgeschichte mit Melina.

Das Titellied ist gut.

Dennoch unterhält der Film größtenteils, er ist halt nur nicht gut.

Fazit: mäßiger, dennoch genügend unterhaltsamer Bond.

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Nüchterne Schilderungen

Nüchterne Schilderungen gehen mir oft am nächsten. Dramatische Aufarbeitung mag spannender sein und für längere Bücher/Filme geeignet, aber manchmal ist ein kurzer, sachlicher Text schon anstrengend genug.

Beispiel: Der Abend vor Weihnachten vom kinderdok

„In Raum B“, sagt die Krankenschwester. „Bluterguß am Auge, ist wohl gestern gestürzt, sagen die Eltern.“ Sie zeigt den Gang runter und zuckt mit den Schultern. „Was Eltern so sagen.“

Die Schwestern hier haben schon alles gesehen, und ihr Verdacht bestätigt sich meist.

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Ich bin erwachsen

Ich hab mir zwei Wochen in Folge Essen warmgemacht und zum Essen auf einen Teller getan, statt direkt aus dem Topf zu essen.

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Nachbar

Heute hat unser Nachbar ein kleines Loch gegraben, dort etwas aus einer blutigen Schüssel reingeworfen und dann das Loch wieder verschlossen.

Sollte ich mir Sorgen machen?

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Noch eine Vollbremsung in der Fahrradstraße

Und noch einer von letzter Woche, erst mal das Video wirken lassen:

Es ist ein bißchen schade, durch die Verzerrung der Kamera sieht man nicht, wie eng das alles ist. Info: Fahrradstraße.

Der Transporterfahrer überholt die Radfahrerin, warum auch immer, denn nachdem ich eine Vollbremsung machen muss hat er genügend Zeit, a) nach rechts (von ihm aus) auszuweichen und die Radfahrerin komplett abzudrängen und mit b) zu erklären, dass er alles richtig gemacht hat und ich der Idiot bin.

Andererseits macht die Webseite von Kurier Jahnke auch nicht so den professionellen Eindruck, da braucht der Fahrer auch nicht professionell sein.

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Vergiss nie, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt

Das Bildblog hat mir heute in den 6vor9-Nachrichten einen Eintrag von Sascha Pallenberg verlinkt. Der Eintrag ist ein sehr persönlicher Rant gegen Adblock Plus, inhaltlich kann ich wenig dazu sagen, vom Stil her schon sehr seltsam geschrieben.

Und beim Namen „Sascha Pallenberg“ war doch was gewesen, kurz gegoogelt – stimmt, er hatte Frau Dingens von Twitter vertrieben (verkürzte, dramatische Darstellung). Nun hatte ich die Details nicht mehr im Kopf, und von der ganzen Fehde nur den Ausgang mitbekommen, also kurz gegoogelt, das Ganze war wohl sehr unerfreulich von allen Seiten.

Aber ich bin darüber auf einen interessanten Text des Gedankenreiters gestoßen: Vergiss nie, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt. Das ist eine sehr interessante Analyse der Situation mit dem Hinweis darauf, auch mal deeskalierend einzuwirken, nicht alles gewinnen zu wollen, sondern auch mal einfach diskutieren zu können. Fand ich sehr entspannend zu lesen.

[…] Heute, im Jahr 2014, ist das anders. Heute schlichten wir keinen Streit mehr, sondern gießen noch Öl ins Feuer, holen uns Popcorn dazu und genießen das, was kommt. Und wenn das nicht reicht, dann holen wir uns noch andere dazu, die ebenfalls Öl ins Feuer gießen.

[…]

Wie weit darf das „foppen“ denn gehen? Warum habe ich überhaupt das Bedürfnis, jemanden anderen zu foppen? So, wie @sascha_p es beschreibt, habe ich das Gefühl, @FrDingens nervt ihn und er will ihr eine Lektion erteilen. Etwas, das heutzutage viele zu motivieren scheint. Anderen eine Lektion zu erteilen. Sie zu belehren. Sie vorzuführen, um zu zeigen, wie schlecht sie sind.

Mit welchem Ziel eigentlich? […]

Der Artikel enthält interessante Gedanken, ja, ich deeskaliere auch ungern, evtl. muss man halt auch mal zurückfahren, selbst wenn man Recht hat. Insbesondere im Straßenverkehr ist das schwierig, insbesondere, wenn die eigene Gesundheit bedroht wird, aber oft möglich. Mal sehen. Wenn das der „Gegner“ nicht dauernd als Schwäche und Eingeständnis einer eigenen Schuld interpretieren würde…

BTW, in den Kommentaren meldet sich auch Sascha Pallenberg zu Wort und macht einen unangenehmen Eindruck: Ich habe recht, alle anderen sind doof, ich kann zwar wenig Argumente dafür finden, die auch noch mies sind, aber habe trotzdem recht.

Wollen wir hoffen, dass er diesen Eintrag nicht findet…

(Quelle: Gedankenreiter, via bildblog)

PS: eigentlich wollte ich schreiben, „Wollen wir hoffen, dass er diesen Eintrag nicht findet, der alte Wichser…“, als „humorvolle“ Anspielung auf seinen fapping-Tweet, aber genau das wäre eine unangenehm persönliche Eskalation gewesen, die sich leicht vermeiden lässt. Darum geht es im Artikel des Gedankenreiters. Glaube ich.

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Katzenbesitzerfreuden

Mit Wattestäbchen die Katzenkotze aus der Heizung rauspulen.

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Kritik: Hardcore Henry

2016-04-19_HardcoreHardcore Henry ist ein Film, der komplett aus Ego-Perspektive gedreht wurde. Nicht der erste, immerhin gab es schon z.B. FPS, aber der erste, der das durchaus überzeugend gemacht hat.

Spoilerwarnung voraus

Das klingt als Konzept anstrengend und ist es auch. Stellt Euch einen Ego-Shooter vor, auf Größe der Leinwand vergrößert mit deutlich hektischerer Kameraführung, Action und abgedrehten Ideen. Z.B.  dass das rechte Auge quer zum linken verdreht ist. Interessante Ideen, interessante Umsetzung.

Trotzdem hat das gut funktioniert, der Film spart nicht mit ruhigen Szenen zwischendurch, bei denen man sich von der Action erholen kann. Aber auch nicht zu viel, sonst würde es langweilig werden (und die Dünnheit der Story deutlich werden).

Apropos Story: Mann wacht auf, muss alles umbringen, was sich in seinen Weg stellt, um seine Frau zu finden und zu befreien. Hilfe bekommt er von einem mysteriösen Typen (Jimmy), bzw. von dessen Inkarnationen, alle gespielt von Sharlto Copley. Das ist schon beeindruckend und völlig überdreht.

Apropos überdreht: der Film steigert sich von Szene zu Szene. Das betrifft das Setting, die Gegner, Jimmy, die Tötungsarten. Da haben Drehbuchschreiber völlig freie Hand bekommen und unsere russischen Freunde haben das ohne Rücksicht auf Verluste umgesetzt. Denkt man am Anfang noch, der Film habe sein 18er-Rating durch Nacktheit verdient, wird man wenig später durch brutalste Tötungsszenen eines besseren belehrt. Ehrlich: so was habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Im Gesamtsetting ist es ok, wenn man einen brutalen Ego-Shooter vor Augen hat. Aber meine Fresse – der Film geht zur Sache. Vor allem zwei Kampfszenen zum Ende: einmal das Haus runter und dann der Endboss – meine Fresse.

Fazit: sehr guter Film, wenn man ihn in den Kontext eines wirklich brutalen Ego-Shooters setzt.

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NASA-Löten

Gestern 40 km mit dem Rad quer durch Berlin ohne größere Probleme.

Daher statt Gemeckere zwei Anleitungen, wie man zwei Kabel nach NASA-Standard miteinander verlötet.

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Komplettjeans

Heute kam mir jemand mit Komplett-Jeans-Outfit entgegen, also Jacke, Hose, beides hellblau. Dazu passende lange, lockige blonde Haare und ein kleiner Hund an der Leine.

Das war wie ein kleiner Gruß aus den 80ern live im Szeneviertel.