Kritik: Hellboy

Hellboy, der erste Film mit Ron Perlman.

Ron Perlman ist Hellboy. So viel steht schon mal fest, er ist quasi für die Rolle geboren. Und Guillermo del Toro ist nicht nur ein sympathischer, sondern auch ein sehr guter Regisseur, auch wenn mir nicht alle seine Filme gefallen.

Hellboy kam 2004 in einer Zeit heraus, in der Comicverfilmungen mit Superhelden noch die Ausnahme und fast durchweg schlecht waren. Daher ist es del Toro um so höher anzurechnen, dass er sich ernsthaft mit dem Stoff beschäftigt und einen sehr guten Film daraus gemacht hat.

Im Film wird sowohl die Originstory erzählt als auch die alltägliche Arbeit bis hin zum Showdown, bei dem sich Hellboy entscheiden muss: Weltherrschaft oder nicht. Hellboy tritt auf, Professor Bruttenholm, Liz Sherman, Abe Sapien.

Kurz zur Kritik:

Das sind sehr viele Charaktere und sehr viel Geschichte. Für den ersten Film hätte da problemlos gekürzt werden können. Außerdem ist das Timing des Films nicht durchgehend gut, es gibt sehr viele lange Szenen, sei es, um die Figuren einzuführen bzw. zu charakterisieren, sei es, um den Hintergrund der Geschichte zu beleuchten.

Und zu guter Letzt sind die Spezialeffekte von sehr unterschiedlicher Qualität. Das reisst einen leider öfter aus dem Film heraus, als nötig.

Dennoch. Ron Perlman. Sehr guter (allerdings grobschlächtiger) Humor, wenn er dann mal eingesetzt wird. Und eine sehr liebevolle Inszenierung mit vielen sehr schönen Ideen. Außerdem ein fantasievoller Fantasyfilm, der nicht del-Toro-typisch mit Parallel- und Traumwelten spielt, was nicht mein Ding ist.

Richtig gut: Hellboy unterhält sich mit einem kleinen Jungen auf dem Dach über Liz.

Kid on Rooftop: Just go down there and tell her how you feel.
[Hellboy is silent]
Kid on Rooftop: My mom always says…
Hellboy: It’s not… it’s not that easy. Plus, you’re nine. You’re not old enough to be giving me advice.

Man muss halt dabeigewesen sein…

Gesehen hab ich den Film beim Fantasy-Filmfest in Anwesenheit von Guillermo del Toro, Ron Perlman und Selma Blair, in Erinnerung ist mir da, wie lustig und sympathisch del Toro war, wie groß Perlman und wie klein Blair.

Fazit: sehr gute Verfilmung mit vernachlässigbaren Schwächen.

Kritik: Attraction2 – Invasion

Nach dem sehr angenehm zu sehenden Attraction kam am 1. Januar diesen Jahres nun der Nachfolger in die Kinos: Attraction 2 – Invasion.

Der Film ist zwei Jahre nach dem Vorgänger angesiedelt, es spielen die gleichen Leute mit. Die Alientechnologie wird untersucht, Julia ebenfalls, mit teilweise fragwürdigen Methoden. Hakon ist doch nicht tot, heißt jetzt Harikon und will mit Julia die Welt verlassen nach einer sehr unnötigen Sexszene. Google spielt auch noch mit, ist aber nur noch Comic-Relief.

Aus irgendeinem Grund (der nicht wirklich verständlich ist), will Ra, das große Alienshiff verhindern, dass Julia die Welt verlässt und will sie dazu töten. Falls das nicht gelingt, will Ra alle Moskauer umbringen, so dass auch Julia stirbt. Durch Wasser, das von unten und oben kommt. Julia kann mittlerweile aber Wasser beherrschen und Happy End.

Dazwischen kämpfen Harikon und Artjom unverständlicherweise um Julia.

Ja, es ist ein wenig komplizierter, aber so grundsätzlich stimmt die Geschichte, an sich ist die Idee gut. Im Gegensatz zum Vorgänger ist die Umsetzung leider misslungen. Die erste halbe Stunde ist interessant, dann überzeugt der Film leider nur noch durch Action und CGI, die wirklich gelungen, aber über zwei Stunden erstaunlich ermüdend sind.

Größtes Manko ist Julia. War sie im ersten Film noch die Protagonistin, ist sie hier den größten Teil des Films eine Stehlampe, um die sich Alphamänner sorgen und um die sie kämpfen können. Das fällt selbst der Rolle im Film auf und als sie dann endlich was tun kann, löst sie das Problem mit Ra. Nach sehr zähen 105 Minuten.

Die Geschichte ist mit dem Erscheinen von Artjom und spätestens Harikon komplett an den Haaren herbeigezogen und nicht im Ansatz nachvollziehbar. Das wird, wie gesagt, durch epische Kämpfe in epischer Breite ausgeglichen, ließ mich aber kalt. Dabei wäre nur ein wenig mehr innere Logik nötig gewesen und eine angemessene Beteiligung Julias am Geschehen.

Schauspielerisch gibt es wenig auszusetzen, außer, dass Artjom einen Schlaganfall hatte und daher mit verzerrtem Gesicht spricht, das ist unnötig und widerlich. Die ganze Rolle hätte der Film nicht gebraucht.

Und, wie gesagt, die CGI sind hervorragend.

Der Film ist nicht schlecht, bleibt aber leider weit hinter den Erwartungen zurück, die der erste Teil geschürt hatte.

Fazit: oker Actionfilm, leider nur noch Standard.

Kritik: The Scorpion King

Die „originale“ Mumie hat nicht nur Schlechtes hervorgebracht, aus dem mäßigen zweiten Teil entsprang The Scorpion King mit The Rock.

Der war ja nur als tragischer Endgegner im zweiten Teil aufgetaucht und bekommt hier seine Origin-Story. Und obwohl ich sowas nicht mag – die hier ist gelungen.

Man nehme lauter Antischauspieler: The Rock, Michael Clarke Duncan, Steven Brand, Kelly Hu, Ralf Möller, … und stecke sie in eine sympathische Sandalen-Helden-Geschichte. The Rock kann zwar nicht schauspielern aber einen sympathischen Helden sehr gut verkörpern (und hat seine Augenbraue). Dazu Grant Heslov als Comic-Relief.

Der Film erzählt eine simple Rachegeschichte, bei der sich The Rock an Memnon rächen muss, dabei dessen Thron übernimmt und bis zu seinem bitteren Ende ein gerechter König mit Kelly Hu an seiner Seite sein wird.

Simpel ist dabei gut – es kann nicht viel falsch erzählt werden – die Action stimmt, die Chemie zwischen den Darstellern auch. Und die Muskeln der hauptsächlich Beteiligten.

Um es klar zu sagen: der Film spielt in einer anderen Liga als die erste Mumie, eher bei den Conanfilmen, Red Sonja etc. Aber er macht seine Sache gut und unterhält auch an einem sonnigen Sonntagnachmittag.

Es scheint eine Menge Fortsetzungen zu geben (ohne The Rock), habe ich alle nicht gesehen.

Fazit: überzeugender Abenteuerfilm mit viiiiel Muskeln.

Kritik: The Mummy

Es geht weiter mit dem Thema „Mumie“ mit The Mummy, ich kann ja auch nix für, dass die bei der Namenswahl der Filme so uninspiriert waren.

Dieser Film ist mit Tom Cruise, Russell Crowe, Annabelle Wallis und Sofia Boutella gut besetzt und trotzdem eine Gurke.

Die Geschichte ist einfach viel zu wirr: eine Mumie wird erweckt (Sofia Boutella) und ein Flugzeug stürzt ab, Cruise kann Wallis retten, sie sollen das Abenteurerpaar werden, aber Cruise kann nun mal nicht schauspielern.

Irgendwie schaltet sich noch Crowe als Jekyll/Hyde ein und verkompliziert die Situation und da hab ich den Überblick verloren und nur noch die Action verfolgt und auf die Geschichte gepfiffen. Es gab ein Happy-End.

Die Action ist mäßig und verlässt sich viel zu sehr auf CGI. Tom Cruise hat keinen Regisseur, der ihn im Zaum hält, der ganze Plot mit Jekyll/Hyde hätte weggekonnt, dafür deutlich mehr Mumie, denn Boutella macht ihre Sache gut für die paar Sekunden, die sie auf dem Bildschirm sein darf. Gebt mir im Mumienfilm Mumie!

So angelt sich der Film von blöder Spannungssequenz zu unnötiger Action und zurück ohne dass Spannung oder Spaß aufkommen würde.

Für einen verregneten, sinnfreien Sonntagnachmittagsfilm ist das ok, mehr nicht.

Fazit: mäßiger Mumienfilm.

Kritik: The Mummy Returns

The Mummy Returns (Die Mumie kehrt zurück) ist der Nachfolger der Mumie und führt Rachel Weisz, Brendan Fraser, alle überlebenden Gestalten des ersten Teils und einen neu hinzugekommenen Sohn wieder mit Imhotep zusammen.

Fragt mich nicht nach der Geschichte, etwas Überkompliziertes mit dem Scorpion-King (The Rock in seiner ersten Filmrolle mit einem bösen CGI-Ende), der über den Sohn wiederbelebt wird, Imhotep erwacht ebenfalls wieder, alle müssen zu einer Pyramide reisen und dort findet der Endkampf statt.

Der Film ist nicht gut. Man merkt, wie sich alle bemüht haben, den Charme des ersten Teils zurückzuholen und noch eins draufzusetzen, aber das ist zu bemüht, zu viel, wieder einmal soll alles größer, schneller, bombastischer werden und wird doch nur schlechter. Jegliche Leichtigkeit weicht einer gezwungenen Fröhlichkeit.

Die Geschichte ist viel zu kompliziert, sehr zäh und äußerst unlogisch (auch im selbst gewählten Universum) und das fällt halt auf, weil der Film nicht gut ist. Und Teil 3 ist auch nicht viel besser.

Es ist schade, weil sich alle Beteiligten große Mühe gegeben habe, das merkt man dem Film an.

Fazit: leider eine mäßige Fortsetzung eines sehr guten Films.

Kritik: The Mummy

The Mummy (Die Mumie), der erste Film der Reihe mit Rachel Weisz und Brendan Fraser ist ein sehr gelungener, lustiger Abenteuerfilm.

Er kam zu einer Zeit heraus, als die „großen“ Abenteuerfilme gerade Pause hatten und belebte das Genre auf eine sehr angenehme Art.

Ach, ich hab gar keine Lust, die Geschichte zu erzählen, ganz knapp: Mumie wird befreit und bringt alle um, bis sie von unserem Paar erledigt wird.

Interessant ist die Erzählart, die Leichtigkeit, mit der das Thema angegangen wird und die ganz leichte Tragik, die der Mumie und ihrer Liebe innewohnt. Die Spielfreude, mit der Weisz und Fraser überzeugen können, ihre Chemie stimmt, ihre Dialoge sind wunderbar und beide haben ihre Schwächen, was dem Film zugute kommt.

Dazu kommen sehr gut geratene Spezialeffekte, die damals State-Of-The Art waren und gut gealtert sind. Böse Amis, gute Briten, selbst die Wüstenbewohner werden halbwegs mit Würde dargestellt (na ja, einer von ihnen).

Ja, der Film ist immer noch gut und kann uneingeschränkt empfohlen werden. Ein deutlich besserer Indiana-Jones-Nachfolger als dessen 4. Teil (ok, fast jeder Film ist besser als dieser Mist).

Imhotep…

Übrigens scheint die deutsche Synchro sehr schlecht zu sein. Just saying.

Fazit: sehr charmanter, kurzweiliger Abenteuerfilm.

„Look, I… I may not be an explorer, or an adventurer, or a treasure-seeker, or a gunfighter, Mr. O’Connell, but I am proud of what I am.“
„And what is that?“
„I… am a librarian.“

Kritik: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ist ein Drama von Martin McDonagh, das in fast allen Kategorien für Oscars nominiert war, Hauptdarstellerin und Nebendarsteller wurden durch Frances McDormand und Sam Rockwell gewonnen.

Zu Recht.

Spoiler.

Im Film geht es um eine Reihe von Personen, allen voran Mildred Hayes, die die Vergewaltigung und den Mord an ihrer Tochter vor mehreren Monaten nicht verwunden hat. Ihrer Meinung nach hat Chief Willoughby (Woody Harrelson, auch Oscar-nominiert für diese Rolle) nicht genug getan, um den Mörder ihrer Tochter zu finden. Deswegen stellt nutzt sie die titelgebenden Werbetafeln, um ihm die Frage zu stellen:

Raped While Dying
Still No Arrests?
How Come, Chief Willoughby?

Nach und nach lernen wir viele Figuren kennen, die auf unterschiedliche Weise vernüpft sind und meist leiden: den blöden Cop Dixon (Rockwell), den Sohn, den Ehemann und dessen Freundin, den Besitzer der Werbetafeln, die Familie des Sheriffs etc.

Nach und nach müssen wir erkennen, dass es keine „Bösen“ und „Guten“ gibt und dass insbesondere McDormand von einer Scheiße in die nächste rutscht und keineswegs „recht hat“ oder vernünftig handelt. Sie hat ihren Weg und geht den ohne irgendeine Rücksicht auf niemanden.

Und so betrachten wir unsere Figuren, wie sie von einer Katastrophe in die nächste schlittern, ohne dass sie daraus lernen oder ihr Verhalten irgendwie hinterfragen. Der einzige, der das tut, ist Dixon, aber das ist am Ende auch egal.

Das Ende des Films ist so konsequent wie der Rest: nichts ist geklärt, aber die nächste große Katastrophe wird eingeläutet.

Der Film ist recht ruhig erzählt, wir begleiten hauptsächlich Mildred bei ihrem verzweifelten Versuch, den Mörder ihrer Tochter zu fassen zu kriegen, um das Geschehen irgendwie verarbeiten zu können. Dass eine Therapie oder ein Gespräch zwischen allen Beteiligten eine gute Idee wäre, drängt sich förmlich auf.

Humor hat der Film auch, aber der ist eher bitter und betont die Ausweglosigkeit der Situation noch mehr.

Schauspielerisch und inszenatorisch gibt es nichts auszusetzen, die zwei Stunden vergehen wie im Flug, man sitzt gebannt da und hofft, dass wenigstens irgendwer eine Art Happy End abkriegen könnte und verzweifelt an den Aktionen der Personen.

Fazit: geniales, hervorragendes, kurzweiliges, bitterböses Drama.

Kritik: Kill Command

Kill Command ist ein 2016er Low-Budget-Actionfilm, ich dachte, aus England, ist aber offiziell amerikanisch, Hauptdarsteller Thure Lindhardt ist ein Däne, Vanessa Kirby eine Engländerin, über den Regisseur ist es schwer, etwas außer seinem Namen rauszufinden: Steven Gomez.

Wir begleiten eine Kampfeinheit, die auf einer Insel gegen autonome Roboter trainieren soll, ausnahmsweise mit scharfer Munition auf Seiten der Soldaten.

Die Autonomie wird durch eine lernende, vernetzte und sich austauschende KI erzeugt, kurzum, die Roboter sind bewaffnet, in der Überzahl und wollen auch kämpfen lernen.

Nach und nach wird die Einheit dezimiert, bis die Ablösung eingeflogen kommt.

Soweit, so solider Plot, nichts ungewöhnliches aber auch nichts Schlimmes.

Die erste Hälfte des Films ist auch ausnehmend gut gelungen: Einführung der Charaktere, erstes Treffen mit den Robotern, erste Probleme. CGI ist in Ordnung, Schauspieler:innen sind in Ordnung, Chemie stimmt.

Leider geht dem Film bei der zweiten Hälfte die Logik und Stringenz aus, wenn die Maschinen angreifen. Dann ist doch vieles zufällig und nicht durchdacht. Kurze Anleihen an den Terminator machen es auch nicht besser.

Konkret gesagt: die Maschinen müssten innerhalb von wenigen Minuten gewinnen und es ist nicht klar, warum sie das nicht tun.

Hier hätte es mehrere Möglichkeiten gegeben, das zu umgehen, ohne das Budget in die Höhe zu schrauben: Reduzierung der Roboteranzahl, Ablenkung, Störsignale etc. pp.

Haben sie nicht gemacht und das ist etwas schade, denn sonst ist der Film gelungen und kann gut unterhalten. Soll nicht negativer klingen als es ist: der Film ist insgesamt gut.

Fazit: Guter Film für einen netten Actionabend.

Kritik: The Girl with All the Gifts

The Girl with All the Gifts – oder „nicht alle Empfehlungen der Deadline sind schlecht“.

Heftige Spoiler, wer den Film noch nicht gesehen hat – erst mal angucken sonst verpasst man viel vom Spannungsaufbau. Blutiger Film.

Wir steigen ein mit Melanie, einem kleinen Kind, unserer Protagonistin, aus deren Sicht wir fast den ganzen Film begleiten. Sie wird aus ihrer Zelle geholt, vorher wird sie an einen Rollstuhl gefesselt und mit Waffen bewacht. Zusammen mit anderen Kindern kommt sie in einen Klassenraum.

Wir wissen nicht, warum. Das macht einen guten Teil des Films aus – herauszufinden, was es mit den Kindern und der Welt auf sich hat.

Melanie hat sich ihre Lehrerin, Frau Justineau (Gemma Arterton kann tatsächlich schauspielern), zur Freundin auserkoren, das beruht auf Gegenseitigkeit.

Kurz darauf versucht Dr. Caldwell (Glenn Close in gruslig), sie zu autopsieren, Melanie ist noch nicht tot. Zombies überrennen das Labor und eine kleine Gruppe flieht mit Melanie, sie wollen London erreichen.

Auch London ist von Zombies bevölkert, Melanie gehört offensichtlich zu ihnen, hilft ihnen aber und hält sich mit Katzen und Tauben satt. Die Gruppe wird weiter dezimiert und entdeckt ein Labor sowie den Pilz, der die Zombies befallen hat und der aus ihnen herauswächst und Samenkapseln bildet (ist wohl ähnlich zu „The Last Of Us“, das hab ich nicht gespielt).

Im Labor versucht Dr. Caldwell wieder, Melanie zu autopsieren, die jedoch mit anderen befallenen Kindern, die in London wie wilde leben, ein Recht auf Leben beansprucht, auch wenn es die Ausrottung der bisherigen Menschheit bedeutet. Folgerichtig lässt Melanie die Samenkapseln frei und lässt im Umkreis nur Frau Justineau leben, die die Kinder aus dem Labor heraus unterrichtet.

Das ist eine sehr interessante Geschichte, die einen neuen Blick auf das ganze Zombiegenre wirft. Zum einen gibt es Überlebende, zum anderen beanspruchen diese ein Recht auf Leben, das ihnen der Film erfüllt. Es ist zwar unklar, ob sie das weiterbringt, aber es ist ein interessanter Gedanke.

Inszeniert ist der Film von Anfang bis Ende spannend. Es gibt genügend Blut und auch zur Genüge Versatzstücke des Zombiegenres: durchschleichen, Angriffe, Infektion von Freunden – diese sind aber alle gut untergebracht und wirken nicht wie vom Reißbrett. Und der Kniff, nicht alles gleich zu verraten, ist gelungen, das haben schon etliche Filme versucht und sind in Desinteresse gescheitert.

Dabei ist der Film erstaunlich zurückhaltend, insgesamt herrscht eine ruhige Atmosphäre, wenn es aber mal abgeht, dann richtig.

Außerdem nimmt sich der Film sehr zurück, was die Bilder angeht, erst in London öffnet sich das Bild etwas, das sorgt für eine gute, beklemmende Stimmung. Zusätzlich agieren die Figuren nicht komplett vorhersehbar (aka blöd), sondern das meiste ist nachvollziehbar. Nicht alles, aber das meiste.

Mit Sennia Nanua wurde eine sehr gute Schauspielerin für Melanie gefunden, mit der der Film steht und eben nicht fällt (Wortspielkasse). Auch die anderen Schauspieler:innen machen ihre Sache gut.

Es gibt genügend Logiklöcher in der Geschichte, an denen man sich abarbeiten könnte, hat mich aber während des Sehens nur marginal gestört.

Negativ: eine tote Katze.

Kommt auf Anhieb in die Liste der besten Zombiefilme.

Fazit: sehr guter, erfrischender Zombiefilm.

Kritik: Cabin Fever: Patient Zero

Cabin Fever: Patient Zero – oder „Empfehlungen der Deadline, an denen man verzweifelt“.

Freunde finden auf einer Insel das Labor, in dem das Virus des ersten Teils gezüchtet wurde und sterben.

Leider dauert das, unsere Freunde können nicht schauspielern, die Story ist hanebüchen und die Szenerie richtig, richtig mies.

Dieser Film ist zu schlecht für Schlefaz.

Fazit: Drecksgurke. Ja nicht angucken. Ganz schlimm.