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Weihnachten: DHFA / 3HFA

Noch was Versöhnliches zur Weihnachtszeit:

http://www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de/

Trotz Ausstrahlung letzten Sonntag dieses Jahr noch nicht gesehen. Aber ich habe auch „Last Christmas“ noch nicht gehört.

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Fernsehen Kino Kritik

Kritik: dt. Synchro von „Die Mumie“

Gestern kam „The Mummy“ im Fernsehen, ein sehr vergnüglicher, humorvoller Film – wenn man das englische Original sieht.

Was die deutsche Synchro wieder daraus gemacht hat, ist ein eindrucksvolles Plädoyer für weniger Synchro und mehr Untertitel. Das fing bei den „lustigen Stimmen“ an, die nichts, aber auch gar nichts mit dem Original zu tun haben. Welche Zielgruppe soll damit abgeholt werden? Kinder? Police-Academy-Seher? Damit wurde schon „Beverly Hills Cop“ verlustigt.

Da fielen die grottenschlechten Dialoge kaum noch auf. Nicht, dass der Film im Original shakespearesche Qualitäten offenbaren würde, aber er nimmt die Zuschauer ernst, ohne Gaga-Furz-Humor.

Wir haben dann weggeschaltet, es war einfach zu schlimm.

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Fernsehen Journalisten Kritik Medien Politik

Jon-Stewart-Interview

Ich bin Fan von Jon Stewart geworden, als ich ihn die Oscar-Nacht moderieren sah. So etwas Gutes hatte ich lange nicht gesehen. Danach schaute ich ab und an die Daily-Show-Zusammenfassung für Europa und die Welt und hoffte, mehr sehen zu können.

Seit diesem Jahr (und DSL) ist es mir via Comedy Central möglich, die originale Daily Show with Jon Stewart zu sehen, mit ein/zwei Tagen Verzögerung, aber besser als nichts. Das ist Unterhaltung und Politik vom Feinsten, in Ansätzen hat das in D mal Harald Schmidt gebracht, seit Jahren verkauft der sich aber so weit unter Wert, dass ich denke, er kann tatsächlich nicht mehr.

Ich komme darauf, weil Gastautor Felix Schwenzel gestern in Stefan Niggemeiers Blog einen interessanten Beitrag zu Jon Stewart und die deutsche Unfähigkeit, etwas ähnliches auf die Beine zustellen, geschrieben hat. Anlass dafür war ein Interview, das ich jedem ans Herz legen möchte, das Englisch ist nicht sehr schwer zu verstehen.

Wenn man das Interview und die kurzen Ausschnitte aus der Show sieht, bedauert man den deutschen Fernsehzuschauer, dass er sowas nicht hat. Außerdem regt sich wieder einmal Unwille darüber, dass die deutsche Journalisten- und Medienlandschaft genau wie die amerikanische in Selbstbeweihräucherung der Politiker untergeht, statt einmal ihres Auftrages gerecht zu werden.

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Top Gear light (DMAX)

Vor „Fat Machines“ lief am Montag noch eine Autosendung auf DMAX, deren Namen ich wohl nachtragen muss (D Motor). Die Aufgabe quer durch die Sendung war, mit einem Alfa Romeo schneller über die Alpen nach Venedig zu fahren, als ein Ballon braucht. Zwischendurch Autotests, die etwas besser waren, als der deutsche Fernsehdurchschnitt. Insgesamt eine Reminiszenz an „Top Gear“, das wohl beste Automagazin der Welt.

Die Sendung war gut gemacht, man merkte die Freude am neuen Format, wenngleich sich billige Gags mit guten Pointen um die Aufmerksamkeit des Zuschauers balgten.

Fazit: sehenswert mit Verbesserungsmöglichkeiten, aber endlich im Land der Autos eine Autosendung, die nicht nur Fakten präsentiert.

Der Ballon hat gewonnen.

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)

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Fat Machines von Jürgen Vogel und DMAX

Letzten Montag haben wir „Fat Machines“ gesehen, eine Sendung über dicke Maschinen, die von Jürgen Vogel getestet und begutachtet werden.

Was soll ich sagen: cool. Zum einen Jürgen Vogel, der macht das einfach gut. Eine schön naive Ausstrahlung, dem Mann nimmt man das Erstaunen und die Begeisterung für die Maschinen tatsächlich ab.

Zweitens sehr gut gedreht. Halbdokumentarisch mit guter Kamera, genügend Nähe und Ironie zum Hauptdarsteller.

Drittens das Kunststück geschafft, bei der Bundeswehr keine ganz so großen Trottel zu treffen, wie ich damals.

Die Maschine am Montag war ein Brückenlegepanzer „Biber“.

Insgesamt sehr gut, Sehempfehlung!

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Titel, Thesen, Temperamente, Pornographie

Am MontagSonntag warteten wir auf Druckfrisch, das ARD-Büchermagazin, und weil wir noch etwas früh dran waren, sahen wir Titel, Thesen, Temperamente. Immerhin gab es ein interessantes Thema: Jugend und Pornos. Da kann man doch noch etwas lernen, dachte ich.

Selten habe ich einen so schlechten, schlecht gemachten, einseitigen und polemischen Bericht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesehen. (Zugegeben, ich habe den Panorama-Beitrag über Killerspiele nicht gesehen. Der muss ähnlich gewesen sein.) Zusammengefasst: Jugendliche, die Pornos sehen und Sido hören, werden zwangsläufig in ihrer Entwicklung gestört, werden zu Vergewaltigern und sind am folgenden Untergang der Gesellschaft schuld. Alles das schön untermalt von subjektiven, emotionalen Berichten und Experten, die mit ernster Miene Aprilscherze vortrugen. Beispiel gefällig?

Die Jugend sieht Hardcore und verlernt das Lieben – eine bedrohliche Entwicklung, denn: Verwahrlost der Sex, verwahrlost auch die Gesellschaft.

Es war zwar der 1. April, aber wenn das der Aprilscherz gewesen sein soll, war er geschmacklos. Wenn er es nicht war, war er ein Tiefpunkt des deutschen Fernsehens. Was wäre die bessere Alternative?

Mit Entsetzen habe ich auch noch im Tagesschau-Blog gelesen, dass die TTT-Moderatorin Caren Miosga die neue Tagesthemen-Moderatorin werden soll. Ihr wird professioneller Journalismus bescheinigt, Modernität, Kompetenz und auch Frische. Dann hoffe ich mal, der Beitrag war ein Ausrutscher. Leider kann ich wegen der Zensur in den Tagesschau-Blogkommentaren dort nichts schreiben, aber es wird ihnen herzlich egal sein.

Es ging übrigens auf diesem Niveau weiter, wir haben dann bis Druckfrisch abgewaschen, das hatte mehr Gehalt.

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Einschaltquoten

Eine Kollegin berichtete mir gestern, dass die Wasserbetriebe einen erhöhten Wasserbedarf nachweisen können, wenn Werbung in vielgesehenen Sendungen laufen. Dann gehen die Leute halt auf die Toilette.

Jetzt meine Idee: Alle Sender stimmen sich über die Werbepausen ab, so dass diese sich nur so überlappen, dass man die Werbepause eindeutig einem Sender zuordnen kann. Dann können die Einschaltquoten direkt von den Wasserwerken ermittelt werden.

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GSG 9

Meine Eindrücke von GSG 9, der neuen Serie von Sat 1.

=== erste Folge ===

Die Schauspieler sind keine Identifikationsfiguren (drücken wir es mal nett aus), der einzige, der cool ist, ist der Adlige (Konny). Großartige schauspielerische Leistungen konnte ich auch nicht entdecken, vielleicht kommt das noch.

Die Handlung des ersten Teils war sehr konservativ bieder, keine Überraschung aber auch nicht so schlimm, wie sonst deutsche Filme. Einführung der Hauptfiguren, Plot, Ende. War ok so, wenngleich ich halt mehr erwartet hatte. Die Nebenhandlung mit der Familie des Anführers (Caspar?) ging mir sofort auf die Nerven.

Die Aktionen innerhalb der Handlung waren, gelinde gesagt, albern. Nichts gegen einen guten Terroristen, aber dass man einen Fahrstuhl nicht mit einem Stolperdraht in 10 cm Höhe sichert, der unabhängig von der Fahrstuhltür ist, finde ich, sagen wir, unüberlegt. Da hatte ich aber noch nicht die GSG 9 gekannt, für die das ein riesiges Hindernis ist. Mit Spezialkamera und Drahtschneider machen die eine spannend gemeinte Szene draus, statt einfach drüberzusteigen.

Was war das eingentlich für ein Körper, den die Terroristen runtergeworfen haben? Die ganze Folge kam mir doch etwas geschnitten vor.

Showdown und Sprüche auf ähnlichem Niveau: enttäuschend.

Ich gebe dem ganzen noch eine Chance bei der zweiten Folge, wahrscheinlich bin ich dann aber nicht mehr dabei.

=== zweite Folge ===

Gleich beim Vorspann fiel mir ein, was ich vergessen hatte zu erwähnen: der ist ja wohl sowas von dämlich. Stimme aus dem Off mit martialischem Kleinkinderpatriotismus. Manno.

Die Schauspieler sind zwischen den Folgen nicht besser geworden, der Plot ist bieder bis zur Denkgrenze. Lediglich Konny kann sich wieder einmal aus dem Ensemble herausspielen.

Ja, die Handlung. Schon tausendmal gesehen, davon sicher die Hälfte besser. Aus so einem ausgelutschten Thema sollte man mehr machen können. Aber nein, Klischees ohne Ende, so richtig blöde Wendungen, unglaubwürdige Aktionen, wie aus dem Lehrbuch für 80er-Superbullen-Filme, ohne Bruce Willis, dafür mit blöden Dialogen.

Beispiel? „Keine Gewalt, ok?“ Puh, da war ich schon den Tränen nah. Hatte mich aber vorher bei der Visualisierung des Virus ausgeweint. So schlimm war es schon lange nicht mehr.

Und dann noch die unvermeidliche Ehefrau-Beziehungs-Geschichte. Da weiß ich jetzt schon, dass das zum Haareraufen blöd werden wird.

Egal, die Serie wird ohne mich weiterlaufen.

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Gewaltvideos und Killerspiele

Am Sonnabend brachte RadioEins in seinen Nachrichten die Meldung, die Idioten, die das Ehepaar getötet haben, hätten eventuelle ein Gewaltvideo gesehen. Wer macht dort die Nachrichten? Was soll mir das sagen? Vor allem: was ist ein Gewaltvideo? Wrestling? Boxen auf der ARD?

Interessanterweise schreibt auch kaum einer bei der Diskussion um Killerspiele, dass es nicht darum geht, Kinder vor diesen Spielen zu schützen, dafür gibt es ja Jugendfreigaben. Nein, es geht darum, auch Erwachsenen zu verbieten, solche Spiele zu spielen. Könnte ja mal jemand erwähnen, statt nur auf die Kinderschiene abzufahren.

Als Bonmot einige Zeilen von Lordi:

Was it already there in the womb?
Were we pulled out way too soon?
Were we quiet too long? Were we too small?
Or were we dropped on the floor?

Could it be something we ate?
Did they let us stay up too late?
Were there not enough rules?
Did we get too much love?
Was it something they taught us in school?

[…]

Was it something we saw on TV?
The films that were gross and obscene?
Is it the clothes and the black-dyed hair,
Or were we just not aware

The must have been some dangerous toys
And the music sings of murderous ploys
It´s not like we did not have a choice
Backward masking gives the devil a voice

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Die Tagesschau bloggt…

und erlaubt nur von ihnen zensierte Kommentare. Das finde ich albern. Entweder man lässt es mit den Kommentaren oder erlaubt alles und löscht evtl. nach der Veröffentlichung rassistische/beleidigende Kommentare heraus. So kann man aber nachprüfen, warum etwas gelöscht wurde.

Meine Kommentare wurden natürlich nicht veröffentlicht, vielleicht gefiel ihnen meine Meinung nicht. Offenheit sieht anders aus!

Wer sein Glück auch mal versuchen will: http://blog.tagesschau.de/
Aber macht Euch keine Hoffnung, einen Kommentar eingetragen zu bekommen.

Abgesehen davon ist es erstaunlich, unter welchen Zwängen so eine Redaktion steht:

Um zu verhindern, […] sind wir gezwungen, Einträge nur nach vorheriger Kontrolle durch die Redaktion zu gestatten.

Wer zwingt da wohl?

Auch bei der Berichterstattung sind Zwänge nicht außen vor (http://blog.tagesschau.de/?p=246):

[…]selbst seriöse Blätter und Sender kommen nicht umhin, wenigsten zu erwähnen, dass es da Gerüchte gibt. Denn natürlich hat die Story ein politisches Echo gefunden und niemand kann so tun, als wäre sie nicht gedruckt worden. Aber die Details muss man dann eben nicht noch einmal auswalzen, denn die gehen immer noch niemanden etwas an.

Das ist natürlich schön einfach: die anderen haben vorgelegt, also *müssen* wir auch berichten. Einfacher geht’s auch nicht.

Vorschlag: wie wäre ein Bericht in der Tagesschau, dass die Bild mal wieder alle Grenzen des Journalismus gesprengt hat und der Presserat nur ein Feigenblatt der ach so hehren Journalisten ist?

(archivierter Beitrag aus rauhesitten.blog.de)