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Kino Kritik

Kritik: Hitman: Agent 47 (2015)

Die erste Hitman-Verfilmung sehe ich ja sehr gerne an, daher war ich auf die Neuverfilmung von 2015 gespannt.

Leider (wie bei vielen Spieleverfilmungn, so z.B. Doom), finden die Filmemacher den Plot der Spiele nicht gut genug und müssen sich was eigenes ausdenken, was komplett am Spiel vorbeigeht. Das ist dann auch meist nicht mehr gut.

So leider auch hier, ich wollte den Film mögen, aber der Film hat gesagt: „Lass mal“.

Fragt mich nach dem Plot. Wieder einmal will Agent 47 gegen seine Auftraggeber angehen, die haben einen unbesiegbaren Gegner geschaffen, der natürlich besiegt wird und eine andere Agentin spielt auch noch eine Rolle.

Es ist einfach nur wirr, ganz gut gedreht aber nicht gut geschnitten. Und das ist das Hauptmanko des Films, entweder ist er hektisch oder langatmig, dazwischen ist nicht viel. Der Plot ist viel zu kompliziert und gleichzeitig zu schlecht.

Die Darsteller:innen sind ganz ok, retten den Film leider aber nicht.

Wie gesagt, ich wollte den Film mögen, das ging aber nicht. Er war kein Totalausfall, aber auch kein guter FIlm.

Fazit: mäßiger Actionstreifen, trifft den Kern von Hitman aber überhaupt nicht.

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Kritik: Doom (2005)

Doom, der Film nach dem gleichnamigen Computerspiel, dessen Prämisse ein wenig geändert wurde.

Ein Wurmloch zum Mars hat sich in Nevada geöffnet, das durch den Ark begangen werden kann. Auf dem Mars werden die Leute von seltsamen Kreaturen angegriffen, die sich dann als mutierte Menschen herausstellen, die von einem Virus befallen wurden.

Der Kampf verlagert sich bis zur Erde, wo der Endkampf zwischen dem guten Karl-Heinz Urban und dem bösen Dwayne Johnson stattfindet. Irgendwo zwischendrin wird die BFG gefunden aber das rettet den Film leider auch nicht mehr.

Zunächst einmal: das Spiel spielt auf dem Mars (vorerst), auf dem ein Tor zur Hölle geöffnet wurde, aus dem Dämonen kommen, die alle getötet werden müssen.

Was ist falsch daran? Wo liegt der Vorteil, diesen zentralen Bestandteil gegen eine beliebige, blöde Virusgeschichte auszutauschen? Die erzählte Geschichte wird dadurch nicht besser.

Warum braucht unser Hauptheld eine persönliche Motivation mit Eltern und Schwester und Zeugs, um seinen Job zu machen? Macht den Film nicht besser.

Im Gegenteil. Wir brauchen Zeit, um die Geschichte zu erzählen, wertvolle Zeit, bei der keine Dämonen getötet werden.

Zum Positiven: die Kreaturen sind gelungen (bis auf The-Rock-Endstadium), vor allem, wenn sie kein CGI sind. Karl Urban ist immer gut und zwischendurch baut der Film durchaus Spannung auf. Einzelne Szenen sind gut, meist die, wo Monster dabei sind. Rosamund Pike spielt gut und ihre Rolle ist teilweise ok, wird leider zu oft im Stich gelassen, vor allem zum Ende hin.

Im zweiten Drittel kommt es zur FPS-Szene und hier sieht man, was der Film hätte werden können, wenn er gewollt hätte. Nicht umsonst ist diese Szene eigener Bestandteil der DVD.

Zum Ende hin schwächelt der Film noch einmal sehr stark, wenn Dwayne Johnson zum Bösen mutiert – das ist wirklich nicht gut und zieht sich ewig hin.

Auch hier: wozu The Rock zum Bösen machen? Macht den Film nicht besser.

Der Film ist nicht langweilig und teilweise interessant, aber als Verfilmung von Doom bleibt er leider hinter allen Erwartungen zurück, die vor allem Cast und Regisseur geschürt haben – das sind alles gute Leute.

Fazit: enttäuschend als Doom-Verfilmung, ordentlich mit mäßigem Ende ohne diesen Hintergrund.

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Kritik: Krull (1983)

Krull kam 1985 in die DDR-Kinos, ich war genau die Zielgruppe des Films und für 55 Pfennig hab ich mir den nicht nur einmal angesehen. Der beste Film der Welt. Damals.

Das unbeschreibliche Ungeheuer landet mit seiner schwarzen Festung und den Slayern auf einem Planeten und entführt dort die eben angetraute Frau des Prinzen, der dabei zum König wird.

Er muss sich auf die Suche machen nach der schwarzen Festung und mit viel Hilfe und der Überwindung zahlreicher Abenteuer schafft er das dann auch. Hilfe bekommt er durch einen alten Mann, Ergo, den Selbstverzauberer, eine Gruppe Wegelagerer, einen Zyklopen, den alten Zauberer, die Witwe im Netz und natürlich durch das Fünfklingenschwert, das leider nur kurz eingesetzt wird, dafür aber die emotionalste Abschiedsszene des Films bekommt.

Erst das Gute: das ist ein Film voller Abenteuer, die tatsächlich sehr unterschiedlich sind. Berge, Spinnennetze, Moor, fliegende Feuerpferde und die schwarze Festung. Dazu eine durchaus schnelle Inszenierung, die wenig verweilt, sondern viel zeigt. Und ein guter Cast, unser Hauptheld ist überaus sympathisch, die Wegelagerer rauh mit weichem Kern, der lustige Sidekick Ergo ist ok und der Zyklop tragisch.

Dazu eine sehr gute Musik von James Horner – bombastisch, staatstragend, voll, Trompeten, Streicher – alles drin.

Und die Optik des Films ist gut. Da wird noch auf Pferden geritten, das ist echt bodenständig, die Slayer sind böse aber gutaussehend und wenn sie sterben kommt was Glitschiges aus ihrem Kopf. Was hab ich mich gegruselt damals.

So verfolgen wir unsere Protagonisten, sie wachsen uns teilweise schon ans Herz und es kommen weniger durch, als man denken möchte.

Ach ja, die Spinne ist grandios. Die ist immer noch gut. Und der Titel. Wenn der nicht die 80er atmet…

Es gibt auch Kritik: der Film ist nicht an allen Stellen gut gealtert. Die praktischen Effekte sind immer noch toll, aber an etlichen Effekten hat der Zahn der Zeit schon sehr stark genagt. Insbesondere der Greenscreen ist deutlich zu sehen und der gesamte Endkampf ist unlogisch und nicht schön gedreht.

Frauen sind Auslöser von Aktionen und opfern sich auf – da ist der Film voll in den 80ern. Es ist ein Männerfilm.

Manche Szenen sind auch sehr lang. Ich fand es ok, aber z.B. die Flammenrosse werden eine Weile gefangen und dann eine Weile geritten. Das dauert halt.

Die meiste Szenen und Ideen sind jetzt nicht neu, Star Wars z.B. ist eine sehr offene Inspiration für den Film. Aber das ist ok.

Insgesamt hat mich der Film erstaunlich gut unterhalten, lediglich das Ende war anstrengend. Das hätte ich nicht gedacht, aber insbesondere die Slayer, die Optik und die Musik sind zeitlos gut.

Fazit: durchaus jetzt noch ansehnlicher Film mit einer klassischen Heldengeschichte.

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Kritik: Venom (2018)

Venom, eine weitere Marvel-Verfilmung. Der Charakter sieht echt gut aus, andererseits hab ich da leider einen Trailer für gesehen, der mir sagte: lass uns mal abwarten und das Ding in Ruhe zu Hause ansehen. Außerdem ist der Film ein Spin-Off von Spider-Man 3, der so strunzlangweilig und uninteressant war, dass ich die Neuverfilmungen erst einmal vermieden hatte. Zudem hat der Film eher schlechte Kritiken bekommen.

Mir hat er gefallen.

Eine Rakete stürzt ab, die einige Symbionten an Bord hatte, die ein skrupelloser Firmenchef (Riz Ahmed) mit Menschen verbinden will, um Supermenschen/symbionten zu schaffen. Dabei sterben einige Menschen und ein Symbiont, Venom, entkommt durch den bis dahin sehr dumm agierenden Eddie Brock (Tom Hardy).

Ernsthaft, unser Held ist ein Depp. Glücklicherweise behauptet der Film auch nichts anderes und insbesondere seine Freundin Anne (Michelle Williams) ist eine richtig gute Frauenrolle geworden.

Venom verbindet sich mit Eddie und beide versuchen, den Obersymbionten Riot, der am Anfang beim Absturz entkam, zu stoppen.

Etliche Prügeleien und Actionszenen später Happy-End.

Am Anfang braucht der Film lang, um Fahrt aufzunehmen. Dort passiert zwar auch schon viel, aber das ist eher aufgesetzt und auch irgendwie sehr sperrig inszeniert. Abgesehen davon, dass Eddie halt ein Depp ist.

Wenn Venom dann aber da ist, springt der Film auf albern-humorige Action um, die Sprüche werden besser und der Charakter „Eddie“ gewinnt an Leben und Sympathie.

Venom selbst ist interessant, großmäulig und cool anzusehen.

Wie gesagt, die Frauenrolle ist angenehm unabhängig von Eddie, der ihr Vertrauen missbraucht hat und dafür auch mal die Konsequenzen tragen muss.

Eine Sache, die mir missfallen hat und in vielen Filmen derzeit Standard ist: Menschen werden wie Gegenstände behandelt. Das ist sehr verächtlich. Es geht mir nicht um den Bodycount, sondern die Nebensächlichkeit, mit der Menschen getötet oder z.B. dafür gebraucht werden, andere Menschen zu verprügeln. Das ist nicht in Ordnung und leider ein zunehmender Trend.

Irgendwie reißt mich das aus den Filmen raus, denn ich will mit meinem Helden mitfiebern und im Optimalfall er/sie sein oder ihnen nacheifern. Das fällt mir bei solchen Szenen schwer, denn üblicherweise ist beiläufige Tötung für die Bösen reserviert.

Dennoch: der Film konnte gefallen und ich finde es ein wenig schade, dass ich ihn nicht im Kino gesehen habe.

Wenn ich jetzt noch wüsste, wer Cletus Kasady ist, könnte ich den Inhalt einer möglichen Fortsetzung erahnen…

Fazit: guter Film mit leichten Anlaufschwierigkeiten.

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Kritik: Flash Gordon (1980)

Endlich hab ich es geschafft, mir Flash Gordon anzusehen, danke Tele 5. An sich kannte ich den Film nur durch die Musik von Queen und Ausschnitte in Bonbonfarben. Ich war gespannt.

Imperator Ming (Max von Sydow!) will die Erde per Naturkatastrophen zerstören. New-York-Jets-Footballer Flash trifft im Flugzeug sein Love-Interest Dale, das Flugzeug stürzt im Gewächshaus von Dr. Zarkov ab. Der weiß, dass die Naturkatastrophen extraterrestrischer Natur sind und will dies mit einer Rakete untersuchen.

Sie fliegen hoch und werden gefangengenommen. Mehrere Attentate auf sich kann Flash (hauptsächlich durch Kraft und Sportlichkeit) vereiteln, er widersteht der Tochter des Imperators Aura (Ornella Muti), und führt sowohl Prinz Barin (Timothy Dalton) als auch Prinz Vultan (Brian Blessed) mit seinen Flugmännern gegen Ming, der Dale gegen ihren Willen heiraten will, aber am Ende rechtzeitig gestürzt wird. Alle Liebenden kriegen sich. Dazwischen viel Keilerei, Schießerei (auch mit „Lasern“), Folter und Intrigen.

Ok, die Geschichte ist nicht Gold (oder logisch) aber angemessen. Die Effekte sind alle so bonbonfarben wie die Ausschnitte, die man aus dem Film kennt. Er erlaubt sich sehr viel Fantasy, fantasievolle Figuren und ebensolche Sets. Dabei wird durchaus geklotzt, das ist zwar schlecht gealtert aber mit Nostalgie durch seinen Charme durchaus ansehbar.

Schauspielerisch ist Flash eher blond und stark, der Rest des Casts ist aber gut besetzt. Die Action dominiert den Film und er ist für einen 80er-Film durchaus schnell geschnitten: Langeweile kommt nicht auf. Und die Musik tut ihr übriges, dass es so bleibt.

Natürlich gibt es auch unrealistische Szenen: Ornella Muti(!) knabbert am Haupthelden rum, setzt sich auf ihn und will ihn ausziehen und verführen – er widersteht. WTF?

Sonst ist alles recht glaubwürdig.

Es ist schwer, ein konsistentes Fazit zu ziehen: Flash Gordon ist nicht wirklich gut gealtert aber erfrischend naiv und geradeaus. Es hat Spaß gemacht, den Film anzusehen, trotz und wegen seiner Unzulänglichkeiten.

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Kritik: The Storm Riders (1998)

Wieder ein Hong-Kong-Film, an den kann ich mich aber erinnern 🙂

The Storm Riders (Fung wan: Hung ba tin ha, 風雲雄霸天下) ist ein Fantasyfilm, bei dem es um die große Liebe zwischen drei Männern und einer Frau geht, die teils Geschwister sind, zusammen aufgezogen und durch einen Orakelspruch vom bösen Herrscher zusammengeführt wurden.

Viele romantische und handfeste Verwicklungen später sind etliche Protagonisten tot, alle leiden und es ist einfach wunderschön anzusehen und mitzuleiden. Alle Beteiligten sind wunderschön. Die Landschaft ist wunderschön. Die Bilder sind wunderschön. Die Geschichte ist zuckersüß mit sehr bitteren Schicksalsschlägen.

Die Kämpfe sind angemessen: viel Fliegen, viel wehende Tücher, viel Vorwurf, viel Tragik, viel Sturm, Regen, sonstige Elemente.

Hach.

Man muss in romantisch-verzweifelter Stimmung sein, aber dann ist der Film großes Kino.

Fazit: wunderschöne, tragische, kampfbetonte Fantasy.

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Kritik: Full Alert (1997)

Da schienen grad Hong-Kong-Wochen im Arsenal gewesen zu sein. Full Alert (Go do gaai bei, 高度戒備) hat das Gleiche Problem wie Beast Cops – ich kann mich nicht mehr dran erinnern.

Es geht um einen Cop, der einen Bombenleger verhaftet hat, der von dessen Boss befreit werden soll. Viele Schießereien. Am Ende sind fast alle tot.

Auch dieser Film war bei den Hong-Kong-Awards für viel nominiert, hat aber nichts gewonnen, soweit ich sehen kann. Wird wohl ein guter Film sein.

Fazit: leider auch keine Erinnerung.

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Kritik: Beast Cops (1998)

Als Freund der deutschen Kinemathek schaut man sich doch gerne Sondervorstellungen besonderer Hong-Kong-Filme an, in diesem Fall Beast Cops (Ye shou xing jing, 野獸刑警).

Ein Cop (Tung) hat einen Freund (Fai), der Boss bei den Triaden ist. Er bekommt einen neuen Vorgesetzten (Cheung), der sich in Yoyo verliebt, die eigentlich mit Fai zusammen ist.

Ein Untergebener Fais, Push-Pin, will dessen Rolle einnehmen, währenddessen wird Tungs Beziehung zu seiner Geliebten schwierig.

Yoyo ist schwanger von Cheung, Fai wird von Push-Pin erschossen, dieser von den Untergebenen von Fai. Tung wird angeschossen. Ende.

Ich kann mich ehrlich gesagt, nicht mehr an den Film erinnern, weder, ob er gut oder schlecht war, noch, ob er ein Actionfilm oder ein Drama war.

Bei den Hong-Kong-Awards hat er fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.

Fazit: kann mich leider nicht mehr erinnern, evtl. gut?

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Kritik: Extraction (2015)

Also: die Deadline hatte Extraction empfohlen. Da ich mir als Titel aber nur „Extraction“ aufgeschrieben hatte und nicht aufgepasst habe, kaufte ich Extraction.

Immerhin spielt Bruce Willis die Hauptrolle – was soll schiefgehen?

Na ja, die Hauptrollen spielen Kellan Lutz und Gina Carano, zwei kampferprobte Schauspieler:innen aber keine guten Schauspieler:innen. Bruce Willis hat hoffentlich viel Geld bekommen, er ziert das Cover und hat zwei oder drei Minuten auf der Leinwand. Die er mit Sitzen, Rumgucken und Murmeln verbringt.

Kann ja trotzdem gut werden. Und der Anfang ist ok, die Stimmung wird gesetzt: wir werden Gekloppe sehen bei den beiden Hauptrollen und einen schnellen Actionfilm. Leider war das nur der Anfang, dann schaltet der Film zurück und überlässt uns einer sehr, sehr dünnen Geschichte um einen Supercomputer, der vor den Terroristen gerettet werden muss durch zwei Rogue-CIA-Agenten, die in den USA arbeiten, obwohl das nicht erlaubt ist, stört aber niemanden. Klischee, Klischee, Klischee.

Ist aber auch egal, denn die Geschichte ist in solchen Filmen immer egal. Da dominiert die Action und das tut sie hier nicht. Ein sehr kurzer Kampf mit Bikern, dann lange nichts, dann ein noch kürzerer Kampf in einer Bar, Gina Carano darf dabei nur zusehen (WTF, wozu ist sie dann im Film?)

Dann haben wir beide nicht mitbekommen, warum unsere Hauptheldin gefangengenommen wurde, endlose Autoverfolgung mit niedriger Geschwindigkeit und quietschenden Reifen (auf Sand) durch die Stadt. Verfolgung auf menschenleeren Straßen mit zehn Meter Abstand, die Bösen haben es nicht gemerkt. Dann Endkampf, der noch kürzer war.

Wichtigstes Ergebnis des Films: Unser Hauptheld konnte endlich Menschen umbringen, wo er das zehn Jahre nicht gekonnt hat. Der Arme. Aber jetzt ist alles wieder gut.

Um es zusammenzufassen: WTF?

Der Film hat Kellan Lutz und Gina Carano, die beide wirklich kämpfen können und setzt sie für Schauspiel ein, was beide definitiv nicht können.

So ist der Film auch geworden.

Beide spielen die offiziell kompetentesten Agenten der CIA, die sich im Film komplett blöd anstellen.

Dazu die maue, komplett alle Klischees abhandelnde Inszenierung. Das dynamischste ist die Musik.

Fazit: kein guter Film, großen Bogen drum.

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Kritik: Army of Darkness (1992)

Army of Darkness ist der dritte Teil der Evil-Dead-Trilogie (und der erste der Trilogie, den ich gesehen hatte).

Ash ist in der Vergangenheit bei Rittern gelandet und im Gegensatz zum Ende des zweiten Teils wird ihm nicht zugejubelt, er wird gefangengenommen. Und einer Hexe zum Fraß vorgeworfen, die er durch die ihm von Sheila zugeworfene Kettensäge, die er in der Luft an seinen Armstumpf kettet, in der Mitte zerteilt.

Yo, damit ist der Film an sich gut beschrieben. Grusel ist hier zweitrangig, es geht um Slapstick im Evil-Dead-Universum mit genügend Dämonen, die aber eher trottlig als böse sind.

Das macht der Film aber wirklich gut. Wer auf extrem albernen Humor mit teilweise nicht gut gealterten Tricks steht, die jedoch eine unglaubliche Nostalgie versprühen, ist mit diesem Film gut aufgehoben.

Ash muss die titelgebende Armee der Finsternis besiegen, die er selbst erst durch das Necronomicon erweckt hat (Klaatu Barada Nikto), obwohl er nur in seine Zeit zurückwollte. Er besiegt sie dann auch widerwillig und reist zurück, leider in eine unwirtliche Zukunft.

Die Geschichte ist ok, es kommt wieder einmal nicht drauf an, sondern die vielen Szenen, die miteinander verbunden werden müssen.

Ash als überheblicher Kerl, der Frauen mit Pillow Talk rumkriegt, Beschwörungsformeln vergisst, wieder einmal gegen sich kämpft und trotz seiner Trotteligkeit den Tag rettet. Und wir erfahren, dass er eigentlich im S-Mart arbeitet.

Shop smart. Shop S-Mart.

Das Ganze ist wunderschön gedreht, die meisten Effekte sind praktisch, alles andere sieht mittlerweile antiquiert aus. Die drei Stooges werden wieder für mehrere Szenen als Vorbilder herangezogen. Und der Film liefert genügend Zitate, um eine vernünftige Unterhaltung zu führen, die meisten der Zitate kommen in Duke Nukem 3D vor.

Hail to the king, baby.

Good. Bad. I’m the guy with the gun.

Groovy.

Well hello Mister Fancypants.

Who wants some?

Come get some.

Der Film macht einfach Spaß, er will auch nicht mehr. Damit ist er zwar der lustigste und eingängigste Film der Reihe, hat sich aber von den harten Wurzeln weit, weit entfernt.

Fazit: alberner Fun-Horror im Mittelalter.

This… is my BOOMSTICK!