Kritik: 10 Cloverfield Lane

10 Cloverfield Lane ist eine lose Fortsetzung zu Cloverfield, der mir ausnehmend gut gefällt. Die Ankündigung und Rezensionen des Films machten schon klar, dass der FIlm in eine komplett andere Richtung geht als Cloverfield, ruhiger, fast ein Kammerspiel.

Das ist der Film dann auch. Ein Kammerspiel um drei Personen, die in einem Bunker eingesperrt sind: John Goodman behauptet, dass die Welt draußen gefährlich ist und hält Mary Elizabeth Winstead und John Gallagher Jr. daher als Gefangene in seinem Bunker, natürlich zu ihrem Besten.

Er erklärt die Situation ruhig, die beiden haben aber keine Möglichkeit, nachzuprüfen, ob alles stimmt. Außerdem ist es durchaus bedrohlich, auf engem Raum so eingesperrt zu sein, insbesondere für eine Frau. Die Hintergrundgeschichte um John Goodman wird langsam enthüllt, offensichtlich ist er kein Unschuldslamm, alles eskaliert, es gibt Tote und ein Entkommen in eine apokalyptische Welt.

Ach.

Der Film ist gut, aber nicht mein Ding. Viel zu langsam. Die ganze klaustrophobische Bunkergeschichte ist gut erzählt und ebenso gut gespielt, aber so unglaublich uninteressant. Und lang. Und zieht sich. Und dann eskaliert (endlich) alles und dann ist der Film auch schon zu Ende.

Ach.

Ich wollte den Film mögen und die Szenen sind gut, die Geschichte ist gut, alles ist gut aber ach… Ich war so gelangweilt und wollte was anderes machen. Tja.

Fazit: sicher ein guter Film, hat für mich überhaupt nicht funktioniert.

Kritik: Wyrmwood

Wyrmwood ist ein australischer Independent-Zombiefilm: gedreht mit geringem Budget, beschränkten Möglichkeiten und eingeschränkt talentierten Schauspielern.

Dafür sieht er sehr ordentlich aus und macht erstaunlich viel Spaß.

Achtung Spoiler:

Barry will mit seiner Familie vor einer Zombieepidemie fliehen, seine Schwester finden (die ein Fototudio für Fetischmodels hat) und dann gucken, wie es weitergeht. Leider muss er seine Familie mit einer Nailgun töten (Zombies), die Nägel gehen aus, als er sich selbst töten will. Er findet andere Überlebende und schlägt sich weiter durch (die Überlebenden werden dabei immer weiter dezimiert).

Die Schwester wurde von einem irren Arzt entführt und für Zombieexperimente missbraucht. Außerdem ist jegliches Benzin nutzlos geworden, dafür kann man Autos mit Zombies betreiben. Die Schwester kann Zombies kontrollieren und im Showdown kommt dann alles zusammen.

Spoiler Ende.

Ernsthaft: ein Klassefilm auch ohne Alkohol konsumiert zu haben. Bei einem Festival oder mit Freunden ist der Film sicher ein Riesenspaß.

Die Schauspieler sind nicht überragend aber auch nicht untalentiert, die Story ist herrlich abgedreht und dennoch recht geerdet. Und gedreht ist der Film sehr gut.

Fazit: solider Zombiefilm mit Partycharakter.

Kritik: Alien Resurrection

Alien Resurrection ist der vierte Teil der Alien-Reihe mit dem Versprechen, die Aliens endlich auf die Erde loszulassen. „Endlich“ im Sinne von: viele wollten das sehen, ich nicht. Aber wenn es ein guter Film ist – warum nicht.

Auch hier stimmten die Voraussetzungen: Ripley ist dabei, Winona Ryder, Dominique Pinon, Ron Perlman, Brad Dourif in einer bemerkenswerten Rolle. Dazu Jean-Pierre Jeunet als Regisseur – was soll schiefgehen?

Vieles. Vieles aber auch nicht. Von den Fortsetzungen ist dieser Film noch der beste. Nicht ganz stimmig, Nicht ganz ein Alien-Film aber mit vielen guten Szenen.

Der Einstieg ist gelungen, die Söldner, die Menschen als Wirtstiere für Wissenschaftler liefern, auch. Das ist gut konzipiert und gespielt, eins kommt zum anderen und schon ist das Schiff mit mehreren Aliens auf Kollisionskurs mit der Erde und Ripley 8 (Klon) muss den Tag retten. Am Ende wird dann durch eine Alienkönigin mit Uterus ein Menschenalien geboren, das durch Ripley umgebracht wird und das ist dann nur noch zum Kopfschütteln.

Wie gesagt: es gibt viele gute Sachen am Film. Das ganze Setting um das Wissenschaftslabor ist gelungen. Die Söldner. Der Ausbruch der Aliens. Ripleys Klone. Tod durch „Kopf vor Bauch halten, aus dem ein Alien bricht“ – einzigartig.

Aber es gibt auch genügend schlechte Sachen: Winona Ryders seltsame Rolle. Aliens im Wasser. Das gesamte Ende.

Interessanterweise ist das Script von Joss Whedon, der sagt:

It wasn’t a question of doing everything differently, although they changed the ending; it was mostly a matter of doing everything wrong. They said the lines but they said them all wrong. And they cast it wrong. And they designed it wrong. And they scored it wrong. They did everything wrong they could possibly do. That’s actually a fascinating lesson in filmmaking. Because everything they did reflects back to the script or looks like something from it. And people assume that if I hated it then they’d changed the script…but it wasn’t so much they changed it, they executed it in such a ghastly fashion they rendered it unwatchable.

Es wäre interessant gewesen, zu sehen, was er selbst draus gemacht hätte.

Fazit: bis auf das Ende ok, obwohl die beste Fortsetzung, für einen Alien-Film schwach.

Kritik: Alien³

Kommen wir nach Alien und Aliens jetzt zum Schlimmen: es gibt bisher keine adäquaten (oder auch nur guten) Nachfolger zu den Filmen, seien es Sequel, Prequel oder Neuauflagen. Die sind alle grottig auf unterschiedliche Weise. Über Prometheus und Covenant habe ich mich schon ausgelassen. Alien³ hatte mit David Fincher einen guten Regisseur, gute Schauspieler und eigentlich einen guten Ansatz.

Aber.

Zunächst mal der Einstieg: alle tot außer Ripley. Nebenbei. Ein ganzer Film im Vorspann null und nichtig gemacht. Kann man machen, sollte dann aber von einer Meisterleistung gefolgt werden.

Dann ist RIpley im Film eine Frau. In Alien und Aliens hat das keine Rolle gespielt. Alle Personen hatten ein Geschlecht, das war aber für den Film egal. Hier sind Männer lüsterne Tiere, Frauen stören, Ripley wird fast vergewaltigt und muss Sex haben. Außerdem ist sie nicht mehr selbständig, sondern halt eine Frau in einem Actionfilm.

WTF?

Wie gesagt, die restliche Geschichte um das Alien und Ripley als Königinmutter sind ok, nicht revolutionär aber ok. Das Hundealien ist auch ok. Aber es passt einfach nicht zusammen, die Inszenierung ist bieder und wenn mal experimentiert wird, geht es schief.

Optisch ist der Film gut.

Ich war enttäuscht, dann irritiert, dann wieder enttäuscht. Immerhin nicht zornig, wie bei Prometheus.

Wenigstens gibt es ein konsequentes Ende. Immerhin.

Fincher distanziert sich bis heute vom Film, es muss für ihn eine sehr schlimme Erfahrung gewesen sein mit konstanter Bevormundung durch das Studio. Er hat als einziger Regisseur auch keinen Director’s Cut seines Films gemacht, da er davon ausgeht, seine Vision nicht mit den gedrehten Szenen umsetzen zu können.

Fazit: keine gute Fortsetzung der Alien-Filme, für sich ein mäßiger Horrorfilm.

Kritik: Aliens

Ripley ist wieder da!

Aliens, der Nachfolger zu Alien. Übernommen von Ridley Scott durch James Cameron. Damit war klar: mehr Action und mal gucken, was vom Horror übrigbleibt.

Raus kam: mehr Action und genügend Horror, aber hauptsächlich mehr Action.

Wir steigen einige Zeit nach Alien ein und begleiten Ripley zurück auf den Planeten, um die Aliens ein für allemal auszurotten.

Es folgen wieder ikonische Szenen der Filmgeschichte und einer der bösesten Bösewichte derselben. Wer nicht mit einem Hass auf Burke aus dem Film kommt, dem ist nicht zu helfen.

Wie steht es in der IMDB so schön: „At the film’s premiere, Paul Reiser’s sister physically struck him because his character, Burke, was so contemptible.“ und „Even Paul Reiser’s own mother said „Good“ when his character met his demise in the film.“

Der Film schafft es zudem, mehrere Charaktere einzuführen, diese recht schnell zu dezimieren und trotzdem einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Spunkmeyer. Wierzbowski.

Dazu Schauspieler, deren Auftreten ein für allemal mit dem Film verbunden sein wird, egal wie viele und wie gute Filme sie sonst gemacht haben. Michael Biehn war vorher in zwar Terminator aber ist Corporal Hicks. Lance Henriksen als Bishop, Bill Paxton als Hudson, Jenette Goldstein als Vasquez! Drake, Apone, Gorman. Carrie Henn in ihrer einzigen Rolle als Newt – ein nicht-nerviges Kind.

Die angesprochenen ikonische Szenen en masse mit teils guter deutscher Synchro: Die Messerszene. Die automatischen Kanonen. Alle Szenen mit Vasquez. „Ich bin zwar synthetisch, aber ich bin nicht blöde…“ „Meistens kommen sie nachts… meistens nachts…“ „Für einen Menschen – nicht übel!“ „Irgendjemand muß Hicks wecken!“ „We’re on an express elevator to hell, going down!“

„Es war Pech, Ripley. Es war einfach Pech.“

Und natürlich: Ripley hat Newt auf dem Arm und dreht sich zur Königin um.

Und: Die Ladetür öffnet sich, RIpley kommt mit dem Lader raus: „Get away from her, you bitch.“

Hach.

Es gibt die Kinofassung des Films und den Director’s Cut, beide haben ihre Berechtigung, ich bevorzuge die Kinofassung. Zunächst ist sie deutlich kürzer und das tut dem Film gut, er ist sowieso sehr lang. Zum anderen fehlen die herausgenommenen Szenen nicht wirklich, sie bieten zwar Hintergrundinformation, ohne geht es aber auch. Die Zusatzszene auf LV 426, in der gezeigt wird, dass die Bewohner die Aliens treffen, stört mich sogar.

Lediglich eine Szene würde ich in den Film übernehmen: die Automatikkanonen.

Ist der Film gut gealtert? Ich denke, schon, aber ein wenig schlechter als der Vorgänger, da die Tricks heutzutage deutlich besser sind und hier stark als solche zu erkennen. Mich störts nicht.

Wenige Filme haben die Kultur so geprägt wie Alien und Aliens. Die Idee des Chestbursters, die Frauenrolle Ripley, die Marines, die Queen, die Inszenierung – alles stimmt. Um so trauriger, dass alle bisherigen Nachfolger so abgekackt sind.

Unfunny fact: die britische Crew waren wohl ziemliche Arschlöcher beim Dreh, es ist schon traurig, wenn so ein guter Film so schlechte Arbeitsbedingungen hatte.

Fazit: einer der besten Weltraumactionfilme ever, muss man gesehen haben.

Kritik: Alien

Ja, der Alien, der uralte Film. Ich hab ihn noch nicht ausführlich gelobt hier.

Ripley. LV 426.

Einer der besten Filme aller Zeiten, ewiger Ruhm für Ridley Scott, Sigourney Weaver und H.R. Giger und Messlatte für Jahrzehnte, was Horror und Weltraumhorror angeht.

Ein Film, bei dem der Horror erst nach einer Dreiviertelstunde losgeht und der doch vorher ungemein fesselnd und beklemmend ist. Ein Monster, das Angst macht und in Handeln und Wirkung fremd und außerirdisch ist. Schauspielerleistungen, die man nicht so schnell vergisst, allen voran natürlich Sigourney Weaver aber auch John Hurt, Yaphet Kotto, Veronica Cartwright (deren Todesszene!) oder Ian Holm (Oh. Mein. Gott.)

Ein Film, dessen Szenen so ikonisch sind, dass sie unendlich oft zitiert, parodiert oder nachgemacht wurden. Vorspann. Chestburster. Maul-im-Maul. Pfeifen, um die Angst zu übertönen. Motiontracker. Das Raumschiff. Die Eier. Ihr wisst es selbst…

Auch der Ton: zurückhaltend aber voll den Film unterstützend.

Das Design von H.R. Giger: eklig, sexuell aufgeladen, fremdartig – toll.

Bleibt die Frage, ob ein Film von 1979 heute noch hält. Müssen natürlich die Zuschauer von heute entscheiden, meiner Meinung nach aber ein klares: ja. Auf jeden Fall. Gut gealtert.

Fazit: der beste Weltraumhorrorfilm schlechthin. Must-see.

Kritik: 28 Days Later…

28 Days Later… ist ein Zombiefilm von Danny Boyle. Ja, dem Danny Boyle.

Eine Gruppe Aktivisten befreit Tiere aus einem Versuchslabor, nicht wissend (oder ignorierend), dass diese ein Virus tragen, dass Menschen zombifiziert und hochansteckend ist.

28 Tage später erwacht unser Hauptheld aus dem Koma (nichts mit dem Virus zu tun), lernt mit uns die Situation kennen und muss sich durch die Zombieseuche schlagen. Dabei trifft er eine Frau, zwei Männer und ein Mädchen, fortan sind die zu dritt, zu viert, dann wieder zu dritt, während sie versuchen, einen rettenden Armeestützpunkt zu erreichen.

Bei den Soldaten angekommen, geht der Horror auf andere Art weiter – es wird einfach nicht besser, sondern eigentlich schlimmer, auch wenn oder gerade weil die Soldaten nicht infiziert sind.

Einige Bluttaten später haben wir eine Art Happy End. Immerhin erwischt es alle Bösen auf angemessene Art. Sehr gut.

Danny Boyle hat einen erstklassigen Zombiefilm erschaffen, der menschlich bleibt und auch thematisiert, dass infizierte Menschen nicht das Schlimmste auf der Welt sein müssen, solange es lüsterne Männer gibt. Und er inszeniert das meisterhaft. Der Film nimmt einen in seinen Bann, lässt nicht los und wird immer schlimmer.

Ich schaue ihn auch äußerst ungern, da mich die zweite Hälfte mit den Soldaten wirklich mitnimmt und abstößt. Christopher Eccleston kann ein sehr, sehr böser Mensch sein, der sein Handeln aber absolut rational begründen kann.

Schauspielerisch gibt es auch an den anderen Rollen nichts auszusetzen, Cillian Murphy, Naomie Harris, Brendan Gleeson, …

Einziger Kritikpunkt: alle Figuren hätten etwas mehr Hintergrund vertragen können. Aber nicht müssen. Und wirklich nur „etwas“.

Fazit: sehr, sehr guter Zombiefilm mit etwas kritischem Hintergrund.

Kritik: Detektiv Conan – Der purpurrote Liebesbrief

Detektiv Conan – Der purpurrote Liebesbrief (Meitantei Conan: Karakurenai no raburetâ) ist der 21. Kinofilm um Detektiv Conan, 2017 mit großem Tamtam und riesigem Erfolg gestartet, jetzt auch in der Anime-Night gelandet.

Es geht um einen Fall im Karuta-Umfeld, eines uns bisher unbekannten Kartenspiels, das in Japan gespielt wird, wie populär es ist – keine Ahnung. Er geht darum, anhand der Worte eines Vorlesers eine Karte zu identifizieren und deren Partnerkarte dann aufzunehmen oder, wie im Film, zur Seite zu schleudern. Fragt nicht, ist auch nicht so wichtig.

Es ist ein Conan-Film: ein recht harter, gewalttätiger Fall wird von Conan und Freunden zuverlässig gelöst, der dank seines 17jährigen Superhirns natürlich langfristig den Fall vor allen anderen durchschaut. Etliche Verwicklungen im Fall halten die Spannung hoch.

Umrahmt wird der FIlm von zwei Actionsequenzen, die obligatorische Verwechslungs-Liebesgeschichte konzentriert sich ausnahmsweise mal nicht auf Ran und Conan, sondern auf Kazuha und Heiji. Auch die anderen Nebenfiguren sind diesmal wirklich Nebenfiguren, Kommisar Megure taucht gar nicht auf. Das nimmt dem Film etwas von seinem albernen Charme, kommt dem Fall und der Stringenz des Films aber zugute.

Wie immer kommt man als Zuschauer nicht auf die Lösung, macht aber nichts. Die Animation ist solide, die Geschichte gut, man wird ein wenig in die Kultur des Karutaspiels eingeführt und im Abspann wird wieder gezeigt, dass der Film nicht nur klischeehafte Bilder zeigt, sondern dass diese in der Realität fußen.

Fazit: ein ordentlicher Conan, mehr Nebenfiguren wären schöner gewesen.

Kritik: The Maze Runner

The Maze Runner, der erste Teil der Verfilmung einer Jugendbuchreihe, die ich nicht gelesen habe (das zieht sich in letzter Zeit durch, als Thema), das gibt mir die Freiheit, den Film für sich betrachten zu können.

Es geht dunkel los, nur laute Geräusche, bevor die ersten Bilder kommen und wir mit unserem Haupthelden in die Geschichte geworfen werden und mit ihm herausfinden müssen, was das alles soll und was zu tun ist. Es geht um eine Gruppe Jungen, die seit drei Jahren in einem Labyrinth eingeschlossen sind und nicht wissen, wer sie sind, warum sie dort sind und was sie tun sollen. Also überleben sie nach eigenen Regeln. Der Neue, unser Hauptheld, wird die Dynamik ändern und einen Ausweg finden. Am Ende gibt es eine wirre Erklärung, was das alles sollte, ich vermute mal, das wird in den Fortsetzungen klarer, die ich mir noch besorgen muss.

Der Sound ist überragend. Schon der beschriebene Anfang ist beeindruckend, das bleibt im Rest des Films auch so. Da wird eine Dynamik und Bedrohung vermittelt, wie es über den Ton sonst selten passiert. Der Ton allein ist den Film fast wert.

Auch das Labyrinth und die Monster fand ich gelungen, für einen „Jugendfilm“ an der Grenze zu „eigentlich zu gruslig“. Mir hats gefallen, bin ja nicht mehr jung.

Die Gruppe wird nur kurz vorgestellt, wir haben die „übliche“ Dynamik unseres Störenfrieds, der Bedächtigen und des Bewahrers, der neben dem Labyrinth den Bösewicht geben muss. Das hat für mich nicht so gepasst, es hätte dieses inneren Gruppenkonflikts nicht bedurft, um den Film interessant zu machen, so steht da ein ziemlich unmotivierter Bully im Raum.

Wenn sich der Film aber auf das Labyrinth konzentriert, ist er sehr gut und da er das den überwiegenden Teil macht – kein Problem. Ich hatte auch kein Problem mit den offensichtlichen Plotlöchern, der eigenartig friedlichen Gruppendynamik, die nicht einmal durch die letzte Ankömmlingin gestört wurde oder den anderen Unzulänglichkeiten des Films.

Weil mich der Film gut unterhalten hat.

Schauspieler:innen sind auch gut, Lauflänge überzeugt, Plot am Ende etwas wirr – insgesamt ok.

Fazit: sehr gute Unterhaltung mit einigen Härtespitzen und wenigen Unzulänglichkeiten.

Kritik: Ong-Bak 3

Ong-Bak 3, der Nachfolger von Ong-Bak und Ong-Bak 2. Die Frage ist berechtigt, warum ich den Film nach dem zweiten Teil angesehen habe. Weil es eine 3er-Box war.

Der Film nimmt nahtlos das Ende des zweiten Teils auf, der mit einer Art Cliffhanger endete (ohne Spannung). Unser Held geht jetzt ins Kloster, lernt Beherrschung und den Rest hab ich vergessen.

Laaaaaaaaangweilig.

Meine Fresse, das ist doch nicht so schwer.

Martial-Arts-Film = Film mit Martial Arts.

Tony Jaa = schlechter Schauspieler (so richtig schlecht)

Ergo: nicht schauspielern lassen, sondern kloppen.

Ich hab drei Anläufe zu je 30 Minuten gebraucht, um den Film anzusehen und nebenbei was anderes gemacht, sonst hätte ich es nicht durchgehalten. Der ist wirklich schlecht. Großer Bogen.

Fazit: schlecht.