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Kritik: One Night at McCool’s

One Night at McCool’s – Puh, keine Ahnung.

Im Kino gesehen und gleich wieder vergessen. Meist bedeutet das, dass der Film nicht schlecht und nicht überragend war, sondern eher Durchschnitt.

Drei Männer erzählen von der Nacht bei McCool’s, in der sie mit Liv Tyler interagieren/sich in sie verlieben. Jeder erzählt die Geschichte etwas anders, meist mit sich selbst als Held.

Wie gesagt – keine Erinnerung mehr an den Film, aber die Kinokarte gefunden 🙂

Fazit: wahrscheinlich unauffällig.

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Kritik: Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse

Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse ist der dritte Teil der Neuverfilmungen, also zwischen dem Stahlnetz und dem Testament anzusiedeln.

Wieder einmal führt Harald Reinl Regie, Lex Barker wiederholt seine Rolle als FBI-Agent und Gerd Fröbe wird durch Siegfried Lowitz ersetzt. Es gibt wieder einen trotteligen Polizeisidekick: Hase.

Die unsichtbaren Krallen sind diesmal wörtlich gemeint, jedenfalls der „unsichtbar“-Teil. Prof. Erasmus hat eine tragbare Unsichtbarmaschine erfunden, mit der er Karin Dor stalkt und langsam in den Wahnsinn treibt. Aus Liebe. Und er ist nicht der Böse hier.

Der Böse ist Dr. Mabuse, der diese Maschine haben will und den Professor über Karin Dor erpresst, um den französischen Präsidenten zu erbomben.

Zum Glück gibt es Lex Barker, der alle verkloppt und das Rätsel löst, Siegfried Lowitz ist auch nicht so doof, beide haben jedoch Logikschwächen, die im Film nicht wirklich auffallen oder einfach übergangen werden.

Das Attentat kann vereitelt werden, denn die Ganoven sind auch diesmal nicht mit Eigenhirnen ausgestattet und laufen in jede noch so simple Falle. Happy End.

Ach ja, an sich ist der Film gar nicht so schlecht. Er hat nichts mit Dr. Mabuse zu tun, aber das kennen wir ja schon. Karin Dor hat eine richtige Rolle mit schauspielern und Dialogen, das kennen wir bei Frauenrollen bisher noch nicht. Natürlich muss sie von Lex Barker gerettet werden, aber eine Stehlampe hätte es diesmal nicht getan.

Das Setting im Metropol-Theater und einer Spedition sorgt für dynamische Szenenwechsel, insgesamt ist der Film schnell und gradlinig inszeniert, Langeweile kommt nicht auf.

Das Drehbuch hat große, große Logiklöcher, die der Film durch Inszenierung zu überspielen versucht. Ist ok.

Die Unsichtbar-Szenen sind erstaunlich gut für einen Film dieses Alters.

Interessant ist, dass Lex Barker (wie in den anderen Filmen Gerd Fröbe) seine Rolle wiederholen darf, Karin Dor oder Werner Peters aber in jedem Film in neuen Rollen auftreten.

Auch interessant, dass Mabuse in jedem Film durch Wolfgang Preiss gespielt wird. Immerhin.

Fazit: rasant inszenierter Film ohne Tiefgang, gute Unterhaltung.

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Kritik: Sahara

Sahara ist ein Abenteuerfilm von 2005, Abenteuer im Sinn von Indiana Jones oder der Mumie.

Die WHO-Ärztin Eva Rojas (Penelope Cruz) wendet sich an den Abenteuer Dirk Pitt (Pit Cock, Matthew McConaughey) und seinen Sidekick Al Giordino (Steve Zahn), um zum Ursprung einer Seuche nach Mali zu reisen. Die beiden Abenteurer sind in der Sahara auf der Suche nach einem Panzerboot des Sezessionskriegs.

Auf dem Weg geraten sie in den Hinterhalt eines malischen Kriegsherrn und kommen darüber einer Verschwörung auf die Spur, die das Trinkwasser des Niger verseucht. Die Verschwörung wird aufgedeckt, ebenso wie das Panzerschiff, Happy End, Sonnenuntergang.

Ja, zugegeben, das klingt erst mal blöd, ist im Film aber gut und sehr sympathisch erzählt. McConaughey und Cruz harmonieren sehr gut, der Sidekick ist ok, die Aufnahmen sind toll und die Geschichte wird ohne größere Längen erzählt.

Genauso, wie ein gut unterhaltender Abenteuerfilm sein soll.

Viel mehr ist auch kaum zu sagen, der Film ging damals leider etwas unter, obwohl er sehr solide ist, nicht ganz so gut wie die Mumie, aber nicht viel schlechter.

Von daher, wenn ein verregneter Sonntag ansteht, ist dieser Film eine gute Wahl.

Fazit: guter bis sehr guter Abenteuerfilm.

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Kritik: Anna and the Apocalypse

Anna and the Apocalypse ist ein schottisches Zombiemusical und wer will nicht ein schottisches Zombiemusical sehen?

Ach ja, leichte Spoiler, insbesondere über die Überlebenden.

Anna steht kurz vor ihrem Schulabschluss und will erst nach Australien, um danach zu studieren. Das hat sie ihrem Vater nicht mitgeteilt, der das nicht gutheißt. Außerdem ist sie in einen Arsch verliebt und ihr bester Freund ist in sie verliebt.

Dazu gibt es das Außenseitermädchen, ein verliebtes Paar und den bösen Schuldirektor.

Damit sind alle Figuren benannt, die im Folgenden singen und die hereinbrechende Zombieapokalypse überstehen müssen. Die einzelnen Szenen sind gut – die Lieder sind schön, die Zombie greifen sehr blutig an und werden sehr blutig getötet.

Der Film geht auch mit den Figuren nicht zimperlich um, nicht alle Sympathieträger überleben.

Aber: der Film hat mehrere Probleme: Timing, Motivation, Liederinhalt und Verhalten.

Das Timing stimmt gar nicht. Es wird wild zwischen schnellen und langsamen Szenen gewechselt, so dass kein Fluss aufkommt und die Atmosphäre nicht nur einmal komplett zerstört wird. Zu oft werden die Standardszenen und -verhalten für Zombiefilme und deren Hauptfiguren abgehandelt, ohne dass das aus dem Film heraus nötig wäre.

Die Motivation der Figuren schöpft sich fast ausschließlich aus den Klischees, die wir von den Figuren erwarten. Der Direktor ist böse, der Freund ein Arsch, die Mutter von Anna gestorben etc. pp. Das wird aber nur kurz erzählt bzw. das Verständnis vorausgesetzt. Hier wäre mehr deutlich mehr gewesen. Damit stört es dann auch nicht, wenn fast alle sterben, ich hab die sowieso nie richtig kennengelernt. Das gilt leider auch für Anna.

Der Liederinhalt ist gut, passt aber bis auf die Schulaufführung zu selten zum gezeigten Inhalt des Films. Beispiel: Wenn klagend darüber gesungen wird, dass man gerne wieder eine menschliche Stimme hören würde, muss doch auffallen, dass das vier Leute im selben Raum singen! Oder das unmotivierte Lied über das fehlende Happy-End. Nein, leider passen die Lieder zu selten zum Film.

Das Verhalten aller Personen ist komplett unglaubwürdig, unmotiviert und unlogisch. Wenn man sich so blöd wie das Liebespaar anstellt, dann hat man den Tod verdient. Und warum die Bad Boys die Bösen sind, wenn sie die Zombies beseitigen und dadurch unsere Haupthelden retten – ich weiß es nicht. Es wird explizit drauf hingewiesen, dass Zombiefilme bekannt sind und man das Verhalten dran anpassen muss – dann tut das auch.

Das alles reisst einen aus dem Film heraus und trübt nachhaltig den Filmgenuss. Da wird sich mal gut durch die Schule gemetzelt, dann wird das wieder gestoppt. Warum?

Ich wollte den Film wirklich mögen, denn hey – schottisches Zombiemusical!

Fazit: leider zu wenig aus der Ausgangssituation gemacht und nur ein sehr durchschnittlicher Filmgenuss.

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Kritik: Das Testament des Dr. Mabuse

Das Testament des Dr. Mabuse, hier ist der Film von 1962 gemeint, der vierte Teil der Neuverfilmungen (wir haben den dritten ausgelassen, der kommt noch). Der Film ist eine Neuverfilmung des 1933er-Films, den ich nicht gesehen habe, einen Vergleich kann ich daher nicht ziehen.

Im Gegensatz zum zweiten Teil legt der Film wieder etwas mehr Wert auf Mabuse und seine Wirkung im Hintergrund und gewinnt dadurch deutlich an Atmosphäre. In der ersten Hälfte des Films ist das auch gut gelungen, mit der Einführung des Boxers nimmt der Film jedoch stark ab.

Es wird großer Wert auf eine schnelle Inszenierung gelegt, das kann man dem Film nicht vorwerfen. Dafür werden die Charaktere immer holzschnittartiger, selbst Gerd Fröbe kann nur noch Durchschnitt spielen. Harald Juhnke muss den lustigen Sidekick mit Schenkelklopferhumor spielen – ganz schlimm. Die Rolle von Senta Berger hätte wieder eine Stehlampe übernehmen können. Und der Boxer hat nicht nur eine sehr undankbare Rolle – er ist auch kein guter Schauspieler.

Einzig Charles Regnier sticht als Darsteller des lässigen Verbrechers heraus.

Die Dialoge sind schlimm. Die Logik ist nicht vorhanden. Und überhaupt.

Insgesamt atmosphärisch besser als der zweite Teil aber leider nur noch ok unterhaltsam.

Fazit: durchschnittlicher Film der Zeit.

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Kritik: Im Stahlnetz des Dr. Mabuse

Im Stahlnetz des Dr. Mabuse ist der zweite Teil der neueren Mabuse-Verfilmungen, gedreht 1961.

Der Film wurde von Harald Reinl leider wie ein Edgar-Wallace-Film mit Dr. Mabuse-Rahmen inszeniert. Mabuse als Überkrimineller ist gesetzt. Gerd Fröbe tritt wieder als Komissar Lohmann gegen ihn an. Dazu kommt ein undurchsichtiger Charakter, gespielt von Lex Barker, der das Wallace-Feeling einbringt. Die Frauenrolle ist noch kleiner als im ersten Teil, eine Stehlampe hätte es auch getan.

Die Geschichte ist vernachlässigbar, Dr. Mabus wirkt diesmal durch den Zuchthausdirektor und will seine Macht einem Chikagoer Verbrechersyndikat gegenüber beweisen, um mit ihnen Geschäfte zu machen.

Die Inszenierung ist sehr dynamisch, dafür bleiben Charaktere und Logik stark auf der Strecke und der Film kann nur noch als Actionfilm punkten, nicht mehr durch eine besondere Mabuse-Atmosphäre.

Fazit: leider deutlich mehr Zeitgeist und weniger Mabuse – durchschnittlich.

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Kritik: Falling Down

Joel Schumacher ist gestern mit 80 Jahren gestorben und der Film von ihm, an den ich mich aus dem Stegreif am meisten erinnere und der m.E. einer seiner besten Filme ist, ist Falling Down. (Ich hab The Lost Boys und Flatliners tatsächlich nicht gesehen.)

Michael Douglas ist William Foster, ein Mann, der einen Monat vorher seinen Job bei einer Rüstungsfirma verloren hat und im Auto (Kennzeichen D-FENS) im Stau sitzt, als plötzlich der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt und er sich quer durch die Stadt aufmacht, seine Frau, die bereits ein Kontaktverbot erwirkt hat, und seine Tochter zu deren Geburtstag besuchen. Seine Frau ist nicht erfreut, als er sich per Telefon ankündigt. Die Polizei glaubt ihr auch nicht, dass er gefährlich ist.

Aber wir bleiben bei Foster und seinem Weg durch die Stadt, bei dem ihm dauernd Unannehmlichkeiten, Ärgernisse und Straftaten entgegenkommen, die er mit Gewalt lösen kann. Das können wir durchaus mit einer großen Portion Schadenfreude nachvollziehen, denn es sind Dinge, die einen tatsächlich dauern im Alltag stören, auf die er befreiend radikal reagiert.

Dabei ist er nicht unbedingt ideologisch getrieben, einen Nazi, der in ihm einen Gleichgesinnten sieht, ersticht er. Auch das ist nachvollziehbar.

Nick: [has revealed that he’s a Nazi] We’re the same, you and me. We’re the same, don’t you see?
Bill Foster: We are not the same. I’m an American, you’re a sick asshole.

Die Odyssee durch die Stadt eskaliert immer weiter, bis er seine Frau und Tochter trifft und dort erstaunlicherweise den Gewaltexzess beendet. Hier trifft er auf die andere Hauptfigur des Films, Sergeant Prendergast, der ihm klarmacht, dass er nicht der Gute ist. Als Foster das einsieht, lässt er sich von Prendergast erschießen.

Falling Down ist ein beeindruckender Film. Hervorragend gedreht können wir komplett nachvollziehen, was Foster antreibt. Jede Gewalttat bereitet einem ein heimliches Vergnügen, da man sowas eigentlich gern auch mal selbst machen würde, bis das Ganze irgendwann kippt. Wann das ist, ist sicher bei jedem anders, bei mir war es das Fast-Food-Restaurant.

[he points at the picture of a much nicer burger on the menu board above the counter]
You see what I mean? It’s plump, it’s juicy, it’s three inches thick. Now, look at this sorry, miserable, squashed thing. Can anybody tell me what’s wrong with this picture?

Ab da betrachtet man Foster mit anderen Augen: der Film behält seine Dynamik und Faszination, die Identifikation mit dem Helden ist aber vorbei und man erkennt, dass er nur noch ins Verderben laufen kann.

Michael Douglas ist überragend. Mit viel Galgenhumor, militärischem Haarschnitt, schwarzer Hose, weißem Hemd, Schlips und einem Aktenkoffer. Ikonische Bilder.

Wer den Film noch nicht gesehen hat, der auf der Liste der besten Actionfilme steht, kann das ja dieses Wochenende zu Ehren von Joel Schumacher nachholen.

Es ist lange her, dass ich den Film gesehen habe und es wird interessant sein, den Weiße-Opfer-Mythos, der in dem Film dekonstruiert wird, in heutigem Licht zu betrachten.

Fazit: sehr, sehr guter Film.

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Kritik: Paranormal Activity

Paranormal Activity – da bin ich sehr spät drauf gestoßen, klar war das ein Instant-Hit, aber man muss auch erst mal Lust haben, einen Haunted-House-Film zu gucken, die sind doch oft sehr ausgelutscht. Andererseits: wenn dem Film so ein Ruf vorauseilt und man die Bett-Szene schon aus Spoofs kennt, dann ist es wohl Zeit, den Film anzugucken, was ich dann vor zwei Jahren Jahr tat.

Yo, ist ein guter Film.

Ein Paar zieht in ein neues Haus und die Frau, Katie, wird von einem Dämonen besessen/gefoltert, der sich von ihrer Angst ernährt. Sie und ihr Mann Micah sind recht rational und versuchen, nicht dran zu glauben und gehen mit vernünftigen Methoden vor: Kameras aufstellen, Puder auf den Boden, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

Was sie finden, deutet auf einen Dämon hin, an den beide aber auch nicht glauben und so nimmt das Unglück seinen Lauf bis hin zum unvermeidlichen, konsequenten Finale.

Der Film überzeugt durch seinen Realismus. Die Leute sind nicht doof, sondern verängstigt und reagieren im Rahmen der Geschichte auch vernünftig. Außerdem bekommen wir den Film oft durch die Kameraaufnahmen erzählt, die das Paar ansieht. Und, meine Fresse, ist das gruslig, wenn Katie zwei Stunden neben dem Bett steht. Wirklich gruslig.

Genau wie die restlichen „Auftritte“ des Dämonen, die wir hören, deren Auswirkungen wir sehen, der uns selbst aber verborgen bleibt und damit die Gelegenheit gibt, nach einer rationalen Erklärung zu suchen.

Das macht den Film einfach sehr, sehr gruslig. Wirklich beeindruckend, was ohne Budenzauberei und Effekte aus einer einfachen Prämisse geholt werden kann.

Der Film ist eindeutig ein Fall für die Liste der besten Gruselfilme und ein Sehbefehl!

Fazit: sehr, sehr grusliger, nüchterner Haunted-House-Flm.

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Kritik: Scott Pilgrim vs. the World

Scott Pilgrim vs. the World ist wieder ein abgefahrener Film von Edgar Wright, diesmal eine Comicverfilmung (und wieder einmal kenne ich das Comic nicht).

Scott ist Bassist in einer Band und verliebt sich in Ramona. Um sie zu daten, muss er ihre sieben Evil-Exes besiegen, jeden in einem eigenen Kampf. Für jeden Kampf kriegt er Punkte, die sein Level erhöhen. Einmal bekommt er auch ein Extraleben.

Am Ende hat er alle Exes besiegt, seine Ex-Freundin findet sich mit der Situation ab und er und Ramona versuchen es miteinander.

Die Geschichte des Films ist ja schon ein durchaus origineller Ansatz für eine Liebesgeschichte. Aber die Inszenierung, die Figuren, die Dialoge, die Battles – das alles ist so schräg und gut, dass der Film wie im Flug vergeht. Insbesondere der Humor ist, wie in den meisten Wright-Filmen, hervorragend.

Die Geschichte wird größtenteils geradlinig im Stil eines Computerspiels erzählt, verzweigt aber gerne kurz und beleuchtet alle Figuren für sich. Der visuelle Einfallsreichtum, der stark im Gegensatz zur ruhigen Art unseres Haupthelden steht, ist toll. Die Inszenierung insbesondere der Kämpfe ist erste Sahne. Die Schauspieler:innen, allen voran Michael Cera, Mary Elizabeth Winstead und Anna Kendrick machen ihre Sache gut.

Insgesamt ein Film, den man gesehen haben sollte, auf jeden Fall in der Liste der besten lustigen Filme.

Fazit: sehr runder, schräger, lustiger Film.

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Kritik: Jûsan-nin no shikaku (13 Assassins)

Jûsan-nin no shikaku (dt. 13 Assassins), der nächste Miike nach dem seltsamen Yattâman (die Liste der rezensierten Miike-Filme).

Nehmen wir es vorweg: diesmal gibt es nichts auszusetzen. Was für ein Kracher.

Wir sind in den 1840er Jahren und ein böser, wirklich böser Herrscher tötet, vergewaltigt und unterdrückt die Bevölkerung, weil er der Halbbruder des Shoguns ist, darf er das unbehelligt tun. Also muss sich jemand gegen das göttliche Wort des Shogun auflehnen und ihn töten, bevor er noch mehr Macht bekommt.

Dieses Los des „jemand“ fällt unseren 13 Samurai zu, die einen Überfall während einer Reise planen. Da der Herrscher schwer bewacht ist (mehr als 200 Soldaten) schmieden sie einen Plan, der die Gegner auf ca. 70 reduzieren soll und bauen ein Dorf für den Endkampf auf.

Es kommt anders als geplant und im Endkampf stehen die 13 statt 70 dann doch 200 Gegnern gegenüber. Blutfontänen.

Zunächst bekommen wir die Bosheit des Herrschers extrem eindrucksvoll geschildert und bebildert. Der ist wirklich übel.

Dann lernen wir die Attentäter kennen und begleiten sie bis zur finalen Schlacht. Dabei passiert eigentlich nicht viel, dennoch ist der Film extrem fesselnd inszeniert, Action, Härte (Zack – Kopf ab), Geschichte und Humor halten sich sehr gut die Waage und der Endkampf ist einfach grandios.

Schauspielerisch gibt es wenig auszusetzen, irgendwann liegen auch alle blutverschmiert am Boden. Frauen darf man nur in leidender Rolle erwarten – das ist ein Männerfilm, historisch ist das in dem Fall stimmig.

Auf jedem Fall in der Liste der besten Martial-Arts-Filme.

Fazit: sehr, sehr guter Samuraifilm.