Kritik: Sweeney Todd

Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street, so die Verfilmung eines Musicals, das auf einer Londoner Legende basiert. Verfilmt von Tim Burton mit Johnny Depp und Helena Bonham Carter in den Hauptrollen, verspricht das der übliche Burton zu werden. Auch die Trailer deuteten darauf hin, nur mit ein wenig Musik. Weit gefehlt. Die Musik bestimmt den Hauptteil des Films (gut, ist halt ein Musical), die typischen Burton'schen Elemente stehen...

Kritik: Untraceable

Untraceable ist ein Film, auf den ich durch einen extrem schlechten Trailer aufmerksam wurde. Da jedoch im Kino keine gute Alternative kam, biss ich in den sauren Apfel und schaute mir den Film an. Er war überraschend gut. Im Gegensatz zum Trailer kein Splatterfilm (zumindestens nicht durchgehend), sondern ein erstaunlich nüchterner, melancholischer Film über einen Verbrecher, der Leute quält und umbringt. Obwohl für das Szenario keine Erklärung nötig gewesen wäre,...

Kritik: No Country for Old Men

Während sich der Duft der Katzen auch nach dem zweiten Lüften noch nicht legt, hier die erste der Nachholrezensionen: No Country for Old Men. Wir wollten den Film unbedingt sehen, denn die Coen-Brüder sollten, laut Kritik, zu ihren eher blutigen Wurzeln wie Blood Simple oder Fargo zurückkehren. Der Nachteil dabei war, dass wir dafür während der Ferien in die Kindervorstellung gehen mussten. Es erwies sich als der Fehler, der es...

Kritik: Severance

Severance - ein Film über den Team-Building-Ausflug der britischen Verkäufer einer internationalen Waffenfirma nach Ungarn. Dieser Film ist gut. Die Figuren werden soweit eingeführt, dass man Mitleid oder Schadenfreude über ihren Tod empfindet, dann wird auch schon gestorben. Die Auflösung ist so abgefahren, dass es schon wieder schön ist. Die Schauspieler machen ihre Sache durch die Bank weg gut, lediglich die ungarischen Begleitdamen sind, sagen wir, nach anderen Gesichtspunkten als...

Kritik: Bubba Ho-Tep

Heute mal ein Film, der in D nicht im Kino lief: Bubba Ho-Tep von Don Coscarelli mit Bruce Campbell. Nun ist es ja so: Filme mit Bruce Campbell haben, sagen wir, oft den Ruch des B-Films, des Independentfilms. So auch hier. Allerdings im positiven Sinn der Worte. Bubba Ho-Tep erzählt von Elvis (ja, dem King), der eine Wucherung auf dem Penis hat, und John F Kennedy, der nach seiner gefaketen...

Spiegel-Rhetorik

Es ist schon erstaunlich. Der Spiegel ist eine große Enttäuschung, sowohl Online- als auch Print-Ausgabe. Schlecht recherchiert, schlecht geschrieben und inhaltlich größtenteils belanglos. Dazu kommt eine eingeschliffene Kampf-Rhetorik, die Missverständnisse, sagen wir, billigend in Kauf nimmt. Beispiel? Der Artikel über Kochs Wahlkampf. Überschrift: "Zuwanderer knöpfen sich Böhmer vor" Ist das billig, oder ist das billig? Zwischenüberschrift im Text: "Böhmer wurde von türkischen Vertretern angegriffen" Ach Du Schreck. Ich hoffe, sie...

Kritik: Cloverfield

Idioten, Deppen, Drecksäcke, Blödmänner...Ich war mal wieder nicht allein im Kino und zwei Reihen hinter mir saß die Sitzreihe aus der Hölle. Mehrere junge Männer, an sich nicht blöd aussehend, die bereits die Werbung mit lustigen Sprüchen verschönerten. Im Film dann das übliche Schema. Spannung, leise. Daraufhin ruhigere Passagen: kommentieren des vorigen Teils. Oder lautes, lustiges Mitwimmern. Die Qualität der Bemerkungen auf dem Niveau von "Das war jetzt der Vorfilm"...

Kritik: National Treasure: Book of Secrets

National Treasure: Book of Secrets ist der zweite Teil der erfolgreichen Serie um Ben Gates (Nicolas Cage), den Schatzsucher. Ich denke, "Serie" kann man sagen, da bestimmt weitere Teile folgen werden. Der Film ist haargenau wie der erste Teil, nur mit anderer Handlung. Es gibt wieder Verschwörungen am laufenden Band, unglaubliche Entdeckungen und noch unglaublichere Gedankenassoziationen und Rätsellösungen. Trotzdem bereitete mir der Film viel Freude ("Deine Freundin machte mir viiiel...

Kritik: Hitman

Hitman, eine Computerspielverfilmung. "Hitman - Jeder stirbt alleine" ein deutscher Titel, für den es die Prügelstrafe geben sollte. Oder blenden und mit Schimpf und Schande aus dem Land jagen. Grummel. Wo war ich? Ach ja, Computerspiel. Das Spiel kenne ich, wenngleich ich es noch nicht gespielt habe, konnte ich mit der Situation und der Hauptfigur etwas anfangen. Der Hitman ist cool. Und gut. Der Interpol-Mann geht so. Die Russen sind...

Kritik: I Am Legend

I Am Legend, eine Neuverfilmung mit Will Smith von Filmen mit Vincent Price und Charlton Heston, alle drei basierend auf einer Kurzgeschichte von Richard Matheson. Ich muss gestehen, den Vincent-Price-Film habe ich nicht gesehen und den Omega-Mann mit Charlton Heston teilweise als Kind. Den fand ich aber beeindruckend. Jetzt Will Smith, der eine gute Leistung abliefert. Der Anfang ist ein Griff ins Klo, die ganze Szene mit dem Rotwild hat...