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Kino Kritik

Kritik: 28 Days Later…

28 Days Later… ist ein Zombiefilm von Danny Boyle. Ja, dem Danny Boyle.

Eine Gruppe Aktivisten befreit Tiere aus einem Versuchslabor, nicht wissend (oder ignorierend), dass diese ein Virus tragen, dass Menschen zombifiziert und hochansteckend ist.

28 Tage später erwacht unser Hauptheld aus dem Koma (nichts mit dem Virus zu tun), lernt mit uns die Situation kennen und muss sich durch die Zombieseuche schlagen. Dabei trifft er eine Frau, zwei Männer und ein Mädchen, fortan sind die zu dritt, zu viert, dann wieder zu dritt, während sie versuchen, einen rettenden Armeestützpunkt zu erreichen.

Bei den Soldaten angekommen, geht der Horror auf andere Art weiter – es wird einfach nicht besser, sondern eigentlich schlimmer, auch wenn oder gerade weil die Soldaten nicht infiziert sind.

Einige Bluttaten später haben wir eine Art Happy End. Immerhin erwischt es alle Bösen auf angemessene Art. Sehr gut.

Danny Boyle hat einen erstklassigen Zombiefilm erschaffen, der menschlich bleibt und auch thematisiert, dass infizierte Menschen nicht das Schlimmste auf der Welt sein müssen, solange es lüsterne Männer gibt. Und er inszeniert das meisterhaft. Der Film nimmt einen in seinen Bann, lässt nicht los und wird immer schlimmer.

Ich schaue ihn auch äußerst ungern, da mich die zweite Hälfte mit den Soldaten wirklich mitnimmt und abstößt. Christopher Eccleston kann ein sehr, sehr böser Mensch sein, der sein Handeln aber absolut rational begründen kann.

Schauspielerisch gibt es auch an den anderen Rollen nichts auszusetzen, Cillian Murphy, Naomie Harris, Brendan Gleeson, …

Einziger Kritikpunkt: alle Figuren hätten etwas mehr Hintergrund vertragen können. Aber nicht müssen. Und wirklich nur „etwas“.

Fazit: sehr, sehr guter Zombiefilm mit etwas kritischem Hintergrund.

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