Abduction ist der Versuch, einen Martial-Arts-Film mit phantastischen Elementen anzureichern und damit neue Möglichkeiten des Geschichtenerzählens auszuloten. Sach ich mal so.

Das klappt eigentlich ganz gut und macht die Geschichte tatsächlich interessanter. Leider wird der Ansatz nicht wirklich gut durchgezogen und die Geschichte ist extrem hanebüchen und schlecht erzählt. Schade.

Scott Adkins erwacht unter lauter Leuten mit Spinne am Hals, die sie fremdsteuert. Er kann sich befreien, seine Tochter jedoch nicht und der Böse stürzt Adkins auf die Erde. Ich war interessiert.

Dort erwacht er und kann sich an nichts erinnern, zusätzlich stottert er, was er durch Eigen-Ohrfeigen heilen kann. Ich war nicht mehr interessiert.

Parallel dazu gibt es Profikiller Conner (Andy On), der seinen letzten Kill gemacht hat und jetzt aussteigen will, was aus diversen Gründen nicht klappt, einer davon die Entführung seiner Frau durch den Parallel-Dimension-Bösen. Dieser will eigentlich nur nach Hause zurück und muss dafür Leute harvesten.

Irgendwann treffen sich beide Männer treten den Bösen und befreien alle. In einer der blödesten Endszenen, die mir je dargeboten wurden. Das ist so schlecht.

Die Action ist leider nur „in Ordnung“. Scott Adkins ist nun mal gut und auch Andy On hat was drauf. Aber die Actionszenen sind zu kurz und zu schlecht gefilmt. Die Settings hätten deutlich mehr hergegeben, stattdessen müssen wir uns durch Schauspielversuche von Adkins quälen, die einfach nicht gut sind. Adkins ist nicht so schlecht wie JCVD, aber in dem Film deutlich überfordert.

Außerdem ist er eher die Nebenfigur, die Hauptrolle spielt Andy On, der ist, wie gesagt, gut, aber der Film gibt ihm zu wenig Möglichkeiten dazu.

Der Humor geht komplett schief und begibt sich auf Pipi-Kacka-Niveau, das Stottern ist ein Beispiel, da gab es noch mehr.

Fazit: interessante Ausgangslage, mäßiger Film.

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