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Kritik: Bohemian Rhapsody

Bohemian Rhapsody – der Film über Freddy Mercury und Queen.

Ein beeindruckender Film. Ein tränenreicher Film. Schon den Vorspann trocken zu überstehen war schwer. Dann im Film geht es. Aber wenn wir wieder zu Live Aid kommen…

Erzählt wird die Geschichte Freddy Mercurys vom ersten Zusammentreffen mit Roger Taylor und Brian Maybis zum legendären Live-Aid-Konzert. Der Bogen wird groß geschlagen, betont wird die Unabhängigkeit und Experimentierfreude aller Queen-Mitglieder. Wir erleben den unaufhaltsamen Abstieg Mercurys durch sein mühsam erarbeitetes Coming-Out, schlechte Freunde, Drogen und im Endeffekt AIDS. Seine Solokarriere lässt Queen auseinanderbrechen, eine Woche vor Live-Aid wird es dann wieder etwas. Mercury hat eine Lehre für sein Leben gezogen.

Es ist so schön. Und oft so pathetisch. Und kitschig.

Die Geschichte stimmt so nicht – es ist mir egal, der Film soll keine Doku sein, sondern für sich stehen und wir lernen die wichtigsten Queen-Lieder kennen.

Ob der Film auch außerhalb des Wissens um Queen und die Lieder funktioniert kann ich nicht sagen, ich bin mit Queen großgeworden, leider hab ich sie nie live gesehen.

Der Film hat mehrere Oscars gewonnen – alle zu recht.

Die Schauspieler sind phänomenal, allen voran Rami Malek als Mercury ist brillant. Aber auch Gwilym Lee, Ben Hardy und Joseph Mazzello als May, Taylor und Deacon sind über jede Zweifel erhaben.

Der Ton, die Musik – es ist Queen.

Die Geschichte ist gut erzählt, ohne zähe Strecken, trotzdem mit Tiefgang. Das wird, wie gesagt, oft sehr kitschig, insbesondere die Familienszenen sind reines Klischee. Aber das ist in Ordnung, denn gerade die Themen Identität, Liebe und sexuelle Orientierung, die für Mercury schwierig waren, werden sensibel behandelt.

Dabei schafft es der Film, unterhaltsam zu bleiben und nicht in Betroffenheit abzugleiten.

Eintrag in die Besten Filme Ever: Musik.

Fazit: sehr, sehr guter Film über Mercury, Queen (und den Geist von Rock’n’Roll).

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