Wenn nix überwältigendes auf der Straße passiert, ist es Zeit für eine Filmkritik, diesmal Captain America: The Winter Soldier, der zweite Teil der Captain-America-Filme.

Den ersten habe ich mir nach den Kritiken gespart, die Geschichte um Cap kriegt man auch durch die Avengers-Filme mit: im Zweiten Weltkrieg zum Supersoldat aufgepäppelt, die Nazis (Hydra) geschlagen, im Eis eingeschlossen, wieder aufgeweckt muss er sich in der Neuzeit bewähren.

Im Winter Soldier tritt Captain America gegen den Winter Soldier an, den Endgegner des zweiten Films. Vorher muss er sich mit der Black Widow arrangieren, deckt Ungereimtheiten bei SHIELD auf, Nick Fury wird erschossen, kämpft, usw. usf.

Die Feinheiten der Geschichte will ich jetzt nicht aufdröseln, es ist immer was los, ab und an wird die Geschichte vorangetrieben, die Mischung stimmt. Captain America ist erstaunlich selbstironisch und, was mir gut gefiel, SHIELD-kritisch. Die Allmachtsfantasien der Organisation, die im Hintergrund für Ordnung sorgt für ein klein wenig Einschränkung der Freiheit – das ist nix für den Captain. In einem Marvelfilm fand ich das überraschend.

This isn’t freedom, this is fear.

Chris Evans und Scarlett Johansson sind gewohnt gut, gleiches gilt für alle anderen Rollen auch, die jedoch ungleich weniger gefordert werden. Robert Redford als Bösewicht ist eine nette Besetzung aus der man durchaus mehr hätte machen können. Gleiches gilt für Samuel L. Jackson. Aber das ist Beschwerde auf gutem Niveau, alles passt zusammen, ist ansehnlich inszeniert und unterhält.

Es fehlt noch das letzte Bisschen, um einen Klassefilm auszumachen, ich kann nicht genau sagen, was mir gefehlt hat. Evtl. etwas weniger Beliebigkeit oder weniger Twists, weiß nicht genau. Vielleicht auch etwas mehr Rücksicht auf offensichtliche Ungereimtheiten, sei es der Einsatz des Schilds oder die offensichtlich unterschiedlichen Kräfte in Prügeleien, sowas halt.

Dafür ist die Figur des Captain America ingesamt interessanter als der Name und die Kleidung suggeriert. Irgendwie ist es angenehm, einen extrem geradlinigen, in seinen Aktionen ernsten Charakter zu haben. Altmodisch aber nicht in unangenehmer Weise.

Fazit: guter Film, bei dem man nicht viel falschmachen kann.

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