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Computerspiele Kritik

Kritik: Dead Space

Dead Space ist ein tolles Spiel. Es ist schon länger her, dass mich ein Spiel so mitgerissen hat, das müsste Silent Hill 3 gewesen sein, noch auf der PS2.

Zunächst einmal ist die Grafik zu erwähnen, auf der PS3 extrem gut. Nicht nur stimmig zum Szenario des Spiels, sondern auch sehr schön und sehr detailliert.  Manchmal bin ich ernsthaft stehengeblien oder nach Säuberung der Räume zurückgegangen, um die Aussicht zu genießen. Z.B. die Explosionen des zu Hilfe geeilten Schiffes am Ende des entsprechenden Levels sind sehenswert. Die Monster sehen böse aus, diejenigen, die niedlich sind (ich rede über Euch, kleine floppige Dinger, die auf dem Boden lustig herumflabbern), sind extrem bösartig und nehmen die meisten Lebensenergie weg.

Womit wir schon beim zweiten Punkt sind: Fairness. Das Spiel ist äußerst fair (zugegeben, ich spiele den leichtesten Schwierigkeitsgrad), alle Rätsel sind lösbar, die Schwierigkeit steigt moderat an, wird aber nie unfair. Und, was auch sehr wichtig ist: man kann genügend oft abspeichern. Es gibt wenig nervigere Dinge als zu wenig abspeichern zu können. Bei Bayonetta musste ich teilweise eine dreiviertel- bis Stunde spielen, um wieder speichern zu können. So viel Zeit habe ich nicht immer. Daher: Hut ab, gut gemacht. Außerdem bleiben Räume, die man gesäubert hat, auch sauber (es sei denn, das Spiel verlangt danach, aber das merkt man dann). Das heißt, man muss nicht blödsinnig viele Monster töten, nur weil man einen Blick zurückwerfen möchte und kann auch mal in Ruhe Räume ansehen und die Schönheit des Spiels bewundern.

Drittens sind die Stimmen und Texte gelungen. Ernst, gut besetzt, gut eingespielt. Es wird eine Geschichte erzählt, die im Rahmen der Ausgangslage stimmig ist, nicht allzu originell, aber auch nicht einfallslos. Teilweise hat mich die Geschichte durch ihre Geradlinigkeit überrascht. Da werden keine Gefangenen genommen (Hallo Cut-Scene bei den radioaktiven Generatoren).

Viertens: die Stimmung. Sehr schön. Oft auf Schockeffekte aus, klappen die auch gut. Ich bin mehr als einmal zusammengezuckt, wenn wieder irgendwo (meist in meiner Nähe) ein Rohr geplatzt ist oder ein Monster unvermutet auftauchte. Auch die eingestreuten Panik-Abschnitte, in denen man einfach schnell wegmusste, waren ok.

Was ich nicht so gemerkt habe, weil ich nicht mehr in der Szene drin bin: versteckte Hinweise, Cheats, Updatemöglichkeiten per Geldeinsatz etc. Da gibt es eine Menge im Spiel, mich tangiert das eher weniger. Trotzdem schön, wenn sowas drin ist (hier z.B. versteckte Nachrichten), das zeigt Liebe zum Detail und ist einfach nett.

Einziger Kritikpunkt: das Asteroidenspiel und sein Nachfolger, das Alien-Außen-Spiel. Damit haben sie mich fast aus dem Spiel geworfen. Ich habe im Internet gesucht, dort Bestätigung gefunden, dass das einfach eine nervige Sache ist, dann mit Geduld und Milch bewaffnet so lange gespielt, bis ich durch war (8 Versuche!). So sollte das nicht sein. Also: bei Dead Space 2 bitte nicht noch einmal.

Bleibt ein sehr gutes Spiel, das ich nur empfehlen kann, gespielt habe ich die englische Version. Bin noch nicht ganz durch, mal sehen, ob die letzten zwei Level den Eindruck trüben, ich denke das aber nicht.

4 Antworten auf „Kritik: Dead Space“

Hach ja Silent Hill. Das waren noch Zeiten.
Habe gerade Limbo auf der XBox durch. Tolles (wenn auch kurzweiliges) Spiel, dass eine super interessanten Stil hat. Mal was ganz anderes als der heute Durchschnitt Kram. Gibts aber wohl nur auf der XBox

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