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Kino Kritik

Kritik: Die Another Day (2002)

Die Another Day (dt. James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag) ist der zwanzigste James-Bond-Film (Metakritik zur Bond-Reihe).

Was. Für. Ein. Schlechter. Film. Im Jahr 2002.

Bond surft völlig nach Nordkorea ans Ufer (bzw. ins Studio – schlechte Kameraarbeit). Er soll einen Handel von Waffen gegen Blutdiamanten zwischen Moon (Colonel) und Zao (Terrorist) in Nordkorea verhindern. Er schleust sich ein, fliegt auf, zündet eine Bombe, die Zao mit Diamantsplittern übersät und verfolgt Moon der mit seinem Luftkissenfahrzeug an einem Wasserfall zerschellt. Die Verfolgungsjagd dauert gefühlte zwei Stunden und ist, tut mit leid, dass ich das dauernd wiederhole, strunzdoof und voller Actionklischees. Bond wird festgenommen und in einem Gefängnis gefangengehalten und gefoltert.

Vierzehn Monate später wird er wohlgenährt gegen Zao ausgetauscht, dem noch Diamanten im Gesicht stecken, wer weiß, warum ihm die nicht rausoperiert wurden, Mystery? M wirft Bond vor, dass sie ihn gegen Zao austauschen musste, weil sie vermutet, dass er unter der Folter eingeknickt ist. M wird immer dümmer. 007 wird die Lizenz entzogen (wieder einmal). Im Untersuchungsgefängnis mit Glaswänden kann Bond entkommen (weil der MI6 halt komplett inkompetent geworden ist).

Gute Szene: Bond kommt ins Hotel in Hongkong.

Die Spur führt nach Kuba, wo er Halle Berry kennenlernt, Lichtblick des Films mit einer halbwegs interessant geschriebenen Rolle (bis auf die obligatorischen Spontaninkompetenz-Momente in der Nähe von Bond). Er findet Zao in einer Gen-Klinik mit Diamanten, die ihn zum Lebemann Gustav Graves führen, der in Wahrheit Colonel Moon nach einer Gesichtsoperation ist (wie wir später rausfinden)!

In einem Londonder Fechtklub trifft Bond auf Graves, sie fechten. Lang. Unnötig lang. Nicht sehr gut. Madonna ist eine Fechtlehrerin. Rosamund Pike geht dazwischen, sie ist die Sekratärin von Graves und eine Agentin, die Bond hilft, bis sie ihn dann töten will.

M ist überzeugt von Bond, gibt ihm die Lizenz zurück und lässt ihn nach Island zum Eispalast von Graves, wo er Sex mit Pike hat. Masterplan: Graves braucht die Diamanten für einen Satelliten, mit dem er Sonnenlicht auf die Erde projizieren kann, bei Bedarf so eng, dass er Dinge verbrennen kann. Damit will er die DMZ/das Minenfeld zwischen Nord- und Südkorea verbrennen, so dass Nordkorea in Südkorea einmarschieren kann (ich sags nochmal: 2002 und das ist die Geschichte).

Bond hat einen Wagen, der sich unsichtbar machen kann, der hilft ihm, verschiedene Geheimnisse herauszufinden (blöd). Es gibt eine fliehe-vor-dem-Sonnenlicht-Sequenz mit einem Eisgleiter (sehr blöd), die aufgelöst wird, indem Bond irgendwie mit einem Teil des Eisgleiters surft (unbeschreiblich blöd und richtig mies gerendert). Dann gibt es noch eine unnötige Verfolgungsjagd Aston Martin vs. Jaguar, die halbwegs annehmbar ist, bis sie im schmelzenden Eispalast doch wieder blöd wird. Zao stirbt. Berry muss mehrfach gerettet werden.

In einer Antonow ist dann der Endkampf, bei dem Berry Pike tötet und Bond Graves. Es wird „Spannung“ aufgebaut, ob es Bond gelingt den Plan mit der DMZ zu verhindern. Das klappt in der letzten Sekunde. Wer hätte das gedacht.

Es ist ein Graus. Der Film zeigt in manchen Szenen, war er kann: Halle Berry, Bond im Hotel. Aber die Geschichte ist schlecht, die Actionszenen sind komplett aus der Zeit gefallen, schlecht gedreht und schlecht präsentiert. Sie sind lächerlich! Die Idee mit dem unsichtbaren Auto ist so doof. Ganz schlimme Virtual-Reality-Szene mit Moneypenny.

Ich zitiere Moers: „Alles ist so maßlos kacke, dass ich es kaum noch packe.“

Es ist schade um Halle Berry, deren Rolle so angelegt war, dass die ein amerikanisches Spin-Off hätte werden können. Das wäre eine gute Idee gewesen.

Schade um Brosnan und Judy Dench, deren Rollen immer schlechter werden.

Schade um den vielen Aufwand, der in praktische Actionszenen geflossen ist, die im Film nur noch albern wirken.

Einziger Trost: es war der letzte Brosnan-Bond und danach gab es einen richtigen Neuanfang.

Das Titellied ist schlecht.

Die Titelsequenz zeigt erstmalig keine nackten Frauen, ein erfreulicher Fortschritt der immer peinlicher werdenden Vorspänne.

Fazit: lächerlicher Tiefpunkt.

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