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Kritik: Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse

Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse ist der dritte Teil der Neuverfilmungen, also zwischen dem Stahlnetz und dem Testament anzusiedeln.

Wieder einmal führt Harald Reinl Regie, Lex Barker wiederholt seine Rolle als FBI-Agent und Gerd Fröbe wird durch Siegfried Lowitz ersetzt. Es gibt wieder einen trotteligen Polizeisidekick: Hase.

Die unsichtbaren Krallen sind diesmal wörtlich gemeint, jedenfalls der „unsichtbar“-Teil. Prof. Erasmus hat eine tragbare Unsichtbarmaschine erfunden, mit der er Karin Dor stalkt und langsam in den Wahnsinn treibt. Aus Liebe. Und er ist nicht der Böse hier.

Der Böse ist Dr. Mabuse, der diese Maschine haben will und den Professor über Karin Dor erpresst, um den französischen Präsidenten zu erbomben.

Zum Glück gibt es Lex Barker, der alle verkloppt und das Rätsel löst, Siegfried Lowitz ist auch nicht so doof, beide haben jedoch Logikschwächen, die im Film nicht wirklich auffallen oder einfach übergangen werden.

Das Attentat kann vereitelt werden, denn die Ganoven sind auch diesmal nicht mit Eigenhirnen ausgestattet und laufen in jede noch so simple Falle. Happy End.

Ach ja, an sich ist der Film gar nicht so schlecht. Er hat nichts mit Dr. Mabuse zu tun, aber das kennen wir ja schon. Karin Dor hat eine richtige Rolle mit schauspielern und Dialogen, das kennen wir bei Frauenrollen bisher noch nicht. Natürlich muss sie von Lex Barker gerettet werden, aber eine Stehlampe hätte es diesmal nicht getan.

Das Setting im Metropol-Theater und einer Spedition sorgt für dynamische Szenenwechsel, insgesamt ist der Film schnell und gradlinig inszeniert, Langeweile kommt nicht auf.

Das Drehbuch hat große, große Logiklöcher, die der Film durch Inszenierung zu überspielen versucht. Ist ok.

Die Unsichtbar-Szenen sind erstaunlich gut für einen Film dieses Alters.

Interessant ist, dass Lex Barker (wie in den anderen Filmen Gerd Fröbe) seine Rolle wiederholen darf, Karin Dor oder Werner Peters aber in jedem Film in neuen Rollen auftreten.

Auch interessant, dass Mabuse in jedem Film durch Wolfgang Preiss gespielt wird. Immerhin.

Fazit: rasant inszenierter Film ohne Tiefgang, gute Unterhaltung.

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