Heute nun ein Film, auf den ich mich seit seiner Ankündigung gefreut habe: Centurion von Neil Marshall. Gefreut vor allem deswegen, weil die ersten drei Filme von ihm, Dog Soldiers, The Descent und Doomsday, einfach sehr gute, innovative, harte und überraschende Filme waren. Wenig Tabus, dafür viel Kreativität und Humor.

Kleine Warnung: es gibt kleine Spoiler im Text.

Centurion weicht von diesem Schema etwas ab, da der Film nicht sehr kreativ/überraschend ist. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, aber die Handlung ist bodenständig und vorhersehbar, so dass sich der Regisseur auf Figuren und Inszenierung konzentrieren muss, um dem Film eine besondere Note zu geben.

Und genau das macht Marshall mit Bravour, kurze Einführung der Figuren und Situation, dann in die Vollen und den ganzen Film über nur ein- bis zweimal eine kurze Verschnaufpause einlegen. Die Schauspieler, die Sprechrollen haben, sind gute Schauspieler, alle anderen sind für ihren Zweck passend gecastet, sei es Olga Kurylenko oder seien es die Schlagtote auf beiden Seiten – es wirkt überzeugend.

Michael Fassbender in der Hauptrolle trägt den Film. Am Anfang war ich etwas skeptisch, da er rein körperlich nicht so viel hermacht wie andere Darsteller und mir in Eden Lake tüchtig auf die Nerven gegangen ist, aber er wächst in seinen Rolle hinein und konnte mich überzeugen. Dominic West als General ist stark, schade, dass er nicht sehr lange durchhält. Dafür darf Liam Cunningham mal wieder länger dabeibleiben und hat einen ordentlichen Tod spendiert bekommen. Das war nach Doomsday aber auch Pflicht.

Die Inszenierung ist, wie bereits angedeutet, sehr gut, keine Durchhänger, keine Abweichungen, keine Spielereien. Dafür viel schwarzer Humor, der in zweimaligem Aufstöhnen und zweimaligem Szenenapplaus gipfelte. Der Film reisst mit. Da sei es vergessen, dass sich die handelnden Personen sehr oft strunzdumm benehmen, es sind halt nur Soldaten 🙂

Fazit: Neil Marshall kann es! Starker Film, ungeschnitten sehen!

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