Gunpowder Milkshake, der Eröffnungsfilm des fantasy filmfest 2021 in Anwesenheit des Regisseurs Navot Papushado – endlich wieder FFF, endlich Kino, danke an die Kulturbrauerei, die das ermöglicht hat.

Gunpowder Milkshake erzählt von der Attentäterin Sam (Karen Gillan), die offensichtlich einen Auftrag versaut hat, na ja, nicht wirklich versaut, sie hat ihn ausgeführt, aber dabei einige Leute umgelegt, deren Eltern jetzt sauer sind. Ihr Auftraggeber (Paul Giamatti) knickt vor denen ein und gibt Sam zum Abschuss frei.

Dabei stellen sich die Attentäter nicht sonderlich schlau an, ein kleines Kind gerät zwischen die Fronten und muss gerettet werden und Sam muss sich und ihr den Weg freikämpfen. Dabei helfen ihr zum Schluss drei Freundinnen Angela Bassett, Carla Cugino und Michelle Yeoh und am Ende sogar ihre Mutter Lena Headey.

Man merkt: das Ding ist richtig gut besetzt. Karen Gillan spielt stoisch, dafür um so beeindruckender in den Actionsequenzen. Bassett, Cugino, Yeoh und Headey sind gewohnt gut und zeigen, wie gut Frauenaction funktioniert. Mehr davon.

Das Ganze ist stylisch in Szene gesetzt, Pulp Fiction winkt um die Ecke, Zeitlupen, Martial Arts, Rumgeballer – alles drin.

Leider – Meckern auf hohem Niveau – versucht der Film, zu stylisch zu sein und stellt sich dabei am Anfang und Ende ein Bein. Nicht jede Zeitlupe ist erforderlich, vor allem zu Beginn zieht sich der Film, bis es losgeht.

Wenn es dann aber losgeht, dann richtig. Vor allem die schrägen Sequenzen in der Bowlingbahn oder beim Doktor – brilliant.

Ein bisschen mehr Action, etwas weniger Zeitlupen – und das Ding wäre eine 10. So gibt es kleine Abzüge in der B-Note, dennoch macht der Film Spaß und ist gerade in der Mitte extrem gut.

Navot Papushado ist ein sehr freundlicher, netter, begeisternder Mensch. Wird Zeit, dass ich mir endlich mal Rabies ansehe.

Fazit: gelungene Action mit etwas zu viel Style.

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