OSS 117: Alerte rouge en Afrique noire (OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika), der nächste Teil der OSS-117-Reihe mit Jean Dujardin.

Wir befinden uns in den 80ern, OSS 117 kommt von einem erfolgreichen Einsatz zurück und wird in den Computerraum versetzt, denn die Krise in einem afrikanischen Staat soll OSS 1001 übernehmen – die Zukunft der OSS (Pierre Niney in einer tollen Rolle). Das gefällt OSS nicht, doch er muss sich fügen und erlernt eben das Computerhandwerk.

Als OSS 1001 nicht zurückkommt, muss OSS 117 übernehmen und dessen Verbleib klären sowie dafür sorgen, dass der frankreichfreundliche Despot des Landes die “Wahl” gewinnt. Einige Verwicklungen und Rassismen (wir reden schließlich über OSS 117) später ist das Land gerettet, OSS 1001 erledigt und der Despot darf seine Wahl gewinnen, da OSS 117 für ihn die Opposition erledigt hat.

Ach, der Film ist nicht schlecht. OSS entwickelt sich, der Film ist nicht mehr so überbordend albern wie der erste Teil aber das ist irgendwie ok.

Klar, ich hab von der Computerszene mehr erwartet, da fielen mir etliche Albereien ein, die hätten kommen können und die dann nicht kamen. Und so ging es mir mit mehreren anderen Szenen, hier war mehr Potential drin, das nicht genutzt wurde.

Stattdessen konzentrierte sich der Film auf das Altern von OSS 117, die Ablösung durch 1001 und die einhergehende Angst mit Männlichkeitsverlust. Das war ok, allerdings, wie schon gesagt, eher ruhig bis fast melancholisch, dafür ab und an etwas plump. Es war einfach nicht mehr so erfrischend albern wie die Hühner oder der Muezzin.

Mir hat das etwas gefehlt. Dennoch weiß der Film zu unterhalten und die neue Ausrichtung ist für sich genommen ok und schlüssig.

OSS ist sich auch seiner Fehler deutlicher bewusst und er versucht, offensichtliche Beleidigungen zu vermeiden. Das ist eine gute Idee, dennoch ausbaufähig. Auch hier wurde das Potential der Situationen, z.B. im Zelt, nicht voll ausgenutzt.

Wir haben den Film auf Französisch mit Untertiteln gesehen, es ist schon Klasse, einfach den Duktus und die Sprechgeschwindigkeit zu erleben. Aber auch die Synchro ist sehr gut gelungen, wie wir beim Special-Online-Screening mit Oliver Kalkofe und Frank Schaff sehen konnten.

Fazit: ordentliche Fortführung der Reihe, für mich stärker als der zweite Teil, jedoch nicht ganz so gut wie der erste.

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