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Kino Kritik

Kritik: Invasion of the Body Snatchers (1978)

Invasion of the Body Snatchers (dt. Die Körperfresser kommen), die Verfilmung mit Veronica Cartwright, Donald Sutherland, Jeff Goldblum und Leonard Nimoy. Es gab noch andere Verfilmungen, die ich aber nicht gesehen habe.

Wobei „Körperfresser“ eine unglückliche Übersetzung ist und einen blutigen Film suggeriert, der Film liefert aber psychologischen und teilweise schleimigen Horror, aber nicht viel Blut.

Spoiler. Wer den Film noch nicht kennt: gebt ihm eine Chance, denn der Film guckt sich unvoreingenommen am besten und ist immer noch sehr, sehr beeindruckend.

Ein Klassiker des grusligen Horrorkinos, beeindruckend, auch wenn das Erzähltempo für heutige Verhältnisse langsam ist. Der Film baut eine sehr dichte, enge, unangenehme Atmosphäre auf, in der unklar ist, welchen Ausweg unsere Figuren aus der sehr unangenehmen Situation finden sollen. Wir fiebern mit. Und müssen am Ende feststellen, dass die 70er nicht unbedingt für Happy Ends bekannt sind.

Aus dem Weltall kommen Sporen, die blühen, Kapseln bilden und sich in Menschen verwandeln, die danach zu Staub zerfallen, und so ihren Platz einzunehmen. Die resultierenden „Menschen“ sind emotionslos und versuchen, weitere Menschen zu konvertieren.

Dem Ganzen kommen Sutherland und seine Freunde bzw. Kolleg:innen auf die Spur und versuchen, ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Dabei müssen sie aufpassen, wem sie trauen können, denn geraten sie an einen Außerirdischen, ruft dieser Hilfe und dann war es das – man wird kopiert und entsorgt.

Die Erzählweise des Films ist extrem nüchtern und logisch, was den Film umso interessanter macht, denn man muss nur die Ausgangslage akzeptieren, der Rest folgt logisch. Und sehr konsequent.

Dabei fährt der Film Schauspieler:innen auf, die allesamt zur Elite dieser Kunst gehören. Und Sounddesign vom Feinsten, gipfelnd in dem Schrei, mit dem sich die Außerirdischen verständigen. Grusel.

Es gibt zwei Szenen, die mir auch nach Jahren des ersten Sehens noch in Erinnerung geblieben sind, beide sind ikonische Szenen des Horrorfilms. Da ist zum einen die Hoffnung, die am Hafen aufkommt und durch Amazing Grace auf Dudelsack genährt wird und dann in einem bitteren Twist endet. Und natürlich die Endszene mit Donald Sutherland und Veronica Cartwright. Gänsehaut, da nur dran zu denken. Sowas von schlimm. Psychologisch.

Wie gesagt, der Film braucht kein Blut, sondern bietet psychologischen Horror vom Feinsten mit dem Problem, eine Gefahr zu besiegen, die unsichtbar ist und sich als Mensch tarnt.

Der Film ist ein klarer Sehbefehl und auf der Liste der besten Grusel- und Horrorfilme.

Fazit: einer der grusligsten Filme ever, gut erzählt, hält heute auch noch.

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