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Kino Kritik

Kritik: Ip Man 3 (2015)

Nach Ip Man … jetzt Ip Man 3 – wieder mit Donnie Yen und Lynn Xiong als seine Frau Cheung Wing-sing. Die Geschichte vom Vorgänger „Final Fight“, die etwas näher an der Realität war, wird komplett ignoriert und wir setzen in HongKong auf.

Ip Man lebt in HongKong vor sich hin, er scheint eine Wing-Chun-Schule zu haben, davon sehen wir aber nicht viel. Wir konzentrieren uns auf mehrere Bösewichte und Ip Mans erfolgreichen Kampf gegen sie.

Zunächst Frank (Mike Tyson), der als böser Amerikaner dunkle Geschäfte im Hafen macht. Er bekommt in der zweiten Hälfte des Films drei Minuten mit Ip Man, die beeindruckend sind. Die Schnelligkeit, die beide an den Tag legen – Hut ab.

Sein Handlanger Ma King-Sang (Patrick Tam), der die dunklen Geschäfte organisiert, ebenso wie Untergrundkämpfe und einen Mob. Er ist eher ein Würstchen und bekommt daher nur Kloppe und einen unwürdigen Abgang (redlich verdient).

Und dann noch Cheung Tin-chi (Jin (Max) Zhang), die interessanteste Figur: Rikschafahrer, Untergrundkämpfer, Handlanger der Bösen aber auch mit Restehre, die ihn meist dann doch das Richtige tun lässt. Später sogar fast Großmeister des Wing-Chun.

Die Geschichte ist nicht unbedingt innovativ, sie dient dazu, die einzelnen Kampfszenen miteinander zu verbinden. Und gerade, als wir die Figur von Ip Mans Frau aufgegeben haben, holen sie sie raus und geben ihr eine Rolle mit Handlung und Tod. Hut ab. Dafür ist der Sohn irgendwie im Film abhanden gekommen. Immerhin kam er überhaupt vor, den zweiten Sohn haben wir ganz weggelassen…

Aber wegen der Handlung gucken wir den Film nicht, sondern wegen der Kampfszenen. Und die sind exorbitant gut gelungen. Wirklich beeindruckend. Immer, wenn keine Zeitlupe verwendet wird, bekommt man einen Eindruck vom Können und der Geschwindigkeit der Schauspieler. Und während der Anfang eine Zeitlupenschlacht suggeriert (inklusive schlechter CGI-Zigaretten), wird darauffolgend glücklicherweise größtenteils darauf verzichtet.

Somit haben wir einen guten Film vor uns, bei dem die Handlung ok bis besser ist, einen interessanten Bösewicht und viele äußerst gelungene Kampfszenen. Was will man mehr…

Ein Manko: die ständigen unnötigen Cameos von Bruce Lee als Running Gag in den Filmen nerven.

Fazit: gelungener Martial-Arts-Film.

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