Kristy beginnt damit, dass wir ansehen müssen, wie eine junge Frau umgebracht und mit einem “K” gekennzeichnet wird – eine Kristy. Gut aussehend und gut situiert – das sind wohl die Kriterien, nach der die Bande ihre Opfer aussucht.

Schnitt zu einer Uni, an der Justine (hervorragend Haley Bennett) studiert, es geht auf Thanksgiving zu, sie wird als Einzige über Thanksgiving da bleiben, da ihre beste Freundin kurzfristig nach Aspen fährt. Kurze Einführung ihrer Figur: sympathisch, freundlich, hat einen netten Freund und ein gutes Verhältnis zu den anderen Personen, die an der Uni bleiben müssen: Wachmänner und Hausmeister.

Setup fertig, sie trifft auf die Mördergruppe und jetzt geht es los: wer wird überleben, wie und überhaupt.

Das Setting ist nicht originell, die Idee auch nicht, bei solchen Filmen ist es wichtig, was der Film daraus macht. Gerade das Genre der Teenieslasher leidet doch stark unter pubertärer Regie vereint mit ideenlosen, klischeehaften Drehbüchern.

Und zu meiner sehr positiven Überraschung macht der Film alles richtig und besser.

Besser schon mal, weil keine unnötigen Konflikte eingeführt werden müssen – die zickige Freundin, der Großsprecher, etc. pp., also die Stereotype dieser Filme – nicht vorhanden. Das ist so angenehm, alle sind freundlich miteinander, ohne dabei creepy zu sein. Keine unnötige Sexszene, aber auch keine seltsame Prüderie – einfach ganz normales Leben.

Bis auf die Mördergruppe, vier Leute, die Justine (für sie eine Kristy) töten wollen. Dabei gehen sie wirklich brutal vor, Justine versucht zu fliehen, das ist aber nicht so einfach, obwohl sie sich nicht doof anstellt (wieder ein großer Pluspunkt).

Dann kommt die Wende im Film, ab der klar wird: jetzt wird nicht mehr geflohen, sondern Justine wird zu Rachekristy. Das ist schon mal cool gefilmt. Und dann widmen wir der Dezimierung der Mörder den Rest des Films. Das ist so hervorragend gedreht, dass es eine Freude ist. Und Justine ist echt nicht zimperlich. Vor allem im Schwimmbad – eine unglaublich gut gefilmte Szene.

Insgesamt ist der Film zwar inhaltlich brutal, nicht jedoch blutig auf der Leinwand. Wer mehr auf einen gore-/splatterhaltigen Slasher aus ist – das wird hier weniger geboten.

Ich will nicht verhehlen, dass ich schlimme Durchschnittskost erwartet hatte, nach einige unangenehmen Filmen der letzten Zeit. Evtl. bin ich daher bei guten Filmen schon leicht zu begeistern aber dieser Film ist uneingeschränkt zu empfehlen.

Fazit: dieser Film holt das Maximum aus dem Genre heraus.

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