Peninsula ist eine Art Fortsetzung von Train to Busan, einem sehr, sehr guten Zombiefilm. Wir spielen im selben Universum, vier Jahre nach dem ersten Ausbruch des Virus, also nach dem ersten Film. Neue Leute, neue Geschichte.

Soldat Jung Seok versucht beim Ausbruch, die Familie seiner Schwester auf ein Boot zu evakuieren, übrig bleiben er und sein Schwager. Vier Jahre später sind beide am Boden zerstört, Südkorea steht unter Quarantäne und in Hongkong sind evakuierte Koreaner nicht gut angesehen. Also gehen sie auf das Angebot von Gangstern ein, auf die Insel zurückzukehren, um einen Geldlaster zum Hafen zu bringen – alle werden reich.

Dort angekommen geht natürlich alles schief, neben den Zombies haben auch andere Menschen überlebt und es gilt, innerhalb von drei Tagen mit dem Geld zu fliehen.

Hätte gut werden können, ist teilgut geworden.

Die Geschichte ist „Escape from New York“ (Die Klapperschlange) auf koreanisch mit Zombies als zusätzlicher Gefahr. An sich kann man da nicht viel falschmachen und wirklich: die Zombies sind gut, die Geschichte ist ok. Die Bösen Overacten, was das Zeug hält und haben sich böse Spiele mit Fremden und Zombies ausgedacht. Das ist alles wirklich gut.

Leider soll der Film aber alles toppen und so stören zwei Dinge massiv: jegliche Autofahrt, die allesamt gerendert sind sowie die Umgebung, die ebenfalls gerendert ist. Bei der Umgebung könnte ich das noch verschmerzen, da kann man noch auf „fremdartiges Aussehen“ plädieren. Aber die Autofahrten sind zu schnell, zu viel, zu spannungsarm, einfach nur sehr sehr schlecht.

Davon gibt es aber im ersten Teil des Films genug und leider auch beim finalen Showdown.

Das reißt jegliche Stimmung mit dem Arsch wieder ein.

Dazu die genretypischen Fehlleistungen der Charaktere: in einem irren Tempo vor den Zombies wegrennen, dann aber erst einmal in Ruhe schön beleuchtet dastehen, wenn es die Dramaturgie verlangt. Ich hab laut in die Wohnung gerufen „Renn endlich, da kommen Zombies!“. Argh.

Und so bekommt man einen Film mit guten Darsteller:innen (oke Frauenrolle, Bechdeltest nicht bestanden, da nur eine Frauenrolle), mit guten Kinderrollen, gutem nicht originellen aber soliden Drehbuch und Effekten aus dem tiefen Tal der unangenehmen Seherfahrung.

Schade drum, hätte gut werden können.

Fazit: an sich ok aber dann doch wieder nicht.

Related Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

15 − 10 =