Kritik: Traffic

Traffic erzählt drei Geschichten des Kampfes gegen den Drogenkrieg, dessen Auswirkungen und dessen Aussichtslosigkeit, solange man nur die Auswirkungen, nicht die Ursachen bekämpft.

Alle drei Geschichten sind auf ihre Weise roh und brutal, mir ist vor allem die Handlung im Michael Douglas als Richter und neuer DEA-Chef in Erinnerung geblieben. Hier insbesondere seine Frage, ob jemand eine Idee habe, was man im Drogenkampf anders machen könnte, die mit Schweigen beantwortet wird. Und sein aussichtsloser Kampf um seine abhängige Tochter. Hier werden schwere Geschütze und hohe Aussichtslosigkeit aufgefahren.

Auch die anderen Geschichten um (Neu-)Drogenbaronin Catherine Zeta-Jones und General Salazar sind beeindruckend.

Der Film ist sehr gut gedreht, schauspielerisch gibt es nichts zu bemängeln, es stimmt alles.

Trotzdem habe ich den Film nur einmal gesehen und werde ihn auch nicht wieder ansehen: er ging mir nah. Die Aussichtslosigkeit, Brutalität und das Unvermögen, Ursachen zu bekämpfen schildern auch den heutigen Kampf gegen Drogen sehr gut wieder. Das ist sehr, sehr unangenehm anzusehen.

Fazit: sehr guter Film über den Kampf gegen Drogenkriminalität – ernst, nüchtern, brutal.

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