Kategorien
Kino Kritik

Kritik: Venom (2018)

Venom, eine weitere Marvel-Verfilmung. Der Charakter sieht echt gut aus, andererseits hab ich da leider einen Trailer für gesehen, der mir sagte: lass uns mal abwarten und das Ding in Ruhe zu Hause ansehen. Außerdem ist der Film ein Spin-Off von Spider-Man 3, der so strunzlangweilig und uninteressant war, dass ich die Neuverfilmungen erst einmal vermieden hatte. Zudem hat der Film eher schlechte Kritiken bekommen.

Mir hat er gefallen.

Eine Rakete stürzt ab, die einige Symbionten an Bord hatte, die ein skrupelloser Firmenchef (Riz Ahmed) mit Menschen verbinden will, um Supermenschen/symbionten zu schaffen. Dabei sterben einige Menschen und ein Symbiont, Venom, entkommt durch den bis dahin sehr dumm agierenden Eddie Brock (Tom Hardy).

Ernsthaft, unser Held ist ein Depp. Glücklicherweise behauptet der Film auch nichts anderes und insbesondere seine Freundin Anne (Michelle Williams) ist eine richtig gute Frauenrolle geworden.

Venom verbindet sich mit Eddie und beide versuchen, den Obersymbionten Riot, der am Anfang beim Absturz entkam, zu stoppen.

Etliche Prügeleien und Actionszenen später Happy-End.

Am Anfang braucht der Film lang, um Fahrt aufzunehmen. Dort passiert zwar auch schon viel, aber das ist eher aufgesetzt und auch irgendwie sehr sperrig inszeniert. Abgesehen davon, dass Eddie halt ein Depp ist.

Wenn Venom dann aber da ist, springt der Film auf albern-humorige Action um, die Sprüche werden besser und der Charakter „Eddie“ gewinnt an Leben und Sympathie.

Venom selbst ist interessant, großmäulig und cool anzusehen.

Wie gesagt, die Frauenrolle ist angenehm unabhängig von Eddie, der ihr Vertrauen missbraucht hat und dafür auch mal die Konsequenzen tragen muss.

Eine Sache, die mir missfallen hat und in vielen Filmen derzeit Standard ist: Menschen werden wie Gegenstände behandelt. Das ist sehr verächtlich. Es geht mir nicht um den Bodycount, sondern die Nebensächlichkeit, mit der Menschen getötet oder z.B. dafür gebraucht werden, andere Menschen zu verprügeln. Das ist nicht in Ordnung und leider ein zunehmender Trend.

Irgendwie reißt mich das aus den Filmen raus, denn ich will mit meinem Helden mitfiebern und im Optimalfall er/sie sein oder ihnen nacheifern. Das fällt mir bei solchen Szenen schwer, denn üblicherweise ist beiläufige Tötung für die Bösen reserviert.

Dennoch: der Film konnte gefallen und ich finde es ein wenig schade, dass ich ihn nicht im Kino gesehen habe.

Wenn ich jetzt noch wüsste, wer Cletus Kasady ist, könnte ich den Inhalt einer möglichen Fortsetzung erahnen…

Fazit: guter Film mit leichten Anlaufschwierigkeiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

15 − 8 =