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Lohnnebenkosten und Sozialstaat

Mit dem Bekanntwerden von erhöhten Steuereinnahmen kamen natürlich wieder Forderungen, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, indem die Lohnnebenkosten gesenkt werden.

Vielleicht sehe ich das falsch, aber über die Lohnnebenkosten wird doch der Sozialstaat finanziert. Kein Wunder, dass bei der Senkung des Arbeitgeberanteils die Sozialsysteme nicht mehr zu finanzieren sind. Also reagiert die Politik auf die von ihr verursachte Knappheit damit, den verdienenden Bürgern mehr Geld zu nehmen und Arbeitslosen weniger Geld zu geben. Krankenkassenbeiträge werden erhöht, mit Einmalzahlungen versehen und gleichzeitig die Leistungen gekürzt.

Das heißt doch, um großen Firmen Geld zu sparen, also deren Aktionären mehr Geld geben zu können, werden Kleinverdiener stärker zur Kasse gebeten. Es wird also sehr vermöpgenden Menschen mehr Geld auf Kosten nicht vermögender Menschen gegeben.

Jetzt das Verblüffende: wenn man Menschen auf der Straße fragt, ob das ok ist, werden die meisten sagen: natürlich. Das ist der einzige Weg, die Systeme zu retten. Gut dass wir endlich was gegen die arbeitslosen Schmarotzer tun. Und das sagen durchaus intelligente Menschen, Studenten gar.

2 Antworten auf „Lohnnebenkosten und Sozialstaat“

Du alter Sozi! 😉 Und nein Studenten sind nicht zwangsläufig intelligent…oder wie muß ich den letzten Satz verstehen?

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