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Allgemein

Das Gesicht wird dicker (Fahrrad und Eis 2)

Heute früh war, wie erwartet, meine Sicht auf dem rechten Auge weiter eingeschränkt. Also ab zur Unfallchirurgin, was sie davon hält. Dort bin ich gleich drangekommen: eine energische Frau.

Wir waren uns einig, dass die Naht gut aussieht und sie meinte, dass ich die lieber offen tragen soll. Das hatte gestern der Unfallarzt ganz anders gesagt. Darauf sie: „Ach wissen Sie, fünf Ärzte, zehn Meinungen.“ Recht hat sie.

Da ich meine rechten oberen Zähne incl. Zahnfleisch nicht spüre, haben wir uns drauf geeinigt, dass das nicht normal ist und ein Kieferchirurg draufschauen soll. Also ab zu ihm, nach Röntgen von Zähnen und Nasennebenhöhlen ist nichts zu finden, was auf Brüche hindeutet. Nur Prellungen, abwarten, dass es weggeht.

Mittlerweile war es nach zwölf und ich wollte zum Kühlen nach Hause. Gesagt, getan, zwischendurch noch zum Zahnarzt, Termin für die Wurzelbehandlung bestätigt.

Diese wollte meine Zahnärztin aber dann doch nicht durchführen, ich sah wohl nicht gesund genug aus. Also Schonung in dem Bereich.

Danach erstmals das Pflaster abgemacht. Sieht, sagen wir, interessant aus. Ist doch größer als ich dachte.

I lacht mich am Tisch aus, weil ich nicht aus dem Auge schauen kann. Solange ich mitlachen kann…

Fotos:
Nachlese von gestern:
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Heute frisch:
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Mit zu sehender Naht (etwas eklig):
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Fahrrad Verkehr

Fahrrad und Eis

Heute war so ein Tag. An sich gutes Wetter, auch gar nicht so kalt. Also ab auf’s Rad zur Arbeit (nach drei WochenUrlaub mit viel Elan). Zu viel Elan, da die Ecke Richard-Sorge/Weidenweg offensichtlich vereist war.

Also schmiss es mich vom Rad auf die Straße. Da lag ich dann erst einmal und dachte: „—„, na ja, halt nicht viel. Ich stand langsam auf, dabei merkte ich, dass eine akzeptable Menge Blut auf die Straße tropfte. Wahrscheinlich von mir.

Zwei Autofahrer hinter mir hielten sofort an und boten mir Hilfe an, ich konnte sie davon überzeugen, dass ich es alleine ins Krankenhaus schaffe, nachdem sie mir die Platzwunde an der Schläfe verbunden hatten. An dieser Stelle nochmal vielen Dank. Schnelle, freundliche, unaufgeforderte Hilfe.

Ich also ins Krankenhaus, Notaufnahme. Nach anderthalb Stunden war ich dann dran. Anfangs ging es mir so schlecht, dass ich „Öko-Test“ durchblätterte, nach einer halben Stunde steigerte ich mich zu „Bunte“, den Abschluss bildete der Kulturteil vom „Spiegel“. Den habe ich aber nicht mehr verstanden.

Beim Arzt ging es dann schnell, Platzwunde mit drei Stichen genäht, sonst nur Prellungen und Abschürfungen. Glück im Unglück. Danach noch zum Unfallchirurgen, krankschreiben und Termin zum Fadenziehen. Dort war allerdings so viel Andrang (und ich erheblich geschwächt), so dass ich nach Hause fuhr. Die Unfallärztin hat dann sogar angerufen. Nett.

Danach Fotos geschossen und ausgeruht, gekühlt, Schmerztabletten. Ging ganz gut, jetzt zur Zeit tut der Kopf allerdings erheblich mehr weh, dieser Blogeintrag beschließt den Tag.

Insgesamt aufregend, aber nicht unbedingt ein erfüllter Tag.

Fotos:
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Politik Recht Schäuble Überwachung

Das ungute Gefühl der Überwachung

Es gibt Texte, die sind einfach so gut geschrieben, dass ich sie gerne voll zitieren würde. Da ich das aber nicht darf (zurecht), ein kleiner Ausschnitt:

Es ist nicht greifbar, denn es ist in meinem Leben noch nichts passiert, was mich am demokratischen Grundgerüst des Staates zweifeln lassen würde. Ich war nie Opfer von Willkür eines Sicherheitsapperates. Ich habe immer das sagen und schreiben können, was ich wollte. Aber dennoch fühle ich mich unwohl. Es ist ein nebulöses, nicht greifbares Gefühl.

oder

Ich bemerke die Überwachung vielleicht nicht, aber ich weiß, dass sie da ist. Und das verändert mich und mein Verhalten. Wüsste ich, dass ich in der Kneipe belauscht werden würde, ich würde auch dort meinen Mund halten. Ehemalige Bürger der DDR kennen das vermutlich besser.

(Quelle: Irgendwas ist ja immer)

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Sprache

Sprache: 19 Jahre jung

Erst heute wieder gehört: „Er ist 19 Jahre jung“. Da rollen sich mir die Fußnägel auf. Er ist „19 Jahre alt“. So heißt das auf deutsch. Das ist nicht negativ oder wertend, sondern es ist gutes Deutsch.

Ich glaube, Dieter-Thomas Heck hat diese miese Redewendung in Gebrauch gebracht, in dem Versuch, einschleimend freundlich originell zu sein. Das war vor mehr als zwanzig Jahren. Jetzt ist das nur noch blöd.

Lesen Sie in den folgenden Wochen: „Neudeutsch“, „Ausnahmen bestätigen die Regel“ oder „Zweiter Sieger“

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Allgemein

Wenn meine Frau Managerin ist

Heute hatte ich einen guten Einblick darin, wie es sein wird, wenn I dick Kohle verdient und ich zu Hause bleiben kann.

Dann stehe ich 10:40 auf, ohne dass der Wecker klingeln muss. Anziehen und ab in die Kaufhalle. Dort kaufe ich mit den Rentnern ein: Kalle, Dieter, Herbert; je älter ich werde, desto mehr heißen sie Ronny, Kevin oder Paul.

Ich kaufe natürlich nicht wie jetzt für die ganze Woche ein, sondern nur für den Tag. Morgen ist ja auch noch einer. Beim Bezahlen mit der rüstigen Kassiererin schäkern, bei fünf Euro Wert geht das, mit dem Kleingeld Zeit lassen und ab nach Hause.

Wie auf dem Hinweg jungen Frauen hinterherschauen (Könnte ich alle haben!) und auch den jungen Männern (arbeitslose Säcke).

Dann ein feines Mittagessen für die Gemahlin kochen (heute verlorene Eier in Senfsauce, morgen Kartoffeln mit Quark). Danach noch schnell ins Netz und die aufregenden Ereignisse des Tages dokumentieren.

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Allgemein

Kritik: The Hills Have Eyes

The Hills Have Eyes (deutsch: „Hügel der blutigen Augen“ –  verstehe einer diese Übersetzung): ein durchaus harter Überlebensfilm.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Familie; Berge; mal sehen, wer überlebt.

Der Film fängt stimmungsvoll und schnell an, verliert dann etwas an Fahrt, um die Figuren einzuführen und metzelt dann in aller Ruhe vor sich hin. Soweit, so gut.

Ich bin mehrfach während des Sehens zusammengezuckt, das hatte ich auch schon lange nicht mehr. Und teilweise waren die Szenen überaus brutal, da hilft es auch nicht, das Making-Of anzuschauen, da ist es genauso eklig. Trotzdem fand ich die Grenzen dessen, was ich mir anschaue, noch nicht überschritten.

Am Anfang und kurz vor dem Ende gibt es zwei Szenen, die beeindruckend darstellen, wie schnell und gut der Film sein kann. Die langen Sachen zwischendrin waren auch gut, jedoch nicht ganz so gut.

Insgesamt ein lohnender Film, im Making-Of und im Audiokommentar kann man wunderbares Englisch mit französischem Akzent bewundern, insgesamt eine Sehempfehlung für abgehärtete Fleischesser.

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Kino Recht

Raubkopierer

Wann werden die Filmfirmen eigentlich begreifen, dass die Einzigen, die sich Raubkopierer-Spots ansehen müssen (weil man im Kino sitzt oder die DVD-Navigaion ausgeschaltet ist), dass also die Einzigen diejenigen sind, die Geld für die DVD oder den Kinobesuch ausgegeben haben?

Es ist immer wieder schlimm. Diese Spots sind eigentlich einer der Hauptgründe, tatsächlich über Kopieren der DVDs nachzudenken.

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Politik Recht

Wie wird Politik gemacht (2)?

Es ist noch viel schlimmer, als gedacht. Politiker, die im Bundestag sitzen, also die Leute, die Gesetze beschließen, tun das, obwohl sie tiefe Bedenken über die Verfassungskonformität der Gesetze haben.

OK, soweit kann ich vielleicht noch folgen, wenn sie zu dem Schluss kommen, dass sie die gesetze für verfassungskonform halten.

Aber eine Reihe von SPD-Politikern hat zu Protokoll gegeben, dass sie sich darauf verlassen, dass das Bundesverfassungsgericht die schlechten Passagen schon streichen wird. Nachzulesen im Protokoll vom 9.11.07, Anlage 4, Seite 13032.

Das heißt, diese Politiker nehmen in Kauf, gegen die Verfassung zu verstoßen, an sich das Schlimmste, das einem Gesetz passieren kann, und bauen auf das BVerfG. Wozu brauchen wir dann noch Abgeordnete?

Jetzt ist ein Gesetz in Kraft, das wahrscheinlich vom BVerfG gekippt wird, bis dieses entscheidet, aber zu einer umfassenden Datensammlung über unbescholtene Bürger führt. Man kann das gar nicht oft genug betonen: keine Sammlung von Verbrechern, sondern von jedem.

Als es die Stasi getan hat, war das schlimm. Jetzt ist es gut. Seltsam.

Schöne Begründung übrigens:

Wir werden diesem Gesetzentwurf trotz dieser Bedenken zustimmen, weil es den Rechtspolitikern unserer Fraktion gelungen ist, hohe Hürden für die Umsetzung dieser problematischen Restriktionen einzuziehen.

So einfach ist die Beruhigung eines Politikergewissens.

(Gefunden im Schnüffelblog)

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Medien Politik

Wie wird Politik gemacht?

Wie sieht das eigentlich aus mit Fraktionszwang, freien Abgeordneten etc.?

Don Dahlmann macht sich da so seine Gedanken und kommt (verkürzt) zu dem Schluss, dass Abgeordnete, die nicht mit der Fraktion stimmen, durch das Listensystem große Chancen haben arbeitslos zu werden. Immerhin, bei unserem Wahlkreisabgeordneten Christian Ströbele hat das nicht geklappt, aber das ist wirklich die Ausnahme.

In der Süddeutschen kommt ein Abgeordneter (Marco Bülow) zu Wort, der diese Gedanken leider bestätigt.

Ich finde es erstaunlich, dass Politiker meinen, die Geschlossenheit einer Entscheidung sei wichtig und Diskussionen würden der Partei schaden. Leider entsteht dieser Eindruck, wenn man denkt, die Medien würden die Meinung des Volkes kundtun, und nicht dem Volk selbst einmal zuhört.

Das erinnert mich schon sehr stark an die DDR, dort war die Politikelite auch sehr stark vom Volk abgekapselt.

Zum völligen Versagen der Medien dieser Tage als überwachende Kraft folgt noch ein eigener Eintrag.

(Quellen: Süddeutsche Online, Don Dahlmann)

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Allgemein Politik Schäuble

Fingerabdrücke

Ab heute werden für den Reisepass Fingerabdrücke erfasst. Bei der unkritischen Berichterstattung darüber frage ich mich schon manchmal, ob es seltsam ist, nicht wie ein Verbrecher behandelt werden zu wollen.

Auch wenn der Pass, wie im heute-journal scherzhaft betont, dadurch nicht teurer wird.

Den Sicherheitsgewinn konnte mir bisher niemand plausibel erläutern.