Kritik: Snatch

Snatch – im Deutschen mit dem idiotischen Zusatz „Schweine und Diamanten“ versehen (wer macht sowas und warum?) ist eine sehr lustige (und auch brutale) Komödie von Guy Ritchie.

Es geht um Jason Statham, seinen trotteligen Assistenten, Brad Pitt, Boxkämofe, Diamanten – es ist schwer, die Handlung zusammenzufassen und auch nicht nötig: einfach selbst ansehen.

Denn der Film bietet alle seine Protagonisten in Hochform, eine abgedrehte Geschichte und erzählt visuell und schnittechnisch perfekt. Es ist wahrlich ein Genuss, den Film zu sehen, auch beim x-ten Mal. Schon die „Flieg-nach-London“-Sequenz – jedesmal beeindruckend.

Besonders ist Brad Pitt hervorzuheben – brillant.

Aufgenommen in die Liste der lustigsten Filme ever.

Fazit: sehr, sehr lustiger Film (schwarzer, britischer Humor).

Kritik: Quills

Quills ist ein Film über Marquis de Sade mit Geoffrey Rush, Kate Winslet und Joaquin Phoenix.

Der Film war gut, mehr Wissen ist über den Film nicht mehr vorhanden.

Was wir noch wissen: der Film war so gut, dass wir die DVD dazu bestellt haben, die uns aus dem Briefkasten geklaut wurde. Daraufhin haben wir einen Zettel an den Briefkasten gemacht, dass die DVD auf Englisch ist, dass der Film den Entwender sowieso nicht interessiert und wir die DVD wiederhaben wollen.

Tags drauf war der Film wieder da.

Fazit: guter Film.

Kritik: Enemy at the Gates

Enemy at the Gates, im Deutschen mit dem Vorsatz „Duell“ versehen, ist ein Film über die Belagerung von Stalingrad, erzählt anhand eines russischen Scharfschützen, einer unglücklichen Liebesgeschichte und eines deutschen Scharfschützen.

Tja, viel hab ich nicht mehr vom Film in Erinnerung, daher in Kürze: der Film war spannend, hat aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Liebesgeschichte fand ich überflüssig, der Krieg wurde in beeindruckenden Bildern dargestellt, jedoch nicht wirklich in seinen Ausmaßen greifbar.

Damit wurde das Ziel m.E. verfehlt, die Belagerung von Stalingrad vernünftig und nachvollziehbar zu erzählen und „nur“ ein guter Kriegsfilm über das Duell zweier Scharfschützen geschaffen.

Aber 14,50 DM ist ganz schön happig. Wer weiß, was für eine exklusive Vorstellung wir damals genommen hatten..

Fazit: kein bleibender Eindruck aber ein solider Film.

Kritik: The Exorcist

The Exorcist (Der Exorzist) ist ein Klassiker des Horrorfilms, Grund genug, ihn sich im Director’s Cut anzusehen, der 2001 noch einmal in die Kinos kam. Abgesehen davon hab ich vorher vom Film gehört/gelesen, ihn aber noch nicht gesehen.

Der Film ist ein Hammer!

Er ist von 1973 und richtig gut gealtert. Klar haben die Leute komische Sachen an, aber die ganze Geschichte und Erzählweise ist sehr unkonventionell und nur auf das Ziel des Exorzismus ausgerichtet.

Dabei nimmt der Film kein Blatt vor den Mund: dass wir hier über ein 12jähriges besessenes Mädchen reden hält den Film nicht zurück, sondern liefert äußerst verstörende Szenen, die bei einem älteren Mädchen nicht so gewirkt hätten.

Der Film hat einige ikonische Szenen, die von eklig bis zu WTF reichen, einige kommen unvermutet, auf andere wird hingearbeitet. Dabei schafft es der Film, auch gesetzte Kinogänger, die schon den einen oder anderen Horrorfilm goutiert haben, zu schocken. Nicht in jeder Szene, aber trotzdem.

Für mich war das die Treppe-runter-Szene – meine Fresse, was ist die gruslig.

Die Schauspieler sind solige, einige haben den Ruhm des Films eher schlecht weggesteckt, so z.B. Linda Blair. Außerdem sind einige Besessenheitsszenen nicht von Blair gespielt worden, sondern von Eileen Dietz, was der Regisseur aber nur unter gerichtlichem Druck zugeben wollte. Seltsam.

Trotzdem: aufgenommen in die grusligsten Filme ever.

Fazit: extrem grusliger Exorzismusfilm und Ikone des Horrorfilms.

Kritik: Chocolat

In Chocolat eröffnen zwei Frauen einen Schokoladenladen in einem kleinen französischen Dorf und bringen damit das Dorfleben durcheinander.

Irgendwie taucht noch Johnny Depp auf, der ist so eine Art Dorfschöner und alle verlieben sich ineinander. Dann gibt es ein Verhängnis und irgendwas passiert.

War aber ein sehr netter Film mit ebenfalls schöner Musik.

Fazit: sehenswerte Romantikkomödie.

Kritik: The Emperor’s New Groove

The Emperor’s New Groove, im Deutschen „Ein Königreich für ein Lama“ ist der 40. Disney-Zeichentrickfilm und ein sehr guter dazu.

Es geht um Kuzco, den schnöseligen Inkakönigssohn, der sehr egoistisch durch die Welt geht, in ein Lama verwandelt wird, Mordanschläge überstehen muss und dadurch zu einem besseren Menschen wird.

Ja, eigentlich eine 08/15-Heldengeschichte, wie in fast jedem Disneyfilm.

Aber sehr originell erzählt, kurzweilig mit schönen Ideen (in ein Lama verwandeln) und sehr schnellen Slapstickszenen mittendrin. Dazu sehr gelungene, schnelle Dialoge und eine kindgerechte Bedrohung mit durchaus kritischem Unterton – ein äußerst gelungener Film.

So gelungen, dass wir den sogar im Freilichtkino ein zweites Mal angesehen haben. Zu den Fortsetzungen kann ich nicht viel sagen – nicht gesehen.

Aufgenommen in die besten Filme ever: Animiert

Fazit: sehr guter, unterhaltsamer Zeichentrick.

Kritik: Red Planet

Red Planet – ein Film über eine Mars-Mission, die schiefgeht.

Der Atmosphärenwandler auf dem Mars geht kaputt und wir begleiten die Aufklärungsmission dazu, die natürlich abstürzt, alle müssen um das Überleben kämpfen, so richtig professionell ist keiner, alle drehen durch, marsianische Insekten produzieren Sauerstoff, Explosion, Rückkehr, Happy End.

Der Film ist mir als „meh“ in Erinnerung geblieben: schöne Aufnahmen, unglaubwürde 08/15-Story, unterforderte Schauspieler:innen. Hätte man mehr draus machen können, aber auch nicht langweilig.

Fazit: durchschnittlicher Mars-SciFi-Film.

Kritik: Little Nicky

Little Nicky – eine Komödie von und mit Adam Sandler.

Es geht um Little Nicky, den Sohn Satans, der eher lieb ist und sich gegen seine bösen Brüder durchsetzen muss. Diese Brüder haben sich auf die Erde gestohlen, um dort Chaos zu stiften und Nicky muss sie zurückbringen. Derweil stirbt Satan gerade und seine Nachfolge muss auch noch geregelt werden.

Ja, Adam-Sandler-Filme sind so eine Sache aber das wusste ich 2001 noch nicht und hab den FIlm daher recht unvoreingenommen angesehen.

Und er hat mir gefallen. Den ganzen Film durchzieht eine unschuldige Freude am kindlichen Humor und das spricht mich an. Das ist nicht hochklassig oder wenigstens Normalniveau sondern Pipi-Kacka-Humor, auf den man sich einlassen muss. Aber wenn sich Hitler jeden Tag die Ananas raussuchen muss, die ihm in den Hintern geschoben wird…

Yepp. Das ist das Niveau.

Wenn man es akzeptieren kann, ist der FIlm ok, wenn nicht – es gibt genügend andere Komädien, die man dann lieber sehen sollte, die Welt geht nicht unter, wenn man Little Nicky nicht gesehen hat.

Fazit: sehr, sehr seichte, leichte, unschuldige Komödie.

Kritik: 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug

Nach dem Erfolg der sieben Zwerge war es nur logisch, dass eine Fortsetzung gedreht wurde: 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug.

Alles, was im ersten Teil richtig gemacht wurde: gute Geschichte, Schauspieler statt Bühnenrollen, charmante Erzählung – das alles wurde hier falsch gemacht. Die Geschichte ist blöd, die Comedians dürfen in ihren Bühnenrollen auftreten und das Ganze wird mit dem Holzhammer inszeniert.

Damit haben wir die typisch deutsche Blödelkomödie, die schon von Dieter Hallervorden und Otto gedreht wurde.

Schade drum.

Fazit: blöder Film.

Kritik: 7 Zwerge – Männer allein im Wald

7 Zwerge – Männer allein im Wald – die Schneewittchenverfilmung von Otto und Sven Unterwaldt ist jetzt auch schon eine Weile her.

2004 war Otto nicht mehr taufrisch, deutsche Humorfilme hatten nicht den besten Ruf (vom Schuh des Manitu mal abgesehen), ich war gespannt, was der Film so bietet. Immerhin wurde die damals führenden Comedians aufgeboten, dazu Nina und Cosma Shiva Hagen.

Mir hat es gefallen.

Der Film ist sehr sympathisch und geht das Thema von der Prämisse an, dass Schneewittchen den geruhsamen Männeralltag stört, sich trotzdem in die Herzen der Zwerge einnistet, so dass diese dann gegen die böse Stiefmutter ausziehen.

Der Film zerfällt zum Glück nicht zur Nummernrevue für die einzelnen Komiker, sondern bindet diese in die Geschichte ein, die sehr freundlichen und humorvoll erzählt wird. Zugegeben, nicht der niveauvollste Humor aber auch kein Abstieg in die Untiefen deutscher Schenkelklopfer, obwohl z.B. Hans-Werner Olm oder Atze Schröder mitspielen. Beiden wird eine vernünftige Rolle gegeben, so dass sie nicht ihre Bühnenfiguren spielen, sondern Rollen im Film.

Storytechnisch ist nicht viel zu erwarten, darauf kommt es auch nicht an, der Film will unterhalten und tut das auch. Ich hab ihn bewusst auch seit 2006 nicht noch einmal angesehen, ob er heute noch hält, gehe aber davon aus.

Fazit: gelungene, unterhaltsame Komödie ohne Schwächen aber auch ohne Tiefgang.