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Kritik: Achtung! Wir Kommen. Und Wir Kriegen Euch Alle.

Achtung! Wir Kommen. Und Wir Kriegen Euch Alle. – Wieder so ein Mystery-Film. Der Film ist von 1994, als Rammstein bekannt wurde, gab es einen Reedit des Regisseurs und Privataufführungen, bis der Film 2001 in die Kinos kam, dort haben wir zugeschlagen. Der Regisseur wurde dann wohl von Rammstein verklagt, musste Szenen mit Rammstein rausschneiden, nach Managementwechsel und Unterhaltung mit Flake gibt es jetzt wohl eine Fassung mit Rammstein drin.

Der Film ist die Fortsetzung von „Flüstern und Schreien“, einem DDR-Film über die DDR-Punkszene. Im neuen Film liegt der Fokus auf Feeling B. und der Metamorphose zu Rammstein.

Ich würd gern sagen, dass ich mich an viel erinnere, ist aber nicht so, ich weiß noch, dass der Film als Doku über eine mir unbekannte Punkszene und die Ursprünge von Rammstein gut gelungen war, Einzelheiten – unklar.

Aber – ich werd uns beide FIlme mal besorgen für ein Wiedersehen (falls es die legal gibt).

Fazit: gute Doku über Feeling B. -> Rammstein, wahrscheinlich für Fans.

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Kritik: Cyberworld 3D

Cyberworld 3D – damals, als es Avatar noch nicht gab, waren 3D-Filme Domäne des IMAX und wurden extra für diese produziert, entweder komplett neu oder aus anderen Filmszenen zusammengestellt.

Solch eine Zusammenstellung ist Cyberworld 3D, das war einfach nur zum Staunen über 3D gedacht und hat dafür auch gut funktioniert. Die einzelnen Filmchen sind mir jetzt nicht so in Erinnerung, waren aber 2000 besser als vieles, was danach als 3D-Film auf den Markt geworfen wurde.

Erster computergenerierter 3D-Film im IMAX.

Das IMAX hat jetzt auch zugemacht.

Nichts zum Nachgucken (falls es das überhaupt zu kaufen gibt), sondern:

Fazit: Produkt seiner Zeit.

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Kritik: Dungeons & Dragons

Dungeons & Dragons – das Rollenspiel ritt damals auf einer Welle des Erfolgs (ich weiß), hab ich nie gespielt aber wer weiß, vielleicht ist der Film ja gut…

Na ja, er ist mäßig. Leider.

Der böse Magier (Jeremy Irons) will Izmir beherrschen, indem er Golddrachen einsetzt. Eine Gruppe Abenteurer versucht, das zu verhindern. Drachen, Abenteuer, Intrige, Rettung, Happy End.

An sich ist der Film gut und sympathisch besetzt. Die Darsteller:innen müssen leider gegen ein banales Drehbuch und die schlechte Regie/Schnitt ankämpfen. Dabei werden oft auch unterdurchschnittliche Leistungen abgerufen.

Schade, denn Geld und Willen war da, sollte nicht sein. Nicht schlecht genug für einen SchleFaZ aber auch nicht gut genug für einen verregneten Sonntagnachmittag.

Fazit: leider unterdurchschnittlich.

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Kritik: Exit Wounds

Exit Wounds – Steven Segal und DMX.

Irgendwas mit Segal ist Polizist.

Ganz, ganz schlechter Film. Details kann ich nicht sagen, dafür ist die Erinnerung zu schwach, hab mir nur gemerkt: „Oh Gott, Segal kann ja gar nix mehr“ und „nicht angucken“.

Wieder ein Fall von: Kinokarte gefunden.

Fazit: nicht ansehen!

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Kritik: Prinzessin Mononoke

Prinzessin Mononoke (orig. Mononoke Hime) ist einer der Klassiker des Studio Ghibli, der es schafft, das Thema Umweltverschmutzung zu thematisieren mit dem Wissen darum, dass es keine wirkliche Lösung für das Problem geben wird, bis sich nicht die Gesellschaft grundsätzlich ändert.

Ashitaka, ein Prinz, wird von einem riesigen (Dämonen-)Keiler mit einem Fluch belegt, zu dessen Lösung reist er in die Heimat des Keilers.

Dort findet er San (Prinzessin Mononoke – kurze Abschweifung: Hime ist Prinzessin, Mononoke sind Geister, die Rache wollen, tote Geister oder andere Geister; im Film die Geister der Tiere des Waldes und des Waldes selbst), die ihm helfen soll. Die Prinzessin hat alle Hände voll zu tun, den Wald vor der Eisenhütte zu beschützen, die immer weiter ausgebaut wird und die Gegend allmähich verseucht. Deren Besitzerin Eboshi will ihren Einflussbereich mit Waffengewalt erweitern.

Der Prinz versucht, zu vermitteln und wird tödlich getroffen. Der Waldgott (beeindruckend) gibt ihm das Leben wieder, befreit ihn jedoch nicht vom Fluch.

Die Wölfe und Wildschweine wollen die Hütte angreifen, deren Jäger mischen sich darunter, ein grausames Gemetzel beginnt, in dessen Folge der Waldgott geköpft wird. Ein geköpfter Waldgott vernichtet alles Leben. Also muss der Kopf zurück.

Am Ende des Films ist Eboshi geläutert und verspricht, eine Stadt im Einklang mit dem Wald aufzubauen, San bleibt im Wald und Ashitaka in der Eisenhütte.

Das sieht wie ein Happy-End aus, ist es aber nicht, denn wir alle wissen, dass das so dargestellte Zusammenleben nicht klappen wird. Und so hinterlässt der Film bei mir ein sehr ungutes Gefühl, dass Empathie nur mit großen Opfern erkauft wird und jedesmal einzeln und nicht lange vorhält.

Es gibt nichts an dem Film zu kritisieren, hier stimmt alles: Geschichte, Charaktere, Animation, mitreißende Inszenierung. Ghibli-typisch kann der Film diese oder jene Wendung nehmen, man wird oft von der Geschichte überrascht.

Sehbefehl und auf der Liste der besten Anime.

Fazit: zu Recht ein Animeklassiker zum Mitfiebern und Nachdenken. Taschentücher bereitlegen.

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Kritik: One Night at McCool’s

One Night at McCool’s – Puh, keine Ahnung.

Im Kino gesehen und gleich wieder vergessen. Meist bedeutet das, dass der Film nicht schlecht und nicht überragend war, sondern eher Durchschnitt.

Drei Männer erzählen von der Nacht bei McCool’s, in der sie mit Liv Tyler interagieren/sich in sie verlieben. Jeder erzählt die Geschichte etwas anders, meist mit sich selbst als Held.

Wie gesagt – keine Erinnerung mehr an den Film, aber die Kinokarte gefunden 🙂

Fazit: wahrscheinlich unauffällig.

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Kritik: Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse

Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse ist der dritte Teil der Neuverfilmungen, also zwischen dem Stahlnetz und dem Testament anzusiedeln.

Wieder einmal führt Harald Reinl Regie, Lex Barker wiederholt seine Rolle als FBI-Agent und Gerd Fröbe wird durch Siegfried Lowitz ersetzt. Es gibt wieder einen trotteligen Polizeisidekick: Hase.

Die unsichtbaren Krallen sind diesmal wörtlich gemeint, jedenfalls der „unsichtbar“-Teil. Prof. Erasmus hat eine tragbare Unsichtbarmaschine erfunden, mit der er Karin Dor stalkt und langsam in den Wahnsinn treibt. Aus Liebe. Und er ist nicht der Böse hier.

Der Böse ist Dr. Mabuse, der diese Maschine haben will und den Professor über Karin Dor erpresst, um den französischen Präsidenten zu erbomben.

Zum Glück gibt es Lex Barker, der alle verkloppt und das Rätsel löst, Siegfried Lowitz ist auch nicht so doof, beide haben jedoch Logikschwächen, die im Film nicht wirklich auffallen oder einfach übergangen werden.

Das Attentat kann vereitelt werden, denn die Ganoven sind auch diesmal nicht mit Eigenhirnen ausgestattet und laufen in jede noch so simple Falle. Happy End.

Ach ja, an sich ist der Film gar nicht so schlecht. Er hat nichts mit Dr. Mabuse zu tun, aber das kennen wir ja schon. Karin Dor hat eine richtige Rolle mit schauspielern und Dialogen, das kennen wir bei Frauenrollen bisher noch nicht. Natürlich muss sie von Lex Barker gerettet werden, aber eine Stehlampe hätte es diesmal nicht getan.

Das Setting im Metropol-Theater und einer Spedition sorgt für dynamische Szenenwechsel, insgesamt ist der Film schnell und gradlinig inszeniert, Langeweile kommt nicht auf.

Das Drehbuch hat große, große Logiklöcher, die der Film durch Inszenierung zu überspielen versucht. Ist ok.

Die Unsichtbar-Szenen sind erstaunlich gut für einen Film dieses Alters.

Interessant ist, dass Lex Barker (wie in den anderen Filmen Gerd Fröbe) seine Rolle wiederholen darf, Karin Dor oder Werner Peters aber in jedem Film in neuen Rollen auftreten.

Auch interessant, dass Mabuse in jedem Film durch Wolfgang Preiss gespielt wird. Immerhin.

Fazit: rasant inszenierter Film ohne Tiefgang, gute Unterhaltung.

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Kritik: Sahara

Sahara ist ein Abenteuerfilm von 2005, Abenteuer im Sinn von Indiana Jones oder der Mumie.

Die WHO-Ärztin Eva Rojas (Penelope Cruz) wendet sich an den Abenteuer Dirk Pitt (Pit Cock, Matthew McConaughey) und seinen Sidekick Al Giordino (Steve Zahn), um zum Ursprung einer Seuche nach Mali zu reisen. Die beiden Abenteurer sind in der Sahara auf der Suche nach einem Panzerboot des Sezessionskriegs.

Auf dem Weg geraten sie in den Hinterhalt eines malischen Kriegsherrn und kommen darüber einer Verschwörung auf die Spur, die das Trinkwasser des Niger verseucht. Die Verschwörung wird aufgedeckt, ebenso wie das Panzerschiff, Happy End, Sonnenuntergang.

Ja, zugegeben, das klingt erst mal blöd, ist im Film aber gut und sehr sympathisch erzählt. McConaughey und Cruz harmonieren sehr gut, der Sidekick ist ok, die Aufnahmen sind toll und die Geschichte wird ohne größere Längen erzählt.

Genauso, wie ein gut unterhaltender Abenteuerfilm sein soll.

Viel mehr ist auch kaum zu sagen, der Film ging damals leider etwas unter, obwohl er sehr solide ist, nicht ganz so gut wie die Mumie, aber nicht viel schlechter.

Von daher, wenn ein verregneter Sonntag ansteht, ist dieser Film eine gute Wahl.

Fazit: guter bis sehr guter Abenteuerfilm.

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Kritik: Anna and the Apocalypse

Anna and the Apocalypse ist ein schottisches Zombiemusical und wer will nicht ein schottisches Zombiemusical sehen?

Ach ja, leichte Spoiler, insbesondere über die Überlebenden.

Anna steht kurz vor ihrem Schulabschluss und will erst nach Australien, um danach zu studieren. Das hat sie ihrem Vater nicht mitgeteilt, der das nicht gutheißt. Außerdem ist sie in einen Arsch verliebt und ihr bester Freund ist in sie verliebt.

Dazu gibt es das Außenseitermädchen, ein verliebtes Paar und den bösen Schuldirektor.

Damit sind alle Figuren benannt, die im Folgenden singen und die hereinbrechende Zombieapokalypse überstehen müssen. Die einzelnen Szenen sind gut – die Lieder sind schön, die Zombie greifen sehr blutig an und werden sehr blutig getötet.

Der Film geht auch mit den Figuren nicht zimperlich um, nicht alle Sympathieträger überleben.

Aber: der Film hat mehrere Probleme: Timing, Motivation, Liederinhalt und Verhalten.

Das Timing stimmt gar nicht. Es wird wild zwischen schnellen und langsamen Szenen gewechselt, so dass kein Fluss aufkommt und die Atmosphäre nicht nur einmal komplett zerstört wird. Zu oft werden die Standardszenen und -verhalten für Zombiefilme und deren Hauptfiguren abgehandelt, ohne dass das aus dem Film heraus nötig wäre.

Die Motivation der Figuren schöpft sich fast ausschließlich aus den Klischees, die wir von den Figuren erwarten. Der Direktor ist böse, der Freund ein Arsch, die Mutter von Anna gestorben etc. pp. Das wird aber nur kurz erzählt bzw. das Verständnis vorausgesetzt. Hier wäre mehr deutlich mehr gewesen. Damit stört es dann auch nicht, wenn fast alle sterben, ich hab die sowieso nie richtig kennengelernt. Das gilt leider auch für Anna.

Der Liederinhalt ist gut, passt aber bis auf die Schulaufführung zu selten zum gezeigten Inhalt des Films. Beispiel: Wenn klagend darüber gesungen wird, dass man gerne wieder eine menschliche Stimme hören würde, muss doch auffallen, dass das vier Leute im selben Raum singen! Oder das unmotivierte Lied über das fehlende Happy-End. Nein, leider passen die Lieder zu selten zum Film.

Das Verhalten aller Personen ist komplett unglaubwürdig, unmotiviert und unlogisch. Wenn man sich so blöd wie das Liebespaar anstellt, dann hat man den Tod verdient. Und warum die Bad Boys die Bösen sind, wenn sie die Zombies beseitigen und dadurch unsere Haupthelden retten – ich weiß es nicht. Es wird explizit drauf hingewiesen, dass Zombiefilme bekannt sind und man das Verhalten dran anpassen muss – dann tut das auch.

Das alles reisst einen aus dem Film heraus und trübt nachhaltig den Filmgenuss. Da wird sich mal gut durch die Schule gemetzelt, dann wird das wieder gestoppt. Warum?

Ich wollte den Film wirklich mögen, denn hey – schottisches Zombiemusical!

Fazit: leider zu wenig aus der Ausgangssituation gemacht und nur ein sehr durchschnittlicher Filmgenuss.

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Kritik: Das Testament des Dr. Mabuse

Das Testament des Dr. Mabuse, hier ist der Film von 1962 gemeint, der vierte Teil der Neuverfilmungen (wir haben den dritten ausgelassen, der kommt noch). Der Film ist eine Neuverfilmung des 1933er-Films, den ich nicht gesehen habe, einen Vergleich kann ich daher nicht ziehen.

Im Gegensatz zum zweiten Teil legt der Film wieder etwas mehr Wert auf Mabuse und seine Wirkung im Hintergrund und gewinnt dadurch deutlich an Atmosphäre. In der ersten Hälfte des Films ist das auch gut gelungen, mit der Einführung des Boxers nimmt der Film jedoch stark ab.

Es wird großer Wert auf eine schnelle Inszenierung gelegt, das kann man dem Film nicht vorwerfen. Dafür werden die Charaktere immer holzschnittartiger, selbst Gerd Fröbe kann nur noch Durchschnitt spielen. Harald Juhnke muss den lustigen Sidekick mit Schenkelklopferhumor spielen – ganz schlimm. Die Rolle von Senta Berger hätte wieder eine Stehlampe übernehmen können. Und der Boxer hat nicht nur eine sehr undankbare Rolle – er ist auch kein guter Schauspieler.

Einzig Charles Regnier sticht als Darsteller des lässigen Verbrechers heraus.

Die Dialoge sind schlimm. Die Logik ist nicht vorhanden. Und überhaupt.

Insgesamt atmosphärisch besser als der zweite Teil aber leider nur noch ok unterhaltsam.

Fazit: durchschnittlicher Film der Zeit.