Kritik: 31

31 ist ein Horrorfilm von Rob Zombie.

Es geht um eine Gruppe Leute, die entführt und in einem sadistischen Duell (dem Spiel „31“) nach und nach umgebracht werden. Von Gruppen an Gegnern, gegen die sie antreten müssen und teilweise auch eine Chance haben. Dabei ist unklar bzw. eigentlich auch egal, wer das Spiel betreibt, leitet oder warum.

So weit, so unoriginell. In solch einem Fall von abgedroschener Ausgangssituation geht es um die Atmosphäre und um die Kills.

Und beides ist richtig mies. Ultrabrutal, gut gedreht aber mies. Dazu tragen stark die schauspielerischen Leistungen bei. Wenn die Hauptrolle mal wieder Zombies Frau Sheri Moon übernimmt, dann mag das dem familiären Verhältnis geschuldet sein, schauspielern kann die Frau für keine 2 Cent. Wirklich nicht. Das ist so grottenschlecht, dass man hofft, es würde sie als erstes erwischen, damit der FIlm Fahrt aufnehmen kann. Ratet, wer die Überlebende sein wird… Andererseits: die anderen Flitzpiepen sind auch nicht besser, mal Richard Brake ausgenommen, der aber leider overacten darf wie William Shatner.

Abgesehen davon schafft der Film es nicht, eine Geschichte aufzubauen oder zu erzählen. Weiterhin sind die Settings und Kills dermaßen brutal, dass es abstoßend ist. Nicht auf die gute Art.

Und zu guter Letzt ist der Film viel zu langatmig und zu lang.

Fazit: schlechter Horrorfilm – großen Bogen drum machen.

Kritik: 30 Days of Night

30 Days of Night ist ein interessanter Vampirfilm, der in Alaska angesiedelt ist.

Heftige Spoiler ahead.

Vampire sind hier klassisch böse brutal und auf Blut aus aber auch durch Sonnenlicht verwundbar. Daher nutzen sie die 30tägige Nacht im Städtchen Barrow oberhalb des Polarkreises, um dieses zu überfallen und eine Weile Zeit zum Blutbad zu haben.

Die Bewohner sind zwar größtenteils in den Süden gezogen, die Zurückbleibenden müssen sich aber jetzt in einer zuvor sabotierten Stadt mit den Vampiren rumschlagen. Das tun sie ziemlich nachvollziehbar und nicht blöd, so dass man zu den Opfern durchaus eine Verbindung aufbaut. Die Bevölkerung wird trotzdem dezimiert, auch wenn sie dabei viele Vampire mitnimmt.

Unser Held (Josh Hartnett) muss sogar am Ende des Films selbst zum Vampir werden, um den Obervampir zu töten und nimmt dafür in Kauf, bei Sonnenaufgang in den Armen seiner Frau zu Asche zu verbrennen. Schnüff.

Der Film ist gut gedreht und gut bis lakonisch gespielt. Das Setting ist durchaus originell und die Vampire sind böse. Dabei bleibt der Film geerdet, das ist keine Fantasy, sondern eine reale Vampirbedrohung.

Fazit: solider, geerdeter Vampirfilm.

Kritik: 2009: Lost Memories

2009: Lost Memories ist eine koreanisch-japanische Koproduktion um Dinge, die in der koreanisch-japanischen Geschichte stattgefunden haben, die verändert wurden und in der Zukunft wieder zurückverändert und so.

Vielleicht kurz zur Erklärung: ich arbeite mich gerade durch alle möglichen Filme durch und im Zweifelsfall alphabetisch. Deswegen ist 2009… dran.

Es gibt Filme, an die ich mich im Detail nicht erinnern kann, aber daran, dass ich danach gedacht habe – toller Film. Dann gucke ich den nochmal an vor einer Kritik, dazu gehört z. B. 28 Weeks Later.

Und dann gibt es die anderen Filme – ebenfalls keine Details, aber das Wissen – schlechter Film, nicht noch einmal bitte. Und da gehört 2009… dazu.

Ich glaube, mich haben da der Nationalismus und die wirre Geschichte abgeschreckt, kann es aber nicht genau sagen.

Fazit: keine Erinnerung außer: Hände weg.

Kritik: Basilisk

Basilisk ist das Anime zur gleichnamigen Manga-Serie über den Kampf zweier Clans um 1000jährigen Ruhm und, wie ich aus der WIkipedia erfahren habe, um die Nachfolge von Tokugawa Hidetada.

Das Anime konzentriert sich auf den Kampf der Clans, die je zehn KämpferInnen mit besonderen Fähigkeiten aufgeboten haben, um zu gewinnen. Die zukünftigen Anführer der Clans sind aber eigentlich verlobt und wollen nicht kämpfen.

Im Endeffekt geht es in den 24 Folgen hauptsächlich darum, die verschiedenen Fähigkeiten und die daraus resultierenden Kämpfe möglichst effektvoll und brutal in Szene zu setzen. Dabei gerät die Geschichte und deren Hintergründe etwas ins Hintertreffen, dass es um die Shogunnachfolge geht, war mir nicht klar.

Die Serie ist gut gezeichnet und interessant inszeniert, hat jedoch kleine Schwächen, insbesondere was das Frauenbild und die Frauenrollen angeht. Es gibt zwar gute Frauenrollen mit guten Fähigkeiten, diese basieren jedoch alle auf Sex und definieren sich meist über die Beziehung zu einem Mann. Das ist teils interessant, teils aber banal langweilig. Genau wie unsere beiden Turteltäubchen, die die eigentlichen Hauptfiguren sein sollten.

Dazu kommt, dass unsere beiden Hauptfiguren mit ihren überragenden Fähigkeiten diese in gerade einmal drei Folgen überhaupt einsetzen und dann nur kurz. Wer also auf einen tollen Showdown gehofft hat, kriegt einen halben mit dem Oberbösewicht.

Und das große Finale ist äußerst unbefriedigend.

Das soll jetzt nicht zu negativ klingen: die Serie ist überwiegend interessant mit kleinen Schwächen.

Fazit: gutes Anime mit teils brutalen Kämpfen mit kleinen Schwächen in Story und Charakteren.

Kritik: 2001: A Space Odyssey

2001: A Space Odyssey ist ein Klassiker der Filmgeschichte, den ich bisher zweimal ganz gesehen und mehrfach angefangen und abgebrochen habe.

Die Handlung sollte mittlerweile jedem bekannt sein: ein Monolith erscheint zu Entwicklungssprüngen der Menschheit, wird auf dem Mond gefunden und untersucht. Diese Untersuchung wird mit einer Jupitermission fortgesetzt, wo ein nächster Monolith wartet, der Dr. David Bowman auf eine psychedelische Reise mit interpretationsbedürftigem Ende entführt.

Zufürderst: die Interpretation ist nicht meine Stärke, alles, was nicht mit dem Holzhammer präsentiert wird, entgeht mir meistens. Insbesondere die Bedeutung des Monolithen oder des gesamten Endes – keine Ahnung.

Zum Film: es gibt sicher wenig Filme mit solch einem Einfluss auf weiteres Kino oder allgemein die Popkultur. „Also sprach Zarathustra“ oder „An der schönen blauen Donau“ sind für Generationen mit diesem Film verbunden. Auch die perfekten, bahnbrechenden Weltraumbilder in einem Film von 1968! Stille im Weltraum! Und natürlich der Bordcomputer HAL 9000 und dessen Dialoge mit Bowman.

All das ist perfekt umgesetzt. Es gibt keinen Augenblick, indem man merken würde, dass kein richtiges Raumschiff verwendet wurde. Und das hält auch heutigen Sehgewohnheiten stand.

Aber der Film ist langsam und lang. Sehr langsam. Sehr lang. Schon am Anfang bekommt man einen Eindruck, dass der Film nicht durch Erzählgeschwindigkeit besticht und das wird hintenraus noch viel ärger.

Außerdem ist der Film bildgewaltig. Sehr bildgewaltig.

Beides sind Argumente, nicht das Heimkino anzuwerfen, sondern den Film in einem richtigen Kino zu sehen. Dort erträgt man mangels Abwechslung auch die Länge besser. Leider gibt es selten Vorführungen.

Ach ja, das Ende. Das Ende ist, neben seiner Länge, auch unnötig psychedelisch, sicher der Zeit geschuldet, ist die Idee wahrscheinlich gewesen, dass zu diesem Zeitpunkt sowieso alle Drogen genommen haben und einfach einen schönen Trip haben wollen. Anders ist das Ende schlecht zu erklären.

Was ich ebenfalls nicht einschätzen kann ist, ob der Film gut gealtert ist. Ich denke, er hält erzähltechnisch und seitens der Bilder auch heute noch locker mit, wenn man sich auf die langsame Erzählweise (hab ich die schon erwähnt) einlassen kann.

Fazit: sehr guter Science-Fiction-Film mit irritierendem Ende.

Kritik: 28 Weeks Later

28 Weeks Later ist die Fortsetzung zu 28 Days Later …, der ein sehr ordentlicher Zombiefilm ist.

Spoilerwarnung.

Der Film setzt auf den Umständen des ersten Films auf, übernimmt aber keine handelnden Personen, sondern schafft sein eigenes Umfeld. Wir beginnen mit Robert Carlyle, der aus Panik bei einem Zombieüberfall seine Frau im Stich und den Zombies überlässt. Er flieht und überlebt als einziger des bis dahin sicheren Hauses, alles sehr gut gefilmt, sehr nah an den Personen und sehr nachvollziehbar.

Cut etwas später (28 Wochen), die Seuche ist vorbei, in London wird die Wiederansiedlung von Menschen versucht, unter Aufsicht des Militärs.

Was folgt sind katastrophale Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen, die dazu führen, dass zwei kackbratzige Kinder tun können, was sie wollen, natürlich die Seuche zurückholen, alle Menschen in London sterben, bis natürlich auf unsere Kackbratzen, die natürlich besonders beschützt werden (incl. heldenhafter Opfertode), weil sie so wertvoll sind. Und die dann natürlich die Seuche über den Kanal tragen. Das Militär ist Militär und hat die Situation sofort nicht unter Kontrolle. Ebenso wie z. B. Stahltüren Menschen nicht aufhalten können und Stahlketten von Zombies einfach so zerrissen werden.

Es gibt Plotlöcher ohne Ende und unsinnigste Verhaltensweisen aller Beteiligten.

Aber der Film ist geil.

Angefangen bei den sehr guten Schauspielern über die Fotos bis zur Inszenierung, die unglaublich intensiv und nah ist, dabei extrem schnell und unglaublich blutig bis brutal. Und die Musik, die Musik…

Ehrlich, ich kann mich inhaltlich lang über den Film aufregen aber während des Guckens verschwindet das, man fiebert mit, wird reingezogen und erlebt eine realistische Zombieapokalypse hautnah mit. So soll das.

Fazit: sehr, sehr guter, blutiger Zombiefilm.

Kritik: Iron Sky: The Coming Race

Iron Sky: The Coming Race ist die Fortsetzung zu Iron Sky, der mir gut gefallen hat, auch in der zweiten Sichtung.

Der Nachfolger setzt einige Zeit nach dem ersten Teil ein: die Erde ist unbewohnbar, was an Leuten übrig ist, fristet auf dem Mond sein Dasein. Als Russen von der Erde kommen, bringen sie Führer Kortzfleisch mit, der unserer Hauptheldin von der hohlen Erde, den Reptiloiden und einer unendlichen Energiequelle erzählt, die für das Weiterleben der Menschheit genutzt werden könnte, um dem instabilen Mond zu entkommen.

Eigentlich alles da für einen guten Film: Mondnazis, Reptiloiden, Apple-Kult, Anspielungen auf das letzte Abendmahl, Hohlerde, Nazidinosaurier, Nokia-Handy usw. usf. Und wenn es dazu kommt, sind die Szenen auch gut.

Aber der Film zieht sich. Wo der erste Teil einfach auf die Kacke gehauen hat, wird hier schauspielerisch versucht, etwas zu retten – das geht schief. Noch dazu ist alles so klischeehaft, dass eine Over-the-Top-Inszenierung erste Wahl gewesen wäre.

Der Film war dadurch nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut. Auch wenn es schöne Zitate gab:

Sieg Heil, Mutterfickers!

Fazit: schwacher Nachfolger mit guten Einzelszenen.

Kritik: Spider-Man: Into the Spider-Verse

Spider-Man: Into the Spider-Verse (deutsch: Spider-Man: A New Universe) ist die 2018er-Verfilmung der Spiderman-Geschichte als animierter Film. Ich war gespannt, ob aus der Geschichte noch was rauszuholen ist nach etlichen, sehr oft sehr zähen Verfilmungen. Immerhin hat der Film einen Oscar als bester animierter Film gewonnen.

Sagen wir mal so:

Wow!

Was für ein Film. Endlich eine angemessene Spiderman-Verfilmung, die den positiven Charakter des Helden betont, ohne die Tiefe zu vernachlässigen. Zwei Stunden, die wie im Flug vergehen. Mit unglaublich vielen Anspielungen, sehr gelungenen Gags, vielfältigen visuellen Ideen und einer Geschichte, die sich gewaschen hat.

Und es ist so angenehm und befreiend, wenn ein Superheldenfilm (und insbesondere ein Spidermanfilm) am Anfang betont:

But after everything, I still love being Spider-Man. I mean, who wouldn’t?

Eben. Das sollten sich alle zukünftigen Superheldenfilme hinter die Ohren schreiben.

Fazit: einer der besten Filme, egal ob animiert oder Superheldengenre.

Kritik: The Warriors

The Warriors ist ein Klassiker von 1979, der erste große Film von Walter Hill und ein interessanter Film.

Wir sind in der Zukunft von New York (von 1979 gesehen), in der New York von hunderten Gangs geplagt ist. Cyrus versucht, die Gangs zu vereinen im Kampf gegen die Polizei, wird getötet und die neun Warriors, die beim Treffen in der Bronx waren, versuchen, nach Coney Island zurückzukommen, obwohl ihnen der Mord an Cyrus untergeschoben werden soll.

Die Geschichte ist nicht kompliziert und wird extrem gradlinig ohne Schnörkel erzählt. Der Fokus des Films liegt darauf, die Atmosphäre des leeren New York einzufangen und die Kämpfe, die die Warriors mit den anderen Gangs zu bestehen haben. Hier punktet der Film, die Inszenierung insbesondere der körperbetonten Kämpfe ist erstklassig.

Passend dazu die 80er-Jahre-Synthie-Musik, die den Film genial untermalt.

Interessant ist die Sichtweise auf die Gangs, die Anzahl der Jugendlichen und deren Aussehen. Das ist alles ernst gemeint und doch teilweise ungewollt komisch.

Die schauspielerischen Leistungen sind durchwachsen und sehr, sehr hölzern. Die Dialoge sind stumpf und das Verhalten der Beteiligten hochgradig unlogisch und inkompetent. Ob die Dialoge der Synchro geschuldet sind, weiß ich nicht, eine kurze Suche bei Youtube lässt vermuten, dass die Synchro nicht gelungen ist aber die Dialoge auch nicht wirklich gut sind.

Fazit: interessanter Klassiker mit leichten Schwächen.

Kritik: House of the Dead

Es geht weiter in den Untiefen der schlechten Filme: House of the Dead vom Meister Uwe Boll.

Hier hab ich immerhin 15 Minuten durchgehalten und etwas gespult, ob es noch besser wird – es wird nicht.

Wir sehen eine sehr, sehr lahm erzählte Geschichte um eine Party, die von Zombies überfallen wird. Wir sehen aber keine Zombies. Oder den Überfall. Oder Gore, Action, nackte Menschen – irgendwas von Interesse.

Was wir sehen ist, wie Jürgen Prochnow so richtig schlecht schauspielern kann. Und wir sehen, wie ein talentloser Regisseur ohne Gefühl für Aufbau und Schnitt einen Film zerschneiden kann. Nicht mal die Kamera ist gut, das war später bei Boll anders.

Ich muss dazu sagen, dass ich die geschnittene Version des Films gesehen habe, aber ich glaube nicht, dass die paar Schnitte die Brillanz des Films zerstört haben. Im Gegensatz zu „The Slaughter“ bin ich mir nicht sicher, ob der Film durch Alkohol und Party besser wird, bezweifele das aber.

Auch hier wäre eine DVD abzugeben.

Fazit: richtig schlechter Zombiefilm ohne Gore, Action oder sonstwas.