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Kino Kritik

Kritik: Triple Threat (2019)

Triple Threat – Martial-Arts-Action-Haudrauf mit Tony Jaa, Tiger Chen, Iko Uwais, Scott Adkins, Michael Jai White (ganz schön zugelegt) u.a. – da ist die Erwartungshaltung sehr, sehr hoch.

Wird nicht ganz erfüllt aber genug, um zufrieden den Film zu beenden.

Wir beginnen in einem Gefangenenlager in Thailand, das auf einer humanitären Mission in Grund und Boden geschossen wird, um einen Terroristen (Adkins) zu befreien, wie unsere drei Haupthelden (Uwais, Jaa und Chen) später mitbekommen. Sie überleben den Anschlag und wollen nun Adkins umbringen, irgendeine Nebengeschichte dreht sich noch um eine reiche chinesische Erbin, die gerettet werden muss. Irgendwann Happy End.

Vorweg: Logik wird hier ganz, ganz klein geschrieben. Da sind Löcher, da fliegt der Falcon ohne auf-die Seite-legen durch. Bei einigen Shoot-Outs fühlte ich mich unironisch an Hot Shots 2 erinnert.

Es wird geballert, was das Zeug hält – unschön, wenn man einige der besten Martial-Arts-Darsteller im Film hat.

Der Film ist sehr, sehr hart. Menschen zählen nichts.

Aber wenn sich alle Beteiligten endlich mal dazu durchringen, körperlichen Händel miteinander zu suchen, dann schnalzt man mit der Zunge und staunt, wie schön das aussieht. (Kampfchoreo hat wieder das Problem mit der Logik aber die haben wir ja vorher schon ignoriert.)

Alle Schauspieler sind schnell und Scott Adkins sticht heraus. Das ist einfach schön anzusehen und elegant. Muss leider verlieren, aber er ist ja auch der Terrorist.

Dem Film ist zugute zu halten, dass es kaum Pausen gibt, die Geschichte ist aufs Nötigste reduziert und man versucht, möglichst maximal fünf Minuten ohne Kampf auszukommen. Das tut dem Film gut und so vergeht die Laufzeit wie im Fluge und man ist um einen MMA-Actionfilm reicher.

Nicht unbedingt die nachhaltigste Erfahrung, dafür war doch zu viel Kritik dabei, angefangen vom übermäßigen (unnötigen) Waffeneinsatz über die Menschenverachtung bis zur Geschichte, aber man hat einen unterhaltsamen Film gesehen.

Fazit: guter Martial-Arts-Film mit kleinen Schwächen.

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Boyka: Undisputed

Scott Adkins ist seit einigen Jahren der heiße Scheiß bei Kampfsportfilmen, dafür hab ich bisher erstaunlich wenige mit ihm gesehen. Adkins ist ein sehr sympathischer Typ und eigentlich ein guter Schauspieler, alles Dinge, die er in Boyka: Undisputed nicht zeigen muss.

Der Film erzählt eine Standard-Kampfsport-Rache-Vergeltung-Vergebung-Geschichte, die der Rede nicht wert ist.

Drei andere Dinge fallen auf: Erstens: die Action ist gut, Adkins kann richtig gut kämpfen bzw. dieses richtig gut darstellen. Dafür sind leider ein bisschen zu wenig Kämpfe im Film und ein bisschen zu viel Geschichte.

Zweitens: die einzige Frau im Film hätte gestrichen werden können – der Film wäre um Längen besser geworden. Wenn man schon keine Frauenrolle schreiben kann, dann sollte man sie ganz weglassen. War ja schlimmer als bei Bloodsport.

Drittens: der Böse ist nicht nur böse sondern auch so blöd, dass man sich wundert, dass ihn die Hunde auf der Straße nicht beißen. Da nimmt er sich mit dem Guten nix, der ist auch keine Leuchte.

Fazit: guter aber nicht besonderer Kämpfefilm.