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Kino Kritik

Kritik: Natsume’s Book of Friends the Movie: Tied to the Temporal World (2018)

Ja, ich kann auch nichts für den Titel, aber laut IMDB und Wikipedia ist er der deutsche Titel, japanisch heißt der Film Gekijōban Natsume Yūjin-Chō: Utsusemi ni Musubu oder 劇場版 夏目友人帳 ~うつせみに結ぶ~ aber das hilft uns nicht-japanisch-Sprechern ja auch nicht weiter.

Wir haben ein Anime vor uns mit Natsume in der Hauptrolle, der von seiner Großmutter ein Buch mit den Namen von Yokai (Geister, Dämonen, Fabelwesen, so in der Art) geerbt hat, diese sehen kann und diesen nun auf ihr Bitten hin ihre Namen zurückgibt.

Im Film lernt er eine Jugendbekanntschaft seiner Großmutter kennen, bei der ein Yokai wohnt, der die Gestalt ihres verstorbenen Sohnes angenommen hat, um ihr die Trauer zu ersparen. Das Problem: wenn er sich aus ihrem Leben zurückziehen würde, würde sie ihn vergessen und das wäre traurig für alle.

Typische Lose-Lose-Situation eines guten japanischen Anime und wir erleben mit, ob und wie Natsume das Problem lösen kann.

Comic Relief ist seine verfressene Katze (auch ein Yokai) Madara (Nekosei, Nyanko-sensei), die sich durch einen Samen in drei niedliche, verfressene, kleine Katzen verwandelt und wieder zusammengesetzt werden muss.

Der Film ist schon ein sehr guter Film. Eher ruhig erzählt mit Actionspitzen, wenn die Yokai oder Exorzisten kommen (aber nur ganz kurz). Wir lernen eine schöne Welt und ein gut durchdachtes Universum kennen, anfänglich böse Dämonen sind doch nicht so wild und Natsume versucht, eine gute Lösung zu finden.

Man merkt deutlich, dass der Film ein größeres Universum zusammenfassen muss, das durch eine Manga- und Anime-Serie aufgebaut wurde, die wir noch nicht kannten. Trotzdem konnten wir gut folgen, ob der Film für Kenner:innen der Geschichten was ist – kann ich nicht einschätzen.

Fazit: sehr schönes, durchdachtes und nachdenkliches Anime, das trotzdem leicht und fröhlich erzählt wird.

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Kino Kritik

Kritik: Gake no ue no Ponyo (2008)

Gake no ue no Ponyo (dt. Ponyo – Das große Abenteuer am Meer) ist ein Anime aus dem Hause Ghibli, nachdem wir Porco Rosso abgebrochen hatten, waren wir gespannt.

Ponyo ist eine Goldfischin, die ihrem Vater entkommt und dabei unglücklicherweise in einem Glas festhängt. Sie wird vom fünfjährigen Sosuke gerettet, der das Glas zerschlägt und sich dabei schneidet. Ponyo leckt das Blut ab und möchte von da an Mensch werden.

Das gelingt nur, wenn sie einen Menschen findet, dessen Herz sie erobert (Sosuke). Dieser lebt mit seiner Mutter allein auf einem Berg, der Vater ist auf See und bleibt auch über den Zaubersturm dort, der alles unter Wasser setzt.

Auch das Altersheim, das plötzlich unter einer Qualle steht, weil die Wassergöttin (und Ponyos Mutter) mit Sosukes Mutter reden will. Ach ja, der Zaubersturm, die Annäherung des Monds – das alles wird durch die Magie Ponyos erzeugt, die sie verliert, wenn sie zum Mensch wird.

Dennoch Happy End.

Ein seltsamer Film. Wir erfahren weder, was die Motivation von Ponyos Vater ist, noch, was er zusammenbraut, wir erfahren nicht, ob und warum er Ponyo gefangenhält und was die Wassergöttin damit zu tun hat.

Weiterhin hat der Film kaum eine Handlung, sondern ist eine Abfolge schöner Bilder und Sequenzen. Die sind wirklich schön, lustig, lebenslustig und von großer Fantasie. Vor allem Sosuke ist ein nicht nerviges Kind und Ponyo total niedlich.

Wenn man sich drauf einlässt, bekommt man einen schönen, unterhaltsamen Film ohne richtige Handlung sondern mit viel Gefühl zu sehen.

Fazit: unterhaltsames Anime, das auf schöne Bilder und Sequenzen baut.

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Kino Kritik

Kritik: Pengin haiwei (2018)

Pengin haiwei (dt. Penguin Highway) ist ein Anime nach einem Roman und dann Manga, das die Geschichte von Aoyama und One-San erzählt.

Aoyama ist in One-San verliebt, er ist erst in der 4. Klasse, One-San schon erwachsen. Dennoch vertreibt sie sich gerne die Zeit mit Aoyama, redet mit ihm und spielt Schach mit ihm. Aoyama gibt sich trotz seines Alters extrem erwachsen und versucht, ein nüchterner Wissenschaftler zu sein.

Als plötzlich Pinguine im Ort auftauchen, untersucht er das Phänomen mit seinem Freund Uchida. One-San kann Coladosen in Pinguine verwandeln und auf einer Wiese taucht eine Wasserkugel auf, die auch untersucht werden soll, diesmal zu dritt zusammen mit Hamamoto.

Aoyama muss herausfinden, wie One-San, die Wasserkugel (das Meer), die Pinguine und die Jabberwockys zusammenhängen und dabei wird der Film immer dramatischer, bis zum nicht ganz so Happy- aber konsequenten End.

Es ist ein seltsamer Film. Einerseits die sehr unterkühlte Erzählung von Aoyama, der uns aus dem Off begleitet, sehr erwachsen, andererseits die Fantasie, die hinter der Geschichte steht und die bizarre Situation, die auch nicht wirklich aufgelöst wird. Dazu sehr unangenehme, aber wohl bei Anime nicht fehlen dürfende Abschweifungen zu Brüsten und Oberweiten, die für die Handlung unwichtig sind und nicht wieder aufgegriffen werden.

Am Anfang waren wir unsicher, ob wir den Film zu Ende sehen sollten, zu klischeehaft ging er los mit Brüsten, Schulmobbing, semierwachsenen Reden, aber irgendwie fasziniert er einen doch und dann will man wissen, worum es geht und wie die Auflösung ist.

Fazit: sehr interessanter Film, leichte Schwächen in der B-Note, trotzdem sehr sehenswert.

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Fernsehen Kritik

Kritik: Assassination Classroom Staffel 1

Assassination Classroom (Ansatsu kyôshitsu) – ein tentakelartiges Wesen namens Koro-Sensei erscheint auf der Erde, nachdem es den halben Mond zerstört hat und kündigt an, die Erde in einem Jahr zu zerstören, es sei denn, es wird vorher getötet. Das Töten wird erschwert dadurch, dass es nur mit einem bestimmten Material verletzt werden kann und sich mit Mach 20 bewegt, wenn es will. Für das eine Jahr wird es als Lehrer in der 3-E-Klasse (ca. 9. Klasse) der Kunugigaoka-Mittelschule arbeiten. Für seinen Tod sind 10 Milliarden Yen ausgesetzt.

Das sind die Voraussetzungen für eine interessante erste Staffel (basierend auf dem Manga), in der wir das erste Trimester begleiten.

Die Serie ist aus mehreren Gründen sehr interessant: die Ausgangslage ist schräg und wird nicht erklärt. Koro-Sensei ist gleichzeitig albern, verantwortungsvoll, mitfühlend und grausam, je nach Situation. Und das Konzept einer E-Klasse, in die die schlechtesten Schüler:innen abgeschoben werden ist befremdend.

Koro-Sensei kümmert sich um die Kinder und bildet sie zu guten Schüler:innen sowie guten Killer:innen aus, deren Ziel es ist, ihn umzubringen. Gemeinsam kommen sie ihrem Ziel schon sehr nach, worauf Koro-Sensei auch stolz ist. Gleichzeitig verbessern sich ihre schulischen Leistungen, weil sie einen Lehrer haben, der sich um sie kümmert.

Über allem schwebt allerdings, dass Koro-Sensei die Erde zerstört, sollte er nicht umgebracht werden. Warum er sich dann solche Mühe gibt wissen wir (noch?) nicht.

Jede Folge bringt uns eine:n Schüler:in und/oder eine:n Lehrer:in nah, zeigt, welche Strategien im Kampf erlernt werden müssen und wo noch Schwachstellen liegen.

Dabei ist der Ton trotz des ernsten Themas überwiegend fröhlich bis albern, jedoch auch ernst, wenn es sein muss.

Insgesamt eine sehr sehenswerte, mitreißende erste Staffel, bei der man sich tatsächlich um jede einzelne Person sorgt und sich fragt, wie es weitergeht.

Übrigens eine der wenigen Serien, bei der ich Vor- und Abspann bei jeder Folge komplett schaue – wegen der Musik. Die ist Klasse. Es gibt auch einen Soundtrack, der sehr hörenswert ist.

Auf jeden Fall ein Eintrag in die Liste der besten Anime.

Fazit: sehr gute Serie um ernste und leichte Themen, fröhlich, albern, mitreißend.

Hello Shooting Star…

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Kino Kritik

Kritik: Prinzessin Mononoke

Prinzessin Mononoke (orig. Mononoke Hime) ist einer der Klassiker des Studio Ghibli, der es schafft, das Thema Umweltverschmutzung zu thematisieren mit dem Wissen darum, dass es keine wirkliche Lösung für das Problem geben wird, bis sich nicht die Gesellschaft grundsätzlich ändert.

Ashitaka, ein Prinz, wird von einem riesigen (Dämonen-)Keiler mit einem Fluch belegt, zu dessen Lösung reist er in die Heimat des Keilers.

Dort findet er San (Prinzessin Mononoke – kurze Abschweifung: Hime ist Prinzessin, Mononoke sind Geister, die Rache wollen, tote Geister oder andere Geister; im Film die Geister der Tiere des Waldes und des Waldes selbst), die ihm helfen soll. Die Prinzessin hat alle Hände voll zu tun, den Wald vor der Eisenhütte zu beschützen, die immer weiter ausgebaut wird und die Gegend allmähich verseucht. Deren Besitzerin Eboshi will ihren Einflussbereich mit Waffengewalt erweitern.

Der Prinz versucht, zu vermitteln und wird tödlich getroffen. Der Waldgott (beeindruckend) gibt ihm das Leben wieder, befreit ihn jedoch nicht vom Fluch.

Die Wölfe und Wildschweine wollen die Hütte angreifen, deren Jäger mischen sich darunter, ein grausames Gemetzel beginnt, in dessen Folge der Waldgott geköpft wird. Ein geköpfter Waldgott vernichtet alles Leben. Also muss der Kopf zurück.

Am Ende des Films ist Eboshi geläutert und verspricht, eine Stadt im Einklang mit dem Wald aufzubauen, San bleibt im Wald und Ashitaka in der Eisenhütte.

Das sieht wie ein Happy-End aus, ist es aber nicht, denn wir alle wissen, dass das so dargestellte Zusammenleben nicht klappen wird. Und so hinterlässt der Film bei mir ein sehr ungutes Gefühl, dass Empathie nur mit großen Opfern erkauft wird und jedesmal einzeln und nicht lange vorhält.

Es gibt nichts an dem Film zu kritisieren, hier stimmt alles: Geschichte, Charaktere, Animation, mitreißende Inszenierung. Ghibli-typisch kann der Film diese oder jene Wendung nehmen, man wird oft von der Geschichte überrascht.

Sehbefehl und auf der Liste der besten Anime.

Fazit: zu Recht ein Animeklassiker zum Mitfiebern und Nachdenken. Taschentücher bereitlegen.

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Kino Kritik

Kritik: Pom Poko

Pom Poko ist einer von den guten Ghibli-Anime.

So einer, der ganz ruhig aber ungeheuer faszinierend eine phantastische Geschichte um die Verdrängung des Menschen durch die Natur erzählt, ganz ohne Happy End aber trotzdem freundlich, nachdenklich und wunderschön.

Tokio breitet sich aus und beginnt, Häuser im Tama-Naturschutzgebiet zu bauen, in dem insbesondere Marderhunde wohnen. Diese wollen sich wehren, aber es ist nicht klar, wie: Gewalt? Anpassung als Menschen? Überzeugung?

Jeder Weg wird irgendwie ausprobiert, keiner passt, denn die Menschen sind so fern von der Natur, dass sie darauf nicht mehr achten können.

Soweit die trockene Geschichte, aber die Marderhunde sind nicht nur knufflig, sondern können sich auch in alles verwandeln, was sie wollen, sie sind lebenslustig und lassen sich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen bis zum bitteren Ende. Das ist sooo gut, die Einfälle, die Nebengeschichten, der überbordende Humor. Die riesigen, verwandelbaren Klöten. Köstlich.

Man kann es schlecht erzählen, diesen Film muss man tatsächlich sehen, sich in den Bann ziehen lassen und am Ende feststellen, dass tatsächlich zwei Stunden wie im Flug vergangen sind.

Auf jeden Fall in der Liste der besten Anime.

Fazit: wunderschöner Ghibli, genau das, was das Studio großgemacht hat.

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Kino Kritik

Kritik: Das Königreich der Katzen

Das Königreich der Katzen (Neko no Ongaeshi, dt. „Dankbarkeitsbezeugung der Katze(n)“) ist eine Anime der Ghibli-Studios, das wir aufgrund des Namens gekauft hatten, ohne etwas vom Inhalt zu wissen.

Unsere Protagonistin Haru, die immer zu spät zur Schule kommt und sehr freundlich ist, rettet auf dem Heimweg von der Schule einen Kater (Lune) vor dem Überfahrenwerden. Der klopft sich ab und bedankt sich und verspricht, sich später zu revanchieren.

Nachts kommt ein Zug Katzen vor Harus Haus, dabei der Katzenkönig auf einer Sänfte und liest Haru die Wohltaten vor, die ihr für die Rettung des Königssohns Lune zuteil werden. Katzenminze im Garten, Mäuse in Geschenkkartons – lauter schöne Dinge. Haru ist nicht ganz so begeistert, ihre Laune verschlechtert sich noch mehr, als ihr eröffnet wird, dass sie zur Belohnung den Prinzen heiraten muss.

Sie wendet sich an das Katzenbüro unter Leitung von Baron Humbert von Gikkingen und seinen Freunden Muta und Toto, die versprechen, ihr zu helfen. Da wird sie auch schon ins Katzenreich entführt und muss versuchen, bis zur Morgendämmerung zu entkommen, denn sie verwandelt sich nach und nach in eine Katze und würde dann für immer dort bleiben müssen.

Ein wenig Drama ist vorhanden, denn der Katzenkönig will Haru für sich behalten, sie hat aber den Prinzen und seine zukünftige Braut Yuki, die sie früher schon einmal vor dem Verhungern gerettet hat, auf ihrer Seite. Sie kann entkommen und kehrt als deutlich erwachsenere Haru in ihr Leben zurück.

Was für ein schöner Film. Alles ist freundlich und selbst die Gefahren sind eher lustig als gefährlich. Es gibt sehr viele nette Einfälle und viel Humor. Dazu sehr gute Animationen und viele, viele Katzen.

Der Film erinnerte ich ein wenig an eine Weihnachtsaufführung vom Nussknacker: ein Mädchen gerät in eine fremde Welt, erlebt dort Abenteuer und kommt unbeschadet zurück. Nur, dass der Nussknacker deutlich aggressiver daherkommt als dieser Film.

Aufgenommen in die Liste der besten Animationsfilme.

Fazit: sehr schönes Anime zum Wohlfühlen.

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Kino Kritik

Kritik: Basilisk

Basilisk ist das Anime zur gleichnamigen Manga-Serie über den Kampf zweier Clans um 1000jährigen Ruhm und, wie ich aus der WIkipedia erfahren habe, um die Nachfolge von Tokugawa Hidetada.

Das Anime konzentriert sich auf den Kampf der Clans, die je zehn KämpferInnen mit besonderen Fähigkeiten aufgeboten haben, um zu gewinnen. Die zukünftigen Anführer der Clans sind aber eigentlich verlobt und wollen nicht kämpfen.

Im Endeffekt geht es in den 24 Folgen hauptsächlich darum, die verschiedenen Fähigkeiten und die daraus resultierenden Kämpfe möglichst effektvoll und brutal in Szene zu setzen. Dabei gerät die Geschichte und deren Hintergründe etwas ins Hintertreffen, dass es um die Shogunnachfolge geht, war mir nicht klar.

Die Serie ist gut gezeichnet und interessant inszeniert, hat jedoch kleine Schwächen, insbesondere was das Frauenbild und die Frauenrollen angeht. Es gibt zwar gute Frauenrollen mit guten Fähigkeiten, diese basieren jedoch alle auf Sex und definieren sich meist über die Beziehung zu einem Mann. Das ist teils interessant, teils aber banal langweilig. Genau wie unsere beiden Turteltäubchen, die die eigentlichen Hauptfiguren sein sollten.

Dazu kommt, dass unsere beiden Hauptfiguren mit ihren überragenden Fähigkeiten diese in gerade einmal drei Folgen überhaupt einsetzen und dann nur kurz. Wer also auf einen tollen Showdown gehofft hat, kriegt einen halben mit dem Oberbösewicht.

Und das große Finale ist äußerst unbefriedigend.

Das soll jetzt nicht zu negativ klingen: die Serie ist überwiegend interessant mit kleinen Schwächen.

Fazit: gutes Anime mit teils brutalen Kämpfen mit kleinen Schwächen in Story und Charakteren.

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Kritik: One Piece: Stampede

Kinokarte One Piece: Stampede

One Piece: Stampede – der neue Film im One-Piece-Universum wurde im Rahmen der Anime Nights von KAZÈ gezeigt. Grund für uns, auch mal das neue Kino am Mercedes-Platz auszuprobieren.

Der Einkauf der Karten ist anstrengend, wenn es neben den Karten noch Essen und Trinken an der Kasse gibt. Extrem anstrengend. Dafür haben mir die Sitze und die Beinfreiheit gefallen, ich konnte meine Beine ausstrecken und die sehr bequemen Ledersitze lassen sich elektrisch noch nach hinten fahren und eine Fußlehne nach oben. Für kleinere Leute kann das ein Problem sein – schwer einzuschätzen.

Apropos anstrengend: hinter uns eine Gruppe Jungerwachsener, die sich während der Trailer die gesamte Zeit lautstark unterhielten. Aber zum Thema, sie kannten fast jeden vorgestellten Film bzw. Serie. Beeindruckend, trotzdem laut.

Dann, nach einer langen Weile von Filmtrailern, von denen uns keiner so richtig Lust machte, weil viel zu lang oder zu banal, der Film.

One Piece: Stampede – grandios.

Der Film ist entweder ein Wimmelbild voller Piraten und bekannter Gesichter oder Namedropping aller bisher aufgetretenen Figuren oder Kampfszenen vom Feinsten ohne ein Maß für Proportionen oder ein Ende. Da wird gekloppt, was das Zeug hält und wenn man denkt, jetzt war es das, was Größe der Fäuste, Gegner oder Luffy angeht – weit gefehlt.

Im Endeffekt ist der Film ein großer Fanservice um die Erkenntnis, dass man nicht für sich allein sondern für andere kämpfen sollte.

Apropos Fanservice: unsere Jungerwachsenen kannten jede Figur, teilten beim ersten Auftreten deren Namen mit, gern auch mit Hintergrundgeschichte, waren dabei aber sowas von begeistert für den Film – es war in der Tat eine Freude und ausnahmsweise nicht nervig.

Fazit: ein stabiler Film, ohne Vorkenntnisse von One-Piece nicht halb so lustig.

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Kino Kritik

Kritik: Das Mädchen, das durch die Zeit sprang

Das Mädchen, das durch die Zeit sprang (Toki o kakeru shôjo) ist ein Anime, das wieder im Rahmen der empfehlenswerten Anime-Night von Pro7Maxx lief.

Es geht um Makoto, die rückwärts in der Zeit springen kann und das auch sehr freundlich zu ihrem und anderer Leute Vorteil nutzt. So geht es neben eigenen und fremden Liebesdingen auch um viel-Essen-können oder nicht mehr so oft zu spät zur Schule kommen. Es gibt zwar negative Auswirkungen, aber die sind auch eher freundlich und nur ein wenigen Fällen gravierend.

Dennoch kumulieren sich die Veränderungen, bis es, wie in tragischen Anime üblich, plötzlich doch unüberwindliche Schwierigkeiten gibt, aus denen man nur durch Verzicht (und Taschentücher) herauskommen kann. Aber auch das meistert Makoto.

Das Schöne an dem Film ist die Leichtigkeit, mit der die Geschichte erzählt wird. Wenn Makoto ihre Fähigkeit kennenlernt, probiert sie auch erst einmal unbeschwert rum, albert mit der Geschichte, ändern vieles, was erst einmal unwichtig erscheint. Aber wenn man einen Pudding essen kann, dann kann man das auch mehrmals tun. Die Tragik kommt zwar irgendwann rein, wird aber nicht zu schwer erzählt. Auch wenn viele Tränen fließen.

Gezeichnet ist der Film tadellos, erstaunlich wie gut die Animes seit einigen Jahren sind.

Fazit: sehr guter, leichter Film.