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Kritik: Book of Shadows: Blair Witch 2

Book of Shadows: Blair Witch 2, der andere Nachfolger von The Blair Witch Project, den ich mir sogar im Kino angesehen habe.

Hätte ich es doch nicht getan.

Es geht um irgendeine konfuse Geschichte um Leute, die eine (oder mehrere?) Nächte in einem Haus verbringen, sich dort gegenseitig umbringen oder eine Orgie feiern oder sich alles einbilden – es ist auch egal. Alles passt vorn und hinten nicht zusammen, keine Ahnung, was die Handlung soll, sie hätte auch komplett weggelassen werden können.

Wenn jetzt wenigstens die Schauspieler gut wären. Sind sie nicht. Das ist schlechter als Laientheater.

Oder der Schnitt. Oder die Musik. Oder die Regie. – Alles Totalausfälle.

Fazit: nicht angucken, sehr schlechter Film.

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Kritik: Blair Witch

Blair Witch ist einer der vielen Nachfolger zu The Blair Witch Project, sogar der gelungenste.

Wie das? Nun, der Film ist eine Nachverfilmung des ersten Teils mit leicht veränderten Figuren und modernisierter Technik. Damit beschränkt sich auch das Rumgenörgel über die ständig laufenden Kameras aufs Nötigste.

Die Macher versuchen, den Film etwas moderner und schneller (etwas) zu gestalten, verlieren dabei aber auch die gruslige Atmosphäre nicht aus den Augen. Die Interviews am Anfang des Films entfallen, dafür sind immer noch leichte Längen im Film, die allerdings nötig sind, um die Spannung aufzubauen.

Schauspielerisch gibt es nicht viel auszusetzen und auch die dezent-nervigen Szenen des Originals wurden ausgelassen.

Warum ist der Film dann nicht so gut wie das Original? Aus drei Gründen: ich denke, wenn man als erstes diesen Film sieht, wird man ihn besser finden, bei mir war es andersherum. Außerdem strahlt der erste FIlm mehr Unfertigkeit und Naivität aus, was ich persönlich besser finde. Und drittens und wichtigstens: die Hexe wird gezeigt, das ist doof.

Es gibt aber auch Verbesserungen: die Verbidung Mensch – Holzfigur fand ich extrem gelungen.

Fazit: gelungener Film, wenn man sich auf die Prämisse einlassen kann und einen die Modernisierung nicht stört.

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Kritik: The Blair Witch Project

The Blair Witch Project, der Hype-Titel von 1999, Begründer (ja ja, erster erfolgreicher Vertreter) des sehr schnell nervig werdenden Found-Footage-Genres und erster Film, der mediales Crossover Kino/Internet professionell und gut durchgezogen hat.

Natürlich hab ich damals den Hype mitbekommen, aber nicht mitgemacht, hauptsächlich wegen mangelnder Internetleistung. So gingen die ganzen Begleitseiten und -informationen um den Film an mir vorbei, für den Film selbst bin ich ins Europa-Center gefahren, ich glaube, im Rahmen des Fantasy-Filmfest.

Es geht um eine Gruppe Studenten, deren Aufnahmen gefunden wurden, die das Geheimnis um die titelgebende Blair Witch lüften wollen. Dazu fahren sie in den Black Hills Forest und kommen nicht mehr lebend heraus. Der Film begleitet die Menschen die gesamte Zeit aus gefilmter Handkamera, warum diese nicht ausgemacht wird, wird zwar angedeutet, ist aber eigentlich auch egal, der Film wird nun mal aus Handkameraperspektive erzählt.

The Blair Witch Project schafft es, eine zunehmend unangenehme Stimmung zu schaffen, die unklar lässt, was im Wald Sache ist, was Einbildung, was Realität. Dabei ist es sehr angenehm, dass die Hexe nur durch Taten in Szene gesetzt wird. Die Holzfiguren und das Ende sind sicher jedem in Erinnerung.

Ob der Film gruslig oder endlos langweilig ist, hängt von der Bereitschaft (und dem Vermögen, oft durch äußere Einflüsse bestimmt) ab, sich auf die Prämisse und die Erzählweise einzulassen. Ich fand den Film wirklich gruslig und das Ende schockierend. Das hat lange nachgewirkt. Ich kenne auch Leute, denen das gar nicht lag und dann ist der Film in der Tat verschwendete Zeit.

Fazit: in der richtigen Stimmung ein sehr grusliger Film.