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Kritik: The Last Boy Scout

The Last Boy Scout ist ein Tony-Scott-Film mit Bruce Willis in der Hauptrolle.

An sich weiß man dann schon genug: es steht ein sehr guter Actionfilm an.

Willis ist ein abgehalfterter Cop, der einen Ex-Quarterback beschützen soll, der in eine Intrige verwickelt wurde und umgebracht werden soll.

Das ist schwierig, da der Quarterback ziemlich blöd ist (aber besser wird) und Willis familiäre Probleme hat. Auf der Positivliste steht eine coole Tochter (he, eine Kinderrolle, die nicht wehtut).

Die beiden müssen mehrere Tötungsversuche überstehen, freunden sich schließlich an und der böse Politiker wird überführt – Happy End.

Es ist weniger die Geschichte, als wie sie erzählt wird: die Action ist sauber und hart inszeniert, von der Eröffnung mit Billy Blanks über „Mach das noch mal, dann schlag ich Dich tot“ bis zum großen Finale. Das ist erste Sahne.

Dazwischen menschelt es zwischen den Männern, hier sind die Lethal-Weapon-Filme klare Vorbilder. Schwach wird der Film, wenn Frauen auftreten, das ist einfach nur blöd. Halle Berry in ihrer ersten, sehr kurzen Filmrolle.

Der Film strotzt nur vor Onelinern, der Übergang der rein harten 80er- zur ironisch gesetzten 90er-Action wird hier durchgezogen:

Since it’s the ’90s, you don’t just smack a guy in the face. You say something cool first.

Aber nicht jeder Spruch ist gut gealtert, leider.

Von der Action her würde der Film sofort in die Liste der besten Actionfilme passen, daher hab ich lang überlegt, ob er aufgenommen wird. Aber das Frauenbild und einige Sprüche sind wirklich nicht gut gealtert, daher bleibt es bei einer starken Sehempfehlung mit Einschränkungen.

Fazit: sehr guter Actionfilm mit kleinen, altersbedingten Schwächen.

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Kritik: A Good Day to Die Hard

A Good Day to Die Hard (Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben) ist der fünfte Teil der Stirb-Langsam-Reihe (Filme 1, 2, 3, 4).

Ein würdiger Abschluss? – Mitnichten. Ein sehr, sehr schlechter, generischer, klischeebehafteter Film mit einem so unglaubwürdigen Plot, dass die Bond-Bösewichter wieder schlau dagegen aussehen.

McClanes Sohn wird in Russland verhaftet, er will ihm dort helfen, nur um herauszufinden, dass der Sohn CIA-Agent ist. Dieser versucht, einen Terroristen zur Strecke zu bringen, indem er einem Whistleblower hilft, der aber auch ein Terrorist mit einer Tonne Uranium in Tschernobyl ist. Einige unglaubwürdige CGI-Actionssequenzen später (viel später) ist der Böse tot und McClane hat den Tag gerettet.

Bruce Willis wirkt in dem Film einfach nur alt. Die ganzen Sprüche wirken aufgesetzt und falsch. Die Action ist extrem unglaubwürdig und der Plot ist strunzdumm.

Der Film ist nach Checkliste gedreht, keine Innovation, keine Freude, kein nichts.

Laut Trivia ist die Action größtenteils handgemacht, davon hab ich nichts gesehen oder sie ist so schlecht gedreht, dass man das nicht sieht.

Die Hoffnung bleibt, dass die Serie damit beerdigt ist und nicht noch einmal wiederbelebt wird, damit ich mich nicht noch einmal anderthalb Stunden im Kino langweilen muss.

Fazit: sehr, sehr schlechter Film.

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Kritik: Die Hard with a Vengeance

Die Hard with a Vengeance (Stirb langsam: Jetzt erst recht) ist der dritte Teil der Die-Hard-Reihe und trotz der zweiten und fünften Graupe – ich guck mir natürlich jeden Teil davon an.

Der dritte Teil fängt mit einer der besten Explosionen an, übertroffen von der Schiffsexplosion gegen Ende des Films. Dann die Handlung: Simon erpresst New York mit Bombenlegen und beschäftigt John McClane und Zeus Carver mit Rätselraten, um die Bomben zu finden und zu entschärfen. Das gelingt teils, teils (in der U-Bahn, mächtiges Badabumm) nicht.

Wie im ersten Teil ist alles „nur“ Ablenkung für einen Großraub, McClane und Carver decken den Plan auf und verhindern das Entkommen der Bösewichte. Dabei sprengen sie ein Schiff in die Luft und das ist eine Explosion nur noch zum Mund-Offenstehen-Lassen.

Viel Action, viel rumrennen, viel laufen, viel schießen, viel fahren.

Es gibt kleinere Kritikpunkte am Film aber die kommen hier nicht auf den Tisch: der Film ist ein Kracher, eine würdige Fortsetzung des ersten Teils. Samuel L. Jackson ist ein guter Sidekick, Jeremy Irons ein guter Böser und Sam Philips einfach nur furchteinflößend. Die Geschichte ist, wie im ersten Teil, eigentlich einfach aber mit Schleifchen und Wendungen versehen, was sie interessanter macht. Der Humor stimmt, er ist fast schon etwas zu albern ist aber noch erträglich und wird durch Willis und Jackson ausgeglichen.

Ganz klar: Liste der Actionfilme und Sehbefehl. Den vierten Teil hab ich schon 2007 besprochen, der war auch gut.

Fazit: beste Unterhaltung, Action, Big Bada Boom.

[Zeus and McClane have just stolen a man’s car on the highway]
Zeus: [to man] Hey! Who was the 21st President?
Man: Go fuck yourself!

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Kritik: Die Hard 2

Die Hard 2 (Stirb Langsam 2) ist die mäßige Fortsetzung des ersten Teils, diesmal auf einem Flughafen.

Ich hab den Film 1x im Kino gesehen, war restlos bedient und maßlos enttäuscht von Story, Action und Trick.

Seitdem hab ich dem Film keine zweite Chance gegeben, kann sein, dass er besser ist als in meiner Erinnerung – ich werd es nicht herausfinden.

Fazit: soweit ich mich erinnere: schlecht.

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Kritik: Die Hard

Die Hard (Stirb Langsam) ist eine der Referenzen des 80er-Actionkinos, einer der besten Actionfilme, einer der besten Bruce-Willis-Filme, einer der besten Weihnachtsfilme und überhaupt.

John McTiernan hat direkt nach dem schon fantastischen Predator eine weitere Ikone des Action-Films erstellt. Dieser Film ist für die meisten nachfolgenden Actionfilme Referenz, Inspiration und Zitatquelle.

Now I have a machine gun. Ho ho ho.

John McClane besucht seine Frau in Los Angeles, wo sie im Nakatomi-Tower an einer Weihnachtsfeier teilnimmt. Er kommt mit ihrer Arbeit nicht klar, sie ist halt erfolgreich, er ist Cop in NY.

Die Feier wird von Hans Gruber (Alan Rickman in seiner ersten Filmrolle als gebildeter Terrorist – überragend) und seinen deutschen Terroristen gekapert, der im Endeffekt einen gut ausgetüftelten Raub plant und dabei alle Reaktionen der Polizei einberechnet hat. Nicht aber John McClane, der den Tag retten muss, obwohl ihn Hans und seine Leute liebend gerne umbringen würden.

Karl, schieß dem Fenster.

McClane kann die Pläne zunichte machen und die meisten Leute retten, er kriegt Holly, der Cop, der ihm hilft, kann am Ende endlich wieder Leute erschießen, der böse Reporter bekommt seine Strafe und es weihnachtet.

Der Film macht alles richtig: Die Story ist 08/15, wird aber durch kleine Twists aufgewertet und unberechenbar. Die Schauspieler sind durch die Bank sehr gut besetzt und sehr gut: Bruce Willis (süffisantes Grinsen), Alan Rickman, Reginald VelJohnson, Bonnie Bedelia, die Bösen, die Inkompetenten, die Arschlöcher. Dazu die 9. Sinfonie als Erkennungsmelodie der Bösen.

Wer den Film noch nicht gesehen hat: Sehbefehl der stärksten Sorte. Wer ihn schon gesehen hat: Weihnachten ist nicht mehr so lang hin… Liste der Actionfilme um einen erweitert.

Fazit: einer der besten, ikonischsten Filme der 80er.

Yippee-ki-yay, motherfucker.

Wer die Handlung aller Die-Hard-Filme musikalisch aufbereitet haben möchte:

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Kritik: Cop Out

Cop Out ist eine Buddykomödie von 2010 mit Bruce Willis und Tracy Morgan, gedreht von Kevin Smith.

Bruce Willis und Kevin Smith – den Film muss ich mir ansehen.

OK, muss ich offensichtlich nicht, zumindestens nicht komplett, denn nach der ersten halben Stunde habe ich den Film in sechzehnfacher Geschwindigkeit zu Ende „gesehen“ und nicht das Gefühl, was verpasst zu haben.

Was für ein schlechter Film.

Wer das für sich selbst einschätzen möchte, sollte die ersten fünf Minuten sehen: wenn Ihr da lacht, ist der Film was für Euch, sonst nicht.

Das ist Humor vom schlechtesten, unterste Schublade, schlecht gespielt. Unsere Cops sollen einen Gefangenen verhören und das ist so bizarr. Tracy Morgen versucht, den Gefangenen durch Bedrohung, Folter und klassische Filmzitate zum Reden zu bringen, während Willis und das gesamte Revier das zum Schreien komisch finden.

Der Gefangene redet und die Cops sollen nun den verratenen Drogendealer gefangennehmen. Das geht aufgrund der unglaublichen Inkompetenz schief und die beiden werden zu Recht suspendiert. Wenn es wenigstens lustig wäre.

Durch die Suspendierung in Geldnöten will Bruce Willis seine wertvolle Baseballkarte verkaufen, um die völlig überteuerte Hochzeit seiner Tochter zu finanzieren, damit der neue Mann seiner Ex-Ehefrau das nicht tut. Die Karte wird von Räubern gestohlen, die die beiden nun suchen müssen, den einen, den sie haben, foltern sie bis er redet und dann hab ich gespult.

Ich hab nicht einmal gelacht. Nicht ein mal.

Und ich hab bei Transformers 1 gelacht. Nicht über alle Gags aber einige.

Nee, das ist gründlich in die Hose gegangen, am Dreh gab es wohl auch nur Ärger, so dass es im Nachhinein wahrscheinlich für die ganze Welt besser gewesen wäre, wenn der Film nie gedreht worden wäre, aber wer weiß, wofür es gut ist.

Fazit: grottenschlechter Film.