Kritik: Detektiv Conan – Der purpurrote Liebesbrief

Detektiv Conan – Der purpurrote Liebesbrief (Meitantei Conan: Karakurenai no raburetâ) ist der 21. Kinofilm um Detektiv Conan, 2017 mit großem Tamtam und riesigem Erfolg gestartet, jetzt auch in der Anime-Night gelandet.

Es geht um einen Fall im Karuta-Umfeld, eines uns bisher unbekannten Kartenspiels, das in Japan gespielt wird, wie populär es ist – keine Ahnung. Er geht darum, anhand der Worte eines Vorlesers eine Karte zu identifizieren und deren Partnerkarte dann aufzunehmen oder, wie im Film, zur Seite zu schleudern. Fragt nicht, ist auch nicht so wichtig.

Es ist ein Conan-Film: ein recht harter, gewalttätiger Fall wird von Conan und Freunden zuverlässig gelöst, der dank seines 17jährigen Superhirns natürlich langfristig den Fall vor allen anderen durchschaut. Etliche Verwicklungen im Fall halten die Spannung hoch.

Umrahmt wird der FIlm von zwei Actionsequenzen, die obligatorische Verwechslungs-Liebesgeschichte konzentriert sich ausnahmsweise mal nicht auf Ran und Conan, sondern auf Kazuha und Heiji. Auch die anderen Nebenfiguren sind diesmal wirklich Nebenfiguren, Kommisar Megure taucht gar nicht auf. Das nimmt dem Film etwas von seinem albernen Charme, kommt dem Fall und der Stringenz des Films aber zugute.

Wie immer kommt man als Zuschauer nicht auf die Lösung, macht aber nichts. Die Animation ist solide, die Geschichte gut, man wird ein wenig in die Kultur des Karutaspiels eingeführt und im Abspann wird wieder gezeigt, dass der Film nicht nur klischeehafte Bilder zeigt, sondern dass diese in der Realität fußen.

Fazit: ein ordentlicher Conan, mehr Nebenfiguren wären schöner gewesen.