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Kritik: Conan der Zerstörer (1984)

Nach dem Erfolg des ersten Teils wurde natürlich ein zweiter gedreht, Conan the Destroyer, wieder mit Schwarzenegger, begleitet von Grace Jones, Olivia d’Abo, Wilt Chamberlain und wieder als lustigen Sidekick Mako sowie neu Tracey Walter.

Die Story ist vernachlässigbar, Prinzessin retten, kloppen, Leute umbringen, so im Groben.

Prinzessin ist eine Jungfrau, die das Horn von Dagoth holen soll (hö hö). Zuerst müssen sie einen Edelstein holen und Conan muss ein Monster umbringen. Dann will die Prinzessin Conan verführen, aber Pustekuchen. Die Prinzessin soll dem Horngott geopfert werden, das verhindert Conan und reißt dem Gott das Horn raus, woraufhin der um sich spritzt (ich denke es mir nicht aus, und an die Szene erinnern sich die meisten Leute noch).

Ach ja: ein Kamel wird von Conan ausgeknockt – brilliant.

Conan lehnt die Herrschaft an der Seite der Prinzessin ab und barbart lieber noch ein bisschen.

Nicht ganz so zielsicher wie der erste Teil ist auch dieser Film ein sehr solides Abenteuer mit Conan, Schwarzenegger ist ein Berg von Mensch, daneben Olivia d’Abo, da hofft man um der Prinzessin willen, dass er ablehnt.

Filmisch ist wenig auszusetzen, Tricks und Effekte sind nicht wirklich gut gealtert, der Rest ist in Ordnung, lediglich die Sidekicks und Grace Jones‘ Rolle als Amazone sind fragwürdig. Insgesamt noch ok, aber schon viel Zeitgeist dabei.

Leider auch weniger hart und mehr Humor, das ist schade und gereicht dem Film nicht zum Vorteil.

Fazit: gute Fortsetzung, etwas schlechter gealtert als der erste Film.

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Kritik: Conan, der Barbar (2011)

Weil es grad zu den Betrachtungen vorher passt, Conan the Barbarian von 2011. Ähnliche Story, ähnliches Setting, Jason Momoa als Barbar, Marcus Nispel in der Regie.

Kein guter Film.

Um ehrlich zu sein: gesehen und vergessen. Da hat nicht viel gepasst, die Rollen, die Geschichte – alles altbacken und nicht wirklich gut. Das Bemühen war vorhanden, das Können nicht.

Und leider muss ich da viel auf die Regie schieben, denn die Schauspieler:innen sind ok. Jason Momoa noch nicht ganz so präsent wie bei Aquaman aber schon beeindruckend. Alle Rollen sehr gut besetzt, leider mit sehr viel Klischee gedreht. Die Geschichte nicht herausragend aber angemessen.

All das gilt für den alten Conan auch, aber der war halt gut. Und dieser Film nicht.

Da passt nichts so recht zusammen, das Pacing ist daneben, die Action fragwürdig, die Rollen nicht gut, gefilmt ist der Film nur teilweise gut, das ist halt alles für 2011 zu wenig.

Fazit: reicht leider nicht mal für einen Sonntagnachmittag.

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Kritik: Conan, der Barbar (1982)

Apropos Schwarzenegger in Killing Gunther, ein Film, in dem er auch schauspielerisch nicht schlechter war als die anderen – da gibt es ja noch andere, lohnenswertere Filme.

Conan the Barbarian zum Beispiel, der erste richtige Film mit Schwarzenegger.

Kurze Abschweifung: Schwarzenegger ist kein guter Schauspieler im schauspielerischen Sinn. Er kann ein paar Sätze sagen und in die Kamera gucken. Das wird zwar besser, aber ist nie „gut“. Dafür hat er eine unglaubliche Präsenz. Er muss nicht schauspielern, um Conan zu verkörpern. Oder den Terminator. Oder Dutch.

Es ist jetzt die Aufgabe von Drehbuch und Regie, genau diese Präsenz in den Vordergrund zu stellen. Ihr habt einen Nichtschauspieler, der groß, muskulös und beeindruckend ist – macht was draus.

Und bei erstaunlich vielen Filmen haben wir Regisseure und Drehbuchschreiber, die das auf den Punkt treffen. Und erstaunlich viele Filme sind in dieser Kombination genredefinierende Klassiker geworden, die einfach extrem gute Filme sind. Bei allen diesen Filmen kommt noch eine außergewöhnlich gute Filmmusik dazu. Und Zitate über Zitate.

Und da kommen wir zu Conan. Betrachtet man die Figur, die Zeichnungen, die Geschichte – Schwarzenegger wurde dafür geboren, Conan zu spielen.

Wir beginnen mit der Ermordung von Conans Eltern durch Thulsa Doom, Conans Gefangenschaft, Muskelaufbau und Einbeziehung Schlachten. Wir lernen seine Philosophie kennen:

What is best in life?

To crush your enemies. See them driven before you. And to hear the lamentations of their women.

Er wird freigelassen, findet sein Schwert und Kumpel und Comic Relief Subotai, barbart sich durch die Gegend und sucht nach Doom, um ihn umzubringen. Er trifft weiterhin auf Valeria (Barbarin) und Yasimina (Prinzessin).

Der erste Rettungsversuch von Yasimina und Tötungsversuch von Doom schlägt fehl, Conan wird durch Dämonen/Geister wiederbelebt und im zweiten Versuch (ich kürze hier stark ab) klappt es dann, er köpft Doom, rettet die Prinzessin und (wichtiger) das Schwert seines Vaters.

Statt die Prinzessin zu heiraten, zieht er weiter und barbart (außerhalb des Films) fröhlich vor sich hin.

Was. Für. Ein. Film.

Wie schon gesagt, Schwarzenegger ist Conan. Er bringt die richtige Brutalität und Exotik in die Rolle. Alle anderen verblassen neben ihm, spielen dennoch gut, am beeindruckendsten noch James Earl Jones als Thulsa Doom.

Die Geschichte ist simpel, nimmt aber doch einige Wendungen, Schnitt und Inszenierung stimmen (ok, optisch ist der Film nur halbgut gealtert), die Musik von Basil Poledouris ist erstklassig und John Milius als Regisseur weiß, was er tut.

Grundlage für viele, sehr viele Barbarenfilme ist dieser Film bereits ein Meilenstein, der kaum verbessert werden kann.

Man muss sich heutzutage erst einmal auf die Optik und Effekte einstellen, aber der Film ist immer noch ein erstklassiges Erlebnis.

Fazit: sehr, sehr guter Barbarenfilm.

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Kritik: Detektiv Conan – Der purpurrote Liebesbrief

Detektiv Conan – Der purpurrote Liebesbrief (Meitantei Conan: Karakurenai no raburetâ) ist der 21. Kinofilm um Detektiv Conan, 2017 mit großem Tamtam und riesigem Erfolg gestartet, jetzt auch in der Anime-Night gelandet.

Es geht um einen Fall im Karuta-Umfeld, eines uns bisher unbekannten Kartenspiels, das in Japan gespielt wird, wie populär es ist – keine Ahnung. Er geht darum, anhand der Worte eines Vorlesers eine Karte zu identifizieren und deren Partnerkarte dann aufzunehmen oder, wie im Film, zur Seite zu schleudern. Fragt nicht, ist auch nicht so wichtig.

Es ist ein Conan-Film: ein recht harter, gewalttätiger Fall wird von Conan und Freunden zuverlässig gelöst, der dank seines 17jährigen Superhirns natürlich langfristig den Fall vor allen anderen durchschaut. Etliche Verwicklungen im Fall halten die Spannung hoch.

Umrahmt wird der FIlm von zwei Actionsequenzen, die obligatorische Verwechslungs-Liebesgeschichte konzentriert sich ausnahmsweise mal nicht auf Ran und Conan, sondern auf Kazuha und Heiji. Auch die anderen Nebenfiguren sind diesmal wirklich Nebenfiguren, Kommisar Megure taucht gar nicht auf. Das nimmt dem Film etwas von seinem albernen Charme, kommt dem Fall und der Stringenz des Films aber zugute.

Wie immer kommt man als Zuschauer nicht auf die Lösung, macht aber nichts. Die Animation ist solide, die Geschichte gut, man wird ein wenig in die Kultur des Karutaspiels eingeführt und im Abspann wird wieder gezeigt, dass der Film nicht nur klischeehafte Bilder zeigt, sondern dass diese in der Realität fußen.

Fazit: ein ordentlicher Conan, mehr Nebenfiguren wären schöner gewesen.