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Kritik: The Descent

The Descent ist erst der zweite Film von Neil Marshall aber was für ein Brett!

Marshall hatte vorher mit Dog Soldiers schon einen sehr, sehr guten Werwolffilm gedreht. Da war es schwer, hier etwas draufzusatteln.

Hat Marshall problemlos geschafft. Sechs Frauen, teils Freundinnen, gehen zusammen in eine Höhle, um diese zu erkunden. Sehr professionell. Leider gehen ein, zwei Dinge schief und sie sind eingeschlossen und müssen versuchen, aus der Höhle zu kommen.

Allein das ist sehr sehenswert, denn der Film fängt die klaustrophobische Stimmung sehr gut ein und die Frauen sind keine dummen Horrorfilmnüsse, sondern (größtenteils) kompetente Extremsportlerinnen, die einfach eine Lösung finden wollen.

Da hätte es fast nicht der Monster bedurft, die die Frauen in der zweiten Hälfte des Films dezimieren.

Scherz, ab da nimmt der Film eine Fahrt auf und steigert sich mit tollen Bildern, Einfällen und wirklich grusligen Monstern bis zu einem sehr, sehr guten Ende. Schon, wie die Monster eingeführt werden. Zwei Mal!

Und das Beste ist: es ist keine Spoilerwarnung nötig, der Film funktioniert, weil er einer der besten Horrorfilme ist, die ich gesehen habe.

Schauspielerisch ist nichts auszusetzen, richtig gute Schauspielerinnen und richtig gute Monsterdarsteller. Die Inszenierung gibt sich keine Blöße, evtl. hätte der Anfang etwas schneller sein können aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

Nicht umsonst ist der Film nicht nur in der Liste der sehr guten Gruselfilme sondern auch in der Kategorie Sehbefehl.

Fazit: einer der besten Horror-, Höhlen- und Monsterfilme.