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Computerspiele Kritik

Spielkritik: Duke Nukem Forever (2011)

Nach dem großen Erfolg von Duke Nukem 3D war klar, dass schnell ein Nachfolger kommt, der das Spiel aufgreift, leicht verbessert und viel Geld einbringt.

Leider hat das nicht geklappt. Keine Ahnung, was genau schiefgegangen ist, mit hoher Wahrscheinlichkeit schlechtes Projektmanagement, überzogene Ansprüche und so. Fast jedes Jahr kam neue Hoffnung auf, dass der Duke wiederkommt, ab 2001 wurde „when it’s done“ zum geflügelten Spruch für die Development Hell. 2009 ging dann 3D Realms pleite und ich dachte, das wird gar nichts mehr.

Dann plötzlich war das Spiel 2011 fertig, ein extrem sexistischer Ausschnitt kündigte das Spiel an, von dem ich noch dachte, dass er ironisch mit den Erwartungen der Spieler:innen spielt (ja, das war Naivität oder Blödheit, wahrscheinlich eine Mischung aus beidem).

Da lag ich weit weg. Das Spiel ist sexistische Kackscheiße und ein richtig, richtig schlechtes Spiel. Ladezeiten aus der Hölle, Gameplay aus der Hölle, Steuerung aus der Hölle, Level, die einfach unterirdisch schlecht sind. Wenn man sehen will, wie ein Computerspiel nicht sein sollte, dann Duke Nukem Forever spielen.

Höhepunkt die Wände mit Brüsten, auf die man schlagen soll. Im gleichen Level soll man alle Frauen, die dort schwanger an Pfähle gebunden sind, erschießen.

Ich denke mir das nicht aus, das ist im Spiel drin und das ist ernst gemeint.

Damit war der Duke dann auch tot, davon erholt sich nicht einmal eine ironische Spielfigur, es zeigt auch gut das Problem in der Spieleszene, dass die Entwickler und das Gamestudio dachten, dass so ein Spiel ok ist.

Während ich sonst froh bin, wenn ich daran beteiligt sein kann, wenn Spielgeschichte geschrieben wird (Doom, Duke Nukem 3D, Half Life) ist das hier eindeutig der Tiefpunkt meiner Spielerkarriere.

Wenn die Spieleindustrie wenigstens draus gelernt hätte…

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Computerspiele Kritik

Spielkritik: Duke Nukem 3D (1996)

Nach dem Riesenerfolg von Doom und Doom II schossen natürlich Nachfolger wie die Pilze aus dem Boden. Unter ihnen Duke Nukem 3D, der Nachfolger zweier 2D-Plattformer, der den nächsten Standard für FPS setzte. Entwickler firma: 3D Realms.

Im Gegensatz zu Doom kann die Spielerin mit dem Jetpack fliegen und die Umgebung deutlich mehr zerstören als das Doom zuließ. Dazu kamen interessante Gegner und ein schnodderiger Duke, der klar an den Ash aus Army of Darkness angelegt ist und seine Zitate fast vollständig aus diesem Film schöpft. Dazu kommt ein leichter Sexismus, der damals zum guten Ton gehörte, jedoch noch halbwegs in den Sphären von Big Trouble in Little China und ähnlichen Filmen schwebte.

Das Spiel ist ein Klassiker und das zu recht. Das Leveldesign ist phantastisch und abwechslungsreich, die Gegner sind gut, der Schwierigkeitsgrad ist anspruchsvoll aber nicht unfair.

Eine interessante Waffe z.B. ist die Verkleinerungskanone, mit der die Gegner soweit verkleinert werden, dass man sie mit dem Fuß zerstampfen kann.

Das war’s eigentlich schon, Genrefans können einen Blick riskieren, im Gegensatz zu Doom finde ich das Spiel schlechter gealtert, das Leveldesign ist zwar gut, aber die Gags und Art des Duke sind doch sehr aus der Zeit gefallen.

Einziger Wermutstropfen: die Entwicklungshölle für einen Nachfolger und dessen unterirdische Qualität.

Fazit: Klassiker des FPS-Genres.

Hail To the King, Baby.