Kategorien
Kino Kritik

Kritik: Godzilla (1998)

Godzilla von Roland Emmerich.

Emmerich war damals Garant für gutes Actionkino mit großem Spektakelanteil. Also griff er die Godzilla-Thematik auf und verlegte den Angriff des Monsters nach New York.

Dabei fängt er sehr stimmungsvoll an, Radioaktivität ist Godzillas Ursprung und Matthew Broderick ist unsere Identifikationsfigur, mit der wir herausfinden, was er will, warum New York und wie man ihn bekämpft. Aber auch die anderen Figuren sind hervorragend besetzt: Jean Reno, Hank Azaria oder Maria Pitillo.

Das ist sehr gut umgesetzt, die gewohnten Actionarchetypen sind vorhanden: Nerd, Held, Besserwisser, Armeesturkopf, großherziger Freund, Heldenfrau etc. pp. Und Godzilla. Groß, trampelnd, vieles zerstörend.

Die Geschichte sollte man nicht allzusehr hinterfragen, sondern sich an einfacher, gradliniger Action erfreuen.

Wer das kann, dem wird ein sehr guter Actionfilm der ausgehenden 90er geboten.

Zugegeben, ich hab den Film lang nicht mehr gesehen und weiß nicht, ob er a) ind er Action noch bestehen kann und b) von den Sprüchen, Typen, Männder- und Frauenbildern.

Und zweites zugegeben: ich bin kein Godzillafan der alten Filme, ich hab sie erst danach überhaupt wahrgenommen, kann also nicht sagen, ob der Film einen Kanon bricht oder Godzilla falsch interpretiert oder ähnliches.

Fazit: sehr gute Action mit Riesenmonster.

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: Universal Soldier

Universal Soldier – ein Klassiker der Filmgeschichte. Zumindestens der obskuren Actionfilmgeschichte mit JCVD und Dolph Lundgren, die einige gute und viele schlechte Filme hervorgebracht hat. Andererseits – ein Emmerich-Film!

Tote Soldaten des Vietnam-Kriegs werden in den 90ern zum Leben erweckt, das ist eher eine schlechte Idee. Während Luc Deveraux nur nach Hause will, ist für Andrew Scott der Vietnam-Krieg noch nicht vorbei. Die gute Reporterin (Ally Walker) will Luc nach Hause bringen (und eine gute Geschichte und ihren Namen reinwaschen), GR13 will alle umbringen. Die Geschichte ist einfach und ebenso einfach erzählt, man kann mit gutem Willen auch Militärkritik reinlesen – mit viel gutem Willen. 1992 war nicht die Zeit für große Militärkritik in den USA.

Der Film ist großartig, wenn man sich drauf einlassen kann. JCVD ist kein Schauspieler, also braucht er ein entsprechendes Script. Hier ist er ein dümmlicher aber freundlicher Soldat mit Kampffähigkeiten – passt. Dolph kann besser schauspielern, er arbeitet hier erstaunlich gut, ein sympathischer Böser. Ally Walker ist sowieso eine gute Schauspielerin und hält den Film gut zusammen, sie ist die eigentliche Idntifikationsfigur für die Zuschauer – dauererstaunt über das, was ihr da geboten wird.

Im Ernst – wie JCVD nackt im Raum steht oder erst viel isst und dann das Restaurant zerlegt – Gold.

Der Film hat einige Fortsetzungen bekommen, einige gut, andere schlecht, wahrscheinlich kommt aber nur Universal Soldier: The Return an die Unbeschwertheit dieses Films heran.

Fazit: guter Beitrag des ausgehender 80er-Jahre-Actionkinos.