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Kritik: Гоголь. Страшная месть

Гоголь. Страшная месть (dt. Chroniken der Finsternis – Teil 3: Blutige Rache) schließt nach dem gewöhnungsbedürftigen ersten Teil und dem sehr interessanten zweiten Teil die Gogol-Reihe ab. Der dritte Teil im Kino, Teile 5 und 6 der Fernsehserie.

Und es ist ein sehr gelungener Abschluss, eine der wenigen Reihen, bei der die Filme nicht abfallen, sondern sogar noch besser werden.

Wir schließen wieder nahtlos an den letzten Teil an, Gogol hat mit dem Dämonen gekämpft und es geht nun darum, ob der schwarze Reiter ermittelt und dingfest (oder unschädlich) gemacht werden kann.

Ich will nicht zu viel verraten, denn die Geschichte schlägt einige Wendungen, die so nicht vorherzusehen waren, dabei bleibt sie interessant und auch schlüssig im Rahmen des Films. Das hätte ich nicht erwartet.

Und wer hätte gedacht, dass im zweiten Teil des Films sogar die Frauen mal Rollen abkriegen. Insgesamt sind die Schauspieler wieder sehr gut.

Dabei nimmt die Geschichte ihren sehr konsequenten Verlauf und einige sehr liebgewonnene Figuren schaffen es nicht über den Zielstrich.

Dafür gibt es ein wunderschönes Ende mit Puschkin und ein noch besseres Abspannlied (ok, das erste, das zweite war dann so lala).

Nein, ich will mich gar nicht in Kleinigkeiten verlieren: der Film ist rundum gelungen und ein sehr guter Abschluss einer Reihe, die ok anfing und nach hinten immer besser, weil präziser, prägnanter und abgefahrener wurde.

Daher eine klare Sehempfehlung für das Gesamtkunstwerk.

Fazit: sehr guter Abschluss einer insgesamt sehr guten Gothic-Horror-Serie.

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Kritik: Гоголь. Вий

Гоголь. Вий (dt. Chroniken der Finsternis – Teil 2: Der Dämonenjäger) ist der zweite Kinofilm der Gogol-Fernsehreihe, nach dem gewöhnungsbedürftigen, sehr mysteriös-visionslastig gehaltenen ersten Teil.

Wir knüpfen nahtlos an den ersten Teil an, Gogol untersucht immer noch die Mordfälle an den Mädchen, es kommen einige dazu, davor wird noch eine Versuchung durch einen Dämon beschrieben.

Der Film ist insgesamt etwas stringenter und zielstrebiger als der erste ausgefallen. Die Figuren sind eingeführt und wir können uns auf die Geschichte konzentrieren, gleichzeitig wurde der Anteil der Visionen zurückgefahren aber der Anteil der verschrobenen, russischen Figuren beibehalten.

So bekommt der Film eine sehr angenehme verquere Note ohne sich in Nebenschauplätzen zu verzetteln. Die Romanze mit Lisa wird ebenfalls etwas dezenter angelegt, dafür gibt es einen gewaltigen Showdown mit Dämon – mal sehen, wie wir uns aus den ganzen Verwicklungen im dritten Teil befreien können.

Dabei bleibt der Film angenehm konsequent und blutig, hier gibt es nichts zu meckern.

Fazit: eine sehr gut gelungene Fortsetzung gotischen Horrors.

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Kritik: Гоголь. Начало

Гоголь. Начало (dt. Chroniken der Finsternis – Teil 1: Der schwarze Reiter (WTF?)) ist der erste Film der Gogol-Reihe, einer russischen Fernsehserie, die auch als drei Kinofilme veröffentlicht wurde.

Die Filme orientieren sich an acht Erzählungen Gogols (Abende auf dem Weiler bei Dikanka), in denen er sein Heimatdorf, dessen Leben und Geschichten (auch Sagen, Mythen und Erzählungen) erzählt.

Aus irgendeinem Grund ähnelt der Film sehr stark „Sleepy Hollow“, obwohl die zugrundeliegenden Geschichten wohl nichts miteinander zu tun haben. Seltsam.

Gogol ist ein Schreiber, der für die Polizei als Dokumentator arbeitet. An Tatorten bekommt er Visionen, die durch deren Interpretation durch den „Inspektor“ Guro zur Überführung eines Mörders führen.

Gogol bekommt weitere Visionen über sein Heimatdorf Dikanka, in dem Mädchen durch einen schwarzen Reiter ermordet werden. Er begeitet Guro auf der Reise dorthin und visioniert den Film über vor sich hin, was zur Aufklärung mehrerer Fälle, aber nicht zur Lösung des Falls führt. Guro stirbt beim Kampf gegen den Reiter. Mädchen sterben durch den Reiter. Gogol verliebt sich in die undurchsichtige Lisa.

Ja, viel mehr passiert nicht, im Stil erinnert der Film sehr stark an Sleepy Hollow: Nebel, altertümlicher Aberglauben, ein nervöser Ermittler, eine mysteriöse Frau und ein Reiter (zwar mit Kopf, dafür auch mit Hörnern). Das Ganze ist sehr gut inszeniert, Schauspieler:innen, Kostüme, das Dorf, alles passt und zieht einen in den Film.

Die Geschichte ist gleichzeitig einfach und doch kompliziert, da noch unklar ist, wer der Reiter ist und wie Gogol zu ihm steht. Dabei ist mit Gogol tatsächlich der spätere Schriftsteller gemeint, eine nette, aber sehr freie Interpretation.

Es gibt sehr viele Visionen, die gut umgesetzt sind, Teilen der Bevölkerung waren das jedoch zu viele Visionen, in der Tat, die häufen sich.

Wenn man das akzeptiert, lohnt sich der Film und belohnt einen mit schönen Bildern und einer angenehmen Geschichte (die erst mal nicht viel Tiefgang verspricht). Hauptattraktion ist Alexander Petrov, der Böse aus Attraction, dessen dezentes Overacting hier ganz gut passt.

Im Gegensatz zu Attraction war es hier deutlich schwerer, das Russische zu verstehen, keine Ahnung, warum, so gut können wir dann auch nicht Russisch.

Ach ja, der Film ist in manchen Szenen durchaus hart und blutig.

Fazit: angenehmer, leichter Märchengrusel aus Russland.