Kritik: Iron Sky: The Coming Race

Iron Sky: The Coming Race ist die Fortsetzung zu Iron Sky, der mir gut gefallen hat, auch in der zweiten Sichtung.

Der Nachfolger setzt einige Zeit nach dem ersten Teil ein: die Erde ist unbewohnbar, was an Leuten übrig ist, fristet auf dem Mond sein Dasein. Als Russen von der Erde kommen, bringen sie Führer Kortzfleisch mit, der unserer Hauptheldin von der hohlen Erde, den Reptiloiden und einer unendlichen Energiequelle erzählt, die für das Weiterleben der Menschheit genutzt werden könnte, um dem instabilen Mond zu entkommen.

Eigentlich alles da für einen guten Film: Mondnazis, Reptiloiden, Apple-Kult, Anspielungen auf das letzte Abendmahl, Hohlerde, Nazidinosaurier, Nokia-Handy usw. usf. Und wenn es dazu kommt, sind die Szenen auch gut.

Aber der Film zieht sich. Wo der erste Teil einfach auf die Kacke gehauen hat, wird hier schauspielerisch versucht, etwas zu retten – das geht schief. Noch dazu ist alles so klischeehaft, dass eine Over-the-Top-Inszenierung erste Wahl gewesen wäre.

Der Film war dadurch nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut. Auch wenn es schöne Zitate gab:

Sieg Heil, Mutterfickers!

Fazit: schwacher Nachfolger mit guten Einzelszenen.

Kritik: Iron Sky

Iron Sky habe ich zuerst auf der Berlinale gesehen, letztens noch einmal in Vorbereitung auf den zweiten Teil.

Es geht um die Nazis auf dem Mond, die zurückkehren, um entweder die Erde zu erobern oder der Erde den Frieden zu geben, je nach Figur. Dabei hält sich Regisseur Vuorensola wunderschön an den Mythos der Mondnazis, zieht alles ins Lächerliche (teils etwas flach), verliert dabei aber nicht den Blick für einen guten Film.

Dabei sollte man für das komplette Filmvergnügen die Geschichte um die Mondnazis schon kennen und auch mit den Zeitreferenzen etwas anfangen können – Sarah Palin erscheint dann im Nachhinein als die bessere Alternative zum jetzigen Präsidenten.

Die Schauspieler sind gut bis sehr gut, insbesondere Julia Dietze, Udo Kier, Götz Otto und Peta Sergeant sind hervorzuheben (also eigentlich alle Hauptdarsteller:innen). Auch die Spezialeffekte sind toll, sie bestehen auch heute noch den Gucktest der verwöhnten CGI-Augen. Die Inszenierung der Technik im Steampunkstil hilft dabei, das sieht einfach gut aus.

Fazit: guter Film.