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Kino Kritik

Kritik: Der Superfighter (1983)

Der Superfighter (chin. A gai waak, engl. Project A) – Jackie Chan gegen Piraten.

Oh weh. Die Geschichte ist irgendwas mit Marine, Polizisten, Piraten, die dt. Synchro versucht gar nicht, irgendeinen Sinn reinzubringen, das sind Kalauer auf unterstem Niveau.

Ob es im Original besser ist? Wahrscheinlich schon, denn das Lexikon des Internationalen Films schreibt:

Eine perfekte Mischung aus brillanten Actionszenen und trockenem Humor, der in der miserablen Synchronisation zu Kalauern degradiert wurde.

Es ist ein typischer Chan der albernen Ära, im Endeffekt müssen wir die Geschichte ertragen, um drei Actionszenen zu erleben: Verfolgung durch die Stadt (u.a. mit Fahrrädern), der Uhrturm-Stunt und Klopperei mit den Piraten.

Das ist gut, wenngleich noch nicht auf dem Niveau späterer Kämpfe, einfach, weil die Kamera noch nicht so gut ist und die Kampfchoreo teils etwas unübersichtlich. Aber dennoch unterhalten die Kämpfe schon sehr gut.

Aber der Rest…ist grottenschlecht. Und vom Ansehen des Films her kann ich mir nicht vorstellen, dass das nur an der Synchro liegt. Und über „perfekte Mischung“ muss man auch noch mal nachdenken.

Fazit: für Fans oder Leute, die vorspulen können aber nicht langweilig.

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Kino Kritik

Kritik: Police Story (1985)

Während es Jackie Chan schon mein ganzes Leben gab, habe ich ihn erst Ende der 80er kennengelernt (also nicht persönlich, sondern seine Filme) und konnte ihn Anfang der 90er sogar im Kino sehen.

Police Story, seinen endgültigen Durchbruch, habe ich allerdings erst letztes Wochenende nachgeholt.

Sagen wir: ein interessanter Film und ein Kind seiner Zeit.

Die Geschichte ist unwichtig, ein Gangster muss verhaftet werden, Jackie (im Deutschen mit „Kevin“ übersetzt. Was zum …) muss eine Zeugin beschützen, seine Freundin behalten und natürlich die Gangster aufmischen.

Das Ganze ist Chan-typisch extrem albern mit unglaublich guten Stunts, leider gepaart mit einer schlimmen deutschen Synchro und sehr, sehr tiefen Schnitten. Es fehlen ganze Handlungsstränge. Immerhin sind derzeit alle Kloppereien und Stunts zu sehen, da waren früher auch noch 18 Minuten rausgeschnitten.

Dunkle Zeiten der FSK.

Wie gesagt, die Synchro ist unterirdisch, wobei ich denke, auch das Original hat schon nicht die schlauesten oder wenigstens guten Dialoge, sondern kalauert vor sich hin. Insbesondere mit Frauen kann Chan hier noch nicht viel anfangen (das wurde besser, aber selten gut), dabei können die Schauspielerinnen hier was.

Aber.

Die Stunts. Beeindruckend. Das ist schon extrem gut anzusehen und recht roh geschnitten und gedreht. Keine unnötigen Zeitlupen, da wird aufeinander losgeprügelt, dass es eine Freude ist. Der große Abschlussstunt ist dreimal aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu sehen, allerdings/immerhin hat sich Chan hier ernsthaft verletzt beim Dreh.

Also: als Prügelfilm ist der Film gut, dazwischen ist er extrem albern, es ist ein wenig zu viel Zeit zwischen den Prügeleien. Dennoch, wenn man sich dran gewöhnt hat, macht der Film Spaß. Auf seine eigene Weise.

Fazit: mit Kontextwissen und angepassten Erwartungen: geniale Stunts in dünnem Film.