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Kino Kritik

Kritik: Black and Blue (2019)

Black and Blue schildert zwei Tage im Leben der schwarzen New-Orleanser Polizistin Alicia, der gleich mit einer rassistisch motivierten Personenkontrolle anfängt.

Auf Streife sieht sie alte Bekannte wieder, die mit ihr nichts zu tun haben wollen, da sie jetzt Polizistin (blue) ist. In der Polizei und der Gesellschaft gibt es genügend Rassisten, für die sie nur schwarz (black) ist. Und so muss sie sich ständig rechtfertigen, warum sie überhaupt zur Polizei gegangen ist.

Später am Tag muss sie einen Mord des Polizisten Malone am Neffen des Oberdrogenhändlers Darius mit ansehen und wird daraufhin von beiden Seiten gejagt: der Polizei, weil sie die Tat auf ihrer Bodycam aufgenommen hat, von Darius, weil ihr die Tat von Malone angehängt wird.

Das ist dann der Hauptteil des Films: wie kommt sie aus der Situation heraus, wem kann sie trauen, wer ist auf ihrer Seite und wer nicht?

Und das ist sehr, sehr spannend. Regisseur Deon Taylor schafft es, einem die Figuren nahezubringen und deutlich zu machen, wie machtlos Schwarze gegenüber der Polizei sind. Und das vor der Black-Lives-Matter-Bewegung. Obwohl diese ja auch „nur“ bestehendes Unrecht offenbar gemacht hat.

Vor diesem Hintergrund bekommt die ganze Trostlosigkeit der Gegend und der Perspektiven der Figuren eine tiefere Bedeutung, die nachvollziehbar ist. Das wird jedoch sehr gut in einen sehr spannenden Film eingebaut, denn obwohl wir in einem Hollywoodfilm nie am Happy-End zweifeln dürfen, ist der Weg dahin wirklich gut gefilmt.

Das Ende versucht dann tatsächlich, einen positiven Schluss zu setzen, der vor dem aktuellen Hintergrund der straflosen Ermordung von Schwarzen durch die Polizei eher wie eine Utopie oder ein Märchen wirkt. Der ganze Schluss ist auch etwas zu pathetisch geraten, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Schauspielerisch trägt Naomie Harris den Film problemlos. Ihre Rolle ist nüchtern, gradlinig und etwas naiv angelegt. Leider mit kleineren Ungereimtheiten, für jemand, der zwei Mal in Afghanistan war, ist sie z.B. sehr überrascht von Morden und wie gelähmt dadurch. Andererseits erfahren wir auch nicht, was sie dort war.

Und da ich die ganze Zeit über gerätselt habe, woher ich Naomie Harris kenne: 28 Days Later, Pirates of the Caribbean, Ninja Assassin, Skyfall und Spectre und jetzt ist es mir peinlich, dass mir das nicht sofort einfiel.

Und wie jedesmal beim Gucken eines Films im trostlosen Teil der USA: ich glaube, die haben wirklich Gegenden, wo es so aussieht und das ist sehr traurig.

Fazit: sehr guter Cop-Actionfilm, unbedingt ansehen.

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Kino Kritik

Kritik: Treasure Planet (2002)

Treasure Planet (dt. Der Schatzplanet) ist die Disney-Verfilmung der Schatzinsel von Stevenson, verlegt in den Weltraum.

Die Geschichte wird nur leicht angepasst, bleibt der Romanvorlage aber überwiegend treu. Die Figuren sind disneytypisch adaptiert und sehr nett umgesetzt. Die härteren Szenen sind entschärft, aber nicht rausgenommen worden, so dass nicht nur ein feel-good-Disney entstanden ist.

Die Idee, den Film in den Weltraum zu verlegen ist sehr gut gelungen, denn die Ideen, die damit in den Film geflossen sind, sind zahlreich und sehr, sehr hübsch.

Ich bin für den Film extra nach Hellersdorf ins CineStar gefahren, halbe Weltreise, und hab es nicht bereut.

Fazit: sehr schöne, einfallsreiche Disney-Adaption des klassischen Stoffs.

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Kino Kritik

Kritik: The League of Extraordinary Gentlemen (2003)

The League of Extraordinary Gentlemen ist eine Comic-Verfilmung mit riesigem Staraufgebot und im Endeffekt kann man nur hoffen, dass das Comic besser ist.

Knappe zwei Stunden Aufregung, Actionszenen, CGI-Schlachten – und das ist so langweilig und vorhersehbar und schlecht gedreht, dass es sich wie drei unendliche Stunden anfühlt.

Die Geschichte ist schlecht, die Schauspieler:innen sind nicht gut, die CGI sind richtig mies, Schnitt funktioniert gar nicht.

Viel mehr ist nicht zu sagen, meidet den Film und seht Euch was Schönes an.

Fazit: kein guter Film.

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Kino Kritik

Kritik: Phone Booth (2002)

Phone Booth dreht sich um Colin Farrell, der in einer Telefonzelle von einem unbekannten Anrufer per Scharfschützengewehr in Schach gehalten wird. Der Anrufer verlangt, dass Farrell seiner Frau von seiner Beziehung mit einer anderen Frau erzählt.

Im Lauf des Films werden noch ein paar Leute erschossen, während wir mit Farrell in der Zelle bleiben und mitraten, wie wir da wieder rauskommen. Das gelingt erstaunlich schlüssig, nachdem wir die eher unrealistische Ausgangslage akzeptiert haben. Happy End mit kleinem (unüberraschenden) Twist.

Ach ja, der Film ist in Ordnung. Aus der Ausgangssituation wird ein guter Film gestrickt, der spannend bleibt, da nicht genau klar ist, was der Anrufer eigentlich will und wie Farrell da wieder rauskommen soll. Die Auflösung ist etwas mager aber das ist egal.

Fazit: ordentlicher, unterhaltsamer, durchaus spannender Film.

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Kino Kritik

Kritik: King Kong (2005)

King Kong, die Verfilmung von Peter Jackson.

An sich ist die Geschichte leidlich bekannt: eine Expedition zu einer verlassenen Insel fördert einen indigenen Stamm zu Tage, der sich mit dem Riesenaffen und den Dinosauriern auf seiner Insel arrangiert hat und ihnen Naomi Watts darbietet. Diese betört Kong und er tötet Dinos für sie, fährt mir ihr nach New York und stirbt dort auch für sie.

Alles begleitet von einer unnötigen Liebesgeschichte mit Adrien Brody und Jack Black ist als geldgieriger Kapitalist sehr, sehr unglaubwürdig.

Ja, der Film ist nicht richtig schlecht. Aber die Geschichte ist ein einziges Klischee, die neuen Elemente erst recht, der Film findet kein Ende (3 Stunden! 22:30 Uhr mit Werbung!) und ist sehr, sehr zäh erzählt. Trotz der beeindruckenden Effekte, des Sounds, des Casts, des Regisseurs.

Im Ernst: schneidet anderthalb Stunden raus, dann ist der Film ok bis sehr gut. Liebesgeschichte, Drumrumerzählung – das alles hält nur auf.

Wir haben ihn uns angesehen aber dann war ich froh, dass er durch war und ich ihn schnell vergessen konnte.

Fazit: viel zu langer, zäher King-Kong mit zu viel Nebengeraffel.

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Computerspiele Kritik

Spielkritik: Duke Nukem Forever (2011)

Nach dem großen Erfolg von Duke Nukem 3D war klar, dass schnell ein Nachfolger kommt, der das Spiel aufgreift, leicht verbessert und viel Geld einbringt.

Leider hat das nicht geklappt. Keine Ahnung, was genau schiefgegangen ist, mit hoher Wahrscheinlichkeit schlechtes Projektmanagement, überzogene Ansprüche und so. Fast jedes Jahr kam neue Hoffnung auf, dass der Duke wiederkommt, ab 2001 wurde „when it’s done“ zum geflügelten Spruch für die Development Hell. 2009 ging dann 3D Realms pleite und ich dachte, das wird gar nichts mehr.

Dann plötzlich war das Spiel 2011 fertig, ein extrem sexistischer Ausschnitt kündigte das Spiel an, von dem ich noch dachte, dass er ironisch mit den Erwartungen der Spieler:innen spielt (ja, das war Naivität oder Blödheit, wahrscheinlich eine Mischung aus beidem).

Da lag ich weit weg. Das Spiel ist sexistische Kackscheiße und ein richtig, richtig schlechtes Spiel. Ladezeiten aus der Hölle, Gameplay aus der Hölle, Steuerung aus der Hölle, Level, die einfach unterirdisch schlecht sind. Wenn man sehen will, wie ein Computerspiel nicht sein sollte, dann Duke Nukem Forever spielen.

Höhepunkt die Wände mit Brüsten, auf die man schlagen soll. Im gleichen Level soll man alle Frauen, die dort schwanger an Pfähle gebunden sind, erschießen.

Ich denke mir das nicht aus, das ist im Spiel drin und das ist ernst gemeint.

Damit war der Duke dann auch tot, davon erholt sich nicht einmal eine ironische Spielfigur, es zeigt auch gut das Problem in der Spieleszene, dass die Entwickler und das Gamestudio dachten, dass so ein Spiel ok ist.

Während ich sonst froh bin, wenn ich daran beteiligt sein kann, wenn Spielgeschichte geschrieben wird (Doom, Duke Nukem 3D, Half Life) ist das hier eindeutig der Tiefpunkt meiner Spielerkarriere.

Wenn die Spieleindustrie wenigstens draus gelernt hätte…

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Computerspiele Kritik

Spielkritik: Duke Nukem 3D (1996)

Nach dem Riesenerfolg von Doom und Doom II schossen natürlich Nachfolger wie die Pilze aus dem Boden. Unter ihnen Duke Nukem 3D, der Nachfolger zweier 2D-Plattformer, der den nächsten Standard für FPS setzte. Entwickler firma: 3D Realms.

Im Gegensatz zu Doom kann die Spielerin mit dem Jetpack fliegen und die Umgebung deutlich mehr zerstören als das Doom zuließ. Dazu kamen interessante Gegner und ein schnodderiger Duke, der klar an den Ash aus Army of Darkness angelegt ist und seine Zitate fast vollständig aus diesem Film schöpft. Dazu kommt ein leichter Sexismus, der damals zum guten Ton gehörte, jedoch noch halbwegs in den Sphären von Big Trouble in Little China und ähnlichen Filmen schwebte.

Das Spiel ist ein Klassiker und das zu recht. Das Leveldesign ist phantastisch und abwechslungsreich, die Gegner sind gut, der Schwierigkeitsgrad ist anspruchsvoll aber nicht unfair.

Eine interessante Waffe z.B. ist die Verkleinerungskanone, mit der die Gegner soweit verkleinert werden, dass man sie mit dem Fuß zerstampfen kann.

Das war’s eigentlich schon, Genrefans können einen Blick riskieren, im Gegensatz zu Doom finde ich das Spiel schlechter gealtert, das Leveldesign ist zwar gut, aber die Gags und Art des Duke sind doch sehr aus der Zeit gefallen.

Einziger Wermutstropfen: die Entwicklungshölle für einen Nachfolger und dessen unterirdische Qualität.

Fazit: Klassiker des FPS-Genres.

Hail To the King, Baby.

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Kino Kritik

Kritik: The Wrath of Vajra (2013)

The Wrath of Vajra (chin. 金剛王:死亡救贖) ist ein chinesischer Martial-Arts-Film, bei dem die Japaner die Bösen sind, die Chinesen die Guten und die Japaner versuchen, China durch die Tempel des Hades zu unterjochen, in denen Kinder das Töten lernen.

Unser nicht wirklich sympathischer Hauptheld ist dort auch aufgewachsen und muss den Hades-Kult zerschlagen, Hauptgegner sind ein großer Böser, ein beweglicher Böser und der muskulöse Endgegner, der deutlich besser und stärker aussieht.

Aber die „17-Sekunden-tot“-Technik rettet den Tag. In einer „ich kann wieder töten“-Szene vom Feinsten.

Ach.

Alle Darsteller können nicht schauspielern. Die sind schlechter als JCVD in Bloodsport! Statt das durch Action zu kaschieren nimmt sich der Film Zeit, den Leuten beim nichtschauspielern zuzusehen. Da ist nichts. Weder Mimik, Gestik noch Intonation. Dazu ein grottenschlechter Text.

Die beste Rolle hat Nam Hyun-Joon als Crazy Monkey, der hat wirklich gute Bewegungen drauf. Zweitbeste Rolle Yanlin Dong, der gebückt rumläuft und „Aaaahhh“ macht. Sobald er reden darf, ist die Rolle dahin.

Irritierendste Rolle ist schwer zu vergeben, davon gab es einige. Ich nominiere den Glückskeksweisheiten von sich gebenden Mönch, der mitten im Film im Sitzen mit einem lauten Knacken stirbt.

Dicht gefolgt von einer Gruppe Amerikaner, die Teil der chinesischen Armee sind und nur englische Hauptsätze von sich geben können. „Rossi“

Es gibt genau eine Frau im Film, deren Rolle es ist, zu fotografieren, rumzulaufen und zu sterben. Gesamtzeit ca. 2 Minuten.

Apropos: mindestens 2 Minuten waren auch die Filmfirmen am Anfang des Films. Ich dachte ehrlich schon, das ist ein Metagag à la Monty Python.

Die Geschichte ist einfach blöd. Das ist in einem Martial-Arts-Film in Ordnung, wenn die Kämpfe ok sind und die Zeit dazwischen nicht zu lang.

Zum zweiten Punkt: wir haben den Film dann in doppelter Geschwindigkeit gesehen und nur zu den Actionszenen angehalten, trotzdem haben sich die Leute nicht zu schnell bewegt und alle Untertitel waren bequem lesbar.

Zu den Kämpfen: kämpfen konnten die Leute. Leider war das so schlecht und konfus gedreht, dass davon nicht viel zu sehen war. Bewegungsachsen, Orientierung des Zuschauers – das wird überwunden. Und der Endkampf: man muss das gesehen haben. Der ist mit unnötig vielen Zeitlupen gespickt und sah aus wie so ein Werbefilm für Dolby-Digital und High-Def-Filme. Fäuste, die in Zeitlupe Regentropfen zerschlagen. Männerkörper im Regen. Ironiefrei.

Übrigens regnete es nur für den Endkampf, davor und danach Sonne.

Nein, das ist kein guter Film. Für einen guten Trashfilm reicht es leider auch nicht, dafür ist der Film zu langatmig.

Fazit: großen Bogen drum machen.

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Computerspiele Kritik

Spielkritik: Doom 3 (2004)

Wie gestern schon geschrieben, sorgte der Erfolg von Quake dafür, dass Doom acht Jahre nicht fortgesetzt wurde. Pläne, Doom weiterzuführen, gab es jedoch schon die ganze Zeit und id sah die Möglichkeit, eine neue Engine mit einem neuen Doom zu promoten.

Dazu muss gesagt werden, dass id damals (heute weiß ich nicht) deutlich mehr Geld an Engines verdiente, insbesondere an der Quake-Engine, als an den Spielen selbst. U.a. um die Möglichkeiten zu zeigen und diese zu promoten wurden dann Referenzspiele wie Doom 3 erzeugt.

Außerdem muss man löblich erwähnen, dass id sehr lange auf plattformübergreifende Engines gesetzt hatte, insbesondere um Linux-Gaming hat sich id sehr verdient gemacht.

Vor diesem sehr positiven Hintergrund: Doom 3 ist ein Griff ins Klo.

Doom und Doom 2: Spiele ohne Geschichte, bei denen es darum geht, Horden von Dämonen zu metzeln und das in einer unglaublichen Geschwindigkeit mit einer vorgegebenen Anzahl von unveränderlichen Waffen, die einfach nur schießen.

Doom 3: ein sehr, sehr langsames Spiel mit viel Geschichte und ab und an gesetzten Spitzen von Dämonen mit Waffen, die man verbessern kann und die äußerst kompliziert einzusetezn sind, teilweise mit Aufladen durch Kills.

Man drückt auf eine Taste und mehrere Sekunden später setzt sich die Spielfigur in Gang und schleicht vor sich hin, dass man Tränen in den Augen bekommt. Keine Freudentränen.

Ja, das Spiel sieht grandios aus. Ja, die Atmosphäre ist gruslig. Ja, gegen Ende hin wird das Spiel besser. Ja, der Zeitgeist verlangt nach Spielen mit Story, Atmosphäre und Aufleveln. Ja, Half Life hat mit diesen Zutaten ein geiles Spiel gemacht (obwohl Gordon Freeman nie so langsam wird wie der Doom Guy hier). Ja, die Kritiker fanden das gut und kritisierten maximal die Reminiszenzen an die Original-Dooms(!)

Aber nein: das ist kein Doom. Das ist ein guter Horrorshooter mit Atmosphäre aber kein Doom.

Ich bau doch keine Ducati, die aussieht und sich fährt wie eine Goldwing und sag dann: tolle Ducati.

Und ja, alle anderen liegen hier falsch und ich hab Recht.

Ich hab da Spiel durchgespielt, teils aber nur aus Pflichtbewusstsein. Und das ist es doch nicht.

Was hab ich mich drauf gefreut…

Und wenn dann das Doom rauskommt, das ich haben will – hab ich eine PS 3! Argh. Wird besser, hab aufgerüstet aber noch nicht durchgespielt.

Ich könnte jetzt Detailkritik üben an den luftleeren Phasen, den unnötigen Schockeffekten, dem Leveldesign, der allgemein vorherrschenden Dunkelheit aber das würde am Thema vorbeigehen, denn für ein anderes Spiel sind das passable Elemente.

Aber Doom.

Fazit: nix für mich.

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Computerspiele Kritik

Spielkritik: Doom II (1994)

Klar gab es nach dem Erfolg von Doom einen zweiten Teil. Glücklicherweise nur ein Jahr nach dem ersten. Glücklicherweise wurde nichts neu erfunden, sondern der erste Teil verbessert.

Doom II.

Größer. Viel größer. Mehr Dämonen, darunter fiese Zeitgenossen wie der Arch-Vile, der Mancubus oder der Revenant. Eine neue Waffe: die Super-Shotgun (aus der Nähe ein Schuss für einen Demon).

Die Geschichte: die Dämonen sind auf die Erde gelangt, müssen getötet werden und dann geht es in die Hölle zum Endkampf.

Es gibt 30+2 Bonuslevel, die hintereinander durchgespielt werden, als Verbesserung zu Doom sind die Level gigantisch groß und extrem gut gebaut. Jeder Level hat seinen eigenen Charakter, überall bewegt sich was, und mit einer guten Strategie kann man viel erreichen.

Zwei neue Monster, Heavy Weapon Dude und Pain Elemental finde ich nicht so gut gelungen, aber das ist Beschweren auf hohem Niveau.

Die Freude, die Level zu erkunden, zu sehen, was sich Sandy Petersen und American McGee ausgedacht haben und die Freude, wenn man einen Level endlich geschafft hat…

Apropos Level geschafft, ich kann das Spiel nicht durchspielen, für den letzten Level, Icon of Sin, fehlt mir die spielerische Qualität. Selbst im God Mode ist das Ding nicht schaffbar. Ich hab mir ein paar Videos angesehen, wie es geht: es bleibt unschaffbar.

Macht aber nix, der Rest macht einfach nur Spaß. Keine Story, die man durchleiden muss, kein Waffenaufleveln, keine Ablenkung vom Ziel des Spiels: Spaß.

In Deutschland gab es wieder Indizierungsunfug, das war nicht anders zu erwarten.

„Leider“ erfand id software danach Quake, das mit einer neuen Engine und Quake Arena das Netzwerkspielen revolutionierte. Das bedeutete für Doom leider eine Pause von acht langen Jahren bis zum nächsten Spiel, lang insbesondere, weil ich mit Quake nie warm wurde.

Fazit: ein weiterer Meilenstein der Spielgeschichte, noch einen Tick besser als Doom.