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Kino Kritik

Kritik: Blade Runner 2049 (2017)

Blade Runner 2049 – endlich mal Zeit und Muße gefunden, den Nachfolger von Blade Runner anzusehen. Ein Film für die große Leinwand, wenn er noch mal im Kino kommt, könnte es sich lohnen, ihn wegen der Bilder noch einmal anzusehen. Den Abspann konnten wir nicht lesen, weil die Buchstaben dafür zu klein waren.

Und ein Referenzfilm für Soundanlagen. Was für ein bombastischer Ton. Ich entschuldige mich immer noch vielmals bei unserem Bass, dem ich vorgeworfen hatte, zu leise zu sein. Der kann grummeln, dass es eine Freude ist.

Entschuldige, Bass.

Der Film versucht nicht nur, eine Geschichte im Blade-Runner-Universum zu erzählen, sondern versucht auch, die Handlung des ersten Teils aufzunehmen und weiterzuspinnen. Das gelingt inhaltlich erstaunlich gut.

Auch erzählerisch hat Denis Villeneuve aus dem Vollen geschöpft und lehnt sich mit den Bilder stark an die Ursprungsästhetik an, schafft dennoch etwas Neues, indem er die ständige regnerische Düsternis mit wüstenartiger Röte abwechselt. Dazu die schon angesprochenen bombastischen Bilder.

Und der Soundtrack von Hans Zimmer. Stark an Vangelis angelehnt und diesen zitierend, schafft Zimmer trotzdem etwas Neues, wirft ein wenig Zimmer-Bombast rein und fertig ist der Bassbeweger. Das ist schon beeindruckend.

Die Geschichte ist zwar inhaltlich gut, leider aber auch etwas eindimensional angelegt. Bis zum Rückgriff auf Decker gefiel mir der Ansatz sehr gut, nach der „Auflösung“ wurde es zunehmend flach. Da war aber noch eine Stunde Film übrig. Es wurde versucht, die inhaltliche Stimmung des Originals um Gefühle von Replikanten und deren Menschsein aufzunehmen, leider dann zu geradlinig aufgelöst.

Dazu war der Film zu lang. Der Film schwelgt in Bildern, Einstellungen und dem Sound und das ist meist sehr gut und angemessen, Allerdings ist es oft auch zu lang und genau diese Szenen hätten gekürzt werden können. Klar ist das eine Gratwanderung aber so machte das einen unausgeglichenen Eindruck. Dennoch sei noch einmal betont, dass die Länge in vielen Szenen auch gepasst hat.

Die Figuren sind unterschiedlich. K (Ryan Gosling) hat die beste Rolle und Gosling spielt diese auch perfekt durch. Das war schon wirklich großartig. Auch Harrison Ford darf, wenngleich nur kurz, gut aufspielen. Und Joi (Ana de Armas) und die Chefin (Robin Wright) dürfen in ihren kurzen Auftritten richtige Charaktere verkörpern.

Der Rest ist leider nur Mittel für die Geschichte, unterkomplexe, wandelnde Klischees. Das stört doch sehr, insbesondere unsere Bösen Wallace (Jared Leto) und Luv (Sylvia Hoeks) sind einfach nur schlechte Figuren, Luv bekommt auch einen sehr unwürdigen, störenden Tod ab, das war einfach nur widerlich und hätte der Film nicht nötig gehabt.

Was auch auffällt, ist die Fixierung des Films auf nackte Frauen und deren Brüste. Ich war ja froh über jede Frau, die nicht nackt sein musste. Muss nicht unbedingt sein, freie Pornoseiten existieren.

Was heißt das insgesamt? Blade Runner 2049 ist schon ein beeindruckender Film, da lässt sich nichts sagen. Leider schwächelt er im Drehbuch und der Charakterzeichnung. Die Bösen wären nicht nötig gewesen und es wäre besser gewesen, sich nur auf K zu konzentrieren, ohne den Bogen zum alten Film zu ziehen. Die Länge wäre noch ein Bonus gewesen, die hat aber am wenigsten gestört.

Es ist schwierig, Blade Runner fortzusetzen und dabei schlägt sich der Film sehr gut, ich hätte mir halt nur gewünscht, dass es nichts zu kritisieren gegeben hätte.

Fazit: sehr guter Film, sehr gute Fortsetzung mit leichten Mängeln.

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Kino Kritik

Kritik: The Meg (2018)

The Meg – ein Megalodon (großer prähistorischer Hai) wird aus dem Marianengraben geholt, der tiefer als gemessen ist, weil dort eine kalte Wasserschicht statt eines Bodens ist. Jason Statham muss den Hai erlegen.

First things first: der Film ist unterhaltsam. Jason Statham ist in beeindruckender körperlicher Form. Die Effekte waren gut. Das kleine Mädchen ist nicht nervig. Die Verkupplungsdialoge waren wirklich gut. Figuren entschuldigen sich, wenn sie einen Fehler gemacht haben und Entschuldigungen werden angenommen. Der Film würde den Bechdeltest bestehen.

Aber das war es auch an Positivem. Der Film ist so unglaublich dumm.

Alle Figuren handeln, als ob Nachdenken unter Strafe gestellt würde. Das Drehbuch ist grottenschlecht und ein Abhaken aller Riesenhai-Monster-Film-Klischees. Wirklich aller Klischees.

Argh.

Das ist wirklich nicht gut. Die Schauspieler und die Inszenierung sind gut genug, dass man nur leicht mit dem Augenlid zuckt, weil es so schlimm ist, aber es ist wirklich schlimm. Noch kein Trash, dafür fehlt Casper van Diem, aber…

Beispiel gefällig?

Wir haben eine voll ausgerüstete Unterwasserstation mit Rettungs-U-Boot. Das Forschungs-U-Boot gerät in Not und hat 18 Stunden. Da holen wir den Rettungsspezialisten, der Alkoholiker und vier Jahre nicht getaucht ist mit dem Hubschrauber aus Taiwan, statt einfach selbst runterzufahren. Und wenn er kurz davor ist, an Bord zu kommen, um alle zu retten, geht die Wissenschaftlerin mit dem kleinen Boot (nicht dem Rettungs-U-Boot) nach unten, um das andere Schiff hochzuholen, das dabei auf jeden Fall explodieren würde.

Es ist noch schlimmer als es sich erzählt.

Aber das Schlimmste: der Hai ist zu klein. Die ganze Zeit dachte ich, jetzt muss doch mal der durch Poster und Trailer angekündigte große Hai kommen…

Fazit: Hai zu klein, unterhaltsam, grottenschlecht, kein Trash.

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Kritik Musik

Musikkritik: Among the Living (1987)

Among the Living von Anthrax – das letzte der großen vier Alben.

Die instrumentale Seite erinnert ein wenig mehr an Metallica, Songaufbau und Gesang eher an Slayer.

Wir haben also durchaus melodiöse und eher abwechslungsreiche Lieder, aber eher eintönigen Gesang. Zum Glück sind die Lieder alle schnell genug, dass die Freude am Album nicht verblasst.

Im Gegenteil, hier sind mehr Lieder zum Entdecken drauf als bei Slayer, auch wenn ich mir musikalisch und vor allem gesanglich mehr Abwechslung gewünscht hätte. Joey Belladonna sang live etliche Jahrzehnte später deutlich besser.

Es lohnt sich, in das Album reinzuhören, nicht jedes Lied ist ein Brecher, aber jedes ist unterhaltsam und schnell.

Und Scott Ian ist einfach ein cooler Typ.

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Kritik Musik

Musikkritik: Reign in Blood (1986)

Reign in Blood – nach Master of Puppets und Peace sells… das dritte Album der großen Vier, die Band ist Slayer.

Das ist Thrash Metal, wie er sein sollte – schnell. Und an manchen Stellen schneller.

Da ist es egal, dass es keine große Vielfalt in den Liedern gibt oder dass der Gesang tatsächlich wie bei Megadeth Sprechgesang ist ohne Melodie. Denn darunter liegt schnelle, harte Musik.

Schade ist, dass die Band sehr stark mit Nazisymbolik kokettiert. Ich nehm ihnen ja ab, dass sie keine Nazis sind, aber dann muss man auch kein Runen-S in das Bandlogo aufnehmen oder ein textuell unkritisches Lied, Angel of Death, über Josef Mengele auf die Platte bringen. Das ist so extrem billige Provokation. Und:

I know why people misinterpret it – it’s because they get this knee–jerk reaction to it. When they read the lyrics, there’s nothing I put in the lyrics that says necessarily he was a bad man, because to me – well, isn’t that obvious? I shouldn’t have to tell you that.

ist halt eine billige Ausrede. Das ist gespielte Naivität, die die Realität ausblendet. Dennoch, das sei deutlich gesagt: hier spielt keine Naziband für ein Nazipublikum, ich hab sie live gesehen und auch das Publikum dazu. Ebenfalls dennoch: so billige Provokationen sind einfach nur billig.

Zurück zur Platte: die ist ein Brett, das ist schneller, guter Metal, live kriegen sie das genau so auf die Bühne – „Reign in Blood“ ist nicht abwechslungsreich aber sehr unterhaltsam.

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Kritik Musik

Musikkritik: Peace Sells… but Who’s Buying? (1986)

Peace Sells… but Who’s Buying? – das zweite der großen vier Alben des Thrash-Metal. Nach Metallica diesmal Megadeth, gegründet von Dave Mustaine, der bereits vor dem ersten Album aus Metallica geschmissen wurde, wegen Alkohol- und Drogenmissbrauch. Das muss man auch erst mal schaffen.

Also gründete er Megadeth, um zu zeigen, dass er Musik kann und diese auch schneller und härter als Metallica.

Hat nicht geklappt, jedenfalls, wenn ich mir „Peace sells…“ anhöre.

Disclaimer: ich hab Megadeth nie live gehört und die Platte erstmals vor 5 Tagen. Also sehr frische Eindrücke.

Mann, ist das öde. Jedes Lied fängt interessant an, dann kommt jedesmal das gleiche 80er-Geschrummel, atonaler Gesang, fast Sprechgesang mit immer der gleichen Note, ein Solo und dann ist das Lied auch wieder aus. Da alles pseudoschwer und halbschnell.

Zweimal hab ich die Platte jetzt angehört, nicht ein Lied hat mich zum mehrfachen Anhören bewegt.

„Peace sells…“ ist offensichtlich nichts für mich, das ist so öder, früher Metal ohne Differenzierung in den Liedern. Alles solche Lieder, die evtl. live besser sind aber nicht hintereinander auf einer CD. Und „schneller und härter als Metallica“ – wirklich nicht.

Was ich nicht einschätzen kann, ist der Einfluss in der damaligen Zeit, das Album wird ja nicht umsonst gehypt werden. Wahrscheinlich gab es so eine Musik halt noch nicht und ich kenne mittlerweile genug davon.

Also, nicht abhalten lassen, meins ist es nicht, aber es ist eine der definierenden Platten des Genres.

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Kino Kritik

Kritik: Layer Cake (2004)

Layer Cake – das ist britisches Gangsterkino, wie man es liebt: angenehm trockener Grundton, kurze Gewaltspitzen, gute Dialoge und eine verzwickte Geschichte.

Daniel Craig ist ein Drogenhändlermittelsmann und ein guter dazu. Es hat sein Geschäft im Griff und möchte in Bälde aussteigen, um ein normales Leben zu führen. Dazu hat er sein Geschäft und sein Geld geordnet.

Verwicklung: er soll Geschäfte mit einem inkompetenten Angeber machen, sein Boss besteht darauf und deutet auch an, dass ein Aussteigen unmöglich ist. Mehr Verwicklung mit serbischen Drogenhändlern, dem Oberboss, Verrat, Gegenverrat etc. pp.

Es wäre müßig die ganze Geschichte hier aufzudröseln, im Endeffekt geht es darum, ob es unser Hauptheld lebend aus dem Geschäft schafft und wer auf der Strecke bleibt.

OK, der Film ist unterhaltsam und gut. Schauspieler stimmen, zwei Schauspielerinnen sind zwar auch vorhanden, aber ihre Rollen (blonder Bimbo und schwarzhaariger Bimbo) – es ist ein Männerfilm. Nicht von Tom Hardy beirren lassen – ganz kleine Nebenrolle. Dafür Michael Gambon fantastisch. Und Colm Meaney auch mal in einer ordentlichen Rolle, ich bin bei ihm noch sehr Con-Air-geprägt.

Craig überzeugt als eher dussliger Krimineller, der nichts im Griff hat und von den Großen hin- und hergeschubst wird. Dennoch soll er ein cleverer Kerl sein. Bild-Ton-Schere.

Das Drehbuch erzählt eine interessante Geschichte, gerade am Ende ist sehr viel auf Zufall aufgebaut, was dann als Plan verkauft wird, aber das ist nicht so wild. Der Film funktioniert auch mit kleinen Plotlöchern.

Interessant ist, dass für mich die Identifikation mit Craig’s Figur überhaupt nicht geklappt hat, er ist halt ein krimineller Idiot, ob er da rauskommt oder nicht, ist mir persönlich völlig schnurz. Gefesselt hat mich die allgemeine Geschichte, nicht das persönliche Schicksal.

Der Film guckt sich gut weg, ist danach gleich wieder vergessen, hat für die Laufzeit aber sehr gut unterhalten.

Fazit: guter britischer Gangsterfilm ohne Nachhall.

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Kritik Musik

Musikkritik: Master of Puppets (1986)

Master of Puppets ist eine der vier Alben der vier großen Thrash-Metalbands, die das Genre des amerikanischen Thrashmetal begründeten. Da haben wir neben Metallica, von denen „Master of Puppets“ ist, in Veröffentlichungsreihenfolge: „Peace Sells… but Who’s Buying?“ von Megadeth, „Reign in Blood“ von Slayer sowie „Among the Living“ von Anthrax.

Master of Puppets ist tatsächlich eins der besten Alben, die im Thrash-Metal veröffentlicht wurden. Mir ist es Anfang der 90er untergekommen und die Begeisterung war instantan.

Zunächst einmal ist die Musik angemessen schnell. Zum anderen sind die Lieder abwechslungsreich und musikalisch nicht eintönig. Kein Lied unter 5 Minuten! Nicht umsonst konnten Metallica Jubiläumskonzerte geben, auf der sie „Master of Puppets“ von vorn nach hinten gespielt haben und die Leute waren begeistert. Wird mit „Load“ nicht passieren…

Das fängt schon bei „Battery“ an: langsamer Beginn, dann geht es los, Tempowechsel etc. Dann gleich „Master Of Puppets“. Geiler Anfang, dann rein in das Geschrammel und durch geht es. „Master! Master!“

„The Thing That Should Not Be“ ist nicht so meins, etwas zu langsam, seltsame Melodie, dafür sehr schwere Gitarren. Dann „Welcome Home (Sanitarium)“ – ein wunderschönes Lied.

Welcome to where time stands still
No one leaves and no one will

Fängt sehr langsam und sehr bedächtig an, passt genau zum Text. Klagende Gitarren, düstere Musik. Dann zwischendrin dreht das Lied auf. Und dann nochmal richtig. Zwei Minuten ohne Text, nur Musik.

„Disposable Heroes“, wieder nicht so meins. Aber sehr, sehr schnell. „Leper Messiah“ – etwas schwerer, aber auch nicht mein Favorit – angemessen schnell, vor allem gegen Ende.

Dann wieder ein Lieblingslied: „Orion“. Instrumental. Acht Minuten dreißig. Langsam, schnell, schwer, leicht, schön. Ein Lied, in dem man sich verlieren kann.

Und zum Abschluss „Damage, Inc.“, meine Referenz für: wer da nicht den Kopf bewegt, dem ist nicht zu helfen. Jedes Lied sollte so sein wie „Damage Inc.“

„Master Of Puppets“ ist ein sehr gutes Stück Musik, ein paar Füllsongs, die aber nicht wehtun. Klar, Metallica ist nicht die sympathischste Band der Welt (bei weitem nicht), aber im Thrashmetal schon sehr, sehr weit vorn. Umso trauriger die Alben ab „Load“.

Übrigens sind die Texte und Inhalte hier durchaus lesenswert.

Fazit: sehr gute Platte, auf jeden Fall reinhören.

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Kino Kritik

Kritik: Urban Explorer (2011)

Wie immer bin ich etwas spät zur Party, aber besser spät als nie – deutscher Horror, der in Berlin spielt: Urban Explorer.

Bevor wir in Detailkritik ausbrechen, kurz zusammengefasst:

Wow.

Das ist mal ein richtig hartes Brett: ein Backwood-Slasher in den Tunneln von Berlin. Sehr gut gedreht, gute Schauspieler:innen, ordentliche Story, alle Punkte des Genres abgehakt und auch versucht, einen eigenen Dreh dazu zu finden.

Fünf junge Menschen wollen den Fahrerbunker (kein Schreibfehler) unter Berlin erkunden, der der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist – der Kick und der Besuch von Lost Places lassen grüßen.

Die Tunnel sind dunkel, feucht, allerlei Nägel, Tiere und unheimliche Menschen lungern hier herum, der Film nimmt sich Zeit, um Atmosphäre aufzubauen. Der Horror beginnt daher erst spät und steigert sich eher langsam. Die Reaktionen unserer Leidenshelden sind größtenteils ok und nachvollziehbar und Klaus Stiglmeier ist eine Wucht als ehemaliger ostdeutscher Grenzsoldat. Bis zum Ende fließt eine Menge Blut, wer das Final Girl (der Final Boy) ist, sei hier nicht verraten.

Der Film macht eine Menge richtig. Die Kamera ist toll, das Pacing stimmt, die Schauspieler:innen sind ordentlich bis sehr gut und damit ist der Film schon mal weit über dem Durchschnittsslasher. Dazu sind insbesondere zwei Dinge sehr gelungen: der Grund, warum der größte Teil des Films auf Englisch ist (Touris) und der Grund, warum sich die Leute in den dunkeln Wald (also die Tunnel) begeben.

Auf sehr hohem Niveau sei folgendes kritisiert: der Auftritt der Neonazis hätte nicht sein müssen (trotzdem schönes Wiedersehen, kaum erkannt, mit Andreas Wisniewski) oder intensiver sein müssen oder noch einmal aufgegriffen werden. So war das irritierend. Und wenn ich fünf Leute in die Tunnel schicke, erwarte ich fünf angemessene Tode und nicht zwei, die hingeschludert werden. Das ist einfach sehr schade gewesen.

Ach ja, Nathalie Kelley hat die eher undankbare Rolle der nervigen Frau abbekommen, auch hier wäre etwas mehr Mut besser gewesen.

Und es gibt eine Menge Logiklöcher, nicht mehr als in anderen Filmen aber auch nicht weniger.

Aber das soll den Film ingesamt nicht schmälern, er war sehr unterhaltsam und der Einsatz von Salz am Ende des Films – köstlich.

Und Klaus Stiglmeier als Armin – göttlich. Der hat tatsächlich auch die besten Textzeilen bekommen…

Fazit: sehr sehenswerter Slasher in den Tunneln von Berlin.

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Kritik Musik

Musikkritik: Jump (1984)

Wo wir grad bei geilen Keyboard-Intros waren: Jump von Van Halen.

Ähnlich wie bei Final Countdown muss man nur die erste Note hören und das Lied ist da. Ähnlich wie bei Final Countdown ist die Intromelodie unglaublich einfach und damit sehr effektiv.

Aber.

Wo Final Countdown im Grund ein sehr einfaches Lied bleibt, ist Jump doch etwas komplexer (was nicht gegen Europe gewertet werden sollte).

Bass, Gitarre, Drums, alle ergänzen die Hauptmelodie eher im Hintergrund, bis die Gitarre übernimmt, David Lee Roth singt am Anfang recht zurückhaltend und so kann sich die Musik tatsächlich entfalten. Dazu sehr interessante Takt- und Stimmlagenwechsel.

Gekrönt wird das Ganze durch das Keyboard-Solo in der Mitte, das zum einen ungewöhnlich ist, zum anderen sehr gut klingt und der Melodie neue Seiten abgewinnt.

Nachteil des Ganzen: das Lied ist nicht so eingängig und mitsingbar wie Final Countdown, aber für ein lautes „Jump“ reicht es allemal.

Übrigens ist es gar nicht mal so einfach, den Sound des benutzten OBX-A-Synthesizers nachzubilden, da ist viel analoge Klangerzeugung dabei, die diesen prägnanten Sound erzeugt.

Fazit: tolles Intro, tolles Lied.

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Kritik Musik

Musikkritik: The Final Countdown (1986)

The Final Countdown von Europe, das Lied mit dem geilsten Keyboard-Intro aller Zeiten (dicht gefolgt von Jump).

Dieses Intro, das im Lied noch einmal aufgegriffen wird, ist sowas von gut. Dazu die ganze 80er-Pop-Ästhetik und -Inhalte, die hier auf die extrem gute Spitze getrieben werden.

Eine sehr, sehr eingängige, wunderschöne Melodie (hallo Ohrwurm für den Rest des Tags). Ein geiles Gitarrensolo.

Ein sehr eingängiger Text: We’re leaving together, na na na na na, it’s THE FINAL COUNTDOWN. Tädadädaa!

Das geile Trommelteil mittendrin, dum dum, dum dum, dum dum, dsch!

Joey Tempest, der im Originalvideo (siehe unten) so unglaublich rosa Lippen hat und so guckt. Hach. Der Rest der Band: Haare.

Bleibt die Frage: kann man als Metalhead Fans des Lieds sein?

Aber Hallo! Lautstärke auf 11 und dann ab.

Fazit: eins der besten Lieder der Welt. Und ein böser Ohrwurm!