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Kritik: Lethal Weapon 4

Lethal Weapon 4 ist ok. Nicht wirklich schlecht, aber immer noch unterhaltsam. Aber als vierter Teil muss er sich dem Vergleich mit den Vorgängern stellen und da schneidet der Film nicht gut ab.

Wieder einmal gefällt, dass der Film die Charaktere weiterentwickelt, warum Murtaugh immer noch im Dienst ist, erschließt sich trotzdem nicht, aber sei es drum.

Lorna und Rianne sind schwanger, das zwingt Riggs und Murtaugh zum Umdenken. Nicht lange, aber das ist die Klammer um den Film, der wieder einmal mit einer imposanten Anfangsexplosion aufwarten kann. Hier zeigt sich aber schon eine der Schwächen des Films: das Drumherum um die Explosion ist nicht gut. Das ist zu albern. Im dritten Teil ging es noch, im vierten nicht mehr. Aber die Explosion ist beeindruckend.

So ähnlich ist es mit dem Rest des Films auch. Die Action stimmt und Jet Li ist hervorragend, RIggs und Murtaugh sind aber einfach mal alt und das wird zu wenig in der Action berücksichtigt. Auch der Humor ist noch wie in den Teilen vorher, die Welt hat sich aber weitergedreht und damit wirkt er altbacken.

Außerdem ist die Geschichte um Menschenschmuggel zwar menschlich und anrührend aber zu dick aufgetragen und entwertet sich damit ein wenig.

Die zwei größten Kritikpunkte: Jet Li hat keinen würdigen Abgang und Rene Russo hat keine würdige Rolle – wie kann man so eine coole Figur wire Lorna einführen und dann im vierten Teil zum Muttchen machen.

Fazit: schwacher Abschluss einer fast perfekten Actionreihe.

PS: Den Gerüchten, die von einem fünften Teil reden, stehe ich sehr skeptisch gegenüber, auch, weil ich hoffe, dass es nicht dazu kommt. Kann nicht gut werden. Oder schlimmer: durchschnittlich.

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Kritik: Lethal Weapon 3

Lethal Weapon 3 – wie schön ist es, dass sie die Filme durchnumeriert haben, statt ihnen dauernd originelle Namen zu geben (Fast & Furios, ich schau auf Dich).

Lethal Weapon hat die beste Eröffnungssequenz der Lethal-Weapon-Reihe, die gleichzeitig eine der besten Filmexplosionen ever ist, vergleichbar mit Stirb Langsam 3. Ein ganzes Haus wird in die Luft gejagt. Die Katze wird gerettet.

Es wird deutlich, dass sich die Macher des Films Mühe gegeben haben, frischen Wind in die Filme zu bringen und nicht immer denselben Film zu drehen. Daher steht Murtaugh nun tatsächlich vor seiner Pensionierung und Riggs hat ein Problem damit (drüber Sprechen geht nicht, aber männlich unter Tränen schreien). Dafür bekommt Riggs eine ebenbürtige Partnerin in Lorna Cole (Rene Russo) an die Seite gestellt, die eine gute Rolle abbekommen hat.

Dafür ist der Bösewicht diesmal ein wenig schlechter als die vorigen, auch sein Plan ist nicht wirklich überzeugend. Sidekick Leo Getz tritt wieder auf, diesmal noch ein wenig nerviger als im vorigen Film.

Das ist alles nicht wirklich schlecht, aber mir hat nach der Eröffnungsequenz irgendwie der Drive gefehlt. Solange sich der Film auf Murtaugh, Riggs und Lorna konzentriert ist er sehr gut, auch die Familie Murtaughs ist gut eingebunden (Murtaughs Tochter hat einen Freund und Murtaugh ist nicht begeistert). Aber ich kann den Finger nicht drauflegen, irgendwas hat mir gefehlt. Vielleicht hat mich Joe Pesci zu sehr gestört, vielleicht war mir der Böse zu blass.

Verstehen wir uns nicht falsch, es ist immer noch ein sehr guter Actionfilm mit kleinen Schwächen. Hoch anrechnen muss man, dass eine neue, gute Figuren eingeführt wurde und die Charaktere tatsächlich wachsen dürfen und damit nicht ewig die gleiche Konstellation durchgekaut wird (Fast & Furios again).

Andererseits ist es z.B. schwer, diesen Film zu kritisieren, wenn man gerade „The Condemned“ gesehen hat oder an die Brosnan-Bonds denkt. Dagegen ist dieser Film Gold plus mit Glanzüberzug.

Fazit: sehr guter Actionfilm mit grandioser Eröffnung, dann etwas schwächelnd.

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Kritik: Lethal Weapon 2

Lethal Weapon 2 – einer der wenigen Fälle, wo der zweite Teil ein wenig besser ist als der erste.

Riggs und Murtaugh sind noch zusammen und müssen es mit südafrikanischen Nazis aufnehmen, die ihre diplomatische Immunität für kriminelle Machenschaften ausnutzen. Eine Immunität, die Murtaugh übrigens aufheben wird.

Riggs darf sich in die Sekretärin der Nazis verlieben, die dann leider getötet wird, eine Geschichte kurz vorm Fridging, aber nicht ganz, denn vor ihrem Tod hat Patsy Kensit eine durchaus ordentliche Rolle.

Außerdem wird Sidekick Leo Getz eingeführt, ein gutes Beispiel, wie eine überdrehte Figur damals ok war, heute aber etwas zu sehr nervt.

Aber wieder einmal stimmen Geschichte und Inszenierung (Richard Donner). Donner hat es halt drauf, Action zu destillieren, zu inszenieren und vor allem so zu filmen, dass sie auf der Leinwand rüberkommt. Da hilft es auch, dass wieder nur praktische Effekte zum Einsatz kommen – es ist einfach alles real, was passiert und das ist sehr, sehr gut.

Die Chemie zwischen allen Darstellern stimmt, Joss Ackland ist ein böser Oberböser und Derrick O’Connor übernimmt sehr elegant die Rolle des fiesen Bösewichts von Gary Busey. Die Hintergrundgeschichte von Murtaughs Familie wird weitererzählt, ohne dominant zu werden.

Dazu gute Dialoge mit viel Humor, teils elegant, teils brachial, teils Joe Pesci.

Auch hier wieder in Erinnerung bleibende Szenen: Derrick O’Connor, der sich umschaut, ob er schon auf einer Plasteplane steht

What are you doing? – I was just checking to see if I was standing on plastic.

Einsturz des Stelzenhauses, der Gummibaum, Einrenken der Schulter – und natürlich eine der ikonischsten Actionszenen ever: Murtaugh auf seiner mit einer Bombe versehenen Toilette.

Wie schon der erste Film verströmt auch dieser Teil guten 80er-Jahre-Flair – Humor, Buddies, Action und ein Happy End – was will man mehr. Wie auch schon der erste Teil auf der Liste der besten Actionfilme.

Fazit: sehr gute Action-Buddy-Komödie.

Diplomatic immunity. – It’s just been revoked!

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Kritik: Lethal Weapon

Lethal Weapon ist der Auftakt einer vierteiligen Filmreihe mit Mel Gibson und Danny Glover, eine Erneuerung der Karriere Glovers und der große Start der Karriere von Mel Gibson, der vorher mit Mad Max zwar bekannt aber noch kein Superstar geworden war.

Gibson ist der lebensmüde Martin Riggs, der der neue Partner von Roger Murtaugh wird und dessen Leben frischen Wind einhaucht, indem er ihn bei der Lösung eines Drogenfalls öfter mal in Lebensgefahr bringt. Und seine Familie.

Beide müssen sich zwar zusammenraufen, das geht aber recht schnell und die so gewonnene neue Familie gibt Riggs Halt, um über den Tod seiner Frau und seine Selbstmordtendenzen hinwegzukommen.

Die eigentliche Geschichte des Films ist nicht so wichtig, Richard Donner hat als Regisseur das ultimative Buddy-Movie im Gewand des ultimativen 80er-Jahre-Actionfilms gedreht. Das Drehbuch von Shane Black tut sein Übriges dazu.

Man muss sich erst einmal auf den überdrehten Charakter von Riggs einlassen, der durch Murtaugh geerdet wird, aber der Film hält die perfekte Balance zwischen Action, Story, Charakterentwicklung und Action. Abgesehen davon, dass für einen 80er-Actionfilm richtige SchauspielerInnen besetzt wurden – selbst für die Hauptrollen – fällt auch heute auf, wie gut die handgemachten Actionszenen sind.

Die Figur von Riggs, so überdreht sie auch geschrieben ist, ist interessant in ihren Sprüngen zwischen den Gemütslagen und der Gefährlichkeit der Person selbst. Sie ist eigentlich die einzige Figur, die sich während der Filmreihe verändert, während alle anderen Figuren und die Filme selbst unverändert bleiben. Ich glaube, Riggs ist der ultimative Jungen/Männer-Badass-Traum.

Der Film strotzt vor ikonischen Szenen: das Zusammentreffen von Riggs und Murtaugh, die Rettung des Selbstmörders, der Selbstmordversuch von Riggs, die Wasserfolter von Riggs – hach, ich komme ins Schwärmen. Und der Film strotzt vor guten Dialogen, die recht gut gealtert sind. Nicht alle, aber das Gros der Scherze klappt auch heute noch.

Für einen Sehbefehl ist dann doch zu viel Nostalgie in der Betrachtung aber für die Liste der besten Actionfilme reicht es allemal.

Fazit: Quintessenz eines guten Actionfilms und einer guten Buddy-Komödie.