Kategorien
Kino Kritik

Kritik: The Matrix Revolutions

The Matrix Revolutions – der Abschluss, natürlich hab ich ihn mir angeguckt in der Hoffnung, dass er besser wird als das vorige Desaster.

Die Hoffnung war vergebens. Der Film wurde zeitgleich mit dem zweiten gedreht und folgt der Vision der Schöpfer. Falls sie auf die Kritik am zweiten Teil eingehen wollten – sie hätten es nicht mehr gekonnt.

Also sehen wir den visuell beeindruckenden, filmisch ermüdenden Kampf um Zion und die Auflösung der Architekt-Matrix-Geschichte – ich hab es mir nicht gemerkt, denn ich hab versucht, die Bilder in groß zu genießen und die Geschichte so gut es geht zu ignorieren.

Es war genauso wirr wie der zweite Teil und ich weiß immer noch nicht, was die Wachowskis zu ihrer Interpretation gebracht hat, geschweige denn, ob sie jemand außer den beiden verstanden hat. Ich nicht.

Wie schon beim zweiten Teil fehlen Coolness, Timing oder interessante Szenen, dafür gibt es Dialoge und visuellen Bombast.

Aber ich Schaf: falls der vierte Teil wie angekündigt gedreht wird, werd ich ihn mir natürlich ansehen.

Fazit: so öde wie der zweite Teil.

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: The Matrix Reloaded

The Matrix Reloaded – nach dem großen Erfolg und dem Cliffhanger der Matrix war es natürlich nur eine Frage der Zeit, wann eine Fortsetzung kommt.

Das Internet war voll mit Ideen, Fan-Fiction und Theorien, was die Matrix ist und wie der Film weitergeführt werden könnte. Eine Idee war besser als die andere.

Leider entschieden sich die (damals) Wachowski-Brüder dafür, eine verschwurbelte, langweilige Fortsetzung zu drehen, aus der jede Coolness verschwunden ist.

Irgendwie planen die Maschinen einen Großangriff auf Zion, wo gerade ein Riesen-Rave mit verschwitzten Körpern stattfindet (visuell beeindruckend, filmisch ermüdend), Agent Smith klont sich und greift Neo als Armee an (visuell beeindruckend, filmisch ermüdend), der Merowinger hat einen Schlüssel, der wird entwendet und es kommt zum Kampf auf einer Autobahn (visuell beeindruckend, filmisch ermüdend), dann wird der Architekt der Matrix gefunden und der redet und redet und redet – Stuß.

Neo muss sich entscheiden zwischen Matrix und Trinity und ich weiß es auch nicht, am Ende sind alle tot oder so.

Visuell gibt es nichts am Film auszusetzen, das ist alleroberstes Niveau.

Leider ist jegliches Timing verlorengegangen, jegliche Coolheit und es wird stundenlang geredet. Der Film dauert 2 Stunde 18 Minuten und davon wird drei Stunden lang geredet. Es ist so öde.

Natürlich ist der Film ein Erfolg geworden (Matrix!) und es soll Leute geben, die ihn mögen, schön für sie. Für mich war da nichts dabei. Warum z.B. der Film überwiegend in der häßlichen Welt spielt und selten in der Carrie-Ann-Moss-Latex-Bullet-Time-Welt – man weiß es nicht.

Fazit: langweilig.

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: The Matrix

The Matrix – einer der Meilensteine der Actionfilmgeschichte.

Die Erwartungshaltung gegenüber dem Film war unglaublich groß. Schließlich lief der Film schon in den USA und hier noch nicht, die Informationen schwappten aber rüber. Außerdem ist der Film das Paradebeispiel eines Nerd-Films, der entsprechend im Internet besprochen wurde.

Und zu guter Letzt wurden etliche ikonische Figuren und Szenen geschaffen, von denen man schon hat munkeln hören und wo sich nun beweisen sollte, ob der Hype gerechtfertigt war.

Er war.

Der Film hat wirklich alles weggeblasen, was so auf dem Actiomarkt war. Extrem stylische Inszenierung, bei der Coolness über alles geht. Dann die Geschichte der Matrix als virtuelle Parallelwelt, aus der nur die Auserkorenen entkommen konnten, deren Anführer Neo werden wird. Hach.

You take the blue pill – the story ends, you wake up in your bed and believe whatever you want to believe. You take the red pill – you stay in Wonderland and I show you how deep the rabbit-hole goes.

Und natürlich die Erfindung der Bullet-Time mit freier Kamera – offener Mund und ungezählte Nachahmer und Parodien (nicht die schlechteste in Shrek).

Dazu Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Hugo Weaving und Carrie-Ann Moss – perfekter Cast.

Neben den vielen ikonischen Szenen: das Telefon, die grüne Schrift, Agent Smith, Bullet-Time, der Hubschrauber, Karatetraining, Hochhaussprung, Rennen übers Dach, Neos „Geburt“, der Shootout in der Hotellobby, … (es sind wirklich unglaublich viele) sorgte der Film auch fast im Alleingang für den größten Teil des Filmzitateschatzes der nächsten zehn Jahre:

There is no spoon.

Never send a human to do a machine’s job.

Guns. Lots of guns.

Dodge this. (übrigens übersetzt mit „Nur eine Maschine“.)

I know kung fu.

A déjà vu is usually a glitch in the Matrix. It happens when they change something.

Der Film zitiert etliche andere Filme und Themen, insbesondere Ghost in the Shell, was ihm öfter vorgeworfen wird, meiner Ansicht nach ist es durchaus legitim, sich die Einflüsse zu nehmen und etwas Neues draus zu schaffen, nicht bloß zu kopieren.

Leider haben sich Elemente des FIlms verselbständigt und schwirren insbesondere in rechten Hirnen rum, „red pill, blue pill“ z.B. Kann der Film nichts für.

Auf jeden Fall ein Sehbefehl und auf der Liste der besten Actionfilme.

Gibt es auch Negatives über den Film zu sagen?

Ja: leider ist keine Fortsetzung gedreht worden.

Fazit: sehr sehenswerter, bahnbrechender Film.