Kritik: The Maze Runner

The Maze Runner, der erste Teil der Verfilmung einer Jugendbuchreihe, die ich nicht gelesen habe (das zieht sich in letzter Zeit durch, als Thema), das gibt mir die Freiheit, den Film für sich betrachten zu können.

Es geht dunkel los, nur laute Geräusche, bevor die ersten Bilder kommen und wir mit unserem Haupthelden in die Geschichte geworfen werden und mit ihm herausfinden müssen, was das alles soll und was zu tun ist. Es geht um eine Gruppe Jungen, die seit drei Jahren in einem Labyrinth eingeschlossen sind und nicht wissen, wer sie sind, warum sie dort sind und was sie tun sollen. Also überleben sie nach eigenen Regeln. Der Neue, unser Hauptheld, wird die Dynamik ändern und einen Ausweg finden. Am Ende gibt es eine wirre Erklärung, was das alles sollte, ich vermute mal, das wird in den Fortsetzungen klarer, die ich mir noch besorgen muss.

Der Sound ist überragend. Schon der beschriebene Anfang ist beeindruckend, das bleibt im Rest des Films auch so. Da wird eine Dynamik und Bedrohung vermittelt, wie es über den Ton sonst selten passiert. Der Ton allein ist den Film fast wert.

Auch das Labyrinth und die Monster fand ich gelungen, für einen „Jugendfilm“ an der Grenze zu „eigentlich zu gruslig“. Mir hats gefallen, bin ja nicht mehr jung.

Die Gruppe wird nur kurz vorgestellt, wir haben die „übliche“ Dynamik unseres Störenfrieds, der Bedächtigen und des Bewahrers, der neben dem Labyrinth den Bösewicht geben muss. Das hat für mich nicht so gepasst, es hätte dieses inneren Gruppenkonflikts nicht bedurft, um den Film interessant zu machen, so steht da ein ziemlich unmotivierter Bully im Raum.

Wenn sich der Film aber auf das Labyrinth konzentriert, ist er sehr gut und da er das den überwiegenden Teil macht – kein Problem. Ich hatte auch kein Problem mit den offensichtlichen Plotlöchern, der eigenartig friedlichen Gruppendynamik, die nicht einmal durch die letzte Ankömmlingin gestört wurde oder den anderen Unzulänglichkeiten des Films.

Weil mich der Film gut unterhalten hat.

Schauspieler:innen sind auch gut, Lauflänge überzeugt, Plot am Ende etwas wirr – insgesamt ok.

Fazit: sehr gute Unterhaltung mit einigen Härtespitzen und wenigen Unzulänglichkeiten.