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Kritik: The Predator (2018)

Der derzeit letzte Film des Franchise: The Predator. Und wenn man ehrlich ist, kann es gern der letzte Film bleiben, wenn den Leuten nix besseres einfällt.

Im Ernst: wie schwer kann es sein, ein Drehbuch zu schreiben, bei dem ein Mensch und ein Predator gegeneinander kämpfen, am Ende gewinnt der Mensch. Kein Schnickschnack, keine unglaubwürdige Geschichte, keine menschlichen Verwicklungen mit autistischen Kindern, keine Liebesgeschichte, keine Predatorhunde, kein unnötiger Scheiß.

Predator hat das geschafft, AvP auch, ist keine Raketenwissenschaft.

Egal, kann ich ja von träumen, während ich versuche, The Predator zu vergessen.

Teile des Films waren in Ordnung, die Veteranen waren erstaunlich gut, aber die Geschichte, die Frauenrolle, die Auflösung, die Hunde, das Kind, unser Held – das war alles sehr, sehr schlimm.

Ehrlich: ein Kind spielt die zweite Hauptrolle. In einem Predator. Dazu natürlich noch mit Autismus, dessen Darstellung jeder Beschreibung spottet. Das ist ganz, ganz schlimm.

Wenn man mit Frauenrollen nichts anfangen kann: lasst sie weg. Aber macht nicht sowas wie dieser Film.

Der Predator ist cool genug, der braucht keine Modifikationen oder Hunde.

Diese Scheiß-Hunde!

Ach, ich reg mich schon wieder auf. Ich hab mich nicht gelangweilt, nur geärgert. Teile des Films sind in Ordnung, insbesondere am Anfang. Frauen und Kinder kann Shane Black nicht. Dann noch die Scheiße mit Steve Wilder…

Thomas Jane mit Tourette ist daneben und trotzdem lustig.

Fazit: muss nicht sein, schadet nicht, wenn man keine Ansprüche aus dem Franchise hat.

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Kritik: Predators (2010)

Nach dem beendeten AvP-Ausflug der erneute Versuch, das Predator-Franchise ins Kino zu bringen: Predators.

Eine Gruppe Bösewichte und Soldaten (unser Hauptheld Adrien Brody) wird über einem Dschungel abgeworfen, wo sie gegen Außerirdische kämpfen müssen, später gesellen sich Predator dazu.

Es stellt sich heraus, dass sie auf einem Trainingsgelände der Predator sind, wo diese ihre Kampffähigkeiten gegen verschiedene Spezies verfeinern. Dies erfahren wir vom Amerikaner (Laurence Fishburne), der schon zehn Seasons davon durchgehalten hat.

Leider ist er verrückt geworden, keiner kann entkommen und wir versuchen mit unserer Gruppe um Adrien Brody einen Ausweg zu finden und alles sonst umzubringen. Klappt nur bedingt.

An sich ist die Geschichte gut. Und sie wird auch gut erzählt. Der Film ist angemessen actionreich und blutig.

Und dennoch…

Adrien Brody?

Ja, er sieht im Film muskulös aus und ich nehme ihm den Bad-Ass-Soldaten ab, aber es passt nicht wirklich.

Danny Trejo ist dabei und kriegt ein erbärmliches Ende. Wie viele andere seiner Gefährt:innen, von denen ich lieber mehr gesehen hätte als von Laurence Fishburne – bei Szenen mit ihm hält der FIlm auch unnötigerweise an.

Ich kann den Finger nicht drauflegen, aber dem Film fehlt etwas. An sich ist alles da und der Film ist gut aber er klickt nicht richtig. Und das ist schade, denn wie gesagt: alles ist völlig in Ordnung – Schauspieler, Setting, Action, Gore, Story, sogar die Predator sind gut.

So ist es ein guter Fire-and-Forget-Film, leider nicht nachhaltiger.

Fazit: guter Actionfilm aber nicht mehr.

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Kritik: Aliens vs. Predator: Requiem (2007)

Aliens vs. Predator: Requiem – die Fortsetzung zu Aliens vs. Predator, der ja ein durchaus ansehnlicher Film war, der wenig falsch gemacht hat.

Das ist diesem Film leider nicht vergönnt, er macht so ziemlich alles falsch, was geht.

Wie schon bei Predator 2 wird versucht, das Geschehen in die Stadt zu verlegen und die Interaktion mit Menschen hervorzuheben. Keine Ahnung, warum, viel ist den Machern zum Thema nicht eingefallen.

Aus dem ersten Teil ist ein Predator-Alien-Hybrid übriggeblieben, das die Stadt überfällt, sich dort fortpflanzt und nur durch einen Veteranen-Predator und ein paar Haudraufe erledigt werden kann.

An sich eine oke Story, wenn man die inszeniert kriegt.

Leider ist der Film zuvörderst unglaublich menschenverachtend und brutal auf eine sehr, sehr unangenehme Weise. Man muss nicht zeigen, wie ein Alien eine Schwangere befällt und was dann dort rauskommt. Das spart man sich einfach. Das ist das Niveau des Films und besser wird es auch nicht.

Alle Figuren sind Klischees, keine Szene ist nicht vorhersehbar und Spannung nimmt der Film aus der Frage, welche Grenzüberschreitung als nächstes passiert.

Das kann man machen, passt aber weder in die Aliens- noch in die Predator-Reihe und konterkariert die guten Ideen des Vorgängers. Die Serie haben die Macher damit beendet.

Hier haben sich Leute in einem Gewaltporno ausgetobt und das hätten sie unter einem anderen Titel tun sollen.

Anmerken muss man noch, dass die Effekte des Films wirklich gut sind, die Action jedoch komplett konfus.

Auch hier hatte ich den Film schon 2008 rezensiert, da hat er mir deutlich besser gefallen. Man wird älter…

Fazit: menschenverachtende Gewaltscheiße.

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Kritik: Alien vs. Predator (2004)

Oh weh, gestern nichts geschrieben – vergessen. Dafür heute zwei Filme, starten wir mit Alien vs. Predator.

Aliens und Predator wurden schon 1989 per Comic in das gleiche Universum gesteckt, das wurde ja bereits bei Predator 2 in der Schlusssequenz aufgegriffen. Die Idee ist es, zwei unbesiegbare Kampfmaschinen auf der Erde aufeinander loszulassen, Menschen als Kollateralschaden, sozusagen. Nach Comics und Videospielen 2004 dann die erste Verfilmung.

Die Geschichte macht keine Schnörkel: in der Nähe der Antarktis wird eine riesige unterirdische Pyramide gefunden, die der Unternehmer Weyland (Lance Henriksen) untersuchen will. Er stellt ein Team dafür zusammen und kurz bevor das Team dort eintrifft kommt auch ein Predator-Schiff an, das die Pyramide aktiviert.

In der Pyramide erwacht eine Alien-Königin, von oben kommen drei Predator, dazwischen das Menschenteam. Es stellt sich heraus, dass die Predtor alle 100 Jahre die Pyramide aktivieren und gegen die Aliens kämpfen – Sport und Initiationsritus.

Fast alle sterben. Sanaa Lathan entkommt. Ein Predator wurde mit einem Alien infiziert.

Ja, kein schlechter Film. Da hätte viel schiefgehen können, die Geschichte versucht, einen Mythos aufzubauen, da dieser auf einer einfachen Grundlage steht, gelingt das zufriedenstellend. Die Kampfszenen sind in Ordnung und das Ungleichgewicht der Kräfte Mensch – Alien – Predator wird durchaus ok erklärt und genutzt.

Sehr viel Fanservice. Ein Wiedersehen mit Lance Henriksen ist immer toll und Sanaa Lathan ist eine coole Kämpferin, die gerne in der Serie hätte gehalten werden können.

Der Film hat einige Schwächen: es gibt zu viele Klischees und das Timing passt manchmal nicht. Aber das ist in Ordnung.

Interessant übrigens auch ein Vergleich zu meiner damaligen Rezension von 2008, da fand ich den Film auch schon gut…

Fazit: guter Actionfilm um Menschen, Aliens und Predator.

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Kritik: Predator 2 (1990)

Nach dem großen Erfolg von Predator war ein zweiter Teil nur eine Frage der Zeit. Um sich nicht zu wiederholen und um das Universum etwas auszudehnen (meine Interpretation) wurde die Handlung in die Stadt verlegt, nach Los Angeles.

Schwarzenegger wurde des Geldes wegen durch Danny Glover ersetzt, der Dschungel durch den Großstadtdschungel. Beides keine gute Wahl (kann Glover nichts für).

Der Predator kommt zu einem Drogenkrieg dazu, in dem auch Danny Glover ermittelt, nach und nach werden alle umgebracht, der Predator dann durch Danny Glover. In der Schlusszene sehen wir auf dem Raumschiff noch ein Xenomorph-Skelett, dann kommen viele Predator und nehmen ihren gefallenen Kameraden mit, lassen Glover aber am Leben, er hat sich ja gut geschlagen.

Die Idee des Predators als Jäger verschiedener Bösewichte zum Kräftemessen wird ausgesponnen, das ist ok und auch die Schlussszene ist in Ordnung. Dazwischen ist der Film aber zu vorhersehbar, zu ausgekaut. Glover macht seine Sache sehr gut aber im ersten Film hat es einen lebenden Muskel gebraucht, das Vieh umzubringen und Danny Glover ist kein solcher. Das entwertet den Predator etwas.

Die Geschichte hat für mich auch nicht geklickt, das war zu viel, nicht geballt genug, zu sehr am ersten Teil orientiert und auch nicht stringent genug erzählt. Sehr hektisch und „modern“ geschnitten – das ist nicht gut gealtert.

Das soll nicht heißen, dass der Film schlecht ist, richtig gut ist er aber auch nicht. Einen Sonntagnachmittag würde ich nicht für opfern.

Fazit: typische Meh-Action mit interessanter Schussszene.

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Kritik: Predator (1987)

Wenn es nicht schon Terminator gäbe, wäre Predator der beste Film von Schwarzenegger.

First things first: Predator, nicht Pre-Dator.

Hier kam wieder viel zusammen: John McTiernan Regie!, Drehbuch von den Thomases! Musik Alan Silvestri! Effekte Stan Winston! Schwarzenegger! Carl Weathers! Bill Duke! Jesse Ventura! Sonny Landham! Shane Black! Oneliner ohne Ende!

Zum Film selbst ist wenig zu sagen: eine Spezialeinheit soll Leute retten, erledigt nebenbei mal ein ganzes Lager in Zentralamerika und wird dann von einem außerirdischen Jäger Mann für Mann zerlegt.

Endkampf Mann gegen Predator!

Ist ein Männerfilm.

Es gibt Dinge auszusetzen am Film.

Zunächst einmal: aus heutiger Sicht sind problematische Leute dabei, Sonny Landham oder Shane Black (in unterschiedlichem Ausmaß) aber damals war das noch nicht abzusehen. Wie man damit umgeht – bei mir hängt das von den Leuten, deren Dingen, den Filmen etc. ab. Mach ich mal einen eigenen Text dazu.

Dann ist mir der Lagerkampf zu menschenverachtend, das hätte nicht sein müssen.

Aber das war es auch schon an Negativem.

Der Film hat eine unglaubliche Intensität, man ist förmlich im Film drin, schwitzt mit, fiebert mit und kann das Verhalten der Leute sogar nachvollziehen.

Wenn Jesse Ventura den Wald mit seiner Minigun zerlegt ist das nachvollziehbar und unglaublich gut.

Wenn Sonny Landham mit Messer auf dem Baum zurückbleibt und wir nur noch seinen Schrei hören…

Wenn Carl Weathers Geräusche macht und gesagt bekommt, dass er beim nächsten Mal tot ist – dann ist das keine leere Drohnung.

Und wenn Bill Duke Angst hat – dann weißt Du, die Kacke ist am Dampfen.

Und wenn Billy Angst hat, haben wir alle Angst.

Dazu die unbekannte Bedrohung durch den Predator, und sein unfassbar gutes Design.

Und Schwarzenegger, zum lebenden Muskel reduziert, der schlammbedeckt den Kampf aufnimmt.

Hach.

Es ist einfach ein feiner, beeindruckender, kraftvoller Film mit sehr kleinen Mängeln. Einer der besten Actionfilme ever und unbedingter Sehbefehl.

Fazit: einer der besten Actionfilme.

You’re one… *ugly* motherfucker!

I ain’t got time to bleed.

If it bleeds, we can kill it.

I’m scared Poncho.
Bullshit. You ain’t afraid of no man.
There’s something out there waiting for us, and it ain’t no man. We’re all gonna die.

Did you find Hawkins?
I… I can’t tell.