Kategorien
Kino Kritik

Kritik: Peppermint

Peppermint – Oh Mein Gott, sie haben Punisher neu verfilmt mit Jennifer Garner als Punisher und es ist soo gut!

Klar, der Film ist keine offizielle Punisher-Verfilmung, aber die Familie von Riley North wird von Gangstern getötet, die durch das korrupte System davonkommen. Riley verschwindet für fünf Jahre, trainiert MMA und mit Waffen und kommt am 5. Jahrestags des Todes ihrer Familie zurück und bringt alle Bösen um. Dann geht sie zum Grabstein ihrer Familie, die Polizei nimmt sie fest aber ein Cop lässt sie wieder laufen, weil sie ja die Bösen umgebracht hat und das alle gut finden.

Soweit nicht viel Neues im Rachegenre, aber die Umsetzung ist äußerst gelungen. Klischees sind vorhanden, aber nicht die, die ich erwartet hatte. Frauen müssen nicht vergewaltigt oder gerettet werden, das ist so angenehm.

Jennifer Garner, mit der ich bei Alias nicht warm geworden bin (was eher an der Inszenierung als an Frau Garner lag) und die in Elektra richtig schlecht war, passt für Riley North wie die Faust aufs Auge (hihi). Ich hab ihr die Rächerin abgenommen, Waffenhandling und Kämpfe sind außergewöhnlich gut.

Die Bösen sind richtig böse, die Guten richtig gut. Die Handlung ist geradlinig, ein netter Twist und eine sehr schön schwarzhumorige Szene mit einer alten Freundin, ansonsten leistet sich der Film keine Schnörkel.

In der ersten Hälfte wird Atmosphäre aufgebaut (aber in interessant), in der zweiten Hälfte geht es zur Sache. Sehr konsequent. Sehr löblich.

Keine Ahnung, warum der Film „Peppermint“ heißt. (Hab nachgelesen: wegen des Eises, das die Tochter isst. Ist mir beim Sehen entgangen.)

Einer der wenigen Filme, bei denen ich mir eine Fortsetzung wünsche, die genauso hart und löblich weitergeht.

Sofortiger Einstieg auf die Liste der besten Actionfilme.

Fazit: sehr gelungener Actionfilm.

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: The Punisher (1989)

The Punisher von 1989 ist die erste mir bewusste Punisher-Verfilmung, die ich kurz nach dem Erscheinen gesehen hatte – in einer schlechten, geschnittenen Kopie. Außerdem war das damals noch ziemliches Neuland: harte Actionfilme über ein Thema, das ich nicht kannte.

Jetzt ist mir der Hintergrund bekannt, Grund genug, sich den Film ungeschnitten mit einem sehr, sehr jungen Dolph Lundgren noch einmal anzusehen.

Der Film ist erstaunlich hart und erfreulich geradlinig gedreht. Der Punisher muss Gangstern den Garaus machen und daneben auch noch ein paar Kinder retten (ok, das hätte nicht sein müssen, passt zur Not noch zur Figur). Dazu kommt ein erstaunlich konsequenter Showdown – Hut ab.

Dolph Lundgren verkörpert den Punisher gut, er ist muskulös genug, maulfaul (wortkarg) und guckt böse bis ernst und sitzt zweimal sogar nackend in seiner Höhle. In der Höhle, in die er mit dem Motorrad durch alte Tunnel fährt. Geil!

Der Film kommt (natürlich) nicht an die Punisher-Referenz Punisher: War Zone heran, ist aber um Längen besser als das Thomas-Jane-Vehikel.

Fazit: guter Actionfilm der 80er.

Kategorien
Kino Kritik

Kritik: Punisher: War Zone

Punisher: War Zone sollte der Nachfolger des Punisher mit Thomas Jane werden, ebenfalls mit Thomas Jane. Das ist nach dem sehr weichgespülten Film zum Glück nicht eingetreten, der Film wurde neu aufgesetzt, mit Lexi Alexander als Regisseurin und Ray Stevenson als Punisher. Beides eine hervorragende Wahl.

Der Film hält sich teilweise eng an die Comics, insbesondere was die Härte  und die Figur des Punisher angeht. Der Film geht einfach ab, nimmt keine Gefangenen und feuert Actionszenen, bei denen man mit der Zunge schnalzt.

Ein bisschen Geschichte zwischendurch – geschenkt. Wobei: die Geschichte stört nicht. Keine unnötigen Längen, dafür Charaktereinführung und -entwicklung, keine unnötige Verwicklungen – genau wie es sein sollte. Das schaffen viele Actionfilme leider nicht.

Bei aller Freude und Begeisterung: es gibt ein, zwei Wermutstropfen (sehr kleine). Zum einen ist die Action überbrutal in einem comichaften Sinn. Da spratzt das Blut, dass es eine Freude hat. Das ist an sich erfreulich, nimmt dem Film aber die Realitätsnähe, die er in der Figur des Punisher aufbaut. Muss man sich dran gewöhnen – geht schnell, ist wohl sogar Absicht, um gerade Nachahmer nicht zur Nachahmung zu motivieren.

Zweitens ist die Action angenehm erdig inszeniert, aber auch mit den üblichen Klischees: blitzende Einschüsse, Kugelhagel, dem man einfach entkommt. (sehr kleiner Kritikpunkt)

Und zu guter Letzt sind die Bösen wie die Action sehr überzeichnet. Dafür sind die Bösen so herrlich böse und überdreht, dass es schon wieder eine Freude ist.

Alles in allem trifft der Film den Punisher sehr gut (Ray Stevenson ist der Punisher!), ist ohne Längen inszeniert, hart, hat den besten Punisher bisher und gehört damit zu recht auf die Liste der herausragenden Actionfilme.

Fazit: ein Genuss.