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Kino Kritik

Kritik: Alien Resurrection

Alien Resurrection ist der vierte Teil der Alien-Reihe mit dem Versprechen, die Aliens endlich auf die Erde loszulassen. „Endlich“ im Sinne von: viele wollten das sehen, ich nicht. Aber wenn es ein guter Film ist – warum nicht.

Auch hier stimmten die Voraussetzungen: Ripley ist dabei, Winona Ryder, Dominique Pinon, Ron Perlman, Brad Dourif in einer bemerkenswerten Rolle. Dazu Jean-Pierre Jeunet als Regisseur – was soll schiefgehen?

Vieles. Vieles aber auch nicht. Von den Fortsetzungen ist dieser Film noch der beste. Nicht ganz stimmig, Nicht ganz ein Alien-Film aber mit vielen guten Szenen.

Der Einstieg ist gelungen, die Söldner, die Menschen als Wirtstiere für Wissenschaftler liefern, auch. Das ist gut konzipiert und gespielt, eins kommt zum anderen und schon ist das Schiff mit mehreren Aliens auf Kollisionskurs mit der Erde und Ripley 8 (Klon) muss den Tag retten. Am Ende wird dann durch eine Alienkönigin mit Uterus ein Menschenalien geboren, das durch Ripley umgebracht wird und das ist dann nur noch zum Kopfschütteln.

Wie gesagt: es gibt viele gute Sachen am Film. Das ganze Setting um das Wissenschaftslabor ist gelungen. Die Söldner. Der Ausbruch der Aliens. Ripleys Klone. Tod durch „Kopf vor Bauch halten, aus dem ein Alien bricht“ – einzigartig.

Aber es gibt auch genügend schlechte Sachen: Winona Ryders seltsame Rolle. Aliens im Wasser. Das gesamte Ende.

Interessanterweise ist das Script von Joss Whedon, der sagt:

It wasn’t a question of doing everything differently, although they changed the ending; it was mostly a matter of doing everything wrong. They said the lines but they said them all wrong. And they cast it wrong. And they designed it wrong. And they scored it wrong. They did everything wrong they could possibly do. That’s actually a fascinating lesson in filmmaking. Because everything they did reflects back to the script or looks like something from it. And people assume that if I hated it then they’d changed the script…but it wasn’t so much they changed it, they executed it in such a ghastly fashion they rendered it unwatchable.

Es wäre interessant gewesen, zu sehen, was er selbst draus gemacht hätte.

Fazit: bis auf das Ende ok, obwohl die beste Fortsetzung, für einen Alien-Film schwach.