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Kino Kritik

Kritik: Terminator 3: Rise of the Machines (2003)

Terminator 3: Rise of the Machines – eieieieiei. Wenn Schwarzenegger Film in den Sand setzt – ok, kann passieren. Wenn der die Terminator-Reihe in den Sand setzt – oh weh.

An sich ist die Geschichte nicht sooo schlecht – John Connor und andere umbringen, die in der Rebellion eine Rolle spielen, diesmal zehn Jahre nach T2 (ich weiß, Zeitreisen, Logiklöcher – sie existieren). Judgment Day ist nur verschoben und der T-101 soll die beiden in der Sierra Nevada sicher in einem Bunker umbringen, wenn der Atomkrieg losgeht.

Gegenspieler ist die T-X, eine unstoppbare Kampfmaschine der neuesten Generation.

Einzige Überraschung des Films: das Ende ist konsequent.

Ansonsten folgt der Film den vorhersehbaren Terminator-Elementen: unstoppbarer Terminator, große Kämpfe. Was in T1 und T2 noch funktioniert hat, ist hier nur noch Formel. Abhaken der wichtigsten Dinge.

Und die T-X. Zunächst einmal ist Kristanna Loken keine wirklich gute Schauspielerin, das ist für die Rolle leider nicht hilfreich, aber auch nicht wirklich schlimm, denn grimmig gucken kann sie. (Was nicht heißen soll, dass sie nicht besser geworden ist im Lauf der Zeit.) Schlimmer ist die Rolle selbst: ein sadistischer Terminator. WTF? Das sind Maschinen, die töten. Nicht mehr, nicht weniger. Aber die T-X tötet nicht sofort, sondern quält gerne noch. Das ist ganz, ganz schlecht.

Außerdem ist sie übermächtig. War der Endkampf von T2 schon so lala, was die innere Stärkelogik der Terminatoren angeht (sieht man drüber weg, weil geil gedreht), ist hier nur noch Achselzucken und „die Fans werden es schon lieben“ angesagt.

Nee, werden sie nicht, jedenfalls nicht der hier. Die ist unbesiegbar. Puuuunkt!

Und so zieht sich der Film, nicht schlecht gedreht, nicht schlecht gespielt, nicht schlecht dies, nicht schlecht das.

Aber wir reden über die Fortsetzung von Meilensteinen der Filmgeschichte. Und nicht über Pillepalle-Action mit JCVD (als Beispiel).

Einmal gesehen und sofort geschworen und durchgehalten: nicht noch einmal (wie Stirb Langsam 2).

Fazit: keine gute Fortsetzung, schlechter Film.

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Kritik: Collateral Damage (2002)

Kommen wir zu einem interessanteren Film: Collateral Damage.

Schwarzenegger als Feuerwehrmann, der seine Familie bei einem Terroranschlag verliert und nicht damit zufrieden ist, dass die Regierung das unter den Tisch kehren will.

Also macht er sich auf, den Terroristen selbst zu töten, bringt fast dessen Frau und Kind um, kümmert sich dann um die beiden, Plottwist, großen Anschlag verhindert, großes Heldentum.

Der Film wurde vor 9/11 gedreht, behandelt das Sujet „Terroranschlag“ und macht das mit der ganz großen Kelle: Regierung schlecht. Feuerwehrmann = Amerikaner gut. Alle Fremden Terroristen. Alle umbringen. U! S! A!

Da wäre durchaus Platz für etwas mehr Differenzierung gewesen, die wird entweder sehr grob vorgenommen (es gibt den einen guten Fremden) oder durch den Plot wieder relativiert.

Es wurden nach 9/11 wohl auch „unpatriotische“ Elemente des Films gestrichen. War da vorher Selbstkritik drin?

Dennoch ist der Film nicht schlecht: gut gedreht, Action stimmt, etwas zäh. Aber der Inhalt… Da erwarte ich von Schwarzenegger mehr.

(Und ja: Commando z.B. ist ein ähnlicher Film, aber der ist klar Fantasy und Collateral Damage nicht. Das ist ein Unterschied.)

Fazit: kein guter Film.

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Kritik: The 6th Day (2000)

Soso, Schwarzenegger ist also 2000 noch in einem Bon-Jovi-Video aufgetreten… Egal, The 6th Day, der nächste Film von Schwarzenegger: er trifft auf einen Klon von sich selbst und deckt eine große Klonverschwörung auf.

Tja, viel mehr weiß ich auch nicht mehr, außer, dass Schwarzenegger eine Doppelrolle hat, die er nur so halb gut hinkriegt, und dass mich der FIlm nicht gestört hat aber auch nicht begeistert.

Mehr ist jetzt auch nicht rauszuholen aus der Erinnerung, klingt nicht so, als müsste ich die unbedingt auffrischen.

Fazit: nicht in Erinnerung bleibender Film.

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Kritik: End of Days (1999)

End of Days – Schwarzenegger als desillusionierter Ex-Cop, der im Lauf des Films wieder zu Gott findet.

Familie tot, hat Jericho Cane (Schwarzenegger) mit Gott abgeschlossen, als er zufällig Satan rettet, der den Antichristen mit Christine (Ribin Tunney) zeugen möchte, wie es seit 1979 vorhergesagt ist.

Die weiß noch nichts von ihrem Glück und wird von Ereignis zu Ereignis verschleppt und durch Cane vor Satan errettet. Satan übrigens ist durchaus Böse und bringt alles um, was sich ihm in den Weg stellt, Cane inclusive.

Ein interessanter Film. Mal nicht das Übliche positive Leute-Metzeln, sondern ein Endzeitfilm, düster, hart, ohne das übliche Happy End. Sehr viel religiöser Hintergrund, der bearbeitet wird mit Held-findet-zu-Gott-Geschichte, die trotz der Ausgekautheit gut erzählt wird.

Mir hat es gefallen. Das war mal was anderes, Gabriel Byrne ist ein guter Satan und Schwarzenegger in einer anderen Rolle fand ich gut. Die Kritik sah das anders und findet den Film mies – muss man wohl selbst sehen.

Fazit: guter, sehr düsterer Ende-aller-Tage-Film.

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Kritik: Batman & Robin (1997)

Wieder einen Film ausgelassen: Jingle All The Way – Familienkomödien mit Schwarzenegger – not my bag. Stattdessen Batman & Robin, nach Red Sonja wieder einmal nicht die Hauptrolle für Schwarzenegger.

Wir befinden uns in den Untiefen der lustigen Batman-Verfilmungen von Joel Schumacher: George Clooney als Batman, zusammen mit Chris O’Donnell (Robin) und Alicia Silverstone (Batgirl) gegen Schwarzenegger (Mr. Freeze) und Uma Thurman (Poison Ivy).

Ein mäßiger Film. Die Batman-Verfilmungen von Schumacher waren nicht wirklich gut und hier stimmen weder Plot, Pacing, Gags, Inszenierung, Cast. Der Film ist ein wirrer Mischmasch aus Rachegefühlen, die an irgendwem abgeladen werden, weil es die Geschichte grad so will, nicht, weil es sinnvoll wäre. Dazu eine passable Rolle für Schwarzenegger, die aber nach hinten raus immer mehr abfällt.

Wenn es wenigstens unterhaltsam wäre.

Ist es aber nicht, man kann sich den Film angucken aber richtig gut ist er nicht.

Fazit: mäßiger Film.

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Kritik: Eraser (1996)

Wir überspringen Junior, den ich nicht gesehen habe, weil ich das Thema nicht mit Schwarzenegger in Einklang bringen kann, laut Arbeitskollegen soll er gut sein. Im Gegensatz zu Eraser, der mich eher unbefriedigt aus dem Kino entlassen hat.

Schwarzenegger ist US Marshall beim Zeugenschutzprogramm und versucht, Vaness Williams zu beschützen, die einen Komplott um eine neue EMP-Waffe aufgedeckt hat. Überall gibt es Verräter und die beiden müssen sich quasi alleine durch die Welt schlagen, um zu überleben und alle Komplotts aufzudecken.

Der Film ist solide gedreht, Schwarzenegger und Williams spielen ordentlich aber die Geschichte ist zu kompliziert und zu formelhaft – alle sind Verräter, insbesondere die besten Freunde, alle sind inkompetent außer unseren Helden, etc. pp.

Dazu ist die Action solide aber nicht besonders und es wird zu oft bei den Tricks nachgeholfen. Darüber hinaus fallen wir in alte Bond-Schemata zurück: Kugeln ausweichen, hinter Lichtmasten verstecken, alles prallt am Geländer ab – so in der Richtung, nur angepasst auf die neue Wunderwaffe.

Nee, das war nicht mein Ding, nicht langweilig aber auch nicht gut, unteres Mittelmaß.

Fazit: mäßiger Film.

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Kritik: True Lies (1994)

Vorher war noch Beretta’s Island, hab ich noch nie von gehört, hört sich nach Cameo an. 1994 dann einer der vielen Bond-Gegenentwürfe, bei denen man sich fragt, warum die Bond-Macher den Schuss nicht gehört haben: True Lies. Ein James-Cameron-Film!

Arnold Schwarzenegger als Geheimagent, der es sogar erfolgreich schafft, das vor seiner Familie zu verstecken. Die denkt, dass dieser Muskelberg ein Computerverkäufer ist. Ok.

Die Story um Terroristen, die einen Anschlag planen ist ok und gut durchdacht. Aber sie bildet nur den Rahmen, um uns einen sympathischen Schwarzenegger zu präsentieren, der als Agent nicht nur mit Muskeln, sondern auch Intelligenz und Humor umzugehen versteht und um uns denkwürdige Szenen von hoher Qualität darzureichen.

Dazu ein Cast zum Zungeschnalzen, allen voran Jamie Lee Curtis – brillant. Tom Arnold, Bill Paxton, Tia Carriere, Art Malik (der uns schon in The Living Daylights als guter Terrorist über den Weg lief), Eliza Dushku oder Grant Heslov – alles sehr sehenswert.

Zu den Szenen: an sich kann man sich durch den Film denken und hat jede Szene in Erinnerung: Tanzen am Anfang, Verfolgungsjagd mit dem Pferd, das Verhör von Jamie Lee Curtis, die Fahrt mit Bill Paxton, der Tanz von Jamie Lee Curtis(!), das Entkommen der Folter, Wahrheitsserum, die komplette Zerstörung der Insel, Flucht auf der Brücke, Fliegen im Harrier, die etwas zu over-the-top gedrehte Abschlussaction.

Gepaart mit ikonischen One-Linern:

Have you ever killed anyone?
Yeah, but they were all bad.

I married Rambo!

First I’m going to use you as a human shield. Then I’m going to kill this guard over here with the Patterson trocar on the table. And then I was thinking about breaking your neck.

So your life’s in the crapper. So you wife is banging a used car salesman – it’s humiliating, I know. But goddamnit, Harry, take it like a man!

The code name of your assignment will be… Boris. And your code name will be…
Natasha?
No… Doris.

Yepp, falls man es noch nicht gemerkt hat – ich mag den Film.

Aber.

Ja, der Film ist sehr, sehr gut, lustig, unterhaltsam – in der Tat. Aber er ist auch durchaus problematisch in der Darstellung der Terroristen und im Frauenbild. Jeweils in unterschiedlichem Maß und es ist mir auch erst in den 2000ern aufgefallen (man lernt ja dazu).

Ich kann mir den Film heute noch durchaus amüsiert ansehen, dennoch lohnt es sich, über die problematischen Stellen nicht einfach mit „war damals so“ hinwegzugehen, sondern sich ein wenig damit zu beschäftigen. Schadet dem Film nicht.

Er bleibt einer der besten Actionfilme und war lange Jahre die Referenz für Spionenfilme, Bond war problemlos damit kaltgestellt.

Ach ja und Schwarzenegger schauspielert tatsächlich gar nicht mal so schlecht.

Fazit: sehr, sehr guter Actionfilm.

PS: Puh, gerade noch so vor Tagesende geschafft…

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Kritik: Last Action Hero (1993)

Wir überspringen Fernsehfilme und Kurzauftritte wie Dave, Nissin Cup Noodle oder das Guns’n’Roses-Video und kommen zum nächsten richtigen Film: Last Action Hero (1993).

Nach relativ kurzer aber filmreicher Karriere jetzt ein Metafilm über einen Actionstar, der von der Leinwand gesprungen kommt und nun im richtigen Leben zurechtkommen muss – inklusive Verletzungen etc.

Wieder einmal ein Familienfilm.

Tja, viel Erinnerungen hab ich nicht, ich hab mich nicht gelangweilt aber auch nicht das Bedürfnis verspürt, den Film noch einmal zu sehen. Die Kritiken damals waren vernichtend, so schlecht fand ich den Film nicht.

Aber insgesamt fühle ich mich animiert, dem Film in naher Zukunft noch eine Chance zu geben.

Fazit: scheint Durchschnitt gewesen zu sein.

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Kritik: Terminator 2: Judgment Day (1991)

OK, nach Terminator war klar, dass (mindestens) ein zweiter Teil folgen würde, dass es so ein Kracher sein wird wie Terminator 2: Judgment Day, das ist erfreulich und war so nicht zu erwarten.

James Cameron nimmt wieder im Regiestuhl Platz und haut einen Film raus, der die Kinowelt revolutionierte. Waren vorher Computertricks was Feines für den Hintergrund oder zum Fremdschämen, kommt hier der T-1000 ins Spiel, ein Terminator aus flüssigem Metall.

Flüssiges Metall!

Metall!

Flüssig!

Ok, man muss wahrscheinlich dabei gewesen sein und zu verstehen, wie beeindruckend das war für 1991. Außerdem hatte Flebbe da gerade das CinemaxX in Hannover neu und dort hab ich den Film gesehen. In THX! Menschen sind quer durch Deutschland gereist, um T2 in diesem Kino zu sehen!

Schon der Anfang. Dann der Fuß, der aufstampft. Wahnsinn.

Beruhigen wir uns: die Geschichte des ersten Films wird fortgeführt, indem ein zweiter Anschlag auf John Connor versucht wird, diesmal als Junge. Und der böse Terminator ist der T-1000 und der ist wirklich böse. Der T-800 will John beschützen, bringt niemanden um und ist der Gute.

Große Szenen im Krankenhaus, den Abwassergräben, Shoot-Out bei Cyberdyne, Endkampf im Stahlwerk und dazwischen Chaos und Zerstörung. Und jede Szene mit dem T-1000.

Die Geschichte ist erstaunlich gut und schlüssig (Zeitreisegeschichten ohne Logiklöcher gibt es nicht), sie wird gut erzählt und in der Inszenierung von Action macht Cameron niemand was vor. Großes Badabumm. Und coole Oneliner.

Zwei Kritikpunkte. Erstens: der Terminator, der nicht tötet. Wird zwar motiviert, ist aber trotzdem schwach. Sie machen das Beste aus der Prämisse, dennoch… Außerdem entwickelt der Terminator Humor. Nee.

Zweitens: der Director’s Cut ist viel zu lang und mit teilweise dümmlich-lustigen Szenen gefüllt. Es ist völlig in Ordnung, dass diese Szenen nicht im Kinofilm sind, der die deutlich bessere Fassung ist.

„Zweitens“ kann man umgehen und „erstens“ muss man ertragen, dann bekommt man einen der besten Actionfilme aller Zeiten und einen definitiven Sehbefehl.

Fazit: sehr, sehr, sehr guter Actionfilm.

Hasta la vista, baby.

Come with me if you want to live!

I need your clothes, your boots and your motorcycle.

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Kritik: Kindergarten Cop (1990)

Es geht mit einer Komödie weiter: Kindergarten Cop.

Tja, war nicht meins.

Es ist ein netter, lustiger Film um Schwarzenegger, der undercover als Kindergärtner ermittelt, die Kinder auf Zack bringt und umgekehrt. Regie Ivan Reitman, kann also nicht wirklich schlecht sein.

Aber hier das erste Mal Abnutzungserscheinungen bei mir mit Schwarzeneggerkomödien: ich will Action sehen und nicht so was, auch wenn es gut gemacht ist.

Fazit: nette Komödie für die ganze Familie.